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AUKTION 53 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 1 Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.
KatNr. 1 Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.
KatNr. 1 Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.
KatNr. 1 Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.
KatNr. 1 Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.
KatNr. 1 Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.

001   Robert Alott, Belebter Platz in einem apulischen Dorf. 1891.

Öl auf Leinwand. Signiert "R. Alott" und datiert u.re. In einem prachtvollen, goldfarbenen Stuckrahmen. Auf einem montierten Messingschild u.Mi. bezeichnet.

Winziges Löchlein in der Malschicht o.Mi. Partiell ausgeprägtes Alterskrakelee im Himmel. Winzige punktförmige Vertiefungen in der Malschicht o.Mi. unterhalb des Rahmenfalzes. Firnis leicht gegilbt. Verso Bindemittel re. durchgedrungen. Rahmen mit vereinzelt fehlenden Elementen im äußeren Perlstab, partiell Lockerungen der Fassung sowie retuschierte Fehlstellen.

79 x 63,2 cm, Ra. 120 x 104,8 cm. 3.200 €
  KÜNSTLER
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.

005   Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mitte 19. Jh.

Öl auf Leinwand, auf eine Spanplatte maroufliert. Signiert "Canella. Carlo" u.li. Im prunkvollen, klassizistischen, vergoldeten Rahmen mit Pfeifenschnitt-Dekor gerahmt.

Der Maler Carlo Canella spezialisierte sich, wie auch sein Bruder Giuseppe Canella, auf das Sujet der Vedutenmalerei. Es entstanden vorrangig Ansichten norditalienischer Städte, u.a. von Mailand und Verona, wo der Maler vorwiegend tätig und mit seinen Werken auf internationalen und nationalen Ausstellungen vertreten war. Desweiteren widmete sich Canella auch der Darstellung von Innenräumen, insbesondere von Kirchen, welche aufgrund ihrer Detailgetreue auch stets einen dokumentarischen Wert besitzen.

Bei dem hier dargestellten Kircheninterieur handelt es sich um die Kirche Santa Maria Gloriosa die Frari, eine der Hauptkirchen Venedigs in gotischem Stil, welche ursprünglich und auch heutzutage wieder das berühmte Altarbild der "Assunta" von Tizian beherbergt. 1816 wurde dieses in einen eigens für das Altargemälde eingerichteten Raum in der Galleria dell'Accademia in Venedig überführt und erst wieder ab 1919 in der Frari-Kirche präsentiert. Anstelle der Mariä Himmelfahrt von Tizian wurde zwischenzeitlich ein Gemälde des gleichen Sujets von Giuseppe Porta, gen. Salviati, aufgestellt, welches Canella zu seiner Zeit sah und in seinem Gemälde festhielt.

Das Gemälde "Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig", ist Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, als sich der Maler auf dem Höhepunkt seines Schaffens befand und sein Stil voll entwickelt war. Dies zeigt sich in der sehr präzisen und routinierten Ausführung der architektonischen Details und der Figurengruppen.
Vom linken Seitenschiff aus blickt der Betrachter in den durch einfallendes Tageslicht erhellten Chorraum, der den Mittelpunkt des Gemäldes bildet. Wie auch in anderen Werken des Künstlers ist die Perspektive dezentriert, wodurch die Szene den Charakter einer Momentaufnahme erhält und dem Betrachter die Rolle eines stillen Beobachters zukommt, der das Geschehen im Hauptschiff von einem etwas entfernten Standpunkt mitverfolgen kann.
Die festliche Atmosphäre der Messe mit der zum Hauptaltar schreitenden Prozession wird durch die stimmungsvolle Lichtführung besonders hervorgehoben.
Das Licht als Stimmungsträger und die gleichsam entstehenden Schattenpartien erzeugen spannungsreiche Kontraste, deren abgestufte Nuancen in vollem Umfang malerisch umgesetzt sind.

Olio su tela, su supporto ligneo con marouflage. Firmato in basso a destra „Canella. Carlo“. In cornice dorata classica con decoro geometrico a rettangoli.

Piccole cadute e aggiunte di colore sul bordo della tela. Vernice rinnovata. Verso leggermente deformato a causa di un adesivo. Cornice con minimi difetti, colore bronzo ritoccato.

Il pittore Carlo Canella, come il fratello Giuseppe, si specializzò nel genere della veduta. Egli rappresentò, con precisione documentaria e fedeltà di particolari, le città dell’Italia settentrionale, in particolare Milano e Verona dove visse ed operò. Canella si dedicò inoltre alla rappresentazione di ritratti e scene d’interni, nelle quali la chiesa cittadina occupa un soggetto privilegiato.

In questo quadro viene raffigurato l’intero della Basilica veneziana Santa Maria Gloriosa die Frari, nel cui coro si trova tuttora l’Assunta , la monumentale pala d’altare di Tiziano. Tra 1816 e il 1919 l’Assunta venne però temporaneamente trasportata in una delle Sale delle Gallerie dell’Accademia e al suo posto venne esposto un quadro di medesimo soggetto di Giuseppe Porta detto Salviati. È proprio in questa fase che viene documentato l’interno della Basilica nel quadro di Carlo Canella.
"Scorcio verso il coro della Basilica Santa Maria Gloriosa die Frari" viene datato verso la metà del Ottocento. Fase di piena maturità del pittore che si caratterizza per opere con una prospettiva decentrata e un forte contrasto chiaroscurale.
Al centro della composizione si trova uno scorcio aperto verso il coro della Chiesa, quest’ultimo illuminato dalla luce del giorno filtrata dalle alte vetrate. Come in altre opere dell’artista, anche qui viene rappresentata una scena dal forte carattere istantaneo, in cui l’osservatore viene catturato e diventa egli stesso uno spettatore silenzioso che segue da lontano messa e la processione. La solenne atmosfera viene accentuata dal forte contrasto di luci, le cui graduali sfumature sono rese con estrema maestria.

Leinwand mit punktuellen Deformationen aufgrund rückseitigen Klebemittels. Farblich ergänzte Malschicht-Fehlstellen im Randbereich sowie weitere kleine in der Bildfläche. Malschicht gesamtflächig mit feinem Alterskrakelee. Firnis erneuert. Rahmen mit kleinen Fehlstellen der Fassung, bronzefarbene Retuschen.

77,9 x 65,9 cm, Ra.102 x 89,5 cm. 14.000 - 18.000 €
Zuschlag 12000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 6 Karl Buchholz, Abendliche Landschaft bei Weimar. Wohl 2. Hälfte 1870er Jahre.
KatNr. 6 Karl Buchholz, Abendliche Landschaft bei Weimar. Wohl 2. Hälfte 1870er Jahre.
KatNr. 6 Karl Buchholz, Abendliche Landschaft bei Weimar. Wohl 2. Hälfte 1870er Jahre.

