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AUKTION 46 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 13 Deutscher Künstler, Putten mit Vögeln. 18. Jh.

013   Deutscher Künstler, Putten mit Vögeln. 18. Jh.

Öl auf grober Leinwand. Unsigniert.

Leinwand doubliert, verso angeschmutzt und fleckig. Leichte Krakeleebildung in der Malschicht, vereinzelte Retuschen, besonders o. und im li. Randbereich. Kleine Läsionen an den Rändern. Keilrahmen etwas locker.

195 x 93 cm. Aufruf 600 €
Zuschlag 2600 €
KatNr. 30 Otto Altenkirch
KatNr. 30 Otto Altenkirch

030   Otto Altenkirch "Katholische Hofkirche". 1912.

Öl auf Leinwand. Signiert "O. Altenkirch" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen o.li. betitelt "Hofkirche", o.re. nochmals signiert "Otto Altenkirch", datiert und bezeichnet "l.ph.". In einer goldfarbenen Stuckleiste gerahmt.
WVZ Petrasch 1912-1-D S. 235, mit leicht abweichenden Höhenmaß.

Malschicht nachträglich gefirnißt. Keilrahmen re. und o. mit leichtem, inaktiven Wurmbefall.

51,5 x 46 cm. Ra. 58 x 52 cm. Aufruf 1800 €
Zuschlag 2400 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

064   Hans Jüchser "Heimkehr des verlorenen Sohnes". 1966.

Öl auf beidseitig kaschierter Malpappe. Signiert "Jüchser" und datiert u.li. Verso von Künstlerhand betitelt, nochmals datiert und signiert sowie bezeichnet "Dresden 8054". Im originalen, vom Künstler nachträglich sparsam gefaßten Jugendstil-Stuckrahmen.
Nicht im WVZ Schmidt.

Zum Bildmotiv vgl. Porstmann, Gisbert; Karohl, Linda: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Dresden, 2010. KatNr. 26, Abb. S. 56.

Hans Jüchser reiht sich mit der Bearbeitung dieser Bildthematik in eine lange Darstellungstradition ein. Schon frühmittelalterliche Thympanareliefs an Westportalen von Kirchen zeigen das Gleichnis des wiederkehrenden „verlorenen Sohnes“ (Lk 15,11-32). Weiterhin thematisierten zahlreiche Gemälde und Druckgraphiken von der frühen Neuzeit bis in den Barock die Rückkehr des Verlorengeglaubten.
In der Bibelauslegung wird das Gleichnis des verlorenen Sohnes als Versinnbildlichung der Liebe Gottes für alle Menschen bewertet. Nach dieser Auslegung nehme Gott jeden wieder in seine Gemeinschaft auf, der zu ihm zurückkehrt, unabhängig davon, ob er sich zuvor von dieser Glaubensgruppe abwandte oder als unrein galt.
In der Geschichte der Kunst setzten sich Künstler auf vielfältige Weise mit dem Gleichnis des verlorenen Sohnes auseinander. Zu den Bekanntesten gehört sicherlich Rembrandt Hamensz. van Rijns Selbstportrait als verlorener Sohn in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden. Während die meisten künstlerischen Zeugnisse jedoch die Wiederkehr des Verlorenen und die liebevolle Aufnahme durch den Vater thematisierten, inszenierte Rembrandt den verlorenen Sohn als Lebemann und Genussmensch.
Hans Jüchser wählte hingegen die eher traditionelle Darstellungsform des Verlorenen. In der halbfigürlichen Komposition nimmt der Vater den verlorenen geglaubten jüngeren Sohn freudig in die Arme, während der Ältere sich im Hintergrund hinter der Figur des Vaters hält. Die Verschattung des Hauseinganges sowie das stoisch wirkende Gesicht des älteren Sohnes implizieren seinen Unmut über die Rückkehr des Bruders sowie dessen Wiederaufnahme auf dem väterlichen Gut ungeachtet seiner Verschwendungssucht und vormaligen Untreue.
Durch die Reduktion der Bildfiguren auf die wesentlichen Leitlinien, die dezente Andeutung des Hintergrundes und die Verwendung von teils reinbunten Primärfarben steigerte Jüchser die Konzentration auf den freudigen und unerwarteten Moment der Rückkehr des Sohnes. Durch die großflächigen und angeschnittenen Figuren entsteht zudem der Eindruck, der Betrachter würde in das Bild integriert und könne an dem Geschehen sowie an der Aussage des Gleichnisses unmittelbar teilhaben.
Das Bildwerk gehört in die Werkgruppe der biblischen und sakralen Themen, mit denen sich Jüchser zwischen 1950 und 1977 auch im Auftrag von Kirchen und Gemeinden befasste.

