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AUKTION 55 Bildende Kunst des 16.-21. Jahrhundert
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KatNr. 1072 Curt Querner

1072   Curt Querner "Sitzender weiblicher Akt von vorn, die Arme erhoben". 1967.

Aquarell auf kräftigem "Schoellers Hammer"-Aquarellkarton, o.re. mit dem Prägestempel. In Grafit u.re. monogrammiert "Qu." und ausführlich datiert "24.3.67". Verso in Blei o.re. bezeichnet "XX" und u.re. wohl von fremder Hand bezeichnet "Herta sitzend".
WVZ Dittrich B 1551.

Leichter Farbverlust Mi.li. sowie u.re. minimal kratzspurig. Ecken mit Reißzwecklöchlein (wohl aus dem Entstehungsprozess). Verso atelierspurig.

62,3 x 43,8 cm. 1.700 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 100120 Unbekannter Maler, Dresden - Blick auf die Altstadt mit Augustusbrücke. 1730 – 1740.
KatNr. 100120 Unbekannter Maler, Dresden - Blick auf die Altstadt mit Augustusbrücke. 1730 – 1740.
KatNr. 100120 Unbekannter Maler, Dresden - Blick auf die Altstadt mit Augustusbrücke. 1730 – 1740.
KatNr. 100120 Unbekannter Maler, Dresden - Blick auf die Altstadt mit Augustusbrücke. 1730 – 1740.

Unbekannter Maler, Dresden - Blick auf die Altstadt mit Augustusbrücke. 1730 – 1740.

Öl auf Holz. Unsigniert. In profilierter Holzleiste mit Dekorrelief aus Weinreben und -blättern gerahmt.

Das uns vorliegende Gemälde zeigt den spätestens seit Bernardo Bellotto, gen. Canaletto (1720–1780) bekannten Blick auf die Dresdner Altstadt von einem leicht erhöhten Punkt unterhalb des heutigen Japanischen Palais (Canaletto-Blick). Der Bezeichnung nach wird diese Ansicht der städtischen und herrschaftlichen Gebäude der Stadt dem erst 1747 nach Dresden berufenen italienischen Maler zugeschrieben. Das kleine Gemälde ist allerdings durchaus zeitiger entstanden.

Vor einer etwas zu bergigen Landschaft spannt sich die weitausladende alte Steinbrücke mit dem mächtigen Kreuz im Zentrum des Bildes. Dahinter erstreckt sich die Festungsanlage. Von links nach rechts wird das erste Belvedere - das Lustschloss auf der Jungfernbastei, der Pulverturm und die Frauenkirche sichtbar. Diese ist allerdings als eine konkav gewölbte Kuppel abgebildet. Rechts des Brückenkreuzes erscheint mächtig die Kreuzkirche mit dem großen, etwas zu quadratisch geratenen Turm. Am Brückenausläufer erstreckt sich das königliche Schloss mit dem Hausmannsturm. Auch bei der Darstellung des Schlosses weicht der Maler etwas vom eigentlichen Aussehen ab. Das langgezogene Gebäude ist hier mit einer einheitlichen Fassade und einem sehr schlanken Turm dargestellt. Es erinnert eher an barocke Schlossbauten als an die eigentliche, noch sehr der Renaissance verhafteten Kubatur.