006   Karl Buchholz, Abendliche Landschaft bei Weimar. Wohl 2. Hälfte 1870er Jahre.

Öl auf kräftigem Papier, auf Malpappe kaschiert. Signiert "K. Buchholz" im unteren Viertel li. Verso auf der Malpappe mehrfach von fremder Hand in Tusche bzw. Kreide nummeriert. In einer prachtvollen versilberten und schellackpolierten, teils goldfarbenen Stuckleiste mit floraler Ornamentik gerahmt.

Vgl. dazu das motivähnliche Gemälde in: Karl Buchholz 1849-1889. Ein Künstler der Weimarer Malerschule. Leipzig, 2000. S. 70, KatNr. 22 mit Abb.

Bildträger kaschierungsbedingt mit sehr vereinzelten, unscheinbaren Luftbläschen. Sowohl das Papier als auch die Malpappe in den Rand- bzw. Eckbereichen mit Reißzwecklöchlein. Malschicht mit kleiner (noch von Künstlerhand ausgeführter) Retusche im Bereich des Reißzwecklöchleins am Bildrand Mi.li.

32 x 51 cm (Papier), 33,7 x 53,3 cm (Malpappe), Ra. 53,5 x 72,5 cm. 3.500 €
Zuschlag 3000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 23 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 23 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 23 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 23 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 23 Adrian Ludwig Richter

023   Adrian Ludwig Richter "Guck in die weite weite Welt". 1859.

Öl auf Leinwand. In Rot signiert "L. Richter" und datiert u.re. oberhalb der Katze. Im teilversilberten und partiell goldfarben gefassten Stuckrahmen der Zeit gerahmt.
Nicht im WVZ Friedrich.

Vgl. dazu den gleichnamigen Holzschnitt (WVZ Hoff/Budde 459) aus der Folge von 19 Holzschnitten "Fürs Haus, Frühling", Verlag von Gaber & Richter, 1859.

In mehreren Arbeitsabschnitten schuf Adrian Ludwig Richter die jahreszeitlich gegliederte Folge "Fürs Haus", deren erster Teil "Im Winter" 1858 entstand. Im Folgejahr heiratete sein Sohn Johannes Heinrich (1830-1890) Agnes Mathilde Hantzsch (1840-1861), die Tochter seines Malerfreundes Johann Gottlieb Hantzsch (1794-1848). Anlässlich dieser Hochzeit widmete Richter seiner Schwiegertochter die originale Zeichnung zu Blatt vier der Folge "Winter" - "Marthen Fleiss, Marien Glut, schön wie Rahel, klug wie Ruth, Mägdleins bestes Heiratsgut" (WVZ Hoff/Budde 440). 1861 folgte der letzte Teil "Herbst". Blatt 16 dieser Folge "Heimweh" entstand unter dem unmittelbaren "schmerzlichen Eindruck des Sterbens seiner lieben Schwiegertochter Agnes" (zitiert nach: Lebenserinnerungen eines deutschen Malers, Ergänzende Nachträge von Heinrich Richter. Frankfurt/Main 1895, S. 36).

Nicht nur Duktus und Malweise des Gemäldes sprechen für die Autorschaft Richters, auch Bildträger, Grundierung und Art der Spannkanten stimmen mit seinen üblicherweise verwendeten Malmaterialien und deren Verarbeitung überein.
Wahrscheinlich ersetzte der Künstler die Figur, welches ein kleines Mädchen mit Puppe auf dem Arm hält und ihm so den Blick in die weite Welt ermöglicht, durch die junge Frau in Tracht in Anlehnung an das Abbild der verstorbenen Schwiegertochter Agnes. Im Bereich dieser Figur ist ein deutlich pastoserer Farbauftrag erkennbar, nach maltechnischen Untersuchungen handelt es sich um eine eigenhändige Veränderung Adrian Ludwig Richters.
Sie hat der Kindergruppe den Rücken gekehrt und sich frontal dem Betrachter zugewandt. Der linke Arm ist vor ihre Brust gelegt, in der Hand hält sie Stricknadeln und ein angefangenes Strickwerk. Die rechte Hand liegt über dem hölzernen Geländer, durch ihre Finger gleitet der Strickfaden. Ihr Blick ist gesenkt, das Wollknäuel ist ihr aus den Händen geglitten und verschwindet hinter der Brüstung - eventuell als freie Interpretation des verloren gegangenen Lebensfadens zu deuten?

Bildträger mit sehr unscheinbarer, beginnender Klimakante re. und li. Malschicht insgesamt mit Alterskrakelee, im Bereich der vorderen Figur mit Frühschwundkrakelee. Zwischen den Kindern und der vorderen Figur Verlust von Firnis und Malschicht, in diesem Bereich mit unfachmännischen Retuschen. Ein weiterer kleiner Malschichtverlust am u. Rand im Bereich der Wiese sowie ein puntueller im Bereich des Holzverschlags. Firnis unregelmäßig gegilbt. Zwei Eckrosetten des Rahmens mit Materialverlusten.

33,3 x 24,5 cm, Ra. 49,5 x 40,5 cm. 9.500 - 11.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 24 Carl Spitzweg
KatNr. 24 Carl Spitzweg
KatNr. 24 Carl Spitzweg

024   Carl Spitzweg "Lagernde Karrner (Rast der Streuner)". Um 1870-1875.

Öl auf zweischichtiger Holztafel. U.re. mit der Signaturparaphe "S" im Rombus. Verso und auf dem Rahmen mit verschiedenen Sammlungsstempeln und Etiketten sowie mehreren Nummern, z.B. Sammlung Schmeil, Verein bildender Künstler Mánes in Prag sowie einer Münchner Privatsammlung.
Hinter Glas in breiter, profilierter, vergoldeter Holzleiste gerahmt.
WVZ Wichmann 1460; WVZ Roennefahrt 685.

Provenienz:
Privatsammlung Süddeutschland;
Neumeister München, Nr. 858, 26.09.2001;
Sotheby's London, "Europäische Gemälde, Zeichnungen und Aquarelle des 19. Jahrhunderts", 24.11.1982;
Galerie Wimmer Co., München, Briennerstraße, 1950? Kat.Nr. 267;
Carl Schmid, Dresden;
Cassirer/Helbing, Berlin, 17.10.1916, Nr. 112 aus der Sammlung Schmeil, Dresden;
Verkaufsverzeichnis Nr. 443 (1882 an E. Pütterich, München Vergolder und Rahmenmacher, der eng mit Spitzweg zusammenarbeitete, unter dem Titel "Streuner" für 150 Mark).

