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815 - 822


Zinn / Unedle Metalle

825 - 840

841 - 847


Asiatika

850 - 865


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870 - 873


Miscellaneen

874 - 885


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891 - 897


Rahmen

910 - 920

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Mobiliar / Einrichtung

940 - 952


Teppiche

960 - 975





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KatNr. 1 Niederländische oder deutsche Schule, Kreuztragung Christi. 2. H. 16. Jh.
KatNr. 1 Niederländische oder deutsche Schule, Kreuztragung Christi. 2. H. 16. Jh.

001   Niederländische oder deutsche Schule, Kreuztragung Christi. 2. H. 16. Jh.

Öl auf Leinwand. Unsigniert. In moderner, breiter Holzleiste mit stark ansteigendem Profil gerahmt.
Maträger neu gespannt. Malschicht gesamtflächig mit feinem Krakelee. An der Oberkante unscheinbare Kratzspuren. Vereinzelt kleinere Retuschen; u.re. zwei größere. Im Falzbereich leichte Verdunklung. Kleines Löchlein u.li. Neu gefirnißt.

Auch wenn die Handschrift dieser Kreuztragung keine zweifelsfreie Zuschreibung an einen Künstler ermöglicht, so ist aufgrund des räumlichen Bildaufbaus über mehrere (Erzähl-)Ebenen und der Verschmelzung von idealisierter, doch seelenloser, Architektur im Fond mit dem starken erzählerischen Moment der großen Figurengruppe im Vorder- und Mittelgrund eine räumliche und zeitliche Einordnung in die niederländische Malerei der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts möglich. Mögliche Einflüsse können hier bei Marten und Lucas van Valckenborch oder Gillis Mostaert gesucht werden; auch die Übernahme dieser typisch niederländischen Art der Komposition durch eine deutsche Schule ist denkbar. Der Aufbau des Kreuztragungszuges geht wohl auf das Hubert van Eyck zugeschriebene Gemälde gleichen Themas in der Sammlung des Museums der Bildenden Künste in Budapest zurück.

75 x 88 cm, Ra. 93,8 x 109 cm. 7.800 €
KatNr. 2 Jan Thomas van Kessel (Umkreis), Brand einer gotischen Kirche. Antwerpen. Um 1700.

002   Jan Thomas van Kessel (Umkreis), Brand einer gotischen Kirche. Antwerpen. Um 1700.

Jan Thomas van Kessel 1677 Antwerpen – 1741 ebenda

Öl auf Leinwand, auf Holz kaschiert. Unsigniert. Auf dem Rahmen bezeichnet "Van Kessel". In schmuckvoller Hohlkehlenleiste mit Muscheleckornamenten gerahmt.
Malschicht mit feinem Krakelee. Zwei kleine Retuschen in der linken Bildhälfte, eine rechts. Kleine Fehlstelle des Malträgers Mi.li. und Mi.u. Neuer Firnis.

20,5 x 29,5 cm, Ra. 39 x 48 cm. 1.800 €
KatNr. 3 Christian Georg Schütz (Werkstatt / Umkreis), Feuersbrunst. 2. H. 18. Jh.

003   Christian Georg Schütz (Werkstatt / Umkreis), Feuersbrunst. 2. H. 18. Jh.

Christian Georg Schütz 1718 Flörsheim a. Main – 1791 Frankfurt a. Main

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "Ch. G. Schütz". Verso auf dem Keilrahmen mit typographischer Bezeichnung. In goldüberzogener, masseverzierter Hohlkehlenleiste gerahmt, Rahmen mit Akanthuswerk in den Ecken, Perlstab und Blattspitzenfries im Lichtprofil.
Doubliert. Malschicht mit feinem Krakelee, punktuell minimale Farbausplatzungen und drei leicht sichtbaren Retuschen. Rahmen mit Altersspuren und kleineren Abplatzungen.

Weiterführende Lit.: Gerhard Kölsch, Johann Georg Trautmann (1713 - 1769), Leben und Werk, Frankfurt am Main u.a. 1999.

32,6 x 42,3 cm, Ra. 45,4 x 55,4 cm. 1.800 €
KatNr. 4 Unbekannter italienischer Künstler, Heilige Familie mit dem Johannesknaben. 1. H. 18. Jh.
KatNr. 4 Unbekannter italienischer Künstler, Heilige Familie mit dem Johannesknaben. 1. H. 18. Jh.