Die aufgezählten Unstimmigkeiten werfen nun die Frage nach der Entstehung des Bildes auf. Eventuell hat der Maler des Gemäldes die Dresdner Stadtsilhouette nie im Original gesehen, sondern orientierte sich an Stichen aus den weit verbreiteten Stadtbüchern oder an Reiseberichten, in denen von der neuartigen glockenförmigen Kuppel der Frauenkirche berichtet wurde. Auf einem Gemälde von Christian Wilhelm Ernst Dietrich (1715–1774), welches einen Blick auf Dresden von der Neustädter Seite aus, etwa am Ausläufer der heutigen Marienbrücke, zeigt, finden sich einzelne Übereinstimmungen (heute im Besitz des Nationalmuseums Stockholm, abgebildet in: Der Blick auf Dresden, S. 71, Abb. 55.). Die Landschaft im Hintergrund ist etwas zu bergig wiedergegeben, das Schloss weist eine längliche und gleichmäßige Front mit dem sehr schmal dargestellten Hausmannsturm auf und die Frauenkirche ist hier als ausladender Bau mit scheinbar zu großen Filialtürmen dargestellt.
Nun kann das Gemälde von Dietrich nicht als Vorbild für die hier angebotene Arbeit gelten, aber es macht deutlich, dass die Darstellung dieser charakteristischen Stadtansicht häufig und dabei mit Abweichungen wiedergegeben wurde und diese im Laufe der Zeit einer Entwicklung unterlag. Weiterhin trug der Ruf der barocken Stadt dafür Sorge, dass das Stadtbild auch außerhalb von Dresden festgehalten und weiter verbreitet wurde.

Lit: Lupfer, Gilbert; Plaßmeyer, Peter: Der Blick auf Dresden. Die Frauenkirche und das Werden der Dresdner Stadtsilhouette. München, Berlin 2005.

Firnis erneuert. Minimale Retuschen am Bildrand u.li.

21,5 x 28 cm, Ra. 30,3 x 37 cm. 1.500 €
KatNr. 100121 Anton Graff (zugeschr.), Bildnis einer sächsischen Dame (Corona Schröter ?). Um 1770.
KatNr. 100121 Anton Graff (zugeschr.), Bildnis einer sächsischen Dame (Corona Schröter ?). Um 1770.
KatNr. 100121 Anton Graff (zugeschr.), Bildnis einer sächsischen Dame (Corona Schröter ?). Um 1770.

Anton Graff (zugeschr.), Bildnis einer sächsischen Dame (Corona Schröter ?). Um 1770.

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem Keilrahmen mit drei kleinen Klebetiketten, darauf bezeichnet u.a. "A. Graff", "K. [?] Schröter" und nummeriert "N°410" sowie "Galerie Fischer, Luzern". Auf dem Rahmen und Keilrahmen mehrfach in Kreide und Blei bezeichnet "1995 eann", "sann" und "tann". Auf dem Rahmen in Blei bezeichnet "Anton Graff / Corona Schröter" und in blauer Kreide nochmals nummeriert "N°410" und vermerkt "CS 2". Auf Keilrahmen, Rahmen und Leinwand mit Zollstempeln versehen sowie ein weiterer, nicht lesbarer Stempel auf der Leinwand. In profilierter Kreidegrundholzleiste mit floralen Stuckapplikationen gerahmt und auf einem Messingschild u.Mi. bezeichnet "Anton Graff 1736-1813".

WVZ Berckenhagen 1243. Dort erfasst als "angeblich von A. Graff" mit Verweis auf den Auktionskatalog Galerie Fischer, Luzern, 1932.

Provenienz: Dresdner Kunsthandel. Auktion Galerie Fischer, Luzern, 1932. Schloss Mauensee oder Wartensee.

Lit: Auktionskatalog 29 Galerie Fischer, Luzern 23.-25. 11.1932, S. 75, Nr. 1024, Taf. 23.

Anton Graff war einer der bedeutendsten Porträtmaler des Klassizismus und zugleich Schöpfer des bürgerlichen Porträts. Über das präzise Abbild hinaus zeichnen sich Graffs Porträts durch ihre prägnanten Charakterdarstellungen aus. Nach verschiedenen Lebensstationen in Augsburg und Ansbach, kam er 1766 auf Bitten von Christian Ludwig von Hagedorn (1712–1780) nach Dresden, wo er Hofmaler unter Prinzenadministrator Franz Xaver von Sachsen wurde. 1789 wurde er zum Professor für das Porträtfach an der Dresdner Kunstakademie ernannt.
Im Oeuvre Graffs kann das uns vorliegende Bildnis klar den frühen 1770er Jahren zugeordnet werden. Im Werkverzeichnis von Berckenhagen ist es entsprechend datiert.
Bei der Dargestellten kann es sich demnach aber nicht um die zu dem Zeitpunkt erst 20jährige Schauspielerin Corona Schröter handeln.

