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AUKTION 49 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhunderts
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KatNr. 24 Otto Altenkirch

024   Otto Altenkirch "Gewitterschwüle. Hellergut mit Kornfeld, Sonne, Gewitterhimmel". 1911.

Öl auf Leinwand. Signiert "Otto Altenkirch" u.li. In einer profilierten, goldfarben und braun gefassten Holzleiste gerahmt.
WVZ Petrasch 1911-7-H, jedoch mit deutlicher Formatänderung.

Malschicht vor allem im Himmel mit vertikalem Krakelee. Vereinzelte Retuschen. Von fremder Hand gefirnisst. Bildformat am Bildrand o. um ca. 35 cm verkleinert, Keilrahmen erneuert. Bildträger verso mit einem kleinen Leinwandflicken o.li.

63 x 121 cm, Ra. 75 x 132 cm. Aufruf 2500 €
Zuschlag 3600 €
KatNr. 35 Hans Andreas Dahl, Auf dem Fjord. 1. Viertel 20. Jh.

035   Hans Andreas Dahl, Auf dem Fjord. 1. Viertel 20. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "Hans Andreas Dahl" u.re. In einer profilierten, goldfarbenen Leiste gerahmt.

Bildträger minimal gewellt, vereinzelt punktuelle Druckspuren. In der unteren Bildhälfte fünf Leinwanddurchstoßungen, jeweils verso mit einem textilen Flicken hinterlegt; teilweise retuschiert. Malschicht minimal angeschmutzt und vereinzelt mit Insektenschmutz, v.a. im Bereich des Himmels krakeliert. Im Hintergrund vereinzelt kleine Übermalungen. Keilrahmen fachmännisch erneuert.

110 x 86,7 cm, Ra. 129 x 105 cm. Aufruf 5000 €
Zuschlag 5000 €
2016-09-17

045   Hermann Glöckner "Lauenstein". 1947.

Tempera über schwach wahrnehmbarer Felderung in Blei auf bräunlichem Papier, an den Kanten auf einem Keilrahmen gespannt. Der Keilrahmen rückseitig mit einer Papprückwand versehen. Unsigniert. Verso auf dem Keilrahmen mit einem Klebeetikett versehen, darauf in Faserstift von fremder Hand (?) nummeriert "156".

Mit einem Studienblatt zum vorliegenden Werk, Graphitzeichnung, aus demselben Jahr. Diese verso ausführlich datiert und ortsbezeichnet sowie in Blei von fremder Hand mit der Nachlaß-Nr. "3134" versehen.

Die Authentizität des Gemäldes wurde von Herrn Sebastian Schmidt, Hermann Glöckner Archiv, Dresden, bestätigt.

Der kleinen osterzgebirgischen Stadt Lauenstein, deren Häuser kompakt eingebettet zwischen den Hängen des oberen Müglitztals liegen, widmete sich Glöckner als Bildthema bereits im Jahr 1936 (vgl. WVZ Dittrich Z 670). Während er in dieser frühen Tempera-Arbeit einen nahsichtigen Blick auf die Dächerlandschaft der Stadt zeigt, in welcher dunkle und erdige Giebeltöne ockerfarbenen bis weißen Fassadentönen entgegenstehen, löst sich der Künstler in dem vorliegenden Gemälde von der die Räumlichkeit und Tiefenwirkung vernachläßigenden Ausschnitthaftigkeit. Ohne das für ihn so wichtige konstruktive Element außer Acht zu lassen, zeigt Glöckner die tief raumgreifende, architektonische Situation der Stadt. Der strengen Tektonik der Gebäude stellt er weich fließende bis sanft schwingende Landschaftsformen entgegen. Die helle und klare, zum Teil sogar leuchtende Farbigkeit, welche im deutlichen Gegensatz zur Düsternis der Werke aus den späten 1930er Jahren steht, zeigt die Arbeit in einer großen Geschlossenheit und Harmonie.
Als hätte er die bemerkenswerte Ansicht von "Lauenstein" vor Augen gehabt, schrieb Lothar Lang 1983: "Hermann Glöckner ist ein feinsinniger Meister der Farbe und der sachlichen Form.[…] Auf seinen Malflächen erscheint jener unnennbare zauberische Reiz der Farbe, der ihr den Charakter des Immateriellen verleiht. Die zurückhaltenden, gleichsam nach innen strahlenden Farben sind vielfach innerhalb eines Grundklanges abgestuft […]. Festigkeit und große Ruhe sprechen aus solchen Kompositionen […], die Stille dieser Landschaften […] wirken nahezu romantisch, unendliche Sehnsucht des Menschen nach harmonischem Maß und vollendeter Ordnung tritt sichtbar zutage". Zitiert nach Lothar Lang "Orte der Geometrie", in: Hermann Glöckner. Ein Patriarch der Moderne. Berlin, 1983. S. 152.

