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AUKTION 51 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 10 Hugo Mühlig, Blick auf Dresden im Abendlicht vom Wolfshügel aus. 1870er Jahre.
KatNr. 10 Hugo Mühlig, Blick auf Dresden im Abendlicht vom Wolfshügel aus. 1870er Jahre.
KatNr. 10 Hugo Mühlig, Blick auf Dresden im Abendlicht vom Wolfshügel aus. 1870er Jahre.
KatNr. 10 Hugo Mühlig, Blick auf Dresden im Abendlicht vom Wolfshügel aus. 1870er Jahre.
KatNr. 10 Hugo Mühlig, Blick auf Dresden im Abendlicht vom Wolfshügel aus. 1870er Jahre.

010   Hugo Mühlig, Blick auf Dresden im Abendlicht vom Wolfshügel aus. 1870er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "H. Mühlig." u.li. Verso auf der Leinwand u.Mi. nochmals signiert "H. Mühlig." sowie von fremder Hand in Kreide nummeriert "103". Auf dem Keilrahmen o.Mi. mit einem Klebeetikett der Galerie Richter, Dresden (?) versehen. Darauf alt typografisch mit Informationen zum Gemälde versehen und monogrammiert "G.R." o.Mi. Ein weiteres Klebeetikett o.li., dieses in Tusche nummeriert "No. 8". In blauem Farbstift nochmals nummeriert "249" o.Mi. In einem profilierten, goldfarbenen Schmuckrahmen.
Das Gemälde wird in den Nachtrag zum WVZ Baeumerth/Körs unter der Nr. 1061 aufgenommen.

An der östlichen Grenze des Albertparks erhebt sich der Wolfshügel, der eine weite Aussicht über das Dresdner Elbtal bietet. Bereits im 19. Jahrhundert war er ein bei Künstlern beliebtes Motiv, welches in zahlreichen Werken überliefert ist. Auch von Johann Anton Castell (1810-1876) sind mehrere, kompositorisch mit dem vorliegenden Bild sehr eng verwandte Gemälde erhalten (z.B. Städtische Kunstsammlung Chemnitz). Er war ein bereits zu Lebzeiten geachtetet Künstler und so verwundert es nicht, dass der mehr als vierzig Jahre jüngere Hugo Mühlig sich im Zuge seiner 1872 beginnnenden akademischen Ausbildung auch an Castell orientierte und das offenbar sehr geschätzte Motiv in der Art dieses Malers umsetzte

Altrestauriert, Initialen der Signatur lasierend übergangen. V.a. im Bereich des Himmels mit Retuschen. Malschicht krakeliert und partiell mit Frühschwundrissen. O.li. eine kleine Druckspur mit minimalen Farbverlusten. Leichte Klimakante. Bildträger verso gebräunt.

56,8 x 82 cm, Ra. 72,5 x 98,5 cm. 9.000 - 12.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 43 Johannes Beutner, Straßenzug in Dresden - Weißer Hirsch. 1948.
KatNr. 43 Johannes Beutner, Straßenzug in Dresden - Weißer Hirsch. 1948.
KatNr. 43 Johannes Beutner, Straßenzug in Dresden - Weißer Hirsch. 1948.
KatNr. 43 Johannes Beutner, Straßenzug in Dresden - Weißer Hirsch. 1948.

043   Johannes Beutner, Straßenzug in Dresden - Weißer Hirsch. 1948.

Öl auf Hartfaser. Signiert "Joh. Beutner" und datiert u.re. In einem grauen, profilierten Holzrahmen.

Bildränder o. und u. mit Retuschen, Ecken bestoßen und mit Materialverlusten. Verso atelierspurig,

59,5 x 49,5 cm, Ra. 79 x 69 cm. 9.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 68 Alexander Gerbig
KatNr. 68 Alexander Gerbig
KatNr. 68 Alexander Gerbig
KatNr. 68 Alexander Gerbig
KatNr. 68 Alexander Gerbig

068   Alexander Gerbig "Der Cellist". Wohl um 1913.

Öl auf Rupfen. Signiert "A. Gerbig" o.re. Verso wohl von Künstlerhand nummeriert "N°= 375" sowie betitelt. In einer profilierten, goldfarbenen Leiste gerahmt.

Bildträger etwas locker gespannt. Leichte Krekeleebildung im roten Farbbereich. Minimale punktuelle Verschmutzungen. Beginnende Klimakante am oberen Rand. Rahmen etwas gelockert, mit Bohrloch am o. Rand.

79,5 x 61 cm. Ra. 97 x 77 cm. 3.000 - 4.000 €
Zuschlag 2500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 70 Karl Hahn, Der Antrag. Um 1920.
KatNr. 70 Karl Hahn, Der Antrag. Um 1920.
KatNr. 70 Karl Hahn, Der Antrag. Um 1920.
KatNr. 70 Karl Hahn, Der Antrag. Um 1920.

070   Karl Hahn, Der Antrag. Um 1920.

Öl auf Leinwand. Signiert "Paul Karl Hahn" u.li. In einem grauen, profilierten Holzrahmen.

Bildträger angerändert sowie mit mehreren, wohl bereits von Künstlerhand geschlossenen Leinwanddurchstoßungen, zwei verso mit einem späteren Gewebeflicken hinterlegt. Auf neuem Keilrahmen aufgespannt. Malschicht krakeliert und mit vereinzelten Retuschen. O.re. unscheinbare Lauf- und Tropfspuren.

100 x 80 cm, Ra. 112,8 x 91,8 cm. 6.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 91 Ota Janecek
KatNr. 91 Ota Janecek
KatNr. 91 Ota Janecek
KatNr. 91 Ota Janecek

091   Ota Janecek "Mlada Žena" (Junge Frau). 1985.

Öl auf Leinwand. Signiert "Ota Janeçek" u.re. Verso nochmals signiert "Ota Janeçek", datiert und betitelt u.re. Verso auf dem Keilrahmen mit zwei Klebeetiketten versehen. Darauf nochmals Angaben zu Künstler und Werk. In einem profilierten, braunen Rahmen.

Auf der Malschicht re. des Kopfes eine kleine Tropfspur.

46,5 x 38,5 cm, Ra. 62 x 54,5 cm. 3.000 - 3.500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

092   Hans Jüchser "Stilleben mit gelbem Apfel und Muschel". 1969.

Tempera auf Papier, vollflächig auf rückseitig kaschierter Hartfaser aufgezogen. In Grafit undeutlich signiert u.re. Verso wohl von der Witwe des Künstlers, Helga Jüchser, in Kugelschreiber betitelt, bezeichnet und datiert. In einer grau gefassten Holzleiste mit weißer Sichtleiste gerahmt.