Das Gemälde wurde im November 1932 in Zürich durch die Galerie Fischer, Luzern, aus dem Inventar der Schlösser Wartensee und Mauensee versteigert. Aus selbiger Provenienz wurden drei weitere Gemälde von Anton Graff angeboten, darunter die Porträts des sächsischen Ministers Georg Heinrich Graf von Hoym (1739–1807) sowie eines nicht näher benannten "sächsischen Staatsministers".

Altdoubliert. Altersbedingtes Krakelee. Malschicht-Fehlstellen im Falzbereich. Mehrere kleine Druckstellen (insbes. u.li. im Pelz). Retuschen im Bereich der Stirn, des Haaransatzes sowie im Bereich des Dekolletés. Keilrahmen mit Spuren ehem. Anobienbefalls. Rahmen mit größeren Fehlstellen der Fassung und im Stuck, diese goldfarben übermalt.

62 x 51 cm, Ra. 85 x 64 cm. 3.500 - 5.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100124 Robert Hermann Sterl

Robert Hermann Sterl "Grüne Landschaft bei Wittgenborn". 1900.

Öl auf Leinwand. Bezeichnet, signiert und datiert u.li. "Wttgbrn R Sterl 1900". Verso auf der Leinwand gestempelt "Victoria Schutzmann". In einfacher brauner Holzleiste gerahmt.
WVZ Popova 364; WVZ Zimmermann 1063.

Winziger Farbverlust am u. Rand, im Falzbereich leicht berieben.

77,5 x 90,5 cm Ra. 83 x 96,5 cm. 5.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100126 Edmund Körner
KatNr. 100126 Edmund Körner
KatNr. 100126 Edmund Körner

Edmund Körner "Zwinger am Morgen" - Blick auf den Wallpavillon im Dresdner Zwinger. Vor 1945.

Öl auf Leinwand. Signiert "E. Körner" u.re. Verso auf dem Keilrahmen vom Künstler betitelt und bezeichnet "pinx. E. Körner." In goldfarben gefasstem Rahmen mit floralem Eckdekor.

Minimaler Farbabrieb im Falzbereich. Vereinzelte minimale Frühschwundrisse.

86,5 x 69,5 cm, Ra. 99 x 82 cm. 2.200 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100200 Hans Unger, Stillleben mit Rosen und antikisierender Vase. Wohl 1920er/1930er Jahre.
KatNr. 100200 Hans Unger, Stillleben mit Rosen und antikisierender Vase. Wohl 1920er/1930er Jahre.
KatNr. 100200 Hans Unger, Stillleben mit Rosen und antikisierender Vase. Wohl 1920er/1930er Jahre.

Hans Unger, Stillleben mit Rosen und antikisierender Vase. Wohl 1920er/1930er Jahre.

Öl auf Malpappe. Signiert u.re "H. Unger". Im originalen, vergoldeten Modellrahmen.

Malschicht mit kleinen Farbabplatzungen im Falzbereich. Rahmen mit zwei größeren Fehlstellen am o. Rand und unscheinbaren, kleineren Bestoßungen.

69,8 x 54 cm, Ra. 84,5 x 69,5 cm. 4.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100220 Albert Wigand, Stillleben mit Kanne, Weinflasche und Obst. Um 1957.
KatNr. 100220 Albert Wigand, Stillleben mit Kanne, Weinflasche und Obst. Um 1957.
KatNr. 100220 Albert Wigand, Stillleben mit Kanne, Weinflasche und Obst. Um 1957.

Albert Wigand, Stillleben mit Kanne, Weinflasche und Obst. Um 1957.