004   Unbekannter italienischer Künstler, Heilige Familie mit dem Johannesknaben. 1. H. 18. Jh.

Öl auf Holz. Unsigniert. In moderner Holzleiste gerahmt.
Malschicht partiell feinrissig. Neuer Firnis, partiell berieben und leicht kratzspurig.

29 x 23,5 cm, Ra. 41 x 36 cm. 950 €
KatNr. 5 Unbekannter Künstler, Bildnis eines Mitglieds des Hofes der Bourbonen. Um 1775.

005   Unbekannter Künstler, Bildnis eines Mitglieds des Hofes der Bourbonen. Um 1775.

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso mit einem Sammleretikett "Alfred Ilko Barton" (Florida, USA).
Malschicht mit feinem Krakelee, vereinzelt mit leichten Kratzspuren (bes. li.); partielle Retuschen in Fond, Inkarnat und Gewandt. Kleine Farbabplatzungen in den Randbereichen, wohl durch ältere Rahmung. Ungefirnist.

Eine schriftliche Stellungnahme von H. Börsch-Supan vom 27.1.1992 liegt vor.

Es ist aufgrund der abgebildeten Orden davon auszugehen, daß es sich bei dem Portraitierten um eine höhergestellte Persönlichkeit aus dem Hause der Bourbonen handelt. Neben dem französischen Orden des Heiligen Geistes (Taube) sieht man den spanischen Orden Carlos III. (Madonna) und den sizilianischen St.-Januarius-Orden (Heiliger). An der Knopflochleiste ist der österreichische Orden des Goldenen Vlieses befestigt. Die Kombination dieser Auszeichnungen deutet auf das Haus der Bourbonen, die zur Entstehungszeit des Portraits sowohl in Frankreich, als auch in Spanien und Sizilien herrschten und durch Heirat mit Österreich verbunden waren. Die Prinzen der spanischen und französischen Bourbonen trugen stets die drei wichtigsten dieser Orden als Zeichen der familiären Verbundenheit; der Orden Carlos III. scheint hier der ausschlaggebende Hinweis auf eine direkte Verbindung des Portraitierten zur spanischen Linie zu sein.

57,5 x 44 cm. 1.200 €
Zuschlag 1000 €
KatNr. 7 Pavel Andreevic Fedotov (zugeschr.), Die Schwester des Künstlers als junge Witwe. Wohl 1852.
KatNr. 7 Pavel Andreevic Fedotov (zugeschr.), Die Schwester des Künstlers als junge Witwe. Wohl 1852.

007   Pavel Andreevic Fedotov (zugeschr.), Die Schwester des Künstlers als junge Witwe. Wohl 1852.

Pavel Andreevic Fedotov 1815 Moskau – 1852 St. Petersburg

Öl auf Leinwand. Unsigniert. In einer goldfarbenen Schmuckleiste gerahmt.
Malschicht mit feinem Krakelee; größere Retuschen u.re., vereinzelte Retuschen o.re. und in der linken Bildhälfte. Verso an vier Stellen hinterlegt. Keilrahmen erneuert.

Fedotov, eine der wichtigsten Figuren der russischen Kunst des 19. Jahrhunderts, gab seine erfolgversprechende Militärkarriere zugunsten der Malerei auf. Vorerst in ärmlichen Verhältnissen lebend, erarbeitete er sich durch seine karikaturesken, sozialkritischen Genreszenen einen guten Ruf als zynischen Beobachter der russischen Gesellschaft. Aufgrund seiner Affinität zu den Gedanken der 1848er Revolution wurde er jedoch bereits ab 1850 gezwungen, sich aus den öffentlichen Kunstkreisen zurückzuziehen - eine Verbannung, die sich in der düsteren Themenwahl der Folgejahre und der todbringenden geistigen Umnachtung des Künstlers niederschlug.

75,5 x 54,5 cm, Ra. 85 x 63,5 cm. 6.000 €
Zuschlag 3500 €
KatNr. 8 Hermann Ernecke, Knabenportrait. 1838 oder 1858.
KatNr. 8 Hermann Ernecke, Knabenportrait. 1838 oder 1858.
KatNr. 8 Hermann Ernecke, Knabenportrait. 1838 oder 1858.