Die Kaschierung v.a. im linken und unteren Bildbereich recto und verso durch Feuchteeinwirkung wellig und partiell gelöst. Der Malträger insgesamt etwas wellig. Verso atelierspurig.

48,8 x 35,2 cm, Ra. 64,5 x 51,5 cm. Aufruf 5000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 8500 €
KatNr. 73 Hans Körnig, Die drei Grazien (Drei weibliche Akte, tanzend). 1952.
KatNr. 73 Hans Körnig, Die drei Grazien (Drei weibliche Akte, tanzend). 1952.

073   Hans Körnig, Die drei Grazien (Drei weibliche Akte, tanzend). 1952.

Öl auf Leinwand. Signiert "Körnig" und datiert u.re. Verso mit einem weiteren Ölgemälde des Künstlers, dieses unsigniert. Gleichwertig zweiansichtig fest in einer breiten, profilierten, verschiedenfarbig gefaßten Leiste gerahmt.

Die drei Grazien gehören als Bildthema zu einem der ältesten Sujets in der bildenden Kunst Europas. Als Begleiterin der Aphrodite und später der Venus verkörperten die drei Chariten bzw. Grazien in der griechischen und römischen Mythologie als Töchter des Zeus und der Eurynome den Frohsinn (Euphrosyne), die Festfreude (Thalia) und den Glanz (Aglaia).
In der Bildenden Kunst erscheinen die drei Grazien seit der Antike als Akte im tanzenden Reigen. Von Italien ausgehend befassten sich insbesondere seit der Renaissance sowohl die nord- als auch die südeuropäischen Künstler verstärkt wieder mit den tanzenden Begleiterinnen der Göttin der Schönheit und Anmut. Zu denken sei beispielsweise an Alessandro Botticellis „La Primavera“ oder an Raffaels Interpretation des Themas. Auch Lukas Cranach d.Ä., Hans Baldung Grien oder Albrecht Dürer sowie Peter Paul Rubens verarbeiteten die drei Grazien u.a. in ihren Auseinandersetzungen mit den Lebensaltern oder den körperlichen Begierden und Freuden.
Auch Hans Körnig stellte nicht nur die drei Grazien in den Mittelpunkt, sondern inszenierte darüber hinaus den menschlichen Körper. Die starke Konturierung der exzessiv weiblichen Körperformen sowie die expressiv anmutende koloristische Farbgebung intensivieren die Ausdrucksstärke der Bildfiguren. Auch die kubistisch inspirierte Formensprache unterstützt diesen Eindruck. Diesbezüglich impliziert Körnigs Komposition Bezüge zu Picassos „Demoisells d’Avignon“ (1907/08), zumal der Maler seit den 1950ern verstärkt die kubistische Malerei der 1920er Jahre adaptierte.

Malschicht verso insbesondere in den pastosen Bereichen mit Krakelee, partiell mit minimalen Farbverlusten, eine Kratzspur o.li., wohl noch im Atelier entstanden.

BA. 60 x 75 cm, Ra. 80,5 x 94,5 cm. Aufruf 7500 €
Zuschlag 7500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

074   Willy Kriegel, Winter an der Wilden Weißeritz bei Klingenberg. 1938/ 1939.

Öl auf Hartfaser. Monogrammiert "K" u.re. In der originalen Rahmung des Künstlers.

Eines der letzten vor der Natur entstandenen Gemälde des Künstlers.

Wir danken dem Sohn des Künstlers, Herrn Peter Kriegel, Bad Mergetheim, für freundliche Hinweise.