Öl und Tempera auf Malpappe. Signiert "Wigand" im grünen Farbbereich o.li. Im profilierten, hellgrau gefassten Künstlerrahmen.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand unter der Nr. A-1957/3 aufgenommen.

Wir danken Frau Gylfe Matt, Berlin, für freundliche Hinweise.

Malpappe geringfügig gewölbt. Wenige Randläsionen und sehr kleine Malschicht-Fehlstellen. Ecken etwas ausgefasert. Vereinzelt kleine bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Verso farbspurig.

29 x 48,8 cm, Ra. 31,7 x 51,8 cm. 5.000 - 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 100221 Albert Wigand, Stillleben mit Früchten. 1962.

Albert Wigand, Stillleben mit Früchten. 1962.

Öl, Tempera und Papiercollage auf Karton. Verso in Kugelschreiber signiert "Wigand" und datiert sowie bezeichnet "oben". Im Passepartout, dort in Blei von fremder Hand bezeichnet.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand aufgenommen.

Etwas lichtrandig, unterste Papierschicht leicht knickspurig und mit winzigen Einrissen. Verso Papierrückstände von einer alten Montierung.

16,7 x 20,3 cm. 950 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 100222 Hans Böttcher, Die entfliehende Zeit. 1. H. 20. Jh.

Hans Böttcher, Die entfliehende Zeit. 1. H. 20. Jh.

Öl auf textilem Gewebe. Verso auf der Leinwand in Faserstift signiert "Hans Böttcher" und bezeichnet "geb. 1897". Auf dem Keilrahmen von fremder Hand bezeichnet. In einer schmalen, aufgenagelten Künstlerleiste gerahmt.

Leichte Krakeleebildung.

70,5 x 64,5 cm, Ra. 71,5 x 66,5 cm. 1.800 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100300 Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloß Dahlen.

Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloß Dahlen.

Sammlung von 190 sächsischen Adelsportraits. Ansichten und Studienblätter.

KatNr. 100430 Eduard Agricola, Ansicht auf Vietri und Raito am Golf von Salerno. Mitte 19. Jh.
KatNr. 100430 Eduard Agricola, Ansicht auf Vietri und Raito am Golf von Salerno. Mitte 19. Jh.

Eduard Agricola, Ansicht auf Vietri und Raito am Golf von Salerno. Mitte 19. Jh.

Bleistiftzeichnung auf Bütten. U.re. ligiert monogrammiert "E Ag", o.re. ortsbezeichnet "Vietri Raito Golf von Salerno". Verso von fremder Hand bezeichnet.

Blatt am re. Rand angestückt. Angeschmutzt, gebräunt, knickspurig und li. lichtrandig. Vereinzelte Stockfleckchen. Umlaufende Randläsionen mit kleinen Einrissen und Knicken, am re. Rand mit stärkeren Beschädigungen.

44 x 69 cm. 1.700 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100441 Joseph Thürmer, Athen - Blick auf den Parthenon. 1821.
KatNr. 100441 Joseph Thürmer, Athen - Blick auf den Parthenon. 1821.

Joseph Thürmer, Athen - Blick auf den Parthenon. 1821.

Grafitzeichnung auf kräftigem Papier. Signiert "Jos. Thürmer", bezeichnet "Roma fecit." und datiert u.re., in einem Stein li. der Mitte nochmals bezeichnet "Athen 1819".

Knickspurig, angeschmutzt und leicht gebräunt, besonders am re. Rand. Leicht stockfleckig. Mehrere kleine Einrisse. Zwei größere, in die Darstellung hineinreichende, hinterlegte Einrisse am o. und u. Rand. Verso Montierungsreste und kleine Fleckchen.

46,5 x 61 cm. 1.600 - 2.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100443 Otto Greiner

Otto Greiner "Der Teufel zeigt das Weib dem Volke". 1898.

