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AUKTION 47 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 2 Adolf Chwala, Blick auf den Königsee, in der Ferne St. Bartholomä. 1885- 1895.
KatNr. 2 Adolf Chwala, Blick auf den Königsee, in der Ferne St. Bartholomä. 1885- 1895.
KatNr. 2 Adolf Chwala, Blick auf den Königsee, in der Ferne St. Bartholomä. 1885- 1895.

002   Adolf Chwala, Blick auf den Königsee, in der Ferne St. Bartholomä. 1885- 1895.

Öl auf Leinwand. U.re. signiert "A. Chwala.". Verso wohl von fremder Hand auf dem Keilrahmen in Blei betitelt. In einer goldfarbenen floral ornamentierten Stuckleiste gerahmt.

Kleine Fehlstellen am rechten Bildrand. Vereinzelte, unscheinbare Retuschen. Eine größere, minimal farbveränderte Retusche im oberen linken Bildviertel, verso mit Leinwandflicken hinterlegt. Minimale, konkave Bildträgerwölbung im Bereich des Flickens sowie in den oberen Bildecken. Klimakante im Bereich der Mittelstrebe des Spannrahmens.

73,5 x 100 cm, Ra. 88,5 x 113,5 cm. Aufruf 7000 €
Zuschlag 7500 €
KatNr. 41 Bernhard Franke, Mädchen en face mit schwarzem Haar. 1971.

041   Bernhard Franke, Mädchen en face mit schwarzem Haar. 1971.

Öl auf Hartfaser. Monogrammiert "Fr." und datiert u.re. In breiter, grauer Holzleiste gerahmt.

44,5 x 33,5 cm, Ra. 62 x 50,5 cm. Aufruf 300 €
Zuschlag 1100 €
2016-03-19

047   Hermann Glöckner "Dächer am Abend". 1949.

Tempera auf vom Künstler verso mehrfach hinterlegtem und gestrichenem Zeitungspapier. In Blei u.li. ausführlich datiert "49 01 01 / 1". Verso in Blei u.re. monogrammiert "G." sowie u.li. nochmals ausführlich datiert "49 01 01 / I". Von fremder Hand u.li. in Blei mit der Nachlaßnr. "2605" versehen, am unteren Blattrand Mi. mit Annotationen.

Ausgestellt in Dresden, Halle, Leipzig, Frankfut am Main und Neustrelitz.
Glöckner. Hermann Glöckner zum 100. Geburtstag. Gemälde, Zeichnungen, Tafeln, Collagen, Abdrucke, Faltungen und Plastische Arbeiten. Dresden, 1989, S. 86, Nr. 157.
Hermann Glöckner, Maßstab Landschaft [Galerie am Sachsenplatz vom 6. bis 27. März 1993; Art Frankfurt vom 24. bis 28. April 1993; Galerie Refugium vom 11. Juni bis 14. August 1993]. Leipzig 1993, Nr. 61 mit Abb.

Ränder unregelmäßig geschnitten. Fehlstelle u.Mi., mehrere unscheinbare Einrisse, ein größerer am Bildrand o. (3 cm). Winziges Reißzweckenlöchlein o.re. Zwei Papierergänzungen durch Künstlerhand, wohl während des Werkprozesses, am zweiten Giebel von re. sowie am Bildrand o.re. Verso wohl von Künstlerhand fünf weiß überstrichene Papierhinterlegungen über kleinen Fehlstellen.

27,5 x 44,5 cm. Aufruf 1600 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5500 €
2016-03-19

048   Hermann Glöckner "Faltung mit zwei Dreiecken, sich überlagernd". 1977.

Tempera und Faltung auf chamoisfarbenem Papier. Verso in Graphit u.Mi. ligiert monogrammiert "HG" und datiert sowie in Blei von fremder Hand mit der Nachlaßnr. "3151a" versehen.

Ein diagonaler und ein senkrechter Knick in der li. Bildhälfte, wohl von Künstlerhand (?).Verso Reste alter Papiermontierung in den Ecken.

21 x 29,7 cm. Aufruf 1800 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 3200 €
2016-03-19

057   Hans Jüchser "Frau im Balkonzimmer". 1959.

Öl auf Leinwand. Signiert "Jüchser." und datiert u.li. Verso mit einer übermalten Arbeit, darauf betitelt sowie nochmals datiert und signiert. Auf dem Keilrahmen o.Mi. mit einem Papieretikett versehen, darauf in Schreibmaschine bezeichnet. In der originalen Künstlerrahmung.

Das Gemälde wurde 1960 anläßlich des 65. Geburtstages des Künstlers im Vorjahr in der Städtischen Kunstsammlung Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) ausgestellt.
Vgl.: Hans Jüchser. Dresden – Gemälde – Aquarelle – Zeichnungen – Graphik. Ausstellungs-Katalog Städtische Kunstsammlung Karl-Marx-Stadt. Karl-Marx-Stadt, 1960. Kat.Nr. 65 (mit Abb), dort betitelt "Balkonzimmer".