Ausstellungen:
Carl Spitzweg. "Das ist deine Welt". Gemälde - Aquarelle - Zeichnungen, Wanderausstellung, Reuchlinhaus, Pforzheim 2003, Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2004, Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, Schleswig 2005, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Oldenburg 2005, Kulturelles Forum Langenfeld/Rhld. 2007, Kat.Nr. 209, S. 150 , mit Abb. (verso mit dem Etikett).
Carl Spitzweg. Reisen und Wandern in Europa und der glückliche Winkel. Seedamm Kulturzentrum Pfäffikon/CH 2002/03, Haus der Kunst, München 2003, Kat.Nr. 35, S. 78 mit Abb. (auf dem Rahmen mit dem Etikett).

1950 der Bayrischen Staatsgemäldesammlung, Neue Pinakothek, München unter der Nr. 483 vorgelegt.

Bildträger vertikal unscheinbar verwölbt. Malschicht im Bereich des Gebüschs, in der Ecke u.li., im Himmel o.re. sowie am untersten Bildrand mittig mit Retuschen.

15,5 x 31,5 cm, Ra. 34 x 49,5 cm. 45.000 - 50.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.

074   Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.

Öl auf Leinwand. Signiert "Philipp Franck" und datiert u.re. In einer goldfarben gefassten, profilierten Holzleiste gerahmt.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Immenhausen aufgenommen.

Bildträger am oberen Rand unscheinbar wellig. Malschicht mit vereinzelten, punktuellen Retuschen. Leichtes Krakelee im Bereich des Himmels mittig.

79,5 x 90,5 cm, Ra. 90 x 100 cm. 12.000 €
Zuschlag 10000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 97 Heinrich Hermanns, Markttag in Dordrecht. Anfang 20. Jh.
KatNr. 97 Heinrich Hermanns, Markttag in Dordrecht. Anfang 20. Jh.
KatNr. 97 Heinrich Hermanns, Markttag in Dordrecht. Anfang 20. Jh.
KatNr. 97 Heinrich Hermanns, Markttag in Dordrecht. Anfang 20. Jh.

097   Heinrich Hermanns, Markttag in Dordrecht. Anfang 20. Jh.

Öl auf Leinwand. Signiert "HEINRICH HERMANNS" u.li. In einer bronzefarben gefassten, profilierten Holzleiste gerahmt.

Firnis unscheinbar gegilbt. Verso Leinwand etwas fleckig und mit Feuchtigkeitsspuren.

57,5 x 81 cm, Ra. 78,5 x 101,5 cm. 3.500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 115 Bernhard Kretzschmar, Im Sekretariat von Otto Buchwitz. Wohl um 1971/1972.

115   Bernhard Kretzschmar, Im Sekretariat von Otto Buchwitz. Wohl um 1971/1972.

Öl auf Malpappe, auf einen Keilrahmen aufgenagelt. Unsigniert.

Ausgestellt in : Bernhard Kretzschmar - Maler Dresdens und der Dresdner Landschaft, Dresden 1973.

Malschicht gesamtflächig mit vereinzelten punktuellen Fehlstellen, deutliche Kratzspuren im Bereich der Jacketts sowie des Kleides. Am oberen Rand horizonal über das gesamte Bild laufende weiße Farb- (?) spuren. Ränder mit leichtem Farbabrieb.

113,5 x 150 cm. 2.500 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 131 Harald Metzkes
KatNr. 131 Harald Metzkes
KatNr. 131 Harald Metzkes

131   Harald Metzkes "Frauenbad". 1994.

Öl auf Leinwand. In Grün signiert "Metzkes" und datiert o.li. Verso auf dem Keilrahmen in schwarzer Kreide betitelt. Im originalen, schwarz und grau gefassten Künstlerrahmen.

30,2 x 45,2 cm, Ra. 45 x 61 cm. 2.200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 145 Stefan Plenkers

145   Stefan Plenkers "Träumende". 1991.

Acryl auf Leinwand. Signiert "Plenkers" und datiert u.re. In einer einfachen, schwarzen Holzleiste gerahmt.

Die Auseinandersetzung mit dem Bildraum und die Auflösung des Bildgrundes ist ein zentrales Thema in Plenkers Schaffen. Die hier zu Flächen verknappten Körper, welche durch breite, direkt aus der Tube auf die Leinwand gedrückte Umrisse entstanden, lassen ein spannendes Wechselspiel aus Konstruktion und Dekonstruktion entstehen. Der Bildraum lässt sich nicht festlegen, es bleibt unbekannt, ob es sich um Strand, Landschaft oder ein Atelier, um Decken oder ein Sofa handelt.

Kleine Fehlstelle in der oberen Malschicht in der Ecke u.li.

80 x 100 cm, Ra. 82,5 x 102,5 cm. 3.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 166 Robert Hermann Sterl
KatNr. 166 Robert Hermann Sterl
KatNr. 166 Robert Hermann Sterl
KatNr. 166 Robert Hermann Sterl
KatNr. 166 Robert Hermann Sterl

166   Robert Hermann Sterl "Portrait Karl Arthur Pekrun". 1923.

Öl auf Leinwand. Signiert "Robert Sterl" und datiert u.li. Verso auf der oberen Keilrahmenleiste in Blei bemaßt. Auf der Leinwand ausführlich in Pinsel bezeichnet mit Angaben zum Dargestellten, mit Emblem und Monogramm sowie mit Angaben zum Auftrag und zur Entstehung. In einer breiten, profilierten Kreidegrundholzleiste mit ornamentalem Dekor gerahmt.
WVZ Popova 1114, dort abweichend datiert 1924; WVZ Zimmermann 987, dort abweichend betitelt "Bildnis Gartenbaudirektor Pekrun".

Provenienz: Privatbesitz Dresden; 1940 Nachlass Karl Arthur Pekrun, Dresden.