Lithografie auf wolkigem, leichten Karton. Im Stein u.re. spiegelverkehrt signiert und datiert "O. Greiner Rom März 98". Darunter in Blei monogrammiert "O.G." und bezeichnet "Nr. 3.". Am u. Rand in Blei nochmals signiert "Otto Greiner und bezeichnet "Vom Weibe III". Blatt drei der Folge "Vom Weibe". Im Passepartout, hinter Glas in schwarzer Holzleiste gerahmt.
WVZ Vogel 72.

Lichtrandig, leicht knick- und fingerspurig, etwas stockfleckig, Ecke u.li. mit stärkeren Knickspuren.

53,2 x 45,7 cm, Bl. 70 x 54,8 cm, Ra. 77 x 66,5 cm. 1.700 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100444 Otto Paul Lange

Otto Paul Lange "Madonna (klein)". 1917.

Farbholzschnitt mit Goldpigment auf festem Kupferdruckpapier. In Blei innerhalb der Darstellung re. signiert "Otto Lange" sowie li. bezeichnet "Hand.Selbstdruck". Darunter ebenso in Blei signiert und bezeichnet.
WVZ Schönjahn H 126; WVZ Boettger 200, dort jeweils mit abweichenden Farben.
WVZ Reinhardt 25, dort Farben ebenfalls abweichend.
Ausst.: 1918, München, Neue Kunst.; Hans Goltz, Der expressionistische Holzschnitt Albstadt.

Bildträger oberflächlich angeschmutzt und an den Rändern leicht gewellt. Zwei Reißzwecklöchlein o.Mi. Verso in den o. Ecken Reste älterer Montierung. Ränder leicht ungerade geschnitten.

Stk. 28 x 19,3 cm, Bl. 39,5 x 28,2 cm. 2.400 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100510 Lyonel Feininger

Lyonel Feininger "Barke auf See". 1918.

Holzschnitt auf bräunlichem, fein-faserigen Papier. Unterhalb der Darstellung in Blei li. signiert "Lyonel Feininger", Mi. mit Werknummer "1851", in der Ecke u.li. "x". Erschienen unter dem Titel "Marine" in: Die Rote Erde, Heft 8, 10. Jahrgang, März 1920, S. 261. An den li. Ecken auf Untersatzpapier montiert. Hinter Glas in einfacher Holzleiste gerahmt.
WVZ Prasse W 66; Söhn HDO 67107-6.

Lichtrandig, etwas knickspurig. Rahmen mit leichten Bestoßungen.

Stk. 17,7 x 21,8 cm, Bl. 22,4 x 28,2 cm, Ra. 38 x 49,7 cm. 4.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100530 Lyonel Feininger

Lyonel Feininger "Spaziergänger". 1918.

Holzschnitt auf hauchdünnem Japan. Handdruck. Abzug auf der Rückseite des mit dem Trockenstempel des Bauhauses Weimar versehenen Blattes. Die spiegelverkehrte Rückseite in Blei signiert "Lyonel Feininger" u.li.

Abzug außerhalb der Mappenauflage: Bauhaus-Drucke. Neue europäische Graphik, Erste Mappe: Meister des Staatlichen Bauhauses in Weimar, Weimar und Potsdam 1922-1923 (Mappenwerk mit 14 Graphiken von 7 Künstlern. Unterhalb der Signatur mit dem Trockenstempel des Staatlichen Bauhauses Weimar versehen. Gesamtauflage 130 Abzüge (10 Abzüge der Vorzugsausgabe auf Japan, 100 Abzüge auf deutschem Papier, 20 Abzüge für die beteiligten Künstler).

Um die Bedeutung des 1919 von Walter Gropius (1883–1969) in Weimar gegründeten Bauhauses zu unterstreichen, erscheinen in kurzer Folge erste grafische Mappenwerke. Das hier angebotene Blatt entstand im Zusammenhang mit der Herstellung der ersten von fünf geplanten Mappen, die unter dem Titel "Neue europäische Grafik" erscheinen sollten. Die erste Mappe war den Bauhausmeistern vorbehalten, die anderen Mappen sollten einen Überblick über das grafische Werk der bedeutenden europäischen Künstler vermitteln. Von den fünf geplanten Mappen erschienen drei im geplanten Umfang. Mappe II enthielt statt 36 nur 11 Blatt und Mappe IV erschien nicht mehr. Für die künstlerische Gesamtleitung war als "Formmeister" der im Bauhaus eingerichteten Druckerei Lyonel Feininger verantwortlich. Drucker war Carl Zaubitzer, László Moholy-Nagy übernahm die typografische Gestaltung. Die Buchbinderei, die auch im eignen Haus untergebracht war, stand unter der Leitung von Otto Dorfner.