Das Gemälde von musealer Qualität zeigt Helga, die Muse des Künstlers. Hans Jüchser heiratete sie im Entstehungsjahr des vorliegenden Werkes und setzte ihr 1963 und 1964 mit mehreren Bildnissen, die sie mit einem schwarzen Tuch zeigen, Denkmäler seiner Verehrung. Bereits 1956 schuf er ihr Bildnis und ein Jahr später das Portrait mit chinesischem Fächer und chinesischem Brokatkleid.

Das weit geöffnete, französische Fenster, an welchem Helga sich hingebungsvoll einer Handarbeit widmet, gibt den Blick auf den Bodden von Ückeritz frei, in der Ferne genießt eine Familie den Sommertag. Der Künstler verbrachte seit den 1930er Jahren seinen Urlaub auf Usedom, wo er Malerfreunde wie Otto Manigk und Otto Niemeyer-Holstein traf. Oft wohnte Jüchser bei Niemeyer-Holstein, der in Lüttenort, an der schmalsten Stelle der Insel sein Atelier mit einem bezaubernden Garten hatte.

Die aus vielen Farbflecken zusammengesetzte beinahe impressionistische Darstellung zeugt von der Leichtigkeit des empfundenen Moments und transportiert die Wärme der Luft und die Zärtlichkeit, mit der der Maler sein Modell ins Bild setzte. Die Komposition ist bei größter Asymmetrie von beeindruckender Ausgewogenheit, die Gegensätze von Innen und Außen, von durch Malerei dargestelltem Handwerk, von Ornament und Natur sind vereint im Zusammenklang von Licht und Farbe.

Vgl. Gisbert Porstmann und Linda Karohl (Hgg.), Hans Jüchser, Farbe als absolute Kraft (Kat. Ausst. Dresden 2010), Altenburg 2010.

122 x 93 cm, Ra. 130 x 99,5 cm. Aufruf 20000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 20000 €
2016-03-19

062   Willy Kriegel, Waldbodenstück mit Veilchen und Habichtskraut . Späte 1930er Jahre.

Öl auf Hartfaser. Monogrammiert "K." u.re. In einem goldfarbenen, masseverzierten Schmuckrahmen.

Wir danken dem Sohn des Künstlers, Herrn Peter Kriegel, Bad Mergetheim, für freundliche Hinweise.

Malschicht im Randbereich etwas berieben. Leicht unregelmäßiger Firnis.

61 x 50 cm, Ra. 79 x 69 cm. Aufruf 4000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5000 €
KatNr. 89 Siegfried Mackowsky, Dresden - Blick auf die winterliche Elbe und das Neustädter Ufer mit dem Turm der Dreikönigskirche. Wohl um 1905.

089   Siegfried Mackowsky, Dresden - Blick auf die winterliche Elbe und das Neustädter Ufer mit dem Turm der Dreikönigskirche. Wohl um 1905.

Öl auf Malpappe. Signiert u.li. "S. MACKOWSKY". In brauner Holzleiste gerahmt.

Siegfried Mackowsky zeigt sich mit dieser winterlichen Stadtansicht von Dresden ganz als Schüler der Dresdner Impressionisten Eugen Bracht und Gotthard Kühl. Jenseits des beinahe zugefrorenen Flusses mit zahllosen Eisschollen ist die Silhouette der Dresdner Neustadt zu sehen. Mackowsky zeigt bewusst nicht die berühmte und von der Kunstgeschichte mit Bedeutung aufgeladene Altstadtansicht, sondern den Standort, den die Betrachter einnehmen müssen, um diese mit Canalettos Augen zu sehen. Diese individuelle Standortbestimmung ermöglicht Mackowsky eine unbelastete Bestandsaufnahme und verschafft der Konzentration auf die Darstellung der Elblandschaft Raum.

Malschicht mit einzelnen winzigen Abplatzungen im Bereich der Wellen und minimalem Abrieb u.Mi. Am Bildrand re. mit kleinsten Fleckchen. Bildträger unscheinbar verwölbt und mit minimalen Stauchungen an den Rändern. Verso Reste einer alten Verklebung.

49 x 67,2 cm, Ra. 61,5 x 79,5 cm. Aufruf 1600 €
Zuschlag 3000 €
2016-03-19

119   Albert Wigand "Rathaus - Hinterhäuser Bankstraße" (Dresden). 1939.

Öl auf Sperrholz. Signiert "Wigand" u.li. Verso von Künstlerhand in Blei betitelt und datiert o.re. sowie am oberen Bildträgerrand bezeichnet. O.li. mit einem alten Klebeetikett versehen, darauf von Künstlerhand in Tinte signiert "Alb. Wigand" sowie bezeichnet "Dresden A Bernhardstr. 115 Schnee", in Blei betitelt "Rathaus" sowie in blauem Farbstift nummeriert "8". Nachträglich auf eine farbig lasierte Sperrholzplatte randmontiert und freigestellt in einer profilierten, braunschwarz gefaßten Holzleiste gerahmt, die Rückseite des Malträgers sichtbar.
WVZ Grüß-Wigand A-1946-6, mit abweichenden Angaben zur Datierung und Bezeichnung.