Umlaufend an den Bildrändern vereinzelten Reißzwecklöchlein, ein weiteres u.re. Bildträger in den äußersten Eckbereichen unscheinbar berieben sowie spannungsbedingt leicht wellig, u.li. etwas deutlicher. Der obere Randbereich mit einer kleinen Flüssigkeitsspur Mi.li. sowie unscheinbaren Kratzspuren Mi.re.

58 x 73 cm. Bl. 56 x 73 cm. Aufruf 4500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4500 €
2016-09-17

046   Hermann Glöckner "Selbstportrait". Um 1950.

Tempera auf kräftiger Pappe, Rückseite eines passepartourierten und von Künstlerhand mit grauer Farbe und Spachtel überdeckten Kunstdrucks. Unsigniert. Verso in Blei von fremder Hand mit der Nachlass-Nr. "529" versehen.

Siehe dazu ein vergleichbares Selbstportrait in: Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hrsg.): Glöckner. Ausstellungskatalog, 1989, S. 79, Abb. 53.

Bereits das Frühwerk Glöckners bis 1945 verzeichnet mit 21 Arbeiten in verschiedenen Techniken eine erstaunlich hohe Zahl an Selbstbildnissen. Kontinuierlich bildet sich der Künstler im Halbprofil nach rechts ab, überwiegend beschränkt er sich auf die Wiedergabe seines Kopfes, in ruhiger Zurückhaltung verharrend. Die Abbildung der Hände vernachlässigt Glöckner, ebenso die Darstellung in Aktion. Werner Schmidt, welcher den Künstler als "charakterlich höchst zurückhaltend" und "theatralische Effekte verabscheuend" kannte, leitete daraus ab, dass "Glöckners Selbstbildnisse eine Manifestation seines Selbstbewustseins" sind, "das trotz des langen Ausbleibens der Anerkennung von festem Glauben an seine Berufung getragen wurde". Zitiert nach Werner Schmidt "Hermann Glöckner, eigenständig in den Strömungen der Zeit", in: Glöckner. Gemälde und Zeichnungen 1904-1945. Dresden, 2010. S. 19.

Bildträger verso und recto atelierspurig, insgesamt gewellt. Recto die Bildränder vor dem Werkprozess mit einem Papierstreifen versehen. Die o. Ecken mit Reißzwecklöchlein. Die äußersten Randbereiche des Bildträgers vereinzelt mit sich lösender Kaschierung.

63,5 x 51,6 cm. Aufruf 3000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 3800 €
2016-09-17

047   Hermann Glöckner "Landschaft mit roter Sonne und dunklen Bäumen". 1951.

Tempera und Kohle mit abschließendem, leicht glänzenden Fixativ auf chamoisfarbenem Papier. Unsigniert. U.re. ausführlich datiert "150851" und bezeichnet "T. ". Verso in Blei von fremder Hand mit der Nachlaß-Nr. "2567" versehen.

Technikbedingt unscheinbar wellig, die Randbereiche vereinzelt leicht knickspurig, am Bildrand li. eine diagonale Knickspur, wohl bereits vor dem Malprozess vorhanden. Die re. Blattecken leicht gestaucht, alle vier mit Reißzwecklöchlein.

