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KatNr. 1 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 1 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto
KatNr. 1 Bernardo Bellotto, gen. Canaletto

001   Bernardo Bellotto, gen. Canaletto "Perspective du Pont de Dresde sur L' Elbe, - tirée de la veuë du Palais de S. M., dit d' Hollande avec La part Latérale - de l' Église catôlique et batîmens contigús.". 1749.

Bernardo Bellotto, gen. Canaletto 1720 Venedig – 1780 Warschau

Radierung auf kräftigem, wolkigen "VON ZENGEN"- Bütten mit Wasserzeichen Mi.li. In der Platte unterhalb der Darstellung in Französisch ausführlich betitelt. Signiert "Peint dessiné, et gravé par Bernard Bellotto dit Canaletto Pein.[tre] R.[oial]" und abweichend datiert "1748" u.re. sowie u.li. bezeichnet "Ce tableau fait par ordre de S.M. Le Roy de Pologne et Elec. de Sax. & & &". Das Wappen von gesonderter Platte radiert. Verso mit dem gestrichenen Stempel des Kupferstich-Kabinetts Dresden sowie mit verschiedenen Bleistiftannotationen.
WVZ Kozakiewicz 150 III (von IV); De Vesme 12 II (von V).

Provenienz: Aus sächsischem Adelsbesitz.

Besonders breitrandiges Blatt. Leichter Abrieb im Himmel o.re. Blattecke o.re. leicht gewellt. Vertikale Quetschfalte mittig. Flache, kaum wahrnehmbare Mittelfalte. An den äußersten seitlichen Blatträndern ehemalige Falzung. Sehr kleine Ausdünnung li. neben dem Turm der Kreuzkirche (ca. 4 mm). Ingesamt leicht knickspurig. Die beiden äußersten seitlichen Blattränder mit einer ehemaligen vertikalen Falzung. Vereinzelte sehr kleine Einrisse am li. und re. Rand. Verso fingerspurig und schwarze Druckfarbspur u.Mi.

Pl. 54 x 84 cm, Bl. 60,6 x 89,5 cm. 12.000 €
Zuschlag 19000 €
KatNr. 97 Adrian Zingg

097   Adrian Zingg "im Vogelgesang bei Pirna" (Obervogelgesang mit Blick auf Struppenbach und Königsnase). Späte 1770er Jahre.

Adrian Zingg 1734 St. Gallen – 1816 Leipzig

Lavierte Federzeichnung in Tusche auf Bütten, re. und o. Blattkante mit Rotschnitt. U.re. signiert und bezeichnet "A. Zingg del.", o.re. betitelt. An den o. Ecken auf Untersatzkarton klebemontiert, dort mit einer Einfassungslinie in Schwarz versehen.

Wir danken Frau Dr. Sabine Weisheit-Possél, Berlin, für freundliche Hinweise.

Mit sehr vereinzelten, winzigen Stockfleckchen. Der äußerste o.li. Blattrand leicht gebräunt. Blattecke o.re. mit montierungsbedingter Knitterfalte. Mittig sowie am re. und li. Blattrand jeweils eine leichte, senkrecht verlaufende Knickspur, im Gesamtbild unauffällig.

17,5 x 24,7 cm, Unters. 18,4 x 25,7 cm. 3.000 €
Zuschlag 5200 €
KatNr. 132 Hermann Kaulbach, Die Lehrstunde. Späte 1890er Jahre.
KatNr. 132 Hermann Kaulbach, Die Lehrstunde. Späte 1890er Jahre.
KatNr. 132 Hermann Kaulbach, Die Lehrstunde. Späte 1890er Jahre.

132   Hermann Kaulbach, Die Lehrstunde. Späte 1890er Jahre.

Hermann Kaulbach 1846 München – 1909 ebenda

Öl auf Leinwand. Ligiert signiert "HKaulbach" u.re. Verso auf der Leinwand mit dem Nachlass-Stempel "Prof. Hermann Kaulbach" o.Mi. versehen. Auf dem Keilrahmen in blauem Farbstift nummeriert "2527" sowie mit getilgter Bezeichnung in Blei. In einem vergoldeten, reich verzierten Stuckrahmen. Verso auf li. Rahmenleiste ein historisches Papieretikett des Rahmenherstellers.

Alterungsbedingtes Krakelee. Kleine Malschicht-Fehlstelle am Rand li.o. im Falzbereich sowie weitere vereinzelte winzige Fehlstellen.

37 x 28 cm, Ra. 52,8 x 44,7 cm. 1.500 €
KatNr. 161 Carl Gottlob Schmeidler, Bildnis Hauptmann Gustav von Dresky (Besitzer von Mertschütz). 1. H. 19. Jh.
KatNr. 161 Carl Gottlob Schmeidler, Bildnis Hauptmann Gustav von Dresky (Besitzer von Mertschütz). 1. H. 19. Jh.
KatNr. 161 Carl Gottlob Schmeidler, Bildnis Hauptmann Gustav von Dresky (Besitzer von Mertschütz). 1. H. 19. Jh.

161   Carl Gottlob Schmeidler, Bildnis Hauptmann Gustav von Dresky (Besitzer von Mertschütz). 1. H. 19. Jh.

Carl Gottlob Schmeidler 1772 Nimptsch – 1838 Breslau

Tempera auf Elfenbein. Signiert "Schmeidler" u.re. Verso mit Papierbeklebung versehen. Auf einer Einrahmungspappe wohl entstehungszeitlich in Feder betitelt und in Blei nummeriert "V/794". Hinter Glas in einem profilierten, bronzefarbenen Holzrahmen mit zierenden Eckkartuschen gerahmt.