"In der Dresdener Kunst ist Wigands Arbeit - neben der von Glöckner- die "reinste" Malerei, weil ihm Farbe und Farbordnung wichtiger sind als linear oder plastisch bestimmte Form - und Erzählung im Bilde kommt nirgendwo vor. […]". Zitiert nach Lothar Lang "Malerei und Graphik in der DDR". Leipzig, 1978. S. 193f.

In unzähligen, fein nuancierten Grautönen, sparsam akzentuiert durch gedeckte Rot-und Gelbtöne, zaubert der Maler aus einer vermeintlich frostigen winterlichen Stadtlandschaft eine nahezu heitere, nahsichtige Ansicht des heute in dieser Bebauungsform nicht mehr existenten Dresdner Zentrums.

Malschicht sehr vereinzelt in den pastosen Bereichen mit unscheinbaren Frühschwundrissen. Ränder von Künstlerhand ungerade geschnitten.

29 x 37 cm, Ra. 40 x 48 cm. Aufruf 12500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 12500 €
KatNr. 121 Paul Wilhelm
KatNr. 121 Paul Wilhelm

121   Paul Wilhelm "Selbstportrait". 1907.

Öl auf Leinwand. Signiert "PWilhelm" und datiert o.li. Verso mit einem Portrait einer Dame mit Kopfschmuck.

Malträger unscheinbar wellig, Keilrahmen erneuert. Am Bildrand li. zwei Retuschen.

39,5 x 35 cm. Aufruf 1600 €
Zuschlag 3000 €
2016-03-19

125   Walter Womacka, Fischkutter am Strand von Loddin (Usedom). 1965.

Öl auf Leinwand. U.re. monogrammiert "Wo." und datiert. Im profilierten, weißen Rahmen mit bräunlicher Sichtleiste.

Minimal angeschmutzt.

70 x 91 cm, Ra. 81 x 102 cm. Aufruf 2000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4200 €
KatNr. 208 Sascha Schneider

208   Sascha Schneider "Es ist vollbracht". 1895.

Holzstich auf China. Im Stock u.li. monogrammiert "S". An den Ecken auf Untersatzkarton montiert, auf diesem typographisch betitelt und mit kleinem Stempel versehen "Meisterwerke der Holzschneidekunst". Aus der Mappe "Meisterwerke der Holzschneidekunst", erschienen im Verlag J.J. Weber, Leipzig.

Blatt leicht gebräunt, zwei winzige Flecken am u. li. Rand, u. re. Ecke leicht geknickt. Untersatzkarton gebräunt und an den Rändern verschmutzt und etwas berieben, Ecken abgerundet.

Bl. 18,8 x 26,5 cm, Untersatzkarton 24 x 32 cm. Aufruf 150 €
Zuschlag 750 €
KatNr. 258 Fritz Bleyl, Sommerliche Elblandschaft, in der Ferne die Sächsische Schweiz. Um 1907.

258   Fritz Bleyl, Sommerliche Elblandschaft, in der Ferne die Sächsische Schweiz. Um 1907.

Aquarell über Blei auf chamoisfarbenem, leichten Karton. Signiert "F. Bleyl" u.re. Hinter Glas in einer einfachen schwarzen Metalleiste gerahmt.

Vgl. dazu eine ähnliche Zeichnung in: Lewey-Meier, Petra: Fritz Bleyl 1880 - 1966. Mitbegründer der Künstlergruppe "Brücke". Ausstellungskatalog Städtisches Museum Zwickau. Zwickau, 1994. Kat.Nr. 65 "Kornhocken", S. 68.

Wir danken Frau Dr. Petra Lewey, Zwickau, für freundliche Hinweise.

Fritz Bleyls sommerlich luftige Flusslandschaft stammt aus der Frühzeit des Künstlers und aus der Anfangszeit der Künstlergruppe "Brücke". Es zeigt eine weiträumige flache Gegend, die mittig durch einen Fluss getrennt wird und deren hoch liegender Horizont ein in Bäumen und Büschen geborgenes Dörfchen zeigen. Möglicherweise handelt es sich bei dem Fluss um die Elbe, denn im linken Hintergrund meint man die Tafelberge des Elbsandsteingebirges zu erkennen.
Interessant ist die stilistische Auffassung der Blumenwiese in unmittelbarer Nähe zum Betrachter. Sie erinnert an die pointillistische Naturdarstellung, mit der die Franzosen um Georges Seurat Ende des 19. Jahrhunderts experimentierten. Als ganz junger Mann, während seines Studiums in Dresden könnte Bleyl Arbeiten von Seurat, Théo van Rysselberghe und anderer Impressionisten in Dresden gesehen haben, engagierte sich doch die hiesige Galerie Arnold seit 1899 für die Bekanntmachung dieser Kunstrichtung. Bis 1914 fanden dort mehrere Ausstellungen dieser Art statt, auch Arbeiten der Schule von Barbizon wurden hier gezeigt.