008   Hermann Ernecke, Knabenportrait. 1838 oder 1858.

Hermann Ernecke um 1817 Berlin – 1894 ebenda

Öl auf Leinwand. In Rot signiert u.re. "Hermann Ernecke" und schwer lesbar datiert. In profiliertem Holzrahmen.
Malschicht mit feinem Krakelee. Vereinzelt kleinere Retuschen im Antlitz des Jungen und im Wams. Neuer Firnis.

28 x 22,5 (im Oval), Ra. 43 x 37 cm. 780 €
KatNr. 11 Michael Haubtmann (zugeschr.), Küstenlandschaft am Ätna. Wohl um 1871.

011   Michael Haubtmann (zugeschr.), Küstenlandschaft am Ätna. Wohl um 1871.

Michael Haubtmann 1843 Prag – 1921 München

Öl auf Sperrholz. Signiert u.li. "Haubtmann".
Malschicht angeschmutzt.

17,3 x 28,7 cm. NETTO 720 €
* Regelbest. 7% MwSt.  (  BRUTTO 770 € )
KatNr. 12 Josse Impens, Der Lautenspieler. 1870er Jahre.

012   Josse Impens, Der Lautenspieler. 1870er Jahre.

Josse Impens 1840 Brüssel – 1905 Schaerbeek (Brüssel)

Öl auf Holz. Signiert o.re. "J. Impens". In schmaler schwarzer Holzleiste mit eingelegtem, goldenen Lichtprofil gerahmt.
Malschicht leicht berieben und mit unscheinbaren Flüssigkeitsspuren, minimale Krakeleebildung.

29 x 23,6 cm, Ra. 33,8 x 29,4 cm. 460 €
KatNr. 13 Wilhelmus Jacobus Kerremans, Kellermeister bei Kerzenschein. 2. H. 19. Jh.
KatNr. 13 Wilhelmus Jacobus Kerremans, Kellermeister bei Kerzenschein. 2. H. 19. Jh.

013   Wilhelmus Jacobus Kerremans, Kellermeister bei Kerzenschein. 2. H. 19. Jh.

Wilhelmus Jacobus Kerremans 1828 Breda – 1889 Hoedekenskerke

Öl auf Holz. In Rot signiert u.re. "Kerremans". In goldfarbener Schmuckleiste mit Blattstab und Blütenkehle gerahmt.
Malschicht und Firnis leicht berieben; partiell unscheinbar kratzspurig. Vereinzelt punktuelle Retuschen.

35,8 x 26 cm, Ra. 57,5 x 49,5 cm. 480 €
KatNr. 15 Wilhelm Maria Leibl (Nachfolge ?), Stehender Knabe. Wohl 1870er Jahre.

015   Wilhelm Maria Leibl (Nachfolge ?), Stehender Knabe. Wohl 1870er Jahre.

Wilhelm Maria Leibl 1844 Köln – 1900 Würzburg

Öl auf Holz. Unsigniert. Verso mit den Resten eines Klebeetiketts sowie einer Bezeichnung von unbekannter Hand in Blei "Tiedemann ?" u.re. (nicht bestätigt).
Malschicht stellenweise leicht krakelierend; vereinzelt kleinere Farbabplatzungen. Kleinere Retuschen.

37 x 20,5 cm. 480 €
KatNr. 16 Carl Julius von Leypold, Burgberg im Schnee. Wohl um 1860.
KatNr. 16 Carl Julius von Leypold, Burgberg im Schnee. Wohl um 1860.

016   Carl Julius von Leypold, Burgberg im Schnee. Wohl um 1860.

Carl Julius von Leypold 1806 Dresden – 1874 Niederlößnitz/Dresden

Öl auf Papier, auf Malpappe kaschiert. Signiert u.re. "JvLeypold". Verso von unbekannter Hand bezeichnet. In profilierter, mit Palmettenfries und floralen Eckornamenten versehener, goldfarbener Holzleiste gerahmt.
In den Randbereichen unscheinbar farbspurig; dezente Reißzwecklöchlein in den Ecken. O.re. leichte Firnisverfärbung; kleinere Retuschen im Himmel und minimale Farbausplatzung u.re.