"Meine Beschäftigung mit dem Stilleben ist eine Gelegenheit, die beste Möglichkeit, die formalen und farbigen Gesetze zu studieren, wobei der Gegenstand oft belanglos, der Gehalt der Gestaltung aber ebenso bedeutsam wie das Menschenbild sein kann." (Hans Jüchser, zitiert nach: Hans Jüchser. Malerei Grafik, Staatlicher Kunsthandel der DDR (Hg.), S. 4.)
In den 1960er Jahren entstanden im Werk Hans Jüchsers vermehrt Arbeiten mit deutlich abstrahierenden und expressiven Tendenzen. Hierzu zählt auch das Stillleben mit gelbem Apfel und Muschel, in welchem der Künstler erkennbare Gegenstände und abstrakte Farbflächen in einen kompositorisch neuen Zusammenhang stellt. Die Vernachlässigung von Perspektive und Räumlichkeit verleiht der Farbgebung der arrangierten Formen und Gegenstände Kraft und Bedeutung. Ebenso wie die locker und frei formulierten Gegenstände besitzt auch der Umgang mit der Farbe einen lebendigen, experimentellen Charakter. Diese reicht von gedämpften, fein nuancierten Farbfeldern bis hin zu leuchtend-akzentuierenden Farbtönen, die teils locker gestupft oder auch mit breitem Pinsel aufgetragen wurden, woraus sich ein abwechslungsreicher und spannungsvoller Bildaufbau ergibt.

Blattrand o.li. mit kleinen, wieder befestigten Einrissen und Quetschfalten. Malschicht ungefirnisst, partiell mit Schollenbildung, kleinen Farbverlusten und oberflächlichen Kratzern. Bildträger minimal konkav verwölbt.

45 x 62 cm, Ra. 54,5 x 72 cm. 5.000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.
KatNr. 93 Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.

093   Manfred Kastner (Beerkast), Stadtlandschaft (Hommage à Giorgio de Chirico). 1971.

Öl auf textilem Bildträger. Signiert "Beerkast" und datiert u.re. In einem weißen, profilierten Rahmen.

Bildträger von Künstlerhand auf Spannrahmen klebemontiert, beginnende Klimakante. Malschicht partiell frühschwundrissig und ganz vereinzelt mit kleinsten Fehlstellen. Im Falzbereich re. und li. Fehlstellen. Am Bildrand u. und re. kleine Druckspuren, teils mit minimalem Verlust.

48,2 x 60,5 cm, Ra. 56,5 x 68,5 cm. 1.800 €
Zuschlag 4800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 94 Manfred Kastner (Beerkast)

094   Manfred Kastner (Beerkast) "Puttrich" (Oberlausitz, Hommage à Caspar David Friedrich). Wohl 1970er Jahre.

Öl auf textilem Träger. Unsigniert. Verso auf dem Keilrahmen bezeichnet "Puttrich" und In aufgenagelter, weißer Holzleiste gerahmt.

Bildträger mit kleiner Durchstoßung u.Mi. sowie locker gespannt. Malschicht krakeliert, Kratzspur im Bereich des Baumes, einzelne kleine Abplatzungen im Randbereich.

70 x 100 cm, Ra. 71,5 x 102 cm. 1.200 €
Zuschlag 1000 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

114   Carl Lohse, Frauenkopf vor gelbem Grund. 1919-1921.

Öl auf Malpappe. Unsigniert. Im schwarzen, profilierten Rahmen. Verso auf dem Rahmen in Kugelschreiber bezeichnet "Sie" o.li.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Das "Frauenporträt vor gelbem Grund" stammt aus der ersten Schaffensphase Carl Lohses während seines Aufenthalts in Bischofswerda. Der Armaturenfabrikant Karl Hebenstreit und dessen Frau hatten ihn 1919 eingeladen, im Haus des Kolonialwarenhändlers Alfred Scheumann sein Atelier einzurichten, nachdem Lohse als Soldat im Ersten Weltkrieg in der Schlacht an der Somme fast verschüttet und erst 1919 aus englischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden war.
Jene Zeit bis 1921 in der Oberlausitzer Provinz gilt als stilprägend innerhalb der Porträtmalerei des Expressionismus der Nachkriegszeit mit stark farbigen, nahezu karikaturesken Bildnissen in kräftiger und zielgerichteter Pinselführung.
In Format und Anlage erinnert das Damenporträt von 1919-21 an das Frauenbildnis (Porträt Rose), um 1920, in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister. Die Porträts jener Jahre zeigen herbe Züge, einen spitzlippigen Mund, hinaufgezogene Augenbrauen und schlitzförmig bis kugelrund gezeichnete Augen. Im vorliegenden Gemälde steigert Lohse seine scharfe Charakterisierung auf ein Höchstmaß von Abstraktion und Vereinfachung. So entfällt jegliche Ausarbeitung verschiedener Tonwerte innerhalb des Gesichts und des fein frisierten Haares. Die kontrastierende Farbigkeit aus zitronengelbem Hintergrund gegenüber der dunkelgrauen Fläche des Gesichts erinnert mit den grauen Linien zur Ausformung individueller Merkmale an die polarisierenden Eigenschaften eines Fotonegativs.

Die Ecken des Bildträgers gestaucht. Malschicht mit mehreren leichten Kratzspuren, winzigen Fehlstellen und oberflächlichen Bereibungen.

71,3 x 53 cm, Ra. 81,2 x 62,7 cm. 9.500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
2017-03-25

136   Theodor Rosenhauer, Stillleben mit Malven in blauweiß gemustertem Krug. Wohl 1970er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "Th. Rosenhauer" u.re. Bildträger verso weiß grundiert und mit einer Skizze in Kohle. Im originalen Künstlerrahmen.
Das Gemälde wird in den Nachtrag zum WVZ Werner aufgenommen.

Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Provenienz: Dresdner Privatbesitz, Geschenk des Künstlers.

Die Motivwahl in Theodor Rosenhauers Oeuvre umfasst drei klassische Gattungen der Malerei: Bildnisse, Landschaften und Stillleben. Alle scheinen in ihrer Bildaussage miteinander verwandt. Sie strahlen eine warme, würdevolle Ruhe aus. Das mag an der Reduzierung der dargestellten Gegenstände liegen, die oftmals autonom und mit geringer Verbindung nach außen ins Bild gesetzt wurden oder auch am vielmals gelobten Einsatz facettenreicher grauer Valeurs. Rosenhauers Gemälde kommen jedoch in jedem Fall gänzlich ohne Effekthascherei oder komplizierte Kompositionen aus. Ihre offenbar zeitlose Gültigkeit beziehen sie aus klaren Strukturen und dem oftmals zentral komponierten Bildaufbau. Die Hektik des Alltags und die damit häufig verbundene Ignoranz gegenüber kleinen, kostbaren Momenten scheint in ihnen zu verblassen.
Auch das vorliegende Stillleben lädt zum Innehalten ein. Das Werk weist einen dunklen, monochromen Hintergrund mit vergleichsweise flachem Farbauftrag auf, während die zarten Malvenblüten und das Gefäß in lichten und frisch wirkenden Farben plastisch herausmodelliert wurden. Das stille, zurückhaltende Motiv bringt dem Betrachter in seiner Einfachheit die Schönheit der Natur nahe. Rosenhauer, der selbst nie als Hochschullehrer tätig war, wurde für viele Dresdner Künstler zum Vorbild und stillen Lehrmeister. 1986 fand aus Anlass seines 85. Geburtstages eine erste Retrospektive zum Werk Rosenhauers in Berlin statt. Siegfried Klotz äußerte über den Künstler: "Bei Rosenhauer fasziniert mich immer wieder sein Staunen vor der Natur, seine Achtung und neuen Sichten zu scheinbar einfachen Dingen des Alltags. Trotz seines 'schlichten' Bildgegenstands erreicht er einen hohen philosophischen Gehalt seiner Bildaussage. Die Differenziertheit und Sensibilität seiner Farbigkeit sowie der straffe Bildaufbau lassen seine Bilder auf mich expressiv und zugleich still und poetisch, geheimnisvoll wirken, hinter denen sich eine hohe künstlerische Meisterschaft und die Freude am Machen verbergen".
Lit.: Akademie der Künste der DDR (Hrg.): Theodor Rosenhauer. Berlin 1986, S. 38.