31,5 x 45,1 cm. Aufruf 1200 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
2016-09-17

088   Wolfgang Peuker "Drei Lebensalter mit Engel". 1990/1991.

Öl auf Hartfaser. Monogrammiert "P." und datiert u.Mi. Verso mit einem Klebeetikett versehen. Darauf in braunem Faserstift betitelt, datiert und signiert "W. Peuker" o.li. In schwarzer, profilierter Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit leichtem Farbabrieb und Druckstellen im Falzbereich. Ein Kratzer am Gesäß der Figur li. und re. des Unterschenkels der Figur re. Pentimenti erkennbar, im Hintergrund unscheinbare Laufspuren.

71,5 x 52 cm, Ra. 82,5 x 62,5 cm. Aufruf 2500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4400 €
KatNr. 112 Bruno Paul Seener, Bildnis eines Knaben mit Kleeblatt (Portrait A. M.). Um 1924.
KatNr. 112 Bruno Paul Seener, Bildnis eines Knaben mit Kleeblatt (Portrait A. M.). Um 1924.

112   Bruno Paul Seener, Bildnis eines Knaben mit Kleeblatt (Portrait A. M.). Um 1924.

Öl auf Sperrholz, auf eine Sperrholzplatte montiert und mit umlaufender, vergoldeter Schmuckleiste versehen. Unsigniert. Verso von fremder Hand mit Künstlerdaten bezeichnet. In einem vergoldeten, punzierten und goldgravierten Schmuckrahmen.

Provenienz: Nachlaß Prof. Adolph Mahnke, welcher das Portrait seines Sohnes bei dem mit ihm befreundeten Künstler in Auftrag gab.

Das Oeuvre von Bruno Seener, der an der Dresdner Akademie studierte und zeitweilig auch dort Anatomieunterricht erteilte, wartet noch auf eine angemessene Würdigung und kunsthistorische Aufarbeitung. Dies mag verwundern, wenn man das bis dato in Privatbesitz befindliche Knabenportrait betrachtet. In der Tat sind von Seener, dessen 1937 entstandene Darstellung der drei Grazien 2010 im deutschen Auktionshandel für Furore sorgte, bisher nur wenige Arbeiten bekannt geworden, die zudem unterschiedlichen Schaffensperioden entstammen. Seener war um die 30 Jahre alt, als er dieses museumswürdige Bildnis des etwa achtjährigen Adolf Mahnke schuf. Dessen gleichnamiger Vater, der Dresdner Professor für Bühnenbild Adolph Mahnke, hatte es bei seinem Freund Seener in Auftrag gegeben.

Es zeigt einen zarten Jungen mit vollem Haar und rundlichen Gesicht, dessen große braune Augen unter fein geschwungenen Brauen den Blick des Betrachters auf sich ziehen, bevor dieser weiter hinab zu den roten Lippen wandert. Der etwas gelängt gezeigte Körper des schlanken, grazilen aber nicht dünnen Jungen steht an der Schwelle zwischen Kindheit und Adoleszenz. Subtil spielen Lichter auf den Schultern, in der Mitte des Brustkorbes und unter den Achseln. Die Auffassung des Knabenaktes mit seinen beinahe weiblichen Gesichtszügen und seinem noch kindlichen Körper, der doch schon ein männliches Muskelspiel erahnen lässt, kam dem zeitgenössischen Interesse an androgyner Körperlichkeit entgegen. Dieses spiegelte sich auch im Kleidungsstil der Frauen und der neuen Frisurenmode - dem beliebten Bubikopf, der bereits im Namen eine Verbindung der Trägerin zum kleinem Jungen konstruiert.