An den o. Ecken im Passepartout montiert. Hinter Glas in einer schmalen Holzleiste gerahmt.
WVZ Prasse W 113; Söhn HDO 101-2.

Abgebildet in:
Auf dem Weg zum Bauhaus-Künstler - Lyonel Feininger - Holzschnitte. Sammlung Dr. Hermann Klumpp. Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg. Bielefeld/Berlin 2013. Kat. 90, S. 119 u. 258.
Peters, Heinz: Die Bauhaus-Mappe. Köln 1957. S. 23.

Technikbedingt leicht wellig. Durchgehende schräge Knickspur in der Ecke u.re. Kleine Fehlstelle an der Ecke o.re. Passepartout leicht angeschmutzt, Reißzwecklöchlein in den Ecken. Rahmen leicht bestoßen.

Stk. 37 x 29,5 cm, Bl. 48,2 x 34,1 cm, Ra. 55,5 x 41,3 cm. 5.000 - 6.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100591 Otto Dix

Otto Dix "Kleines Mädchen". Um 1966.

Pinselzeichnung in Tusche über Blei auf Papier. In Blei signiert "DIX" u.re. Hinter Glas in einer hochwertigen, silberfarbenen Grafikleiste gerahmt.
WVZ Lorenz SW 5.6.35 (dort abweichend datiert 1967).

Vgl. motivgleiche Lithografie "Mädchen mit Blütenzweig" aus dem Jahr 1966.
Vgl. "Zwei Kinder (mit Sonnenblume)", 1966, mit der Darstellung desselben Mädchens. WVZ Karsch 309.

Provenienz: aus dem Nachlass Roland Ehrhardt.

Winziges Fleckchen im Bereich der Stirn.

Darst. ca. 15,3 x 14 cm, Bl. 27 x 20 cm, Ra. 43,2 x 37,3 cm. 2.200 - 3.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 100593 Curt Querner, Rückenansicht einer sitzenden Schwangeren im Hemd. 1958.

Curt Querner, Rückenansicht einer sitzenden Schwangeren im Hemd. 1958.

Aquarell auf Aquarellkarton. In der Ecke u.re. monogrammiert "Qu." und ausführlich datiert "5.7.58". Verso in weichem Blei bezeichnet "Sch[...]", in Klammern datiert und bezeichnet "X", mit hartem Blei in Klammern bezeichnet "Schwangere" und nochmals mit "X" versehen sowie von fremder Hand im Kreis nummeriert "1". Im Passepartout, hinter Glas in schmaler schwarzer Leiste gerahmt.
Nicht im WVZ Dittrich. Vgl. WVZ Dittrich B 655.

Herstellungsbedingt leicht wellig. Unscheinbare Reißzwecklöchlein an den Rändern. Verso am o. und li. Rand Montierungsreste.

50,5 x 36,3 cm; Ra. 67 x 53,5 cm. 2.200 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner
KatNr. 100600 Michael Morgner

Michael Morgner "ECCE HOMO - für Dörte". 1986.

Mappe mit zwölf Radierungen mit Aquatinta und Aussprengverfahren auf festem Bütten sowie einem Titelblatt. Alle Arbeiten jeweils in Blei u.re. signiert "Morgner" und datiert sowie u.li. betitelt und nummeriert "4/40". Herausgegeben von Rudolf Mayer, eikon Grafik-Presse im Verlag der Kunst, Dresden 1987 bzw. 1986. Gedruckt durch Olaf Zubrytzki, Einsiedel. In der originalen Wellpappenchemise hinter Glas in geprägter Originalkassette mit Metallklemmen.
WVZ Werner/Juppe 4/86 bis 10/86 (4/84, 5/84, 6/84, 5/85, 6/85).