Bildträger leicht konkav verwölbt. Am Bildrand re. drei kleine, unscheinbare Fehlstellen.

66 x 40 cm, Ra. 86 x 60,5 cm. 16.000 - 22.000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 26000 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

149   Strawalde (Jürgen Böttcher) "Müdai". 1997.

Öl und Acryl auf Leinwand. In die Farbe geritzt signiert "strawalde" o.li. Verso nochmals signiert, datiert und betitelt.

Bildträger in den oberen Ecken sowie u.li. unscheinbar verwölbt. Malschicht o.Mi. mit unscheinbaren Frühschwundrissen und minimaler Schollenbildung.

82,5 x 68 cm. 4.500 - 6.000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
2017-03-25

171   Albert Wigand, Stillleben mit braunem Krug, Birnen, Trauben und Pflaumen. Um 1938.

Öl auf Holz. Signiert "Wigand" u.li. Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet "Ankauf 1938" o.Mi. und nummeriert "56" o.re. Mit einem Briefumschlag versehen, darauf in Blei bezeichnet "1938/39 in Dresden gekauft von Albert Wigand! Rahmen/ Bild original" und in grünem Faserstift bezeichnet. Im profilierten, braunen Künstlerrahmen.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand unter der Nr. A-1938/1, Fotonr. 3457 aufgenommen.

Wir danken Frau Gylfe Matt, Berlin, für freundliche Hinweise.

Das Stillleben zeigt einen großen Krug, eine Schale und Früchte, die das Bildformat fast gänzlich ausfüllen. Besonders akzentuierend wirkt die in Gelb- und Rottönen leuchtende Birne in der rechten Bildhälfte, die einen Gegenpol zur Dominanz des großen Kruges, links im Bild, darstellt.
In den Motiven Wigands wird seine Nähe zu den großen Malern des 20. Jahrhunderts wie Cézanne, Morandi oder Matisse deutlich. Wigand dienten gleichermaßen die alltäglichen Dinge seiner nächsten Umgebung, um sich mit ihnen in unerschöpflicher Vielfalt künstlerisch auseinanderzusetzen.
Hierfür eignet sich in besonderem Maße das Stillleben, in dem sich der Maler ohne erzählerischen Kontext der Erforschung von Farb- und Formgebung widmen kann.
Die Ausdruckskraft des Gemäldes beruht auf dem Zusammenklang der fein abgestuften und schichtweise aufgebauten Farben. Zudem wohnt dem Stillleben trotz seiner Gegenständlichkeit eine Abstraktion inne, die zum einen durch die in breitem Pinselduktus aufgesetzten Farbflächen und zum anderen durch die mittels Konturen gegliederten Formen entsteht.

Malschicht im Bereich der äußersten Ränder umlaufend mit kleinen Läsionen und Fehlstellen, vor allem o.re. U.li. ein Kratzer. Verso atelierspurig.

20,2 x 30,2 cm, Ra. 30 x 40,5 cm. 5.500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 4900 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

172   Albert Wigand, Ohne Titel (Gelbes und rosa Dreieck im Rechteck gegeneinander) / Stillleben. Wohl um 1962.

Öl auf dicker Malpappe. Unsigniert. Verso mit einem Stillleben mit Krug und angeschnittener Frucht, Öl.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand unter der Nr. A-1962/20, Fotonr. 3456, aufgenommen. Die Rückseite erhält die WVZ-Nr. A-1950/24 Fotonr. 3456v.

Provenienz: Westdeutscher Privatbesitz, Geschenk des Künstlers aus dem Jahr 1975/76.

Das 1962 entstandene Gemälde reiht sich in eine Werkgruppe ein, in der Wigand in abstrakten Kompositionen Farbexperimente durchführte. Die Verwendung von Farbe ohne gegenständlichen Bezug unterstreicht ihre Bedeutung in der Malerei Wigands. Obwohl die Arbeiten des Künstlers in den Jahrzehnten seines Lebens variieren, liegt seinem Œuvre eine innere Verbindung zugrunde, die sowohl in gegenständlichen, als auch in abstrakten Werken gleichermaßen zu finden ist.
Die durch Mischung abgestuften und übereinanderliegenden Farben erzeugen Rhythmus und Klang in ihrer Beziehung zueinander. Im Werkprozess legt der Künstler die körperhaften Farben sukzessive in Schichten übereinander, bis sich eine spannungsvolle und zugleich harmonische Wirkung entfaltet.
Auf der Rückseite ist ein weiteres Gemälde erhalten, das einen blauen Krug zeigt, welcher immer wieder in den Stillleben Wigands zu finden ist. Die Farben, zumeist abgestufte Blau- und Grautöne, wurden alla prima und in locker gesetzten breiten Pinselstrichen aufgetragen.

Malschicht leicht angeschmutzt. Partieller Farbabrieb im Bereich der Rechtecke, eine Kratzspur (ca. 3 cm) o.re. Verso in den Ecken Farbaufhellungen und minimale Fehlstellen aufgrund einer früheren Klebemontierung. Bildränder o. und re. vom Künstler ungerade geschnitten. Umlaufende Randläsionen mit Quetschungen und leichten Farbabplatzungen.

18 x 27 cm. 3.000 - 4.000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 173 Paul Wilhelm
KatNr. 173 Paul Wilhelm
KatNr. 173 Paul Wilhelm
KatNr. 173 Paul Wilhelm

173   Paul Wilhelm "Knabenkopf". 1908.

Öl auf Malpappe. Signiert "P. Wilhelm" u.re. Verso in Tinte nochmals signiert "P. Wilhelm" o.re. und betitelt. Weiterhin in blauem Farbstift nummeriert "1." sowie mit zwei Klebetiketten versehen o.li. und u.li. darauf jeweils nummeriert "915" und "1". Von fremder Hand in Blei bezeichnet. In einer Berliner Leiste mit wohl von Künstlerhand zusätzlich eingelegter Sichtleiste und außen montierter Abschlussleiste gerahmt.