Obwohl es sich um ein Auftragswerk mit sehr persönlichem Entstehungshintergrund handelt, überlagern sich darin also offenbar die verschiedensten Bedeutungsebenen, und ein nicht zu verleugnender Eros, der im Kontext des Entstehungshintergrundes so faszinierend wie irritierend auf den wissenden Betrachter zu wirken vermag. Doch all dies bleibt Anspielung, ist mehr Suggestion als vordergründiges Bildthema. Seit Caravaggios ikonischen Bildern, für die er römische Jünglinge als Modelle engagierte, scheint sich dieses Schillern zwischen Unschuld und Erotik in unser kollektives Bildgedächtnis eingeschrieben zu haben. Damit spielt der Künstler, der eben doch niemals nur Auftragnehmer ist.

Kinderbildnisse hatten auch im Motivrepertoire der Maler der Neuen Sachlichkeit ihren festen Platz. Hier denkt man beispielsweise an Otto Dix, der mit den Potraits seines Sohnes Ursus als Neugeborenes (1927), mit dem abgehärmten Streichholzhändler II (1927, Mannheim) oder dem heute in Minneapolis befindlichen nackten "Kleinen Mädchen" (1922) nicht nur seine Sicht auf das menschliche Dasein, sondern auch seinen sezierenden Blick auf den menschlichen Körper exponiert. Das Kind als schutzloses Subjekt wird bei Dix zum Objekt einer beinahe manischen Gesellschaftsanalyse. Ganz anders Seener: Sein Bildnis des etwa achtjährigen Adolf zeigt den Portraitierten nicht als dem Maler ausgeliefertes Studienobjekt. Vielmehr schuf Seener ein einfühlsames Kunstwerk, dem man den Versuch, etwas vom Wesen des Dargestellten zu transportieren, ansieht. Seiner berückenden Schönheit - Bildwürdigkeit -, derer er sich vielleicht gerade bewusst wird, steht eine gewisse Scheu gegenüber, der Seener in der kaum merklichen Krümmung seines Rückens Ausdruck verleiht.
Er wählte hierfür eine altmeisterliche Lasurtechnik in Öl, mit der in dieser Zeit zahlreiche seiner Kollegen experimentierten. Dies war jedoch nicht die einzige Möglichkeit, denn die stilistische Bandbreite der Maler der so genannten Neuen Sachlichkeit reichte von einem offenen, freien Duktus bis zu einer eher seltenen beinahe fotorealistischen Glätte. Diese ist auch Seeners Bild zueigen und er scheint diesen Modus bewusst in Einklang mit seinem Motiv gewählt zu haben. Meisterlich traf er dabei den Ton des Inkarnats und legte besondere Raffinesse in die wenigen farblichen Akzente: die leicht geröteten Wangen, die verwaschenen aber leuchtenden Lippen, die zarten kindlichen Brustwarzen sowie das große vierblättrige Kleeblatt, das der Junge mit beinahe geziertem Griff vorsichtig in der Hand hält. Die ikonografischen Dimensionen dieses Motivs zu deuten, hat der Künstler uns überlassen.

Bildträger am Bildrand o. mit zwei kleinen Rissen (je 1 cm). Malschicht mit Alterskrakelee. Vereinzelt oberflächliche Kratzer, kleinste Druckstellen und Retuschen. Firnis etwas unregelmäßig aufgetragen und partiell minimal matter.

56 x 28 cm, Ra. ca. 66 x 38 cm. Aufruf 7000 €
Zuschlag 16000 €
KatNr. 132 Kommilitione Rudolf Berganders (?), Bildnis Rudolf Bergander. Um 1930.

132   Kommilitione Rudolf Berganders (?), Bildnis Rudolf Bergander. Um 1930.

Öl auf Malpappe. Unsigniert. U.re. nummeriert oder datiert "34". Verso wohl von fremder Hand in Kugelschreiber bezeichnet sowie nummeriert "411/7". In moderner, goldfarbener und graubraun patinierter Holzleiste gerahmt.