Als Schüler der Kunstakademie verfiel auch Leypold zu Beginn seiner Studienjahre dem erfolgbringenden Mystizismus der Malerei von Caspar David Friedrich. Seine eigenen Stärken jedoch bald erkennend, fand Leypold zu einer eigenen Pinselsprache und widmete sich vornehmlich pittoresken architektonischen Motiven unter Aufgabe des verklärenden Moments seiner bisherigen Stimmungsmalerei. "Dabei knüpfte er an seinen Lehrer Dahl an und bildete einen malerischen, aber zugleich spitzpinselig durchgestalteten Stil aus, in dem sich hohe Malkultur mit biedermeierlicher Sachlichkeit verbinden.Die Vorliebe für alte Burgen, Stadttore und Ruinen sowie einen eigenartigen Sinn für die Posesie des Winters hat er sich als einen Nachklang romantischen Empfindens bis zuletzt bewahrt."

Literatur: Neidhardt, Hans Joachim: Die Malerei der Romantik in Dresden. Leipzig, 1976, S. 172-186 (hier zitiert nach S. 186).

23 x 33 cm, Ra. 37,5 x 48 cm. 4.200 €
Zuschlag 3500 €
KatNr. 18 Paul Friedrich Meyerheim, Liegendes Löwenpaar. 1878.
KatNr. 18 Paul Friedrich Meyerheim, Liegendes Löwenpaar. 1878.

018   Paul Friedrich Meyerheim, Liegendes Löwenpaar. 1878.

Paul Friedrich Meyerheim 1842 Berlin – 1915 ebenda

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "P. Meyerheim" und datiert. Verso von unbekannter Hand bezeichnet "947". Im goldenen Schmuckrahmen mit Eck- und Mittelrocaillen.
Leinwand doubliert. Malschicht mit leichter Krakeleebildung. Vereinzelt unscheinbare Retuschen. Verso an zwei Stellen restauratorisch übergangen.

38,5 x 51 cm, Ra. 53 x 68 cm. 960 €
KatNr. 19 Adolph Joseph Thomas Monticelli (zugeschr.), Höfische Gesellschaft beim Vergnügen im Park. 1878.
KatNr. 19 Adolph Joseph Thomas Monticelli (zugeschr.), Höfische Gesellschaft beim Vergnügen im Park. 1878.

019   Adolph Joseph Thomas Monticelli (zugeschr.), Höfische Gesellschaft beim Vergnügen im Park. 1878.

Adolph Joseph Thomas Monticelli 1824 Marseille – 1886 ebenda

Öl auf Holz. In Rot signiert u.re. "Monticelli" und datiert. Verso mit dem Klebeetikett "Große Kunstausstellung München 1955" (geprüft und Teilnahme nicht bestätigt) und "Galerie Neupert Zürich". In einem prächtigen Stuckrahmen mit plastischen, floralen Eckornamenten.
Malschicht mit gesamtflächigen Frühschwundrissen und Krakelee. In den Randbereichen stärker berieben und mit Farbverlusten. Malträger verso minimal wurmstichig und leicht verwölbt.
Nicht im WVZ Stammégna.

55,5 x 89 cm, Ra. 78 x 114 cm. 2.400 €
Zuschlag 2000 €
KatNr. 20 Friedrich Pape, Sägemühle an einem alpenländischen Sturzbach. 2. H. 19. Jh.

020   Friedrich Pape, Sägemühle an einem alpenländischen Sturzbach. 2. H. 19. Jh.

Eduard Friedrich Pape 1817 Berlin – 1905 ebenda

Öl auf Leinwand. Signiert u.li. "E. Pape". In weißer Hohlkehlenleiste gerahmt.
Malschicht gesamtflächig mit feinem, partiell kreisförmigem Krakelee. Kleine Farbabplatzungen in den Randbereichen und o.li. Malträger mit leichten Druckstellen.

50 x 41 cm, Ra. 58 x 48,5 cm. 960 €
Zuschlag 800 €
KatNr. 21 Isodore Pils, Säbelkampf auf der Krim. Um 1855.
KatNr. 21 Isodore Pils, Säbelkampf auf der Krim. Um 1855.

021   Isodore Pils, Säbelkampf auf der Krim. Um 1855.

Isodore Pils 1813 Paris – 1875 Douarnenez

Öl auf Leinwand. Signiert u.li. "I.PILS". In goldfarbender Hohlkehlenleiste mit Blattwerk gerahmt.
Malträger doubliert. Malschicht leicht berieben, in der rechten Bildhälfte leicht braunfleckig; vereinzelt minimale Feinrißbildung. Feine weiße Spur in Bildmitte re.

50 x 68,5 cm, Ra. 58,5 x 77,5 cm. 960 €
Zuschlag 1300 €
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