Malschicht partiell ganz minimal angeschmutzt, der Falzbereich umlaufend etwas gedunkelt und berieben. Malschicht am unteren Rand li. mit einer kleinen Kratzspur sowie einer weiteren unscheinbaren, vertikal verlaufenden Kratzspur links der großen Fichte.

60 x 50 cm, Ra. 73,5 x 63,5 cm. Aufruf 4000 €
Zuschlag 16000 €
KatNr. 80 Carl Marx

080   Carl Marx "Der alternde Odysseus nimmt Abschied von Kalypso". 1975/ 1977.

Mischtechnik auf Hartfaser. Monogrammiert "C.M." und datiert "75" o.li. Verso mit einem Papieretikett des Carl Marx Nachlasses, mit dem Nachlaßvermerk sowie der Nachlaßnummer "751" versehen sowie von fremder Hand in Kugelschreiber betitelt und bezeichnet, u.a.
"überarbeitet 1977". In einer einfachen Holzleiste gerahmt.

Malträger montiert, die Fugen des Malträgers mit leichtem Versatz.

102 x 143 cm, Ra. 105,5 x 147 cm. Aufruf 3000 €
Zuschlag 3800 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

086   Theodor Rosenhauer, Radebeul - Blick auf die winterliche Lößnitz von der Jägermühle aus (Diptychon). 2.H. 1950er Jahre.

Öl auf Rupfen. Beide Arbeiten u.re. signiert "Th. Rosenhauer".
Jeweils in Schattenfugenleisten gerahmt.
Nicht im WVZ Werner, vgl. jedoch motivisch WVZ Werner 224.

"Die winterliche Jahreszeit ist Rosenhauers hohe Zeit zum Malen, die Zeit des Jahres, da sich das Grün verdunkelt, Grau und Schwarz und Blau zusammensetzt. Ähnlich dem Schatten ist Schnee ein Phänomen intensiver Farbigkeit. Voller Bewunderung sah Rosenhauer dabei auf die braunen Schneeschatten von Pieter Bruegel und die blauen Farbmischungen der Expressionisten. Dem Vorbild Bruegel d.Ä. folgend, liegt die Ausdrucksstärke der Schneelandschaften Theodor Rosenhauers in der Wahrhaftigkeit des Atmosphärischen, in der besonderen Stimmung eines frostklaren Tages, der die Anwesenheit der Menschen bedeutungslos erscheinen läßt".
Zitiert nach: Gabriele Werner: Theodor Rosenhauer in der Gemäldegalerie Neue Meister Dresden. Bestandskatalog und Werkverzeichnis der Gemälde. Dresden, 1997. S. 38.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Die Leinwand wurde im Werkprozeß vom Künstler geteilt, der linke Teil am linken Bildrand angerändert und die Schnittkante retuschiert. Die pastose Malschicht zum Teil krakeliert, im rechten Gemälde am Bildrand li. teilweise aufstehend.

Je 80 x 51 cm, Ra. 85,5 x 56 cm. Aufruf 20000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 32000 €
KatNr. 94 Hans Unger, Stilleben mit Rosen. Wohl 1910 - 1920.

094   Hans Unger, Stilleben mit Rosen. Wohl 1910 - 1920.

Öl auf allseitig hellgrau grundierter, sehr kräftiger Holztafel. O.re. signiert "Hans Unger". verso von Künstlerhand monogrammiert "H.U." sowie mit der Werknummer "238" versehen o.Mi. In einer breiten Schmuckleiste gerahmt.

Malschicht vereinzelt mit unscheinbarem Alterskrakelee. Die Grundierung verso und an den Seitenkanten partiell etwas bestoßen und mit leichtem Materialverlust. Verso atelierspurig.

40 x 35,2 cm, Ra. 59 x 53 cm. Aufruf 750 €
Zuschlag 4800 €
KatNr. 163 John Constable, Der Südweststrand von Folkestone mit Blick auf den Turm der Kirche St. Mary. 1833.