Die vorliegende Arbeit ist Teil einer großen und wichtigen Werkgruppe im Gesamtschaffen Robert Sterls, welche mehr als 170 bekannte Porträts umfasst. Horst Zimmermann beschrieb den Künstler als "ausgezeichneten Beobachter und psychologischen Gestalter menschlicher Charaktere" (vgl. Dalbajewa, Birgit (Hrsg.): Robert Sterl. Werkverzeichnis der Gemälde und Ölskizzen. Dresden, 2011. S. 12) und Hans Posse attestierte ihm, der "geborenen Bildnismaler" zu sein, der durch seinen klaren Blick für die Wirklichkeit die Persönlichkeit eines jeden Dargestellten erfasst (Vgl. Robert Sterl-Ausstellung: Kunsthütte zu Chemnitz. 1928. S. 7 f.).
Der Künstler hatte in Sachsen einen festen Platz als Bildnismaler inne, nicht nur Mitglieder des sächsischen Königshauses und der Regierung, sondern auch hochrangige Vertreter der sächsischen Gesellschaft - Künstler, Beamte, Fabrikanten und Wissenschaftler ließen sich von ihm porträtieren.
Das Bildnis des Bankhausbesitzers Karl Arthur Pekrun, welcher dieses im Jahr 1880 gründete, zeigt den Dargestellten standesgemäß - aufrecht und stolz in einem Armlehnstuhl sitzend, in eleganter Kleidung, den Körper in das Dreiviertelprofil ausgerichtet, den Blick jedoch frontal zum Betrachter. Sterl wählte den Betrachterstandpunkt etwas tiefer, sodass der Betrachter leicht zum Dargestellten aufschaut. Besonderes Augenmerk legte der Maler nicht nur auf das Gesicht, sondern auch auf die Hände - wohl eine Anspielung auf die große Leidenschaft des Dargestellten - welche im deutlichen Kontrast zur schwarzen Hose und Jacke stehen. Pekrun, welcher sich aus gesundheitlichen Gründen zehn Jahre nach Gründung aus dem Geschäft zurückzog, widmete sich seit 1887 mit großer Hingabe der Pomologie. Auf seinem Gartengrundstück mit Sommerhaus in Dresden - Weißer Hirsch eignete er sich durch Selbststudium und Experimente in nur wenigen Jahren umfangreiches Wissen im Obstbau an. Er verfasste zwei Bücher sowie Artikel für Fachmagazine. Der mit Spalier- und Formgehölzen gestaltete Garten an der Plattleite war eine Attraktion des Stadtteils.
Parallel war Pekrun jedoch auch weiterhin Mitglied in mehreren Aufsichtsräten, u.a. auch dem der Heidenauer Papierfabrik. Diese gab das Porträt als Dank für die 30jährige Zusammenarbeit in Auftrag.

Malschicht mit kleinsten Retuschen im Hintergrund und in der Kleidung. Kleine Malschicht-Fehlstellen u.Mi. im Bereich der Manschette des Hemdes, partiell Alterskrakelee bzw. Krakelee durch Druckeinwirkung im Bereich der Jacke und der unteren Hosenbeine. Bildträger verso mit mehreren Bindemittelflecken.

120,9 x 100,3 cm, Ra. 138 x 117,7 cm. 6.000 - 8.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 184 Albert Wigand
KatNr. 184 Albert Wigand
KatNr. 184 Albert Wigand

184   Albert Wigand "Obstteller mit Glas". Um 1964.

Öl auf Malpappe. In Kugelschreiber signiert "Wigand" o.li. im rosafarbenen Feld. Malpappe verso mit ganzflächigem, blauen Anstrich versehen. Im profilierten, grau gefassten Künstlerrahmen mit goldfarbener Abschlusskante.
WVZ Grüß-Wigand Supplement A-1964/5.

Malpappe leicht gewölbt, Ecken leicht aufgefasert und mit kleinen Malschicht-Fehlstellen. Weitere geringfügige Fehlstellen und unscheinbare Abdrücke des Rahmenfalzes an den Bildrändern umlaufend. Ein unscheinbarer Kratzer in der obersten Malschicht u.Mi. Bildträger verso kratzspurig und geringfügig fleckig.

24,9 x 34,7 cm, Ra. 29,9 x 38,9 cm. 4.800 - 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 8500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 185 Paul Wilhelm, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf Schlossplatz und Elbe. 1920er Jahre.
KatNr. 185 Paul Wilhelm, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf Schlossplatz und Elbe. 1920er Jahre.
KatNr. 185 Paul Wilhelm, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf Schlossplatz und Elbe. 1920er Jahre.

185   Paul Wilhelm, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf Schlossplatz und Elbe. 1920er Jahre.

Öl auf Leinwand. Signiert "P. Wilhelm" u.li. Verso auf der Leinwand in schwarzer Farbe sowie auf dem Keilrahmen nochmals signiert. Mit einem alten, fragmentarischen Klebeetikett auf der Keilrahmenleiste o., auf der Leiste bemaßt. In einem hochwertigen neuzeitlichen Modellrahmen mit matt-schwarzer Fassung sowie vergoldeter Sichtleiste und Halbrundstab über weißer Grundierung und rotem Bolus.

Malschicht vereinzelt leicht angeschmutzt sowie im Himmel oberhalb des Italienischen Dörfchens mit druckeinwirkungsbedingtem Krakelee.

85,5 x 121,5 cm, Ra. 105,6 x 140,4 cm. 10.000 - 12.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 257 Theobald von Oer
KatNr. 257 Theobald von Oer
KatNr. 257 Theobald von Oer
KatNr. 257 Theobald von Oer
KatNr. 257 Theobald von Oer
KatNr. 257 Theobald von Oer

257   Theobald von Oer "Der Weimarer Musenhof". 1857.

Schwarze Kreide und Blei, partiell weiß gehöht, auf bräunlichem Karton, auf Baumwollgewebe kaschiert. Unsigniert. U.re. datiert "Beendigt 29. April 1857" und unterhalb der Darstellung von Künstlerhand mit den Namen der dargestellten Personen versehen.

Karton zu dem 1860 entstandenen, gleichnamigen Gemälde, welches sich heute in der Alten Nationalgalerie in Berlin befindet.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Oberamtsrichters Adolf Geuder, Dippoldiswalde.

Um eine Zugängigkeit des Werkes zu erhalten, ist die Bietteilnahme für dieses Los auf öffentliche Sammlungen beschränkt.

Der Weimarer Musenhof, ins Leben gerufen durch Anna Amalia, Herzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, war Treffpunkt der intellektuellen Elite. Unabhängig von der Standeszugehörigkeit versammelte Herzogin Anna Amalia einen Kreis um sich, der sich aus kulturell interessierten Adligen, Bürgerlichen, Hofleuten, Staatsdienern, Schriftstellern, Künstlern und Wissenschaftlern zusammensetzte. Große Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich von Schiller, Christoph Martin Wieland oder Johann Gottfried Herder zählten zu den wichtigen Beteiligten.
Treffpunkt für die Gespräche über aktuelle Bücher, Theaterstücke oder musikalische Ereignisse war das Wittumspalais in Weimar, aber auch die ländlichen Sommersitze Schloss Ettersburg oder Schloss Tiefurt. Der Dichter und Philosoph Christoph Martin Wieland, den die Herzogin 1772 als Lehrer ihrer beiden Söhne an den Hof geholt hatte, bereitete die Gesellschaften zusammen mit der Fürstin vor.