Vgl. Ruth Negendanck: Die Galerie Ernst Arnold (1893–1951). Kunsthandel und Zeitgeschichte. Verlag und Datenbank für Geisteswissenschaften, Weimar 1998.

Blatt im oberen Bereich leicht gebräunt und minimal lichtrandig. Knickspurig. Verso am oberen Blattrand Reste einer alten Montierung sowie ebenfalls leicht gebräunt. Am u. Rand drei Reißzwecklöchlein.

27,6 x 38,4 cm, Ra. 41 x 51,3 cm. Aufruf 5000 €
Zuschlag 5000 €
KatNr. 259 Fritz Bleyl, Dresden - Blick auf die Augustusbrücke elbaufwärts. Um 1904.

259   Fritz Bleyl, Dresden - Blick auf die Augustusbrücke elbaufwärts. Um 1904.

Wasserfarben und schwarze Kreide bzw. Kohlestift über Blei auf olivfarbenem, kräftigen Velin. In Kreide u.re. signiert "Fritz Bleyl.". Verso in Blei mit zum Teil gestrichenen Annotationen von fremder (?) Hand.

Siehe dazu eine motivisch vergleichbare Arbeit im Städtischen Museum Zwickau "Augustusbrücke in Dresden", 1904 (Inv.Nr. V/67/123/K2), abgebildet in: Lewey-Meier, Petra: Fritz Bleyl 1880 - 1966. Mitbegründer der Künstlergruppe "Brücke". Ausstellungskatalog Städtisches Museum Zwickau. Zwickau, 1994. Kat.Nr. 21, S. 38 und Hermann Gerlinger; Heinz Spielmann (Hrsg.): Fritz Bleyl und die frühen Jahre der "Brücke". Brücke-Almanach 1999. Schleswig, Zwickau. 2000. KatNr. 17, S. 64.

Wir danken Frau Dr. Petra Lewey, Zwickau, für freundliche Hinweise.

Verso Randbereiche umlaufend mit Resten einer alten Montierung.

16,8 x 26,5 cm. Aufruf 2200 €
Zuschlag 3000 €
2016-03-19

309   Hermann Glöckner "Häuser zwischen Wiesen vor Hügelrücken". 1946- 1952.

Aquarell über Blei auf dünnem Velin. Unsigniert. Verso in Blei mit der Nachlaßnr. "2534" versehen sowie bezeichnet "Fürstenau ?".

In den Randbereichen minimal angeschmutzt. Technikbedingt minimal wellig. Rand li. unregelmäßig geschnitten. Mehrere winzige Reißzwecklöchlein an den Ecken und Rändern.

30,5 x 42,5 cm. Aufruf 1200 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2800 €
2016-03-19

310   Hermann Glöckner "Rote Schwünge, mehrfach übereinander". 1983.

Farbkreidezeichnung auf Japanbütten. Verso in roter Kreide u.li. ligiert monogrammiert "HG", u.re. ausführlich datiert "9.9.1983" und bezeichnet "14.20 Freitag kühl". Von fremder Hand u.li. in der Blattecke in Blei mit der Nachlaßnr. "2980" versehen .

Bildrand li. und u. knickspurig.

50,5 x 69,7 cm. Aufruf 1200 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4200 €
2016-03-19

311   Hermann Glöckner "Schwünge in Violett, in sich geschlossen". 1983.

Farbige Kreide auf Japanbütten. In Blei u.re. ausführliche datiert "14.8.83". Verso u.Mi. ligiert monogrammiert "HG" sowie u.li. von fremder Hand mit der Nachlaßnr. "2002" versehen.

In den Randbereichen minimal fingerspurig. Minimal wellig.

50,3 x 70 cm. Aufruf 1000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 3400 €
2016-03-19

369   Erich Heckel "Meer bei Ostende". 1916.

Kaltnadelradierung auf kräftigem Bütten. In Blei unterhalb der Darstellung re. signiert "E. Heckel" und datiert, u.li. nummeriert "4". Hinter Glas in schmaler brauner Holzleiste gerahmt.
WVZ Dube 133 wohl B (von B), mit leicht abweichendem Plattenmaß.

Blatt stark lichtrandig und braunfleckig. Verso an einzelnen Stellen Verfärbungen durch Kleberrückstände alter Montierungen.