Ausgestellt in: Dresden 1948, Nr. 1; Dresden 1956, Nr. 1; Dresden 1986, Nr. 17.

Bildträger minimal konvex verwölbt. Die Ecken partiell leicht bestoßen und mit kleinen Materialverlusten. Malschicht mit mehreren Retuschen sowie unscheinbaren Frühschwundrissen.

18,1 x 12,4 cm, Ra. 27,1 x 22,1 cm. 2.500 €
Zuschlag 2400 €
  KÜNSTLER
KatNr. 174 Paul Wilhelm
KatNr. 174 Paul Wilhelm
KatNr. 174 Paul Wilhelm

174   Paul Wilhelm "Ansicht eines Dorfes bei Radebeul". Um 1930.

Öl auf Leinwand, von Künstlerhand vollflächig auf Untersatzkarton montiert. Signiert "P. Wilhelm". Verso in schwarzem Farbstift signiert "P. Wilhelm" und mit den Adressdaten des Künstlers bezeichnet. In einer Berliner Leiste des 19. Jh. mit wohl von Künstlerhand zusätzlich montierter Sichtleiste gerahmt.

Malschicht mit mehreren, unauffälligen Retuschen.

23,5 x 39,4 cm, Untersatz 26,5 x 41,2 cm, Ra. 30,5 x 45,2 cm. 2.000 €
Zuschlag 2400 €
  KÜNSTLER
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 198 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto

198   Bernardo Bellotto, gen. Canaletto "Vue de la Place de la Ville-neuve de Dres-den (...)" (Der Neustädter Markt zu Dresden). 1750.

Radierung auf kräftigem, wolkigen Bütten mit Wasserzeichen (nicht identifiziert). In der Platte unterhalb der Darstellung in Deutsch und Französisch ausführlich betitelt, datiert, signiert und bezeichnet "Peint et gravé par Bernard Bellotto dit Canaletto Peintre Roial". Das Wappen auf die Platte selbst radiert. Verso mit verschiedenen Bleistiftannotationen von fremder Hand.
WVZ Kozakiewicz 187 II (von II), die Parallelschraffierung des Himmels teilweise mit dazwischengelegten Kaltnadelstrichen verdichtet; WVZ De Vesme 14 I. Zustand 2.

Die berühmten Veduten, die vom gerade an den Dresdner Hof gekommenen Maler Bernardo Bellotto gen. Canaletto geschaffen wurden, dokumentieren auf anschauliche Weise den höfischen Repräsentationswillen von König August III. (1696-1763). Wahrscheinlich waren die Serien von Veduten in einem repräsentativen Saal im Schloss, als Pendants gehängt, untergebracht – ein ähnlich rekonstruierter Saal befindet sich im Warschauer Königsschloss. Die repräsentativen und identitätsstiftenden Gebäude der Augusteischen Zeit, die Bautätigkeit unter August III., aber auch der Wohlstand des Bürgertums wurde auf der Vedutenserie minutiös und lebhaft geschildert.
Mit dem Blick vom Blockhaus über den Neustädter Markt nach Norden, dokumentierte Bellotto den Ausbau von Altendresden im Auftrag August des Starken (1670-1733) Anfang der 1730er Jahre. Der Marktplatz wurde vom Brückenkopf aus erweitert, die Straße Richtung Norden (heute Hauptstraße) als Magistrale ausgebaut, mit dem mächtig hervortretenden Dach der Dreikönigskirche. 1736 wurde das Reiterstandbild für August den Starken – Der Goldene Reiter – nach Entwürfen von Jean Joseph Vinache (1996-1754) aufgestellt. Rechts ist das Rathaus von Alten Dresden sichtbar, ein Bau aus dem 16. Jh., welcher in den 1750er Jahren abgerissen wurde. Auch die Bautätigkeit unter August III. wurde mit der Abtragung des Gewandhauses – links gegenüber – festgehalten. An dessen Stelle wurde 1750-54 das neue Rathaus von Johann Christoph Berger (1708–1760), nach einem Entwurf von Johann Gottfried Fehre (1685-1753) und Johann Christoph Knöffel (1686-1752), errichtet.
Die noch im selben Jahr wie das Gemälde entstandene Radierung weist minimale Veränderungen in der Staffage auf. So ist den zwei Hunden im Vordergrund li. ein sich nach vorn beugender Junge mit einem Stock beigegeben, bei der Gruppe von Männern re. vor dem Rathaus ist eine Figur mehr dargestellt und auch der Brunnen am re. Bildrand wurde mit zwei weiten Figuren staffiert.

Schöner, kräftiger Druck mit breitem Rand. Nahezu unberührter Originalzustand. Blatt insgesamt stockfleckig und mit bräunlichen Verfärbungen. Mit dem üblichen vertikalen Mittelfalz. Am Rand o.li. außerhalb der Darstellung mit zwei Quetschfalten, eine weitere im weißen Rand u.li., jeweils aus dem Druckprozess stammend. Ränder teils ungerade geschnitten und mit unscheinbaren Läsionen. Am Blattrand Mi.li. zwei minimale Einrisse, einer davon ehemals größer und altgeschlossen (ca. 4 cm). In der Darstellung im Himmel sowie li. und oberhalb der Kutsche mit schräg bzw. vertikal verlaufenden Wischspuren (eventuell von einer Trockenreinigung?).

Pl. 54,3 x 84,2 cm, Bl. 67,7 x 98,3 cm. 5.500 - 7.000 €
Zuschlag 6000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 202 Louis-Léopold Boilly, Der kindliche Schrecken. Mitte 1790er Jahre.
KatNr. 202 Louis-Léopold Boilly, Der kindliche Schrecken. Mitte 1790er Jahre.
KatNr. 202 Louis-Léopold Boilly, Der kindliche Schrecken. Mitte 1790er Jahre.

202   Louis-Léopold Boilly, Der kindliche Schrecken. Mitte 1790er Jahre.

Kohlestiftzeichnung, partiell weiß gehöht, auf bläulichem "Courtalin"-Papier (Wasserzeichen u.li., teils angeschnitten). Unsigniert. Hinter Glas in einer furnierten Leiste des 19. Jh. gerahmt. Verso auf der Rahmen-Abdeckung mit alten Klebeetiketten (z.T. wohl Ausstellungsetiketten) versehen, eines von fremder Hand in Tinte bezeichnet: "Revolutionszeit / Bild [einer] Wickeldame mit Kind u. Affe: Kreidezeichn. sehr gut".
Nicht im WVZ Harrisse; die Zeichnung wird in das WVZ Bréton/Zuber aufgenommen.
Wir danken Etienne Bréton und Pascal Zuber, Paris, für freundliche Hinweise.

Provenienz: Aus der Sammlung einer Urenkelin Franz von Lenbachs, vormals Sammlung Franz von Lenbach (1836 Schrobenhausen - 1904 München).