Theobald von Oer zeigt die Gesellschaft um Anna Amalia im Tiefurter Park. In der linken Bildhälfte deklamiert Friedrich Schiller den Zuhörern. Unter ihnen sitzt etwas rechts der Mitte Herzogin Anna Amalia, links neben ihr mit Kappe der Dichter Wieland. Die kleine Gruppe rechts neben ihr zeigt ihren Sohn Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach mit seiner Frau Luise und ihren beiden Kindern. Etwas separiert, den Blick zu Schiller gewandt, steht Goethe. In der Gruppe der am linken Rand Sitzenden ist Herder zu sehen. In der rechten Bildhälfte befindet sich der von Pflanzenranken umwachsene, 1803 errichtete Musentempel, links hinter Schiller öffnet sich ein weiter Blick in die Parklandschaft, zwischen den Bäumen ist das Tiefurter Schloss zu erkennen.

Papier gebräunt, knickspurig sowie partiell deformiert. Wasserflecken am Rand o.li. sowie im Himmel. Zum Teil stärkere Randläsionen sowie Materialverlust an den Ecken. Ein langer, verzweigter und verso kaschierter Riss (ca. 65 cm) u.re. Mehrere werkimmanente Reißzwecklöchlein an den Rändern und weitere unscheinbare in der Bildfläche. Trägergewebe umlaufend mit Nagellöchlein einer ehemaligen Aufspannung.

132,8 x 167,5 cm. 12.000 - 15.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 258 Theobald von Oer
KatNr. 258 Theobald von Oer
KatNr. 258 Theobald von Oer
KatNr. 258 Theobald von Oer

258   Theobald von Oer "Die Fürstin Gallitzin im Kreis ihrer Freunde". Vor 1864.

Schwarze Kreide und Blei, partiell weiß gehöht, auf bräunlichem Karton, auf Baumwollgewebe kaschiert. Unsigniert. Unterhalb der Darstellung von Künstlerhand mit den Namen der dargestellten Personen versehen.

Karton zu dem 1864 entstandenen, gleichnamigen Gemälde, welches sich heute im Besitz des Bistums Münster befindet.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Oberamtsrichters Adolf Geuder, Dippoldiswalde.

Das Gemälde von Theobald von Oer, das nach dem Karton 1863/64 in Dresden entstand, wurde durch die finanzielle Unterstützung der rheinischen und westfälischen Aristokratie gefördert. Als Geschenk an den Bischof von Münster sollte es zur Unterstützung der katholischen Kirche aufrufen, deren gesellschaftspolitische Einflussnahme im preußischen Staat zunehmend geschwächt worden war.
Es zeigt die Fürstin von Gallitzin im Kreise ihrer Freunde im Jahr 1800. Amalie von Gallitzin, Tochter des protestantischen, preußischen Feldmarschalls Reichsgraf Samuel von Schmettau und einer katholischen Mutter, wurde 1765 Hofdame Anna Elisabeth Luise von Brandenburg-Schwedts am preußischen Hof. 1768 heiratete sie den russischen Gesandten in Paris, den Fürsten Dmitri Alexejewitsch Golizyn (1734–1803), über den sie Kontakt zu den wichtigen Persönlichkeiten der Aufklärung bekam.
Seit 1779 war sie in Münster ansässig, wo sie nach einer Krankheit und der intensiven Beschäftigung mit Religion 1786 zum Katholizismus konvertierte. Ihr Haus wurde Mittelpunkt des Münsterschen Kreises, welcher von den Zeitgenossen liebevoll-ironisch "familia sacra“ genannt wurde. Die Gemeinschaft widmete sich der Wiederbelebung und Befestigung des katholischen Glaubens im Münsterland.
Das zeitlich zurückgreifende Bild zeigt die Mitglieder des Kreises im Garten der Fürstin bei einer imaginäreren Zusammenkunft. Im Zentrum begrüßt die Fürstin den am 1. Juni 1800 zum katholischen Glauben übergetretenen Grafen zu Stolberg mit seiner Frau und den Kindern. Geführt wird der Graf von Adolph Freiherr Droste-Vischering und Franz Freiherr von Fürstenberg, Domherr zu Münster. Rechts neben der Fürstin hinter dem Tisch steht der Schulreformer Bernhard Overberg, Lehrer und Beichtvater der Fürstin. Neben ihm mit der Hand auf dem Herzen Clemens August Freiherr Droste-Vischering, Domherr und später Erzbischof von Köln, dazwischen sein Bruder Franz Otto Freiherr Droste Vischering. Vor dem Tisch mit dem Rücken zum Betrachter gewandt, steht Marianne Prinzessin von Gallitzin, die sich Caspar Max Freiherr Droste Vischering, Weihbischof und später Bischof von Münster zuwendet. Von der rechten Bildseite aus beobachten die Gelehrten Prof. Hyazinth Kistemaker, Johann Mattias Sprickmann und Prof. Theodor Katerkamp das Geschehen. Im Hintergrund kniet der betende Prinz Dimitrij Gallitzin, Sohn der Fürstin, welcher sich zu dieser Zeit schon als Missionar in Amerika befand. Der Theologe Georg Kellermann führt die beiden Kinder des Ehepaares Stolberg, dessen Lehrer er ist, von links heran. Hinter ihm am Bildrand befinden sich Franz Caspar Bucholtz, Gutsbesitzer auf Wellbergen, und seinen Schwiegersohn und Arzt der Fürstin Dr. med. Ferdinand von Druffel. Rechts im Hintergrund sind die Kirchtürme von Münster zu erkennen.
Größere Verbreitung erfuhr die Darstellung durch zahlreiche Reproduktionen und insbesondere durch den Stahlstich Paul Dröhmers von 1867/68, der vom Westfälischen Kunstverein an seine 1571 Mitglieder verteilt wurde.

In einem Brief, den Theobald von Oer wohl an Herrn von Durffel im April 1863 schrieb, stellte der Künstler detaillierte Überlegungen zur Ausführung des Gemäldes an. Er thematisierte den Zeitpunkt der Darstellung und die Abbildung der einzelnen darstellten Personen. Oer dankt seinem Freund auch für die Übermittlung von Bildnissen, um die verschiedenen Personen lebensnah abbilden zu können und berichtete von seiner Lektüre, um die Zeit und die Bedeutung der Figuren vollständig zu erfassen.
Vgl.: Ewald Reinhard "Der Historienmaler Theobald von Oer bei dem Entwurf seines Gemäldes "Die Fürstin Gallitzin im Kreise ihrer Freunde". Erschienen in: Westfalen. Heft für Geschichte, Kunst und Volkskunst. 26. Band, 1941, Heft 1-6. Universitäts-Buchhandlung Franz Coppenrath Münster. S. 73-77.