Der 1909 geborene Rudolf Bergander studierte 1928-1930 an der Dresdner Akademie in der Klasse Richard Müllers. Danach wechselte er in die Meisterklasse von Otto Dix. Zu seinen Kommilitonen zählten unter anderem auch Willy Wolff, Curt Querner, Hans Jüchser und eva Schulze-Knabe. Vergleicht man nun Alter und vorhandene Portraitaufnahmen Berganders mit dem hier vorliegenden Bildnis und erkennt die Ähnlichkeit sowie den "Dresdner Malduktus" des Gemäldes, so erscheint die Autorenschaft eines Mitstudenten wahrscheinlich.

Malschicht angeschmutzt. Bildträger verso mit oberflächlichen Fehlstellen, wohl aufgrund der Ablösung von einem Untersatzkarton.

35 x 27,3 cm, Ra. 42 x 34,2 cm. Aufruf 400 €
Zuschlag 1700 €
KatNr. 227 Sascha Schneider, Männlicher Akt in Bewegung. 1907.

227   Sascha Schneider, Männlicher Akt in Bewegung. 1907.

Kohlezeichnung auf chamoisfarbenem Velin. Signiert u.li. "S. Schneider", datiert und bezeichnet "W[eimar]", am unteren Blattrand li. von fremder Hand in Blei bezeichnet "Aus dem Nachlaß der Dresdner Malerin Katharina Krabb[es] / Schülerin von S. Schneider in Weimar" sowie u.re. "KRA-PIE 3859".
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Starck aufgenommen. Vgl. Christiane Starck: Sascha Schneider. Ein Künstler des deutschen Symbolismus. Marburg 2016 (Erscheinungstermin: September 2016, mit beiliegendem Werkkatalog auf DVD).

Die Zeichnung ist eine Studie zur linken unteren Figur auf dem Fries "Leben (Kampf)" im Deutschen Nationaltheater, Weimar (Foyer, 1. Obergeschoss, Südwand). Es handelt sich um den zweiten Teil des Fries-Zyklus Tod - Leben (Kampf) -Liebe, Weimar-Farbe auf Leinwand, 1908.
Schneider war zu diesem Zeitpunkt (1904-1908) Professor an der Großherzoglich Sächsischen Hochschule für bildende Kunst. In seiner Damenklasse war für das Wintersemester 1904/1905 sowie das Sommersemester 1905 Käthe Krabbes als Studentin eingeschrieben.
Vgl. Starck, Christiane: Sascha Schneider. Ein Künstler des deutschen Symbolismus. Diss. Philipps-Universität Marburg 2016, S. 28 ff., 349, 352, 356 sowie Kat. Nr. G 092.

Wir danken Frau Dr. Christiane Starck, Berlin/ Frankfurt a.M. herzlich für freundliche Hinweise.

Blatt knick- und (technikbedingt) fingerspurig sowie partiell leicht gewellt. Ränder li. und re. geknickt, mit kleinen Einrissen und mehrfach Spuren von Reißzwecklöchlein. Drei Ecken etwas lädiert und mit Fehlstellen. Verso getrocknete Klebemittelreste am oberen Rand.

38,7 x 70,3 cm. Aufruf 600 €
Zuschlag 2800 €
2016-09-17

326   Otto Dix "Hofkirche in Dresden". 1955.

Farblithographie in vier Farben von vier Steinen auf dünnem, gelblichen "Van Gelder Zonen" - Maschinenbütten. Unterhalb der Darstellung re. in Blei signiert "Dix". Auf Karton im Passepartout und hinter Glas in einfacher Holzleiste gerahmt.
WVZ Karsch 212 a B (von b B).

Blatt stärker gebräunt, minimal stockfleckig. In den Randbereichen angeschmutzt und knickspurig. Hinterlegter Einriss am re. Rand. Verso mit Resten älterer Montierung am Bildrand o.

St. 48 x 64,5 cm, Bl. 51,2 x 76,7 cm, Ra. 70 x 86 cm, ca. 3 cm tief. Aufruf 2800 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 3100 €
KatNr. 529 Ernst Lewinger, Stilleben mit Deckelkanne und Flaschen. Wohl 1959.