Zum Papier:
Der Tapeten-Fabrikant Jean-Baptiste Réveillon (1725 Paris - 1811 Paris) erwarb 1772 eine Papiermühle in Courtalin-en-Brie (Seine-et-Marne), in welcher er qualitativ hochwertiges Velin- und Büttenpapier herstellen konnte. Er beanspruchte für sich, der erste gewesen zu sein, welcher solches Papier in Frankreich herstellte. 1782 gelang es ihm durch chemisches Experimentieren, einen neuen Herstellungsprozess für Velinpapier zu finden. 1783 erhielten sowohl seine Papiermühle als auch sein Tapetenmanufaktur den Titel 'Manufacture Royale'.

Louis- Léopold Boilly war der bedeutendste Genremaler Frankreichs des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts. Die Zeichnung "Der kindliche Schrecken" entstand in den 1790er Jahren, in welchen der 1785 nach Paris übergesiedelte Künstler bereits gut etabliert und als Genremaler höchst erfolgreich war. Boilly, dessen lange und beeindruckende Karriere politisch unruhige Zeiten der französischen Monarchie, der französischen Revolution, Napoleonischen Ära, Restauration und Julimonarchie überspannte und überdauerte, profilierte sich neben der Porträt- und Stilllebenmalerei insbesondere als exzellenter Chronist einer sich wandelnden französischen Gesellschaft. Seine "Scènes galantes" und Boudoir Szenen waren so erfolgreich, dass sie als Drucke vielfache Verbreitung fanden. Ausgerichtet auf den privaten Käufermarkt und einer sich neu etablierenden bürgerlichen Mittelschicht, schuf sich Boilly seine Nische auf dem Pariser/ französischen Kunstmarkt mit dem Malen von leicht anzüglichen Szenen, welche vielfach Intrigen oder die Fallstricke des Liebeslebens thematisierten. Dieser Erfolg stand ganz sicher in direktem Zusammenhang mit seiner Ausstellungstätigkeit im Pariser Salon ab 1791. Seit diesem Jahr war es auch Künstlern, die nicht Mitglieder der Königlichen Kunstakademie waren, möglich, im Salon auszustellen. Eine Zulassung zur Ausstellung bedeutete großen wirtschaftlichen Erfolg und sowohl nationale als auch internationale Anerkennung.
Die Zeichnung "Der kindliche Schrecken" verdeutlicht anschaulich Boillys großes künstlerisches Interesse an einem In-Beziehung-Setzen von erotischer Darstellung der Frau und dem Blick des Betrachters. Um einige erzählerische Elemente verändert und erweitert findet sich die hier dargestellte Szene motivgleich in dem heute in der Wallace Collection, London, befindlichen Gemälde "The dead mouse", entstanden in den 1780/90er Jahren sowie in der auf bloße Wiedergabe der Mutter-Kind-Beziehung reduzierte Kohlestift-Zeichnung "La peur enfantine", Sotheby's London, 2006.
Der Blick des Betrachters dringt in eine sehr private, häusliche Szene ein. Thematisiert wird die emotionale Umarmung eines Kindes und einer als Objekt der Begierde dargestellten, äußerst adretten jungen Mutter. Ihr hochelegantes Kleid aus teurer Seide unterstreicht ihre gute gesellschaftliche Position. Der in der vorliegenden Komposition hinzugefügte Affe fungiert nicht nur als trivialer Auslöser für die vermeintlich unbegründete kindliche Angst, sondern symbolisiert vielmehr die weltliche Begierde und Lüsternheit und unterstreicht damit die erotische Ebene der Handlung.
Im Gegensatz zu Darstellungen von direkter erotischer Beziehung, lässt der Künstler in der hier angebotenen Zeichnung dem Betrachter mehr Interpretationsraum. Jegliche narrative Verknüpfung wird vermieden. Der ins Leere gehende Blick der Mutter wirkt nahezu träumerisch. Nichts deutet darauf hin, dass sie von der Reaktion des Knaben Notiz nimmt - seine ängstliche Umklammerung löst weder in ihrer Mimik noch ihrer Körpersprache eine Reaktion aus.
Susan Siegfried fasst die Bildaussage dieser Werkgruppe wie folgt zusammen: " Boillys Mütter und Söhne scheinen abgelenkt von dem was sie tun und der Betrachter wird dazu eingeladen, diese Ablenkung als eine erotische zu interpretieren. Boilly war weit entfernt von dem Moralisieren über richtiges Stillen und eheliches Glück, welches aus den progressiven, aufgeklärten Ansichten von Mutterschaft und Familie der Zeit hervorgeht. Er suggerierte ganz ketzerisch für die ehrbaren Ansichten dieser Zeit, welche beinhalten, dass Frauen zwischen ihren ehelichen und mütterlichen Pflichten zu wählen hatten, dass der durch das Bild angesprochene Mann beides haben könne - eine Ehefrau als Liebhaberin und eine Ehefrau als Mutter." Vgl. Siegfried, Susan L.: The Art of Louis-Léopold Boilly. Modern Life in Napoleonic France. New Haven, London, 1995. S. 171.

Insgesamt unscheinbar wellig sowie etwas knickspurig. Mittig eine segmentbogenförmige, horizontale Quetschfalte (ca. 10 cm, bereits vor dem Entstehungsprozess vorhanden). Recto gebräunt, die Blautönung verblasst, in der oberen Blatthälfte vereinzelte Stockfleckchen, zwei davon sehr dunkel. Im Bereich des Rockansatzes ein kleines Löchlein mit einer Kratzspur. In den beiden oberen Blattecken je ein Reißzwecklöchlein, an den Blatträndern im oberen Drittel je ein Nagellöchlein. Der untere Blattrand mit Wasserflecken (max. 2 cm in die Darstellung reichend) sowie ein schwarzes Fleckchen u.re., ein weiterer kleiner Wasserfleck am äußersten Blattrand o.re. Verso mit vereinzelten bräunlichen Fleckchen.

58,7 x 42,8 cm, Ra. 69,5 x 53 cm. 40.000 - 50.000 €
Zuschlag 108000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.
KatNr. 208 Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.

208   Ferdinando Fambrini, Zwölf Ansichten von Pisa. 1788.

Kupferstiche auf grünlichem "AL MASSO"-Bütten nach zeichnerischen Vorlagen verschiedener Künstler. Jeweils in der Platte unterhalb der Darstellung signiert und teilweise datiert u.re., bezeichnet u.li. sowie mittig in Italienisch ausführlich betitelt, in der Plattenecke u.re. fortlaufend nummeriert.
Mit den Ansichten: "Veduta die quattro rinomati Edifizi della Cittá di Pisa […]", "Veduta della Piazza dé Cavalieri di Pisa", "Veduta del Lung Arno di Pisa dalla Piazza del Ponte di mezzo verso quello della Fortezza", "Veduta del Ponte di Mezzo della Cittá di Pisa", "La Piazza di S. Francesco di Pisa", "Veduta della Piazza di S. Caterina die Pisa", "Veduta della Piazza del Ponte di Pisa", "Lung' Arno di Pisa, veduto dal Ponte a mare", "Veduta delle Logge di Banchi della Cittá di Pisa", "Veduta della Chiesa di S.Maria della Spina, e di una parte del Lung' Arno di Pisa", "Veduta di Pisa fuori della Porta alle Piagge" und "Veduta della Fortezza di Pisa". Verso jeweils mit einem gestrichenen Inventarstempel.