163   John Constable, Der Südweststrand von Folkestone mit Blick auf den Turm der Kirche St. Mary. 1833.

Aquarell und Graphit auf "J Whatman"-Bütten. Angeschnittenes Wasserzeichen am Blattrand li. vertikal verlaufend "J WH [...]/ TURKE [...] / "18 [...]". Unsigniert. Im Passepartout hinter Glas in einer Berliner Leiste des 19. Jh. gerahmt.
Nicht im WVZ Fleming-Williams; nicht im WVZ Reynolds.

Eines von einer Folge von mindestens 13 Aquarellen, zunächst alle Teil eines Skizzenbuches, welches Constable entweder während eines kurzen, wenige Tage dauernden Aufenthaltes im August oder während eines knapp zweiwöchigen Aufenthaltes im Oktober 1833 in Folkstone schuf. Zwei seiner Söhne besuchten in der Stadt eine Schule und gaben dem Künstler Anlaß für persönliche Besuche. Constable studierte die Stadt und Umgebung von zahlreichen Standpunkten aus.
Das Skizzenbuch nutzte der Künstler offensichtlich ein Jahr später für Zeichnungen während seines Besuches in Petworth.

Constable zeichnete in dem vorliegenden Aquarell Folkstone aus ungewöhnlicher Perspektive. Einen ähnlichen Blickwinkel wählte der Künstler für eine im Folgejahr entstandene Bleistiftzeichnung, von der Forschung zunächst als "View near Arundel" bezeichnet, später jedoch von Andrew Loukes als Ansicht der Kirche "St. Mary Petworth vom Shimmings Tal aus gesehen" identifiziert.

Wir danken Frau Anne Lyles, London, für freundliche Hinweise.

Die beiden oberen Blattecken mit partieller, unscheinbarer Ausdünnung bzw. mit Flüssigpapier hinterlegtem winzigen Einriß, die untere rechte mit einer kleinen, fachmännisch ausgeführten Flüssigpapierhinterlegung. Verso in den Randbereichen sehr vereinzelt mit bräunlichen Fleckchen, mittig mit leichten Fingerspuren. Das Blatt minimal beschnitten.

11,6 x 18,1 cm. Ra. 28,3 x 35,5 cm. Aufruf 20000 €
Zuschlag 42000 €
KatNr. 203 Sascha Schneider

203   Sascha Schneider "Eine Vision". 1895.

Holzstich auf China. Im Stock u.re. signiert "S.Schneider" und datiert und mit Verlagsbezeichnung. An den Ecken auf Untersatzkarton montiert, auf diesem typographisch betitelt und mit kleinem Stempel versehen "Meisterwerke der Holzschneidekunst". Aus der Mappe "Meisterwerke der Holzschneidekunst", erschienen im Verlag J.J. Weber, Leipzig.

Blatt leicht gebräunt. Untersatzkarton gebräunt und an den Rändern angeschmutzt. An den Ecken knickspurig, u. Ecken mit kleinen Fehlstellen, o. re. Ecke mit größerer Fehlstelle (ca. 4,5 x 3,5 cm).

Bl. 18,2 x 24 cm, Untersatzkarton 24 x 32 cm. Aufruf 120 €
Zuschlag 1000 €
KatNr. 265 Fritz Bleyl

265   Fritz Bleyl "Winter". 1905.

Farbholzschnitt auf gelblichem Bütten mit angeschnittenem Wasserzeichen u.re. Im Stock ligiert im Quadrat monogrammiert "FB" u.re. Eines von zwei bekannten Exemplaren in dieser Farbigkeit.
WVZ Lewey H 11.

Provenienz: Sächsischer Privatbesitz, vormals wohl Privatsammlung Richard Wolf (1963-1986 Museumsdirektor der Kunstsammlungen Zwickau); davor Sammlung Fritz Bleyl.

Ausgestellt im August 1906 in der Kunsthalle Beyer & Sohn, Leipzig sowie im März / April 1907 im Kunstsalon Werner, Göttingen.

Vgl. Hermann Gerlinger; Heinz Spielmann (Hrsg.): Fritz Bleyl und die frühen Jahre der "Brücke". Brücke-Almanach 1999. Schleswig, Zwickau. 2000. S. 44, Abb. 6.