Pl. 24 x 16 cm, Bl. 43,2 x 32,6 cm, Ra. 46,8 x 37 cm. Aufruf 700 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1500 €
2016-03-19

519   Curt Querner, Winter in Karsdorf. 1969.

Aquarell. In Graphit u.re. monogrammiert "Qu." und ausführlich datiert "23.2.69" u.re. Verso bezeichnet "XoX".
Nicht im WVZ Dittrich.

Angeschmutzt. Blattränder umlaufend mit kleinen Läsionen, Ecke o.re. minimaler Einriß, zwei Fehlstellen u.li. Verso Reste einer älteren Montierungen.

36,8 x 48,7 cm. Aufruf 3500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4200 €
2016-03-19

610   Werner Tübke "Kreuzigungsszene". 1984.

Kreidelithographie in Rotbraun auf grünlichem Bütten. Im Stein u.re. datiert und signiert "Tübke". Unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Tübke", li. nummeriert "11/60". Verso von fremder Hand in Blei bezeichnet.
WVZ Tübke 149 mit abweichender Angabe zur Druckfarbe.

Leicht knickspurig, minimal angeschmutzt.

Darst. 49,4 x 46,1 cm, Bl. 60 x 54,3 cm. Aufruf 350 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 900 €
KatNr. 690 Johannes Götz
KatNr. 690 Johannes Götz
KatNr. 690 Johannes Götz

690   Johannes Götz "Balancierender Knabe". Nach 1888.

Bronze, schwarzbraun patiniert, die Kugel poliert. Auf einer Kugel balancierender, nackter Jüngling, seitlich auf der Kugel im Model bezeichnet "Götz. fec: Berlin.". Guß wohl von Oscar Gladenbeck, Berlin, jedoch ohne Gießereistempel. Auf einem hohen Marmorsockel montiert.

Das Erstlingswerk des Künstlers, welches noch während seines Meisterstudiums bei Reinhold Begas an der Berliner Akademie der Künste 1888 entstand, ist gleichwohl zu seinen Hauptwerken zu zählen. Die Firma Gladenbeck führte die Statuette in den Größen 76 cm, 48 cm und 25 cm und bezeichnete sie in ihrem Verkaufskatalog als "Kugelläufer". Die Berliner Nationalgalerie erwarb im Jahr 1889 eine große Ausführung.

Vgl. Bloch, Peter; Einholz, Sibylle: von Simson, Jutta: Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914. Berlin, 1990. KatNr. 89, S. 112f mit Abb.

Der kleine Finger der linken Hand mit einem Riß aus dem Gießprozeß (im Gesamtbild unauffällig). Kugel verso minimal beschliffen, Reste einer Inschrift erkennbar.

H. 48 cm, H. 61 cm (mit Sockel). Aufruf 1500 €
Zuschlag 5500 €
KatNr. 692 Ernst Barlach
KatNr. 692 Ernst Barlach
KatNr. 692 Ernst Barlach

692   Ernst Barlach "Die Tänzerin". 1927.

Terrakotta, rötlicher Scherben, mit ziegelfarbener Engobe versehen. Verso am seitlich linken Rand geritzt signiert "Barlach". Erste Figur aus dem "Fries der Lauschenden" mit vier annähernd gleichgroßen, aufrecht stehenden Gewandfiguren ("Die Tänzerin", "Der Wanderer", "Der Begnadete", "Die Erwartende". Vgl. dazu WVZ Schult I 320, 318, 326, 325.). Wohl eines von sechs bzw. sieben Exemplaren. Ausgeformt in der Ziegelei Bützow.
WVZ Schult I, 320; WVZ Laur 406, jedoch ohne die bei dem vorliegenden Exemplar vorhandene Ritzsignatur und abweichender Angabe zur Farbe des Scherbens.

Provenienz: Nachlaß des Bildhauers Gottfried Kohl (1921-2012), von ihm in den 1950er Jahren von Friedrich Schult erworben, welcher mit Kohl in freundschaftlicher Verbindung stand.