Mappe mit minimalen Gebrauchsspuren.

Bl. jew. 70 x 54 cm, Ma. 70 x 54 cm. 2.400 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
  KÜNSTLER
KatNr. 100800 Barocker Walzenkrug
KatNr. 100800 Barocker Walzenkrug
KatNr. 100800 Barocker Walzenkrug
KatNr. 100800 Barocker Walzenkrug

Barocker Walzenkrug "Deutsche Blume". Meissen. Um 1745.

Porzellan, glasiert und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Zylindrischer Korpus mit Wulsthenkel. Auf der Wandung alte Blumenmalerei nach Stichvorlagen, unter anderem mit Rose, Tulpe, Anemone, Goldlack, Vergissmeinnicht und Federnelke. Der flache Deckel mit einem Knauf in Form einer plastisch ausgeformten Erdbeere mit Blattzweig. Oberseite des Henkels mit einer kleinen, runden Aussparung für eine Montierung. Unterseits mit der kobaltblauen Schwertermarke auf unglasiertem Boden.

In den Jahren um 1745 entwickelte sich aus der Holzschnittblumenmalerei das Dekor "Deutsche Blume", welches sich gleichfalls an Stichvorlagen orientierte, allerdings Blüten meist zu Buketts vereinte sowie lineare Begrenzungen im Gegensatz zu den "ombrierten Blumen" vermied. Merkmale beider Dekorarten vereint der hier angebotene Walzenkrug und veranschaulicht damit den fließenden Übergang. Während eine deutlich reduzierte Konturierung der Blüten sowie beginnend ausdrucksvoll gewundene Zweige in Richtung Manierblumenmalerei weisen, steht die gestreute, überwiegend etwas steife Anordnung der Blütenzweige in der Tradition der Holzschnittblumenmalerei.

Pietsch, U.: Triumph der blauen Schwerter, 2010, S. 15; zur Form vgl. S. 236, Kat.Nr. 154.

Sonntag, H.: Die Sprache der Blumen, Leipzig, 1999, S. 14f.

Deckel alt restauriert. Stiel des Erdbeerzweigs fehlend, kleine Ausplatzungen. Zweiter, neu gefertigter Deckel vorhanden. Unscheinbarere Chips am Stand (L. max. ca. 0,2 cm). Glasur mit vereinzelten, feinen Kratzspuren sowie minimalen, herstellungsbedingten Fehlstellen an Rand und Henkel. Boden innen mit kleinem Brandriss unter der Glasur.

H. 17,2 cm (mit Deckel). 2.200 €
KatNr. 100810 Pegasus. Johann Joachim Kaendler für Meissen. Wohl vor 1800.

Pegasus. Johann Joachim Kaendler für Meissen. Wohl vor 1800.

Porzellan, glasiert, polychrom staffiert. Ungemarkt. Teil aus dem großen, mehrteiligen Dessertaufsatz "Parnass, Apollo und die neun Musen", gefertigt als dekoratives Beiwerk zu dem später so genannten "Möllendorff-Service" Friedrich des Großen. Der mehrteilige Tafelaufsatz ist registriert unter der Formnr. 2797.
Entwurfsjahr: 1761.

Mit einer schriftlichen Bestätigung des VEB Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen vom 17.1.1974.

Vgl. bei Wittwer in Keramos 208/2010, S. 61, Abb. 52.

H. 23,8 cm, L. 24,5 cm, B. 16 cm. 4.000 €
  KÜNSTLER
KatNr. 100822 Kaffee- und Teeservice

Kaffee- und Teeservice "B-Form" für zwölf Personen. Meissen. 1950er Jahre.