Sowie in einer Farbvariante: Petra Lewey-Meier: Fritz Bleyl 1880 - 1966. Mitbegründer der Künstlergruppe "Brücke". Ausstellungskatalog Zwickau. Zwickau, 1994. Katnr. 126, Abb. S. 97.

Verso Randbereiche mit farblosen Resten eines Klebemittels.

Stk. 17 x 10 cm, Bl. 20,9 x 12,5 cm. Aufruf 1000 €
Zuschlag 3200 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

299   Hermann Glöckner "Studie zu: Gelber Giebel". 1934.

Wasserfarben über Graphit auf Papier. Verso o.li. mit einer Maßangabe versehen, u.Mi. in Tinte signiert "Hermann Glöckner", u.re. ausführlich datiert "3.6.34" sowie nummeriert "11°" und bezeichnet "Wü 8.", u.li. in Graphit nochmals bezeichnet "Wü". Mittig von fremder Hand in Blei im Kreis bezeichnet "V. Z. 393". Auf Untersatzkarton montiert, dieser mehrfach in Blei bezeichnet.
WVZ Dittrich Z 619.

Technikbedingt leicht wellig, vereinzelt winzige Reißzwecklöchlein. Der obere Blattrand mit zwei minimalen Stauchungen, eine mit leichtem Materialverlust. Verso am oberen Blattrand sowie in den beiden oberen Blattecken mit Resten alter Montierungen.

19,9 x 28,9 cm, Untersatzkarton 30,1 x 44,9 cm. Aufruf 2200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

300   Hermann Glöckner "Frauenkopf mit blauer Kappe". 1924.

Farbige Kreiden auf bräunlichem Papier, von Künstlerhand auf Karton aufgezogen. Verso mit einem Kreuz aus Linien in Blei, in rotbrauner Tempera mittig schabloniert monogrammiert "G", am unteren Blattrand mit einem Papierklebeetikett versehen, darauf handschriftlich in Tusche nummeriert "157" sowie in Blei von fremder Hand unterhalb des Monogramms bezeichnet "Verz. 237". Im Passepartout hinter Glas in schwarzer Holzleiste gerahmt.
WVZ Dittrich Z 320.

Blatt mit winzigen Reißzwecklöchlein am o. Rand und u.Mi. Der obere Blattrand mittig mit einem Einriß (3,5 cm), im Werkprozeß entstanden sowie mit einer kleinen Materialergänzung, einem Löchleich und zwei winzigen Einrissen am u. Blattrand mittig. Verso am oberen Rand mittig mit Bereibungen des Kartons augrund Ablösung einer älteren Montierung.

48 x 32,5 cm, Ra. 77,7 x 61,5 cm. Aufruf 3100 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5200 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

502   Theodor Rosenhauer, Dahlien und Zinnien im Tonkrug vor rotem Grund. Um 1957/ 1958.

Aquarell auf "PM FABRIANO"-Bütten. U.re. in Graphit signiert „Th. Rosenhauer“.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Blatt technikbedingt minimal wellig und insgesamt etwas knickspurig. In den Ecken Reißzwecklöchlein. Die Randbereiche partiell mit leichten Quetschfalten, o.li. ein winziger Einriß. Verso Reste einer älteren Montierung.

63,9 x 47,5 cm. Aufruf 2000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 3200 €
KatNr. 607 Ludwig Godenschweg, Kniender Soldat. Nach 1914.

607   Ludwig Godenschweg, Kniender Soldat. Nach 1914.

Bronze, gegossen, braun patiniert. Auf der Plinthe li. signiert "L. Godenschweg." Auf der Unterseite Schraubgewinde für eine Sockelmontierung.

16,3 x 10 x 10 cm. Aufruf 340 €
Zuschlag 1600 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

611   Friedrich Press "Auf der Flucht nach Ägypten (Am Kontrollpunkt)". 1961/ 1962.

Lindenholz, geschnitzt, dunkelbraun, rot, blau und gelb gefaßt. Unsigniert.
Werknr. des Künstlers 307.

Wir danken Herrn Christoph Deuter, Würzburg, für freundliche Hinweise.