Papier gebräunt, zum Teil deutlich knickspurig und partiell deformiert. Ein größerer Wasserfleck in der li. Bildhälfte und ein bräunlicher Fleck an Ecke o.li. Vereinzelte Risse, v.a. an den Rändern. Vereinzelt oberflächlicher Abrieb. Mehrere werkimmanente Reißzwecklöchlein an den Rändern und weitere unscheinbare in der Bildfläche. Trägergewebe umlaufend mit Nagellöchlein einer ehemaligen Aufspannung.

132,5 x 169,5 cm. 7.000 - 8.000 €
Zuschlag 6000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso
KatNr. 423 Pablo Picasso

423   Pablo Picasso "Le Gout du Bonheur". 1970.

Vollständige Mappe mit 18 gefalteten Doppelblättern mit je vier Serigrafien bzw. Farbserigrafien auf "Arches"-Velin. Titelblatt, Einleitung von Jean Marcenac und Impressum auf drei gefalteten Blättern. Im Impressum nummeriert "301". Gesamtauflage 1998 Exemplare, jeweils 666 in französischer, englischer und deutscher Sprache. Erschienen bei Carl Schünemann, Bremen, Cercle d'Art, Paris und Harry N. Abrams, New York. Gedruckt von der Dietz Offizin Handpresse. In der originalen Leinen-Klappmappe.

Bei der Mappe handelt es sich um eine aufwendige Reproduktion von drei Skizzenbüchern Picassos "Suite érotique" aus dem Jahre 1964. Der Druck erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Picasso unter Verwendung authentischer Farbanmischungen, die er auch selbst verwendete.

Einzelne Blätter minimal fingerspurig. Mappe mit Stockflecken am o. Rand.

Darst. ca. 15 x 23 cm, Bl. 32,8 x 25,5 cm, Mappe 35 x 27 x 5 cm. 2.200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.
KatNr. 486 Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.

486   Otto Dix und andere Dresdner Künstler, Zwei Gästebücher des Druckerateliers Roland Ehrhardts. 1964 -1972.

Zwei Gästebücher mit 37 von verschiedenen Künstlern im Atelier des Druckers gestalteten Seiten. Darunter drei Zeichnungen von Otto Dix:
Dackel, 1954, Kreidezeichnung auf gelblichem Papier, signiert "Dix". WVZ Lorenz SW 10.3.6.
Porträt Roland Ehrhardt, 1964, Kugelschreiberzeichnung auf Papier, signiert u.li. "Otto Dix" und datiert. WVZ Lorenz SW 5.6.35.
Blick aus dem Druckeratelier auf die Ruine der Frauenkirche und das Coselpalais, 1966, Kohlezeichnung, in Blei signiert "Dix" o.li.

Weiterhin mit Arbeiten von Helmut Biedermann, Gerhard Bondzin, Eberhard Göschel, Dieter Goltzsche, Gerhard Kettner, Stefan Plenkers, Hans Theo Richter, Lothar Sell, Richard Seyffarth und Claus Weidensdorfer. Jeweils signiert, teileise datiert und mit einer Widmung versehen. Einzelne Blätter im Buch montiert.

Provenienz: Aus dem Nachlass Roland Ehrhardts, Dresden.

Roland Ehrhardt, der von 1946 bis 1990 an der Dresdner Kunstakademie als Drucker wirkte, genoss in der Dresdner Kunstszene besondere Anerkennung. Schon zu Lebzeiten wurden ihm zahlreiche Ausstellungen gewidmet, um zu verdeutlichen, welchen hohen Stellenwert das Können und Einfühlungsvermögen des Druckers für das Gelingen eines Kunstwerkes hatte.
In seinem Atelier, welches sich mit Blick auf die Frauenkirche im Erdgeschoss der Dresdner Kunstakademie befand, gingen seit den 1950er Jahren viele Dresdner Künstler ein und aus. In den hier vorliegenden Gästebüchern hinterließen einige der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten humoristische Skizzen und Widmungen. Diese zeugen sowohl von der dem Drucker entgegengebrachten Wertschätzung als auch von den persönlichen, freundschaftlichen Beziehungen zu ihm.
Otto Dix bezeichnete ihn in einer Widmung als "besten Drucker Deutschlands". Als Dix am Bodensee ansässig war, verbrachte er ab 1948 jährlich mehrere Wochen in Dresden, unter anderem in der Druckwerkstatt der Kunsthochschule, um seine Lithografien drucken zu lassen.

Gebrauchsbedingt finger- und knickspurig, etwas angeschmutzt.

Je 27,7 x 21,5 cm. 5.000 - 7.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner

532   Hermann Glöckner "10 Handdrucke". 1963/1971.

Mappe mit zehn farbigen Schablonendrucken auf verschiedenfarbigem, wolkigen, japanartigen Papieren und einem Titelblatt. Jeweils am o. Rand auf Untersatzkarton klebemontiert. Die Arbeiten verso jeweils in Blei signiert "Glöckner" bzw. "Herm. Glöckner", bezeichnet "Handdruck", datiert und nummeriert sowie nochmals auf dem Untersatz nummeriert, teilweise mit weiteren Bleistiftannotationen. Auf dem Titelblatt nummeriert "6/a-d". Eines von ca. 30 Exemplaren. In der originalen Leinenklappmappe mit vier ausgeschnittenen und aufgeklebten Elementen (b und d).

Hermann Glöckner beschreibt seine Arbeit an den Handdrucken als intensive Schaffenssperiode nach einer Phase der Ruhe. Als Druckstöcke dienten in der ersten Werkgruppe teilweise verworfene Scherben von Scheiben aus seinen Arbeitsprozessen. Die zweite Werkgruppe umfasste Abdrucke von verschiedenen Linolflächen. Diese wurden kurvig zerschnitten, auseinander gezogen und unterschiedlich angeordnet. Beim Druck experimentierte Glöckner mit verschiedenen Farben und Papieren, im feuchten und trockenen Zustand und es entstanden mehr als 250 Exemplare, die teilweise zu Mappen zusammengefügt wurden. In einem weiteren Arbeitsschritt wurde die Anordnung der einzelnen Linolteile variiert und letztendlich auseinander genommen und in veränderten Ordnungen neu zusammengefügt. Zehn ausgewählte Varianten erschienen 1971 in diesem Mappenwerk.
Nach: Hermann Glöckner. Handdrucke. Hgr. vom Glöckner Archiv. 1994. S. 9, 13.