Porzellan, glasiert. Aus dem Service "B-Form". Die Ränder sowie das Reliefdekor mit einer Prunkgoldbronzierung. 41-teilig, bestehend aus einer Kaffeekanne, zwei Teekannen, einer großen Zuckerdose, einem Sahnegießer, einem großen Kuchenteller, 12 Tassen mit 12 Untertassen sowie 12 Desserttellern. Unterseits jeweils die zweifach geschliffene Schwertermarke in Unterglasurblau, die Modellnummer, die Drehernummer mit Jahreszeichen sowie das Glasurzeichen. Teils die Malernummer in Aufglasurgold. Zweite Wahl.

Eine Untertasse zerbrochen. Eine Teekanne ergänzt (Knaufschwerter), die Deckelarretierung einer Seite fehlend. Knauf des Deckels der zweiten Teekanne gebrochen. Deckelinnenseite der Zuckerdose mit Glasurrisspinne. Unscheinbare Bereibungen der Glasur. Zwei Tassen am Stand mit minimalem, flachen Chip, zwei weitere an der Henkelspitze unscheinbar bestoßen. Vereinzelt herstellungsbedingte Masse- und Glasurunebenheiten.

Verschiedene Maße. 3.800 €
KatNr. 100910 Museales Kabinett mit der Darstellung einer höfischen Gartenszene. Wohl Nordindisch oder eventuell Persisch. Wohl spätes 18. Jh. oder Anfang 19. Jh.
KatNr. 100910 Museales Kabinett mit der Darstellung einer höfischen Gartenszene. Wohl Nordindisch oder eventuell Persisch. Wohl spätes 18. Jh. oder Anfang 19. Jh.
KatNr. 100910 Museales Kabinett mit der Darstellung einer höfischen Gartenszene. Wohl Nordindisch oder eventuell Persisch. Wohl spätes 18. Jh. oder Anfang 19. Jh.

Museales Kabinett mit der Darstellung einer höfischen Gartenszene. Wohl Nordindisch oder eventuell Persisch. Wohl spätes 18. Jh. oder Anfang 19. Jh.

Holz, polychrom sowie in Muschelgold gefasst und farblos lackiert, mit partieller Schlagmetallauflage sowie Messingbeschlägen und Rahmenverzierungen aus Bein. Bestehend aus der eigentlichen Schatulle mit Zweischarnierklappdeckel und einem Eingerichte, Deckelhalterung in Kettenform. Deckel, Deckelinnenseite sowie Vorderseite mit miniaturartigen Kompositionen bemalt.
Auf der Innenseite des Deckels eine höfische, an persische Miniaturvorbilder anlehnende, Gartenszene. Der Herrscher unter einem Baldachin auf einem Tacht sitzend, umgeben von seinem Hofstaat. Ihm wird eine junge Frau, von der rechten Seite ins Bild schreitend, zugeführt. Die Stirnseite der Schatulle mit figürlichen Darstellungen, die Frauen links des Kabinettschlosses im Stil des persischen Malers Sadiq, der junge Prinz sowie der Diener rechts des Schlosses auf einem Gewebe mit Blütenmuster sitzend, in indisch anmutender Kleidung. Auf dem Deckel in einer Längsachse angeordnete Blütenmedaillons mit figürlichen Motiven. Malereien von Bordüren mit zarten, klassischen Blütenranken auf schwarzem Grund umrahmt.

Wir danken Frau Dr. Reingard Neumann, Münster, für freundliche Hinweise.

Neumann, R. "Aus 1001 Nacht. Islamische Lackkunst in deutschen Museen und Bibliotheken", Münster 2009, S. 222ff.

Beschläge und Scharniere ersetzt. Der originale Schellack mit Krakelee, teilweise gedunkelt und matt. Kleine Fehlstellen schwarz retuschiert. Vereinzelt Trocknungsrisse. Beinverzierungen teils mit kleinen Verlusten.

H. 14,7 cm, B. 41,3 cm, T. 23,5 cm. 1.800 - 2.500 €
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