Schöne Drucke mit breitem Rand. Alle Abzüge mit zum Teil deutlichen Randmängeln (partiell Einrisse, Knickspuren, Stauchungen, Materialverluste, Bräunungen, Flecken). Sehr vereinzelt mit Stockfleckchen, teilweise Quetschfalten aus dem Druckprozess. Verso teilweise gebräunt.

Pl. zw. 28 x 40,5 cm und 31 x 44 cm, Bl. je ca. 45 x 59 cm. 3.000 - 4.000 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

343   Gösta Adrian-Nilsson "Landschaft" (Marine in Halmstad). 1917.

Aquarell über Grafit auf Torchon, vollflächig auf Malpappe montiert. Monogrammiert "G.A.N" u.li. Verso o.li. mit dem Ausstellungsetikett der "Kunstausstellung Der Sturm", Leitung: Herwarth Walden, Berlin, darauf typografisch bezeichnet und betitelt, mittig ein gestrichener Inventarstempel, o.Mi., partiell unter der Montierung in schwarzer Wasserfarbe nummeriert "IV".

Ausgestellt in: Achtundfünfzigste Kunstausstellung Der Sturm. Berlin, Dezember 1917. Gösta Adrian-Nilsson, Paul Klee, Gabriele Münter. KatNr. 3.

Zur Datierung vgl. ein nahezu identisches Aquarell "Halmstad (Staden vid havet), ausgestellt in: Ahlstrand, Jan Torsten: GAN. Gösta Adrian-Nilsson. Arbeiten pa papper 1915-1924. Ausstellungskatalog Galerie Bel' Art, Stockholm. 2015. S. 38f mit Abb.

Lit.: GAN. Gösta Adrian-Nilsson 1884-1965. Ausstellungskatalog Malmö Konsthall. Malmö, 1984.

Ragnar von Holten: Surrealism i svensk konst. Stockholm,1969. S. 30-36.

Der mit dem Monogramm GAN signierende Gösta Adrian-Nilsson gilt als einer der bedeutendsten schwedischen Maler während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die hier zum Aufruf kommende, an Wassily Kandinsky erinnernde Landschaft vom Meer in Halmstadt entstand 1917. Die Darstellung des Hafens von Halmstadt, einer Stadt in der schwedischen Provinz Halland zwischen Malmö und Göteborg, unterliegt der farbenfrohen Zersplitterung markanter Elemente wie den Wellen des Meeres, den aus der Fabrik und von der Eisenbahn her aufsteigenden Wolken sowie einer Vielzahl von Strommasten neben einem rastenden Matrosen.
1914 war Adrian-Nilsson zeitweilig von Berlin nach Lund in Schweden zurückgekehrt und widmete sich der kubistischen Darstellung von Mensch und Landschaft unter dem Einfluss der italienischen Futuristen und des „Blauen Reiter“. Außerdem war er als Autor tätig und hatte 1916 einen Text anlässlich einer Ausstellung Kandinskys in Stockholm sowie einen Artikel über Franz Marc veröffentlicht.

Sehr farbfrischer Erhaltungszustand. In den Ecken je ein Reißzwecklöchlein. Blatt in der o.re. und u.li. Ecke etwas vom Untersatz gelöst und leicht gewellt. Verso die Ränder umlaufend mit den Resten einer Klebebandmontierung sowie etwas gebräunt; eine leichte Druckspur u.Mi. sowie Farbspuren.

53,7 x 45,9 cm. 7.000 - 10.000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 240000 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

434   Conrad Felixmüller "ABC - Ein geschütteltes, geknütteltes Alphabet in Bildern mit Versen von Londa und Conrad Felixmüller". 1925.

Holzschnitt auf feinem gelblichen "Ingres"-Bütten. Heft in Fadenbindung mit 15 Holzschnitten und einem Titel-Farbholzschnitt in Blau und Rot. Alle Blätter im Stock monogrammiert "FM". Eines von 250 Exemplaren. Verlegt im Selbstverlag, gedruckt bei Emil Bode, Dresden. Mit gestrichenem Inventarstempel.
WVZ Söhn 348-362.

Einband gebräunt, angeschmutzt, etwas fleckig sowie vereinzelt unscheinbar stockfleckig. Die Randbereiche teilweise gestaucht. Blätter teilweise gegilbt sowie in den Randbereichen leicht wellig.

Stk. 20 x 25 cm und 12 x 16 cm , Bl. 23 x 30 cm, Umschlag 25 x 32 cm. 1.800 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1900 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

472   Hermann Glöckner "Sitzender weiblicher Akt mit Händen im Schoß, in Nische (II)". 1923-1924.

Farbige Kreidezeichnung auf hellbraunem Papier mit büttenähnlicher Struktur. Monogrammiert "G" am Blattrand Mi.re. Verso in Tusche am unteren Blattrand signiert "Hermann Glöckner" sowie bezeichnet "Dresden A 24. Strehl. Str. 24" sowie in Blei darüber li. "Foto 20.2.32 Ha" sowie mit Annotationen von fremder Hand in Blei. Im Passepartout.
WVZ Dittrich Z 251.

Die Blattecken mit mehreren Reißzwecklöchlein sowie mit kleinen Ausrissen und Materialverlusten. Kleine Knickspur am von Künstlerhand unregelmäßig geschnittenen Blattrand u.re. Malschicht technikbedingt mit leichten Kratzspuren und Verwischungen.

48 x 33 cm, Psp. 62,5 x 49 cm. 2.500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
2017-03-25

475   Hermann Glöckner "Zwei Gestalten und drei Köpfe auf rotem Grund". 1956.

Collage (verschiedene Papiere) auf einer mit roter Tempera überstrichenen Konstruktionszeichnung, vollflächig auf braunes Packpapier montiert. Verso in Grafit ausführlich datiert und bezeichnet "13.12.1956 geklebt" und ligiert monogrammiert "HG" u.Mi., in Blei von fremder Hand mit der Nachlass-Nr. "2598" versehen u.li. und nochmals nummeriert "22" u.re.

Ausgestellt in: Hermann Glöckner. Profile 1922–1983. Galerie Beatrix Wilhelm, Stuttgart, 1991. KatNr. 50.

Der obere Blattrand sowie die seitlichen Blattränder mit werkimmanenten Falzungen. Das Packpapier in den Randbereichen mit Knick- sowie Farbspuren. Das rot gestrichene, collagierte Papier mit werkimmanenten Rissen und einem Papierflicken o.re.