529   Ernst Lewinger, Stilleben mit Deckelkanne und Flaschen. Wohl 1959.

Federzeichnung in Tusche auf Karton. Signiert u.li. "Lewinger". Verso in Blei datiert sowie mit dem Nachlass-Stempel versehen.

18,8 x 20,2 cm. Aufruf 120 €
Zuschlag 500 €
2016-09-17

584   Richard Müller "Masken". 1915.

Kaltnadelradierung auf kräftigem Japan. In der Platte am li. Rand monogrammiert "R.M." und datiert. In Blei signiert unterhalb der Darstellung re. "Rich. Müller" und li. bezeichnet "(Probedruck)".
WVZ Günther 73.

Leicht knick- und fingerspurig. Mit minimalem Abrieb Ecke o.li und kleineren Preßfalten außerhalb der Darstellung. Verso in den beiden o. Ecken Reste früherer Montierung.

Pl. 13,1 x 22,5 cm, Bl. 24,4 x 28,5 cm. Aufruf 120 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 440 €
2016-09-17

747   Albert Wigand "Am Pauli Friedhof" (Dresden - Blick auf die Villa Radeburger Straße 4). Wohl 1939.

Deckfarben über schwarzer Kreide auf leichtem, gestrichenen, gelblichen Karton. In Blei signiert "Albert Wigand" u.re. Am unteren Blattrand mit einer Widmung in Blei versehen "seinem lieben Freund Herbert Müller" sowie nummeriert "33.5" und "24". Verso in Blei betitelt.
WVZ Grüß-Wigand B-1970/43, dort mit abweichender Datierung.
Siehe dazu ein nahezu motivgleiches Blatt WVZ Band B-1939-48/14.

Blatt gebräunt und mit Lichtrand u. Die Blattecken gestaucht und mit Knickspuren sowie leichten Farbverlusten. Der untere Blattrand ungerade geschnitten. Am oberen Blattrand Mi. wellig und mit Knickspur. Verso in den Blattecken mit Resten einer älteren Klebemontierung, die durch Abnahme entstandenen Bereibungen im Papier fachmännisch mit Flüssigpapier ausgeglichen. Blatt verso insgesamt graphit-und atelierspurig.

26 x 34,5 cm. Aufruf 1200 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1900 €
KatNr. 750 Paul Wilhelm

750   Paul Wilhelm "Römische Bosel im Spa[argebirge]" (bei Meißen). Nach 1940.

Aquarell auf Japan. Signiert "P. Wilhelm" u.re. Von Künstlerhand an allen vier Ecken auf gelblichem Untersatzkarton montiert. Dieser verso in Blei nochmals signiert "P. Wilhelm", betitelt und bezeichnet "unverkfl." u.re.

Knitterspurig, in den Ecken montierungsbedingt deutlicher, dort auch Stauchungsfalten. In den Ecken und am Blattrand o. und u. Reißzwecklöchlein. Untersatzkarton li. und re. unregelmäßig geschnitten und minimal stockfleckig.

37,1 x 53,6 cm, Untersatz 50 x 62,5 cm. Aufruf 1400 €
Zuschlag 3000 €
KatNr. 837 Sehr seltene
KatNr. 837 Sehr seltene
KatNr. 837 Sehr seltene
KatNr. 837 Sehr seltene
KatNr. 837 Sehr seltene
KatNr. 837 Sehr seltene

837   Sehr seltene "Schale mit Nixe und Tintenfisch". Konrad Hentschel für Meissen. 1900 -1923.

Porzellan, glasiert, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau, die geritzte Modellnummer "S. 163" sowie die Prägeziffer "65".
Entwurfsjahr 1900.