Diese seltene, frühe und kleinformatige Arbeit des Künstlers ist motivisch durch den Mauerbau am 13. August 1961 inspiriert. Im Mai dieses Jahres flüchtete die Familie des Sohnes Falk nach Westdeutschland. Noch im August wollten auch Friedrich und Elfriede Press die DDR verlassen, dieser Plan wurde allerdings durch den Mauerbau vereitelt.
Press verarbeitete diese Zeit der politischen Unruhe und persönlichen Veränderungen auch in mehreren Zeichnungen, z.B. "Selbst mit Frau (Flucht)" und "Figurenszene mit Uniformiertem".
Die 1950er und 1960er Jahre sind in seinem künstlerischem Schaffen durch eine verstärkte Hinwendung zur Abstraktion geprägt, in welcher leicht gerundete Formen mit geometrischen Abstrahierungen vorwiegen.

Im Sockelbereich zwei durchlaufende Trocknungsrisse, fachmännisch wieder zusammengefügt. Die Figur der Maria mit drei weiteren kleineren Trocknungsrissen. Die Figur des Josefs verso mit einer kleinen geschraubten Hängevorrichtung.

H. 19,2 cm, B. 19 cm. Aufruf 1200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4200 €
KatNr. 635 Teeteilservice. Meissen. Um 1860 - 1900.

635   Teeteilservice. Meissen. Um 1860 - 1900.

Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. 13-teilig, bestehend aus einer Teekanne und sechs Teetassen mit Untertassen. Aus dem Service "Schlangenhenkel" (T-Form). Die Wandungen der Tassen mit Blütenzweigen, u.a. Kornblumen, Astern, Stiefmütterchen, Winde, dazu motivisch äquivalente Untertassen. Auf der Wandung der Teekanne schauseitig und verso je ein Bukett, u.a. mit Schwertlilie, Wicke, Aster sowie Mohn, Rittersporn und Aurikel, der Deckel mit kleinen Blütenzweigen. Die Ränder der Kanne goldstaffiert. Unterseits jeweils die Schwertermarken in Unterglasurblau, die Drehernummer sowie die Modellnummer. Vereinzelt Schleifstriche am Standring.

Vereinzelt unscheinbare Glasurunregelmäßigkeiten, partiell etwas gebrauchsspurig. Die Teekanne an der Deckelarretierung mit kleineren Chips. Eine Untertasse im Bereich der Darstellung etwas kratzspurig.

Kanne H. 17,3 cm, Tassen H. 4,5 cm, Untertassen D. 14,5 cm. Aufruf 300 €
Zuschlag 900 €
KatNr. 670 Kurfürstenhumpen. Wohl Sachsen. Um 1684.
KatNr. 670 Kurfürstenhumpen. Wohl Sachsen. Um 1684.

670   Kurfürstenhumpen. Wohl Sachsen. Um 1684.

Graustichiges, blasiges und schlieriges Glas mit Einschlüssen, in polychromer Emailmalerei gefasst sowie mit Resten einer Vergoldung. Zylindrischer Korpus, der Boden mit leicht hochgestochenem Abriß, aufgeschmolzener Fußring. Unterteilung der Darstellung in zwei Zonen, diese jeweils übereinander versetzt vierfach gefeldert. Die obere Reihe mit dem römischen Kaiser Leopold I., den drei geistlichen Kurfürsten entgegenreitend, in der unteren Reihe die vier weltlichen Würdenträger zu Pferd. Innerhalb der Felder jeweils die Bezeichnung der Kurfürstentümer, eine Nummerierung sowie rechts vom Dargestellten das jeweilige Wappen des Kurfürstentums. Datierung "1684" linker- und rechterhand der Darstellung des Kaisers. Oberhalb der Malerei eine ornamentale Bordüre mit Resten einer Vergoldung, der Fußring mit einem weiß gestrichelten Muster.

Zur Bordüre vgl:
Haase, Gisela: Sächsisches Glas. Leipzig, 1988. Kat.-Nr. S. 310, Nr. 67ff.

Wir danken Frau Dr. Gisela Haase, Dresden, für freundliche Hinweise.