Den "Fries der Lauschenden" entwarf Barlach 1926 für ein Beethoven-Denkmal in Berlin, welches jedoch nicht zur vollständigen Ausführung kam. Von den neun konzipierten Gewandfiguren wurden vier in Gips abgeformt und in Terrakotta gebrannt. 1930 gab Ludwig Katzenellenbogen den Auftrag, den Fries als Ausschmückung für ein Musikzimmer in Eichenholz umzusetzen. Nach der Ausführung der Figuren "Der Wanderer", "Die Tänzerin" und "Die Träumerin" kam das Vorhaben abermals zum Erliegen. Schließlich konnte der halbplastische Fries 1935 entsprechend des Wunsches Hermann F. Reemtsmas um "Der Empfindsame", "Der Gläubige", "Der Blinde", "Die Träumende" und "Die Pilgerin" (WVZ Laur 403-416, 441, 471f, 570-585) erweitert und vollendet werden. Alle Figuren werden thematisch verknüpft über das Motiv der Innerlichkeit, des Lauschens und Einfühlens. Sie bestehen folglich weniger in der visuellen Umsetzung einer Klangvorstellung des Komponisten.
"Die Tänzerin" aus dem ersten Entwurfs ist gekennzeichnet durch den scheinbaren Widerspruch von skurriler Eigenwilligkeit und Anmut. In stiller Verzückung neigt die langgestreckte, in ein schlichtes Tuch gekleidete Frau den Kopf zur Seite und legt die Hände sanft an die Wangen. Ihre Augen sind geschlossen, die Brauen hinaufgezogen und der Mund zu einem kindlich naiven Lächeln geformt. Abermals verbindet Barlach intime Beobachtungsgabe mit stilisierter Monumentalität, die alles Überflüssige vernachlässigt. In der späteren Ausführung in Holz von 1935 wirken die spitzbübischen Züge der Tänzerin zugunsten einer dezidiert weiblichen Physiognomie zurückgenommen und der Körper in Haltung und Faltenwurf weniger bewegt.
Bereits 1924/25 hatte der Künstler "Die Tänzerin" in einem Blatt aus der 1927 erschienenen Holzschnittfolge "An die Freude" unabhängig vom Fries angelegt und zuvor in einer Kohlezeichnung von 1922 als "Aufschwebende" angedacht.

Durchlaufender, fachmännisch restaurierter Bruch im Bereich der Fußgelenke.

86 x 16 x 7,5 cm. Aufruf 12000 €
Zuschlag 12000 €
KatNr. 713 Empire-Tafelaufsatz. Wohl Johann Daniel Schöne für Meissen. Um 1830.
KatNr. 713 Empire-Tafelaufsatz. Wohl Johann Daniel Schöne für Meissen. Um 1830.
KatNr. 713 Empire-Tafelaufsatz. Wohl Johann Daniel Schöne für Meissen. Um 1830.
KatNr. 713 Empire-Tafelaufsatz. Wohl Johann Daniel Schöne für Meissen. Um 1830.

713   Empire-Tafelaufsatz. Wohl Johann Daniel Schöne für Meissen. Um 1830.

Biskuitporzellan, partiell glasiert, goldgefasst und -radiert, kobaltblau staffiert sowie mittels einer reliefiert gearbeiteten Messingrosette montiert. Dreiteiliger Aufbau. Runde, gemuldete Aufsatzschale. Die Mündung ausladend und in Form alternierend angeordneter, stilisierter und reliefiert ausgeführter Palmwedel. Der Schaft in Form eines Palmenstamms, davor drei stilisierte, vollplastisch ausgeführte Antinoos-Statuetten mit Nemes-Kopftuch und knielangem, gefältelten Lendenschurz über einer Rundplinthe mit Blattspitzenfries. Sockel in Dreiecksform, die Spitzen in Form dreier, plastisch ausgeführter Löwenköpfe über je einer großen Löwentatze. In den Seiten eingelassene Rechteckskartuschen mit stilisierter Reliefornamentik. Schaft und Sockel unterseits jeweils mit der Schwertermarke auf unglasiertem Boden, die Aufsatzschale unterseits mit zwei Prägeziffern "16" und "58".

Ein vergleichbarer Tafelaufsatz aus dem Jahr 1821 befindet sich in der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Der "Nachtrag der Königlich Sächsischen Porzellain-Manufaktur zu Meißen 1821" beschreibt den Tafelaufsatz als "1821, K. Eine Fruchtschale im egyptischen Styl, von der dreifachen Figur des egyptischen Antinous getragen, ganz Biscuit, mit grüner Masse, Verzierungen und Gold.". Im Preisverzeichnis der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meissen von 1846 ist dieser unter der Formnummer "Q 65" verzeichnet.

Lit.:
Pietsch, U.: Triumph der blauen Schwerter, 2010, Kat.-Nr. 515, S. 397f.
Reinheckel, G.: Keramos, Heft 155, S. 116.

Ohr eines Löwen sowie einige Blattspitzen der Schale mit Materialverlust (überwiegend unterseits, im Gesamtbild unauffällig). Staffierung vereinzelt etwas berieben, ein stumpfer Fleck auf der blauen Bordüre der Schale. Unscheinbare Masseunregelmäßigkeiten aus dem Herstellungsprozess, in der Schale ein deutlicher, von der Rosette verdeckter Brandfleck.