Das Vermächtnis Johann Joachim Kaendlers sollte im Bereich der figürlichen Porzellanplastik des Meissner Jugendstils weiterhin eine überragende Rolle spielen. Daher ist in Entwürfen um die Jahrhundertwende kein markanter Bruch mit den Traditionen des 18. Jahrhunderts festzustellen, vielmehr bildeten die Modelle des Rokoko einen wichtigen Grundpfeiler für den Schritt in die Moderne. Beispielhaft führt Johannes Just in seiner Publikation "Meissener Jugendstilporzellan" die Schale "Nixe und Tintenfisch" an, welche um 1900 von Konrad Hentschel entworfen wurde und mit dem Motiv der Welle auf eine beliebte Form des Rokoko Bezug nimmt. "Nicht zufällig wird es [das Motiv der Welle, d.A.] gerade im Jugendstil wieder aufgegriffen. Die Künstler entdeckten erneut den Reiz der fließenden Form, der in der Bewegung des Wassers und in der Gestalt der Meerespflanzen und -tiere liegt."

Vgl. Just, J.: Meissener Jugendstilporzellan. Leipzig, 1983, Abb. S. 46, S. 97, 98.

Staffierung auf dem Kopf der Nixe etwas berieben. Eine punktförmige Kratzspur auf dem Körper des Tintenfischs, die Staffierung der Tentakel außenseitig sehr vereinzelt unscheinbar berieben. Winzige herstellungsbedingte Materialfehlstelle an der Standfläche unterhalb der Nixe.

H. 10,0 cm, L. 25,0 cm. Aufruf 2000 €
Zuschlag 3400 €
KatNr. 839
KatNr. 839

839   "Junge Katze, aufrecht sitzend". Erich Hösel für Meissen. 1924 -1934.

Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Auf der Unterseite der ovalen Plinthe mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, seitlich ein Schleifstrich. Des Weiteren die geprägte Modellnummer "V173" sowie eine weitere Prägeziffer.
Entwurfsjahr 1917.

Oberfläche der Ohren minimal berieben.

H. 10,7 cm. Aufruf 250 €
Zuschlag 1700 €
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.
KatNr. 847 Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.

847   Eindrucksvoller Elefant. Max Esser für Meissen. 1924 -1934.

Böttgersteinzeug. Verso an der Plinthe sowie am Boden die vierfach geschliffene Schwertermarke, die geritzte Modellnummer "A 1089", die Bossierernummer "136", die zweifach geritzte Bezeichnung "M. L 237", die Limitierung "3 / 55" sowie die geprägte Bezeichnung "BÖTTGER STEINZEUG".
Entwurfsjahr 1924.

Vgl. dazu das Gegenstück (Formnr. A 1090) in: Vgl. Bergmann, Sabine: Meissener Künstlerfiguren, Erlangen, 2010, Kat.-No. 1140, S. 567.

Oberfläche im Bereich des Rückens und der Flanken mit je ca. 18 offenen Blasen (D. max. 1,5 cm), partiell retuschiert. An der Innenseite ein über die Seitenlänge verlaufender, hakenförmiger Trocknungsriß. Dieser außen teilweise sichtbar, vor dem Brandprozess restauriert, zwei weitere innenseitige kleine Trocknungsrisse nicht bis zur Oberfläche reichend. Gussnaht im Bereich des Kopfes und Nackens wahrnehmbar.

H. 39,5 cm, L. 66 cm, B. 39 cm, Gew. 29,2 kg. Aufruf 2800 €
Zuschlag 4600 €
KatNr. 870 Seltene Jugendstil-Vase. Meissen. Um 1900 -1910.
KatNr. 870 Seltene Jugendstil-Vase. Meissen. Um 1900 -1910.

870   Seltene Jugendstil-Vase. Meissen. Um 1900 -1910.

Porzellan, glasiert, in polychromen Scharffeuerfarben staffiert. Diskusform mit hohem, schlanken Hals. Auf der Wandung ein konzentrisch angeordnetes, stilisiertes Akeleidekor. Unterseits mit der Schwertermarke in Unterglasurblau, der geritzten Modellnummer "S. 145" sowie mit einer Prägeziffer.
Formentwurf Theodor Grust 1903.