68,4 x 43 cm (gefalzter Zustand). 2.500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 484 Otto Griebel, Stehender weiblicher Akt mit Tuch. (Grete Griebel ?) 1946.
KatNr. 484 Otto Griebel, Stehender weiblicher Akt mit Tuch. (Grete Griebel ?) 1946.

484   Otto Griebel, Stehender weiblicher Akt mit Tuch. (Grete Griebel ?) 1946.

Aquarell auf kräftigem, ockerfarbenen Velin. In Blei signiert "Griebel" und datiert u.li. Verso mit der Darstellung eines sitzenden weiblichen Aktes, Aquarell. Im Passepartout hinter Glas gerahmt.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Schmidt unter der Nr. B355A aufgenommen.

Provenienz: Nachlass Sammlung Herbert Burkhardt, Dresden.

Der Dresdner Architekt Herbert Burkhardt, mit welchem Otto Griebel eine Freundschaft verband und welcher ihn mit gelegentlichen Käufen finanziell unterstützte, wurde im Jahr 1930/31 von Griebel porträtiert. Das heute im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale ) befindliche Gemälde zählt zu den Hauptwerken des Künstlers.
Vgl. Porstmann, Gisberg; Schmidt, Johannes (Hrsg.): Otto Griebel. Verzeichnis seiner Werke. Dresden, 2017. KatNr. A69, Abb. S. 70.

Technikbedingt unscheinbar wellig. Insgesamt leicht knick- und fingerspurig. Die oberen Blattecken sowie die Blattecke u.li. gestaucht.

35,9 x 27 cm, Ra. 53,5 x 43,5 cm. 2.000 - 3.000 €
Zuschlag 2000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 516 Ernst Hassebrauk, Früchtestillleben mit ruhendem Hasen im Park. Wohl 1960er Jahre.
KatNr. 516 Ernst Hassebrauk, Früchtestillleben mit ruhendem Hasen im Park. Wohl 1960er Jahre.

516   Ernst Hassebrauk, Früchtestillleben mit ruhendem Hasen im Park. Wohl 1960er Jahre.

Aquarell, farbige Pastell- und Ölkreiden und Deckfarbe auf gelblichem, kräftigem Papier. Signiert o.re. "Hassebrauk". Verso mit Annotationen in Blei von fremder Hand. Vollrandig im Passepartout montiert und hinter Glas in weißer Leiste mit silberfarbener Sichtleiste gerahmt.

Blatt technikbedingt minimal wellig. Am unteren Blattrand zwei schräg verlaufende Einrisse (ca. 9 cm und 5 cm), diese verso hinterlegt.

73 x 99,5 cm, Ra. 110 x 133 cm. 3.000 - 4.000 €
Zuschlag 3000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 518 Jacoba Heemskerck van Beest
KatNr. 518 Jacoba Heemskerck van Beest

518   Jacoba Heemskerck van Beest "Zeichnung 19". Wohl 1915.

Pinselzeichnung in schwarzer Tusche auf leichtem, chamoisfarbenen "Bristol"-Karton, mit dem Firmen-Trockenstempel in der Ecke u.li. U.re. im Rechteck ligiert monogrammiert "JvH". Verso u.re. mit dem Ausstellungsetikett "Der Sturm", Herwarth Walden, Berlin, darauf in Tinte bezeichnet und betitelt, o.li. in Tinte von Künstlerhand betitelt, u.li. in Blei wohl von fremder Hand bezeichnet "Jacoba Heemskerck / Zeichnung /19 I". mittig ein gestrichener Inventarstempel. Im Passepartout.
Nicht im WVZ Huussen/ Paaschen-Louwerse.
Vgl. jedoch eine Skizze zu "Zeichnung 19" mit dem spiegelverkehrten Motiv in:
Huussen jr., A.H,; van Paaschen-Louwerse, J.F.A.: Jacoba van Heemskerck van Beest 1876-1923. Schilderes uit roeping. Zwolle, 2005. S. 82 mit Abb.

Provenienz: Nachlass Friedrich Bienert (1891 Dresden - 1969 West-Berlin).

Ausgestellt in: Wohl einunddreissigste Kunstausstellung Der Sturm, Herwarth Walden. Berlin, März 1915.

Wir danken Frau Jacqueline van Paaschen- Louwerse, Gapinge, für freundliche Hinweise.

Ecken minimal gestaucht. Die oberen Blattecken mit Knickspuren, o.re. zusätzlich mit unscheinbarem Farbbruch entlang der Knickkante. Insgesamt sehr vereinzelt mit minimalen Stockfleckchen. Blattrand u.li. mit sehr kleiner, nahezu unscheinbarer Stauchung und einem Bindemittelfleckchen.

47 x 63 cm, Psp. 64 x 85 cm. 4.000 - 5.000 €
Zuschlag 3500 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

790   Curt Querner "Liegende (Akt)" (Herta). 1968.

Aquarell und Deckfarben auf chamoisfarbenem Bütten. In Graphit u.re. monogrammiert "Qu" und ausführlich datiert "21.4.68". Verso in Grafit signiert "Querner", technikbezeichnet, datiert und betitelt sowie bezeichnet "XoX". Auf einen Untersatzkarton montiert, dort mit einer Widmung des Künstlers versehen sowie nochmals signiert "Querner".
Nicht im WVZ Dittrich.

Technikbedingt leicht wellig. Reißzwecklöchlein in den Ecken und am li. Rand. Mit Flüssigpapier restaurierte und retuschierte Stauchung mit Einriss am o. Rand, mit einem kleinen Löchlein ebenda. In der linken Gesäßhälfte o. ein nicht wahrnehmbarer, fachmännisch retuschierter Bereich. Verso farbspurig (aus dem Malprozess) sowie mit unscheinbaren Resten eine Klebemontierung am re. Rand.

19,2 x 62,2 cm, Unters. 60 x 79,5 cm. 3.000 - 3.600 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

954   Albert Wigand, Stillleben mit Glas, Messer und Pflaumen / Landschaft mit Feldern. Wohl 1960er Jahre / Um 1931.

Gouache auf bläulichem, strukturierten Papier. In Blei signiert Mi.li. "Wigand". Verso mit einem Landschaftsaquarell, von fremder Hand in Blei bezeichnet und betitelt sowie mit gestrichenem Inventarstempel. An den o. Ecken auf Unersatzkarton montiert, dort von fremder Hand bezeichnet.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand unter der Nr. B-1962/13, Fotonr. 3458, aufgenommen. Die Rückseite erhält die WVZ-Nr. B-1931/20, Fotonr. 3458v.

Insgesamt mit Knickspuren, zum Teil mit leichtem Farbabrieb. Umlaufend mit Randläsionen. Je ein kleiner Einriss am Blattrand li. (ca. 1,5 cm) und re. (ca. 2,3 cm) sowie ein größerer Einriss (ca. 5 cm) und mehrere kleine am o. Blattrand, alle verso althinterlegt. Der o. Blattrand verso mit einer durchgehenden Klebebandmontierung.