Blätter technikbedingt mit Quetsch- und Knitterfalten, zum Teil etwas wellig bzw. leicht atelierspurig. Untersatzkartons in den Randbereichen ganz unscheinbar gegilbt.

Verschiedene Formate, Untersatzkartons 41,5 x 55,5 cm, Mappe 43 x 57,5 cm. 6.000 - 8.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 5500 €
  KÜNSTLER
KatNr. 768 Curt Querner

768   Curt Querner "Das Gut in Carsdorf". 1965.

Aquarell. In Blei monogrammiert "Qu" und ausführlich datiert "29.1.65" u.re. Verso in Blei zweifach signiert "Querner", technikbezeichnet, datiert und betitelt sowie bezeichnet "Börnchen X 8211 Kreis Freital". Mit Bleistiftannotationen von fremder Hand. Im Passepartout montiert und hinter Glas in einfacher Holzleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Dittrich, vgl. jedoch motivisch u.a. WVZ Dittrich B 1637.

Randbereiche technikbedingt leicht wellig. In den Blattecken Reißzwecklöchlein. Verso die Randbereiche umlaufend mit gelblichen Resten einer Klebebandmontierung sowie zwei weiteren Resten einer älteren Montierung.

25,2 x 62,2 cm, Ra. 47,5 x 82 cm. 3.200 - 3.600 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 3200 €
  KÜNSTLER
KatNr. 961 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 961 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 961 Ernst Moritz Geyger

961   Ernst Moritz Geyger "Bogenschütze". Um 1902.

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Auf der naturalistischen Plinthe signiert "E.M.GEYGER fec." An der Plinthe rückseitig mit der Gießereibezeichnung "AKT. GES. v. H. GLADENBECK. BERLIN. D 844", Formnummer 1859.

Kleinere Ausführung des Hauptwerks von Ernst Moritz Geyger von 1902. Drei überlebensgroße Ausführungen des Motivs befinden sich am Dresdner Elbufer, im Schlosspark Sanssouci sowie vor dem Rathaus Hannover.

Sehr schöne Patinierung. Vereinzelter, punktueller Anflug von Grünspan auf der Plinthe. Gewindemontierung des Pfeils in der Hand defekt.

H. 47 cm (Scheitel), H. 60,3 cm (Bogen). 3.200 - 4.000 €
Zuschlag 6200 €
  KÜNSTLER
KatNr. 991
KatNr. 991
KatNr. 991
KatNr. 991

991   "Mädchenkopf". Paul Scheurich für Meissen. 1950.

Porzellan, glasiert. Seitlich am Hals im Model signiert "SCHEURICH". Der hohe, quaderförmige Sockel verso mit der Schwertermarke in Unterglasurblau mit horizontalem Schleifstrich, unterseits der Modellnummer "A.1233", der geritzten Schwertermarke für Weißware sowie der Bossierernummer mit Jahreszeichen.

Vereinzelt minimale Glasurunregelmäßigkeiten sowie hintere Sockelecke unterseits mit minimaler, flacher Materialfehlstelle aus dem Herstellungsprozess.

H. 31,5 cm. 1.000 - 1.200 €
Zuschlag 900 €
  KÜNSTLER
KatNr. 996
KatNr. 996
KatNr. 996
KatNr. 996
KatNr. 996

996   "Die Tempelweihe". Ferdinand Liebermann für Philipp Rosenthal & Co., Selb. 1918.

Porzellan, glasiert und polychrom in Unterglasurgrün, -blau sowie partiell goldfarben staffiert. Stehender, mit einem Hüfttuch bekleideter Halbakt mit Kopfbedeckung, in den ausgebreiteten Händen Räuchergefäß und Schale haltend. Verso am Sockel in Unterglasurbraun signiert "FERD. LIEBERMANN". Am Boden des unglasierten Sockels mit der gestempelten Manufakturmarke in Unterglasurgrün sowie der Kriegsmarke.
Entwurfsjahr 1913. Exemplar außerhalb der nummerierten Auflage von 200 Exemplaren.

Vgl. Niecol, E.: Rosenthal Kunst- und Zierporzellan 1897-1945, Bd. II, S. 294 mit Abb.

Goldfarbene Staffierung vereinzelt berieben, verso im Bereich des Sockels deutlicher. Gewandinnenseite im Bereich der re. Wade mit stecknadelkopfförmigen Entlüftungsloch (?), die Glasur ebenda beschliffen. Vereinzelt feine Glasur- und Masseunregelmäßigkeiten, teils herstellungsbedingt.

H. 35,7 cm. 2.800 - 3.500 €
Zuschlag 3000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 1179 Ring mit großem Brilliantsolitär. 1970er /1980er Jahre.

1179   Ring mit großem Brilliantsolitär. 1970er /1980er Jahre.

750er Gelbgold. Runder Ringkopf über profilierter Schulter, mit einem Brillantsolitär ausgefasst (ca. 1,22 ct / Crystal / Si). In der Schiene mit der Feingehaltsmarke "750" sowie der Karat- und Reinheitsgradstempelung. Breite Schiene.

Mit einem Wertgutachten für den Solitär von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm., August 2017 unter Berücksichtigung des Gutachtens von Dr. G. Lenzen Nr. 8030, o.D.

Etwas tragespurig, Zargenfassung mit minimaler Eindellung. Kante einer Tafelfacette kratzspurig.

D. 6,5 mm (Ringgröße 57-58), Gew. 17 g, 1,22 ct. 3.000 €
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.
KatNr. 1270 Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.

1270   Lade der Töpferinnung. Wohl Radeberg. 1664.

Eiche, gesägt und geschnitzt, dunkelbraun gebeizt und partiell schwarz gefasst. Profilierte Teile zum Teil in anderen Laubhölzern ausgeführt. Eisen, geschmiedet. Querrechteckiger Korpus mit architektonisch gegliederter Front. Verkröpfte, profilierte Sockelzone, das zentrale Feld mit einem intarsierten, bekrönten Zunftwappen, flankiert von je einem Löwen. An den Seiten jeweils ein Säulenpaar, intarsierte und brandschattierte Figurenstaffage in Form einer Ädikula umrahmend.
Oberhalb der Säulen die Datierung "16" und "64". Die Seitenwangen mit Kassettenfeldern, darin die Darstellung von Töpfern bei der Arbeit sowie schmiedeeiserne Ringhandhaben. Umrahmung der Kassetten mittels Wellenleistendekor. Ein Seitenfeld herauszuziehen, unterhalb eine flache Schublade mit floral beschnitzter Front und Ringhandhabe. Verso adäquat zur Vorderseite das intarsierte Zunftwappen, flankierend ein Blattrankendekor. Oberhalb graviert bezeichnet "DLHWDT" und unterhalb datiert "1664". Der Deckel flach und mit einem abschließenden, rechteckigen Pyramidenstumpf. Darin eine eingeschobene Tafel mit dem Datum der Restaurierung "Repariert d 31 Decbr 1849.". Befestigung des Deckels verso am äußeren Korpus sowie innen am Deckel mittels zweier Schmiedebänder. Zentral auf der Deckelinnenseite ein dekorativ geschmiedetes Schnappschloss. Innen ein schmales, reliefiert beschnitzes Fach. Zwei Schlüssel ergänzt.