H. 36 cm, D. 38 cm. Aufruf 3500 €
Zuschlag 3500 €
KatNr. 734 Große Vase
KatNr. 734 Große Vase
KatNr. 734 Große Vase

734   Große Vase "1001 Nacht". Paul Börner und Heinz Werner für Meissen. Spätes 20. Jh.

Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasur- und Emailfarben sowie in Gold, wohl in Hausmalerei, staffiert. Hohe, zum Stand bauchige Form mit ausladender Mündung und eingezogenem, hohen Rundstand. Auf der Wandung die Szenerie eines Sultans mit einer Haremsdame auf dem fliegenden Teppich sowie eines Sultans, eine Haremsdame auf einer Gondel geleitend. Oberhalb eine üppige, goldstaffierte Draperie. Die Ränder mit einem breiten Goldfaden. Am Boden die vierfach geschliffene Schwertermarke sowie ein Glasurzeichen in Unterglasurblau im Bereich des Standrings, Beizeichen nicht vorhanden.
Formentwurf Paul Börner, Dekor nach einem Entwurf von Heinz Werner.

"Modern umgesetzt und in einer erfrischenden Art erweitert, führt Professor Heinz Werner eine prickelnde Adaption des orientalisch Märchenhaften vor. […] Seit der Zeit Johann Gregorius Höroldts ist es das erste Mal, daß ein Meissener Künstler ein so umfassendes Thema variationsreich und kunstvoll auf Porzellangefäße malte."
aus: Malereivorlagen "1001 Nacht", Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen, 1997, S. 5,6.

Zur Marke vgl. G. Sterba, Meissener Tafelgeschirr, Stuttgart 1988, S. 206, Nr. 186, Beispiele für Schleifstriche auf sehr gut dekorierten Porzellanen.

Minimale, herstellungsbedingte Material- und Glasurunregelmäßigkeiten, die Innenwandung mit deutlichem Ascheanflug. Standfläche minimal uneben.

H. 42,8 cm. Aufruf 800 €
Zuschlag 1900 €
KatNr. 747 Große Serapis-Wandplatte. Franz Staudigl für Ernst Wahliss, Wien und Turn b. Teplitz. Um 1911.
KatNr. 747 Große Serapis-Wandplatte. Franz Staudigl für Ernst Wahliss, Wien und Turn b. Teplitz. Um 1911.

747   Große Serapis-Wandplatte. Franz Staudigl für Ernst Wahliss, Wien und Turn b. Teplitz. Um 1911.

Keramik, sogenannte "Serapis-Fayence". Heller Scherben mit weißer Krakeleeglasur, in polychromen Glasurfarben sowie in Gold, Platin und Schwarz staffiert. Flache, leicht ansteigende Form. Im Spiegel ein exotisch-stilisiert ornamentales Dekor mit einer, den Spiegel flächig ausfüllenden und in geometrische Ornamente aufgelösten Krone eines Blauglockenbaums, zentral ein sitzender Pfau. Zwei spiegelsymmetrisch angeordnete, dem Pfau auflauernde Tiger flankieren den Baumstamm, aus welchem sich eine Schlange zur Krone hin windet. Der Rand mit einer Ornamentalbordüre. Auf der Unterseite der Manufakturstempel in Aufglasurgrün, mit der Formnummer "F.537" und der Bezeichnung "38 cm." Des Weiteren die Dekornummer "Dek.9641." und "52." in Platin sowie weitere Prägeziffern.

Verzeichnet in der "Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 1911-1912", Nr. 1923 "Wandplatte. Zwei Tiger und bunter Vogel, blau".

Die Wiener "Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe 1911-1912" im Museum für Kunst und Industrie, präsentierte unter anderem für den Porzellanwarenfabrikanten Ernst Wahliss ausgeführte, sogenannte Serapis-Fayencen mit Entwürfen der Architekten Karl Klaus und Charles Gallé sowie des Malers Franz Staudigl. Der Werkstoff Fayence erhielt nunmehr eine bedeutsame künstlerische Aufwertung, zumal mit den direkt auf den porösen Scherben der Fayence aufgetragenen Glasurfarben weit intensivere und farblich brillantere Effekte im Bereich der flächigen Dekoration erzielt werden konnten als auf Porzellan. Die eingeschränkte Farbpalette von Blau, Grün und Gelb brach Ernst Wahliss auf und ermöglichte den Einsatz weiterer Farben sowie von Gold und Platin.
Das von Klarheit zeugende, überwiegend symmetrisch angelegte und von Konzepten der Wiener Werkstätte unter Josef Hoffmann beeinflusste Dekor, erstreckt sich von reduziert linearen bis hin zu üppigen, vollflächig ausgeführten, an orientalische Ornamentik erinnernde Dessins und erzeugt in seiner grafischen Inszenierung ein Gefühl von Zeitlosigkeit und Modernität.
Vgl. Neuwirth, W.: Österreichische Keramik des Jugendstils - Sammlung des Österreichischen Museums für angewandte Kunst in Wien, München, 1974, S. 335, 486.
R.-R.: "Wiener Serapis-Fayence" in: Deutsche Kunst und Dekoration, Darmstadt, 1911, Bd. XXIV, S. 176 - 182.