Fußring mit Materialverlust (L. 3,9 cm), kleiner T-förmiger Spannungsriß im unteren Bereich der Wandung (ca. 2,5 x 3 cm), die Innenwandung sowie die Außenwandung intakt. Die Wandung altersbedingt mit feinen, teils langgezogenen Kratzspuren sowie mit Ablagerungsspuren. Die Vergoldung der Bordüre fast vollständig berieben.

H. 21,6 cm, Gew. 515g. Aufruf 3000 €
Zuschlag 3000 €
KatNr. 729 Meditierender Buddha. China. Wohl 18. Jh.

729   Meditierender Buddha. China. Wohl 18. Jh.

Holz, geschnitzt. Massive, vollplastisch gearbeitet Figur mit Fragmenten einer roten Lackfassung sowie winzigen Resten einer goldfarbenen Fassung am Gewand.
Buddha im Dhyana Asana. Die Hände verweilen in der Geste der Meditation (Dhyana Mudra). Das Gewand fällt zu beiden Seiten gleichmäßig über die Schultern und reicht bis zu den Händen. Der Kopf ohne Haare und Kopfbedeckung gearbeitet, Ohren im Langohrtypus. Verso offene rechteckige Öffnung ohne Abdeckung. Darunter kleiner Klebezettel "121", am Boden die Inventarnummer des Kunstgewerbemuseums Schloß Pillnitz "36243"..

Provenienz: Ostdeutscher Privatbesitz, 2015 restituiert; Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum Schloß Pillnitz, 1942 aus dem Nachlaß des Israel Wollf Dresden übernommen, vorher Sammlung Julius Ferdinand Wollf (1903-1933 Chefredakteur und Verleger der Dresdner Neuesten Nachrichten) und Johanna Sophie Wollf, geb. Gutmann.

Holz an mehreren Stellen gerissen, am li. Bein neu angesetzt und gekittet. Farbfassung mit großflächigen Fehlstellen und Abplatzungen.

H. 24 cm. Aufruf 100 €
Zuschlag 3200 €
KatNr. 782 Außergewöhnliche Kommode. Wohl Potsdam. Wohl um 1740.
KatNr. 782 Außergewöhnliche Kommode. Wohl Potsdam. Wohl um 1740.
KatNr. 782 Außergewöhnliche Kommode. Wohl Potsdam. Wohl um 1740.
KatNr. 782 Außergewöhnliche Kommode. Wohl Potsdam. Wohl um 1740.
KatNr. 782 Außergewöhnliche Kommode. Wohl Potsdam. Wohl um 1740.

782   Außergewöhnliche Kommode. Wohl Potsdam. Wohl um 1740.

Rosenholz (?) auf Nadelholz furniert, Gelbguß sowie roter Marmor. Dreischübiger, annähernd quadratischer Korpus mit stark geschweift bombierter Front und einer beidseitigen Einschnürung im Bereich der unteren Schublade. Akzentuierender, bogenförmig über die Schubladen verlaufender Kniff. Geschwungener Zargensockel und hohe, geschweifte Vierkantbeine. Geschweift bombierte Seitenwangen. Die Deckplatte leicht überkragend und mit profiliert abgerundeter Kante. Der Korpus in einem leicht gestreiften Furnier, Akzentuierung der kartuschenförmigen Schübe mittels eines horizontal angeordneten, flächig intarsierten Rautendekors. Auf den Seitenwangen hochrechteckige Felder mit vertikal verlaufenden Rautenintarsien. Die Schübe mit jeweils zwei rocailleförmigen Handhaben sowie mittig einem rocailleförmigen Schlüsselschild. Gelbgußbeschläge an den Beinen, umlaufende Gelbgußrundstäbe an den Schüben sowie schauseitig an den Kanten. Kassettierte Rückwand. Marmorplatte aufgelegt. Mehrfach mit Inventarnummern versehen.

Korpus in sich etwas verzogen. Oberfläche überarbeitet. Beine angeschäftet. Partiell Furnierverluste, Schwundrisse. Beschlag eines Fußes ergänzt, eine Handhabe mit kleinem Ausbruch.

H. 73,5 cm, B. 69 cm, T. 42 cm. Aufruf 800 €
Zuschlag 13000 €
NACH OBEN


Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,0%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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