Mehrere Profilleisten fehlend, teils Ergänzungen. Die Profilleisten zum Teil mit inaktivem Holzschädlingbefall. Schloss lose vorhanden. Vordere Wand verformt. Trockenrisse. Intarsiendekor überwiegend restauriert, teils mit Aufwölbungen. Schlüssel ergänzt, für das Schließblech nicht passend. Deckel wohl umgebaut.

H. 43,5 cm, B. 58,5 cm, T. 44 cm. 4.500 - 6.000 €
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.
KatNr. 1325 Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.

1325   Großer Louis XVI-Kontorsekretär. Wohl Südwestdeutsch. Um 1791.

Nussbaum, lackpoliert, Messing. Zweiteiliger, querrechteckiger Aufbau mit Viertelrundzylinder und zweischübigem Kommodenunterbau über konisch zulaufenden, kannelierten Beinen, querrechteckiger Aufsatz. Unterteilung des Unterbaus in zwei profiliert gearbeitete Schübe, zentral mit hochovalen, schleifenbekrönten Schlüsselschildern. Des Weiteren ein Zylinder, von zwei in die Rundung eingepassten Schüben flankiert. Der rechte obere Schub mit einer Presszwinge, diese mit der geprägten Bezeichnung "Korb in Milheim" sowie auf der Gegenseite "17-91". Öffnen des Zylinders beim Ausziehen der Schreibplatte. Unterteilung des querrechteckigen Aufsatzes mittels acht zweireihig angeordneter Schübe, das Gesims mit einer durchbrochenen, im Zopfmuster gearbeiteten, Galerie. Akzentuierung des Korpus durch ein umlaufendes Flechtband mit Rosetten. Die Seitenwangen des Aufsatzes mit plastisch ausgearbeitetem Draperie- und Quastendekor. Die Inneneinteilung mit vier Schüben oberhalb der Schreibplatte. Ein Schub mit immerwährendem Kalender. Alle Schübe mit Messingknäufen über einer Rosettenform. Originaler Schlüssel.

Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelte sich in Frankreich aus dem Rokoko-Möbelstil Louis-XV und einer Übergangsphase (Transition), der klassizistische Stil Louis-XVI, welcher bereits ab 1765 / 70 in reiner Form zu finden war. Schnell wurde der Louis-XVI-Stil über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt. Die rasche Verbreitung französischer Musterbücher trug zum immensen Erfolg des Möbelstils bei. An deutschsprachigen Höfen setzte er sich zwischen 1775 und 1780 durch, darüber hinaus ab circa 1785. Überwiegend wurden Möbel aus massiver Eiche, Nussbaum, Kirschholz oder Esche für das vermögende Bürgertum aber auch für Herrenhäuser gefertigt. Prägnante Merkmale des Louis-XVI, auch Zopfstil genannt - und an dem angebotenen Zylindersekretär wunderbar nachvollziehbar - sind eine gerade und geometrische Gesamtform sowie eine deutliche Einteilung der einzelnen Möbelsegmente. Das plastisch sowie reliefiert ausgearbeitete, antikisierende Dekor akzentuiert gekonnt und zurückhaltend die Rahmenkonstruktion. Auflockernd wirken Profile in Schüben und Seitenwangen. Das durchbrochen gearbeitete Gesims sowie die kannelierten Füße verleihen dem Möbel Leichtigkeit, welche in einem ausgewogenen Verhältnis zu der Kompaktheit und Funktionalität des Sekretärs steht.

Oberer Korpusteil in sich verformt, Zarge im Schlossbereich des obersten Schubs sowie kleiner Schub li. angepasst. Galerie evtl. gekürzt und partiell unvollständig, ein Knopf o.re sowie ein Flechtbandsegment o.li. fehlend. Seitenwangen mit minimalen Fehlstellen an den Verzierungen. Kleinere Furnierergänzungen an den Schüben. Oberer Abschluss partiell mit Fraßspuren eines inaktiven Holzschädlingsbefalls. Schlüsselschilder ergänzt. Einige lose Teile angeheftet.

H. (max.) 157,5 cm, B. 160 cm, T. 66,5 cm. 5.000 - 7.000 €
KatNr. 1328 Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.
KatNr. 1328 Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.
KatNr. 1328 Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.
KatNr. 1328 Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.
KatNr. 1328 Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.
KatNr. 1328 Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.

1328   Klassizistische Kommode. Sachsen. Um 1790.

Holz, Nussbaum und Ahorn furniert, partiell ebonisiert sowie Messing, geprägt. Querrechteckiger, dreischübiger Korpus mit angefasten Ecken und Mittelrisalit. Leicht überkragende, verkröpfte Deckplatte, konische Vierkantfüße. Die Fronten der Schübe mit drei, mittels Bandmarketerien akzentuierten Innenfeldern, das gestreifte Furnier zwei- sowie vierfach gespiegelt. Alle Traversen mit gefladerter Textur, die gerade Zarge mit brandschattierter Stäbchenmarketerie in Ahorn. Die Deckplatte mittels breiter Bänder und jeweils feiner geometrischer Friese dreifach unterteilt und jeweils mit vierfachem Spiegelfurnier. Die Innenfelder der Seitenwangen ebenfalls mit vierfach gespiegeltem Furnier. Alle Kanten mit Filetbandmarketerien in Ahorn, teils ebonisiert. An den Schubladen jeweils zwei rosettenförmige Ringhandhaben, zentral runde Schlüsselschilder. Originale, eintourige Schlösser. Kassettierte Rückwand. Ein Schlüssel vorhanden.

Sehr guter, fachmännisch restaurierter Zustand mit geringen Überarbeitungen, mit kleinen Furnierergänzungen über den Handhaben. Die Deckplatte mit ganz unscheinbarer Verwölbung hinten li. Vereinzelt mit (restauratorisch geschlossenen) Fraßspuren eines inaktiven Holzschädlingsbefalls. Boden mit durchgehendem Trocknungsriss. Alte Beschläge ergänzt oder versetzt. Schlüssel repariert.

H. 88,5 cm, B. 132 cm, T. 66,5 cm. 7.000 €
NACH OBEN


Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,0%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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