Sehr vereinzelt mit unauffälligen Kratzspuren.

D. 39,2 cm. Aufruf 3000 €
Zuschlag 3000 €
KatNr. 767 Soliflore. Désiré Christian & Sohn. Meisenthal. 1898 - 1907.
KatNr. 767 Soliflore. Désiré Christian & Sohn. Meisenthal. 1898 - 1907.
KatNr. 767 Soliflore. Désiré Christian & Sohn. Meisenthal. 1898 - 1907.
KatNr. 767 Soliflore. Désiré Christian & Sohn. Meisenthal. 1898 - 1907.
KatNr. 767 Soliflore. Désiré Christian & Sohn. Meisenthal. 1898 - 1907.

767   Soliflore. Désiré Christian & Sohn. Meisenthal. 1898 - 1907.

Farbloses, dickwandiges, formgeblasenes Glas, in Grün- und Gelbtönen, teils irisierend überfangen. Im unteren Teil der Wandung breiter, kegelstumpfförmiger Korpus, zur kleinen Mündung in einer abgesetzten Flaschenform auslaufend. Unterer Teil der Wandung mit Clematisblütenzweigen in hochgeätztem und geschnittenen Dekor, die Blüten altrosa, die Zweige dunkelgrün überfangen. Zwischen den Zweigen inselförmig mit Marteléeschliff. Im unteren Teil der Wandung die hochgeätzte Signatur "D. Christian" sowie die Bezeichnung "Meisenthal. L.". Der Boden im Marteléeschliff und zentral mit ovoidem, ausgeschliffenen Abriß.

Zu Form und Dekor vgl. äquivalente Vase der Collection Camille Lecuyer, Brüssel in: Grover, Ray und Lee: Carved & Decorated European Art Glass, 2012, S. 224, Abb. 399.

Zur Signatur vgl. Olland, P.: Verrerie d'art de Lorraine Désiré Christian, Dijon, 2010, S. 139, Abb. 123.

Die Innenseite mit Rückständen aufgrund einer Nutzung. Wandung partiell mit sehr feinen Kratzspuren. Vereinzelt punktuelle, herstellungsbedingte Materialunregelmäßigkeiten.

H. 17,3 cm. Aufruf 2000 €
Zuschlag 2000 €
KatNr. 779 Dejeuner. Wilhelm Binder, Schwäbisch Gmünd / Sechs Untersetzer. Bruckmann & Söhne, Heilbronn / Konfektschale / Teller. Wohl Skandinavien. Frühes 20. Jh.
KatNr. 779 Dejeuner. Wilhelm Binder, Schwäbisch Gmünd / Sechs Untersetzer. Bruckmann & Söhne, Heilbronn / Konfektschale / Teller. Wohl Skandinavien. Frühes 20. Jh.

779   Dejeuner. Wilhelm Binder, Schwäbisch Gmünd / Sechs Untersetzer. Bruckmann & Söhne, Heilbronn / Konfektschale / Teller. Wohl Skandinavien. Frühes 20. Jh.

835er und 830er Silber, teils hohl gearbeitet, die Innenwandungen zaponiert. Das 5-teilige Kernstück aus einer Kaffee- sowie einer Teekanne, einem Sahnekännchen, einer Zuckerdose sowie einem Tablett bestehend. Facettierte Korpi, die Ränder mit reliefiertem Perlbanddekor. Die Kannen mit Scharnierdeckel, die Isolierringe der Kannen aus Bein. Unterseits jeweils gemarkt Halbmond, Krone, "835", "E6", mit dem Firmenstempel sowie mit der Händlerbezeichnung "Krischer" (Josef Krischer Nachfahren, Düsseldorf).
Die Spiegel der Untersetzer mit Hammerschlagdekor, die Ränder mit einem reliefierten Stabdekor. Zwei Teller unterseitig jeweils gemarkt Halbmond, Krone, "835" sowie mit dem Firmenstempel. Die Konfektschale mit ausladender Fahne über drei zierlichen Füßen, der Rand mit reliefiertem Perlstabdekor. Unterseitig gemarkt "830" sowie "G.v. Berge". Der Teller flach, mit abgesetzter Fahne, der Rand ebenfalls mit reliefiertem Perlstabdekor. Unterseits verschiedene Prägestempel (teils undeutlich).

Partiell Gebrauchs- und Oxidationsspuren. Fußschale minimal gedellt. Isolierringe der Kannen minimal rissig.

Kannen H. 20 cm, H. 16,5 cm, Zuckerdose H. 13 cm, Sahnekännchen H. 12 cm, Tablett 43,5 x 29,5 cm, Untersetzer D. 10,5 cm, Konfektschale D. 14,8 cm, Teller D. 24 cm, Gew. zus. 3500g. Aufruf 1000 €
Zuschlag 2200 €
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