32,5 x 49,5 cm, Unters. 54,8 x 75 cm. 2.500 - 3.000 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2000 €
  KÜNSTLER
2017-03-25

1039   Theo Balden "Liegende". 1970.

Bleiguss, schwarzgrau patiniert. Unsigniert. Eines von drei Exemplaren. WVZ Hebecker 70-08 mit abweichenden Maßangaben.

Provenienz: Sammlung Gisela und Hans-Peter Schulz, Leipzig.

Die Plastik basiert auf der Terrakotta einer Liegenden (WVZ Hebecker 60-08) aus dem Jahr 1960.
Eine Ausformung in Blei befindet sich in der Nationalgalerie Berlin.

Vgl. Susanne und Klaus Hebecker (Hrsg.), Theo Balden, 1904-1995, Skulpturen, Erfurt 2004, S. 121 mit Abb., S. 140.

Nähte der Kernstifte aus dem Gussverfahren teils sichtbar, eines am li. Bein unten geöffnet. Im Bereich der linken Brust leichte Kratzspuren. In den Vertiefungen mit Korrosionsspuren.

H. 13,0 cm, B. 34 cm, T. 16,5 cm. 5.500 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
2017-03-25

1045   Friedrich Press "Akt". Friedrich Press für Porzellanmanufaktur Plaue. Späte 1980er Jahre.

Biskuitporzellan, hohl geformt und unglasiert. Unterseits mit der gestempelten Manufakturmarke in Schwarz sowie mit weitere Prägemarken (undeutlich).
WVZ Press: Pr/S/102 (unpubliziert).

Porzellanausführung der Lindenholz-Skulptur "Akt / Die Trauernde" von 1977 (Werknummer 127), im Auftrag des Staatlichen Kunsthandels der DDR. Zweite Auflage von 10 Exemplaren in Biskuitporzellan.

Wir danken Herrn Christoph Deuter, Würzburg, für freundliche Hinweise.

Vgl. "Katalog freier Arbeiten" in Lenssen, J. und Zahner, W. [Hrsg.]: Friedrich Press, Regensburg 2010, S. 144, Nr. 111.

"Plastikeditionen 1986 - 1988", Staatlicher Kunsthandel der DDR 1988 , Nr. 261.

An der Kante des Sockel Mi.li. mit einem winzigen, oberflächlichen Chip (ca. 3 x 3 mm). Partiell unscheinbar angeschmutzt.

H. 36,7 cm x B. 7,9 cm x T. 4,6 cm. 1.700 €
** Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2600 €
  KÜNSTLER
KatNr. 1049 Peter Makolies
KatNr. 1049 Peter Makolies

1049   Peter Makolies "Stehender weiblicher Akt". 1992.

Bronze, schwarz und partiell grün patiniert. Verso monogrammiert, datiert, nummeriert "4/6" und nochmals mit dem Monogramm "PM" im Quadrat versehen.

H. 24,3 cm. 1.800 €
Zuschlag 1500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler
KatNr. 1050 Verschiedene Künstler

1050   Verschiedene Künstler "Aus gegebenem Anlaß". Ein Tisch als Kunstobjekt für Gerhard Schröder. 1998.

Holz, lackiert und Glas. Mit Arbeiten verschiedener internationaler Künstlern in Zusammenarbeit mit Ludwig Zerull, Stefan Neuenhausen und Schäferart Hannover, Projektleiter Siegfried Neuenhausen.
Objekttisch mit 24 Arbeiten von: Marina Abramovic "spirit cooking, ein Rezept". Hans Baschang "o.T.". Uwe Bremer "Wehlerwächsel". Hans-Jürgen Breuste "ATTERDAG (Weltklasse für Deutschland…)". Roland Dörfler "Figur". Klaus Geldmacher "Solardarität". Moritz Götze "Bildgeschichte". Hubertus Gojowczyk "Buch mit Kohl". Arwed D. Gorella "Ein Nilkrokodil ist nie zuviel für Gerhard Schröder". Yvonne Goulbier "Schröders Rose". Albert Hien "WAHL! (heiße Luft 98)". Kirstin Klöckner "High Noon". Lienhard von Monkiewitsch "o.T.". Siegfried Neuenhausen "Vorwärts nach weit!". Hartmut Neumann "Im Karton". Stefan Plenkers "das Zeichen des S.P.". Werner Pokorny "o.T.". Raffael Rheinsberg "Kleines Zeichen". Malte Sartorius "Der alte Schuh hat ausgedient". Karl Schaper "damit der deutsche Kompass stimmt". Klaus Staeck "die Globalisierungsfalle". Reinhard Voigt "Portrait Schröder". Gerd Winner "Wegzeichen". Ludwig Zerull "Durchblick".
Jedes Werk steht für sich und ist in einen herausnehmbaren Kasten integriert, das Mosaik wird durch eine Glasscheibe vor Staub geschützt. Die originale Broschüre mit Beschreibungen der einzelnen Werke und der Erzählung des "Wie und Warum" liegt bei. Einzelne Arbeiten mit leichten Abweichungen vom Buch.
Eines von 60 Exemplaren.

Tisch mit minimalen Bereibungen.

H. 73 cm, L. 118,5 cm, B. 80,5 cm. 1.800 €
KatNr. 1166 Große, unikale Vase. Hedwig Bollhagen, Marwitz. Späte 1990er Jahre.
KatNr. 1166 Große, unikale Vase. Hedwig Bollhagen, Marwitz. Späte 1990er Jahre.
KatNr. 1166 Große, unikale Vase. Hedwig Bollhagen, Marwitz. Späte 1990er Jahre.
KatNr. 1166 Große, unikale Vase. Hedwig Bollhagen, Marwitz. Späte 1990er Jahre.
KatNr. 1166 Große, unikale Vase. Hedwig Bollhagen, Marwitz. Späte 1990er Jahre.

1166   Große, unikale Vase. Hedwig Bollhagen, Marwitz. Späte 1990er Jahre.

Irdenware, gelblicher Scherben, weiß glasiert. Ovoid gebauchter Korpus, zum Mündungsrand bikonkav auslaufend. Die Wandung flächig mit einem Blütendekor in rosé und schwarz-grauen Inglasurfarben. Auf der Wandung u. mit dem Pinselmonogramm "HB" mit Häkchen für eigenhändige Bemalung durch Hedwig Bollhagen. Ohne Manufakturmarke.

Vgl.: G. Gorka-Reimus (Hrsg.): Hedwig Bollhagen. Ein Leben für die Keramik, Bonn 2007, Vergleichsabbildung S. 240.

Mit herstellungsbedingten Glasurunebenheiten und vereinzelten punktuellen Luftbläschen.

H. 42,5 cm. 1.500 €
  KÜNSTLER
NACH OBEN


Die im Katalog ausgewiesenen Preis sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Regelbesteuerte Artikel sind gesondert gekennzeichnet, zu Ihrer Information ist der Schätzpreis zusätzlich inkl. MwSt (brutto) ausgewiesen.
Alle Aufrufe und Gebote sind Nettopreise! (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.3.)

** Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,0%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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