Auf dem Gebiet des Porzellans lag das besondere Augenmerk der Vertreter der Jugendstilbewegung um 1900 auf der Gestaltung repräsentativer Einzelstücke. Industrieller Serienproduktion standen die Künstler ablehnend gegenüber, verantwortete sie doch den Untergang der angewandten Kunst im 19. Jahrhundert. Die Entwerfer in Meissen experimentierten nun mit aufwendigen Glasuren und Scharffeuerfarben. Als Untergrund für ihre neuartigen Dekorationen boten sich vor allem fließende Vasenformen mit flächigen Wandungen an, welche die künstlerischen Entwürfe eindrucksvoll zur Geltung bringen sollten. "Aber natürlich handelte es sich nicht um Blumenvasen. Die Funktion war eher ein Vorwand, um Einzelstücke in Porzellan zu schaffen, an denen die technische Perfektion und die künstlerische Absicht demonstriert werden konnten."
Vgl. Just, Johannes: Meissener Jugendstilporzellan, Gütersloh 1983, S. 88.

Wandung sehr vereinzelt mit minimalen, punktförmigen Brandflecken, Glasur am Hals an einer Stelle etwas geschliffen, sehr vereinzelt feine Kratzspuren.

H. 19,5 cm. Aufruf 500 €
Zuschlag 3600 €
KatNr. 879 Großer, ovaler Jugendstilteller

879   Großer, ovaler Jugendstilteller "Flügelmuster". Rudolf Hentschel für Meissen. Anfang 20. Jh.

Porzellan, glasiert und in Scharffeuerfarben polychrom staffiert. Aus dem Service "T-glatt". Querovale, leicht gemuldete Form, die breite Fahne flach auslaufend. Auf der Fahne das Dekor "Flügelmuster". Unterseits mit der zweifach geschliffenen Schwertermarke in Unterglasurblau, unterhalb ein horizontaler Schleifstrich. Des Weiteren die Malermarke in Unterglasurblau sowie Präge- und geritzte Ziffern. Unterteller einer Saucière.
Entwurfsjahr 1901.

Im Spiegel mit einer Masseunregelmäßigkeit, minimal kratzspurig. Glasur v.a. auf der Unterseite mit herstellungsbedingten Unregelmäßigkeiten, am Rand eine Glasurfehlstelle.

L. 37 cm. Aufruf 150 €
Zuschlag 380 €
KatNr. 937 Paar große Kandelaber. Hofjuwelier Alfred Roesner, Dresden. Frühes 20. Jh.
KatNr. 937 Paar große Kandelaber. Hofjuwelier Alfred Roesner, Dresden. Frühes 20. Jh.
KatNr. 937 Paar große Kandelaber. Hofjuwelier Alfred Roesner, Dresden. Frühes 20. Jh.
KatNr. 937 Paar große Kandelaber. Hofjuwelier Alfred Roesner, Dresden. Frühes 20. Jh.
KatNr. 937 Paar große Kandelaber. Hofjuwelier Alfred Roesner, Dresden. Frühes 20. Jh.

937   Paar große Kandelaber. Hofjuwelier Alfred Roesner, Dresden. Frühes 20. Jh.

800er Silber, hohl gearbeitet, verschraubt und montiert, zaponiert. Einflammiger Leuchter, mit einem gesteckten, fünfflammigen Aufsatz. Schlanker, achteckiger Schaft über einem oktogonalen, geschwungen und profiliert gearbeiteten Standfuß. Glockenförmige, facettiert gearbeitete Tülle. Der Aufsatz mit einem profiliert gearbeiteten Korpus und einer bekrönenden Tülle. Vom Korpus ausgehend vier s-förmig geschwungene, facettiert gearbeitete Arme mit je einer glockenförmigen Tülle über einer oktogonalen, scheibenförmigen Tropfschale. Am Standring gepunzt Halbmond, Krone, "800" sowie "ROESNER".

Standfläche eines Leuchters etwas uneben. Oberflächen vereinzelt mit überwiegend feinen Kratzspuren.

H. (min.) 28,8 cm, H. (max). 46 cm, Gew. ges. 3420 g. Aufruf 1800 €
Zuschlag 3200 €
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