Gustav von Dresky, Hauptmann des 2. Thüringischen Jägerregiments war u.a. mit der Aufgabe betraut, den Arm des jungen Kaisers Wilhelm II. durch gymnastische Übungen auszubilden.

Bildträger mit Deformationen. Wasserränder in der Malschicht o.Mi. Kleine Retusche in der Kleidung Mi. und im Haar. Leichter Malschicht-Abrieb entlang der Bildränder. Papierbeklebung verso eingerissen.

8,5 x 6,4 cm, Ra. 14,7 x 12,7 cm. 1.800 €
KatNr. 183 Dresdner (?) Maler, Bildnis des Meißner Juristen Dr. Carl Loth als Student. Um 1825.
KatNr. 183 Dresdner (?) Maler, Bildnis des Meißner Juristen Dr. Carl Loth als Student. Um 1825.
KatNr. 183 Dresdner (?) Maler, Bildnis des Meißner Juristen Dr. Carl Loth als Student. Um 1825.
KatNr. 183 Dresdner (?) Maler, Bildnis des Meißner Juristen Dr. Carl Loth als Student. Um 1825.

183   Dresdner (?) Maler, Bildnis des Meißner Juristen Dr. Carl Loth als Student. Um 1825.

Öl auf Leinwand. Undeutlich monogrammiert u.li. Verso auf dem Keilrahmen li. in Tinte bezeichnet "Carl Loth, Dr. jur. als Student. Geboren in Leipzig den 12. Juli 1804, nach Meissen gezogen 1835, den 33., allda gestorben. Den 3. Mai 1881 (?) als Haus-, Schul-, und Rentbeamter der Königl. Landesschule St. Afra, langjähriges Mitglied der II. Kammer der Ständeversammlung.". Im vergoldeten und versilberten, klassizistischen Stuckrahmen mit Akanthusblatt-Ornament und Sichtleiste mit Blattspitzen-Karnies.

Geringfügige Leinwand-Deformation an Ecke u.li. Kleine, fachmännisch ausgeführte Retuschen auf der Bildfläche verteilt. Verso zwei kleine Flicken an Bildträger-Beschädigungen. Vereinzelt geringe Runzelbildung in Malschicht. Rahmen mit Abplatzungen an den Seiten, sowie Materialverlust der Fassung an re. Längsleiste. Fehlstellen bronzefarben retuschiert.

50,5 x 36 cm, Ra. 67,3 x 51,7 cm. 1.800 €
KatNr. 184 Quido Mánes (zugeschr.)
KatNr. 184 Quido Mánes (zugeschr.)
KatNr. 184 Quido Mánes (zugeschr.)

184   Quido Mánes (zugeschr.) "Der Antiquitätenhändler" Wohl frühe 1860er Jahre.

Quido Mánes 1828 Prag – 1880 ebenda

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem oberen Keilrahmen auf einer Papierkaschierung in Bleistift undeutlich altbezeichnet "Branden Georg (?) / Brandenburg" (?). In einer prunkvollen, goldfarbenen Stuckleiste gerahmt. Sichtleiste mit abgerundeten Ecken.

Bei dem angebotenen Gemälde handelt es sich wohl um eine eigenhändige Version des sich heute in der Oblastní Galerie Liberec befindlichen Gemäldes "Der Antiquitätenhändler". Von diesem, 1856 entstandenen Werk fertigte Mánes in den 1860er Jahren mehrere Wiederholungen an, eine Version aus dem Jahr 1862, Gal.-Nr. O 5475, befindet sich heute in der Nationalgalerie in Prag.
Lit.: Šárka Leubnerová, 19th-century art: from neoclassicism to romanticism. Guide to the exhibition of the Collection of 19th-century Art, The National gallery in Prague. Prague 2016. S. 236.

Wir danken Frau Claudia Müller, Dresden, für freundliche Hinweise zur Identifizierung des Künstlers.

Im Zentrum des Bildes befindet sich ein betagter Mann inmitten von Kunstgegenständen, Schriftstücken, Büchern und Utensilien, die teils wahllos im Raum verstreut sind. Auf einem Stuhl niedergelassen, in einem langen Mantel, Hausschuhen und mit einem aufgeschlagenen Buch auf dem Oberschenkel, betrachtet der Kunstsammler einen vor sich stehenden Spiegel, in welchem ihm das Abbild eines Mädchens und hinter diesem der Tod in Gestalt eines Skeletts erscheint. Hier wird das in der Kunst seit dem 16. Jahrhundert verbreitete Motiv "Der Tod und das Mädchen" aufgegriffen. Im Vordergrund befindet sich rechts ein reich geschnitzter Holzstuhl, auf dem eine dicke Buchmappe und ein Bund mit Schlüssel und Sporn liegt. Hinter dem Stuhl, im Dunkeln versteckt, sitzt auf der Rückseite eines Gemäldes ein krähenartiger Vogel. Auf einem mit einem kostbaren roten Brokatstoff bedeckten Tisch, links im Bild, sind Muscheln, eine Vase mit Pfauenfedern, eine Standuhr in Form eines Elefanten sowie ein Schwert ausgebreitet. Zwischen Möbelstücken und Schriftstücken liegt ein großer Globus mit Sternzeichenmotiven. Im Hintergrund befinden sich weitere Vasen, Ketten, Skulpturen und auf einem Wandregal neben anderen kleinen Sammlerstücken, eine Holzfigur eines Trommlers. Ebenfalls an der Wand angebracht ist eine kleine Konsole mit einer Skulptur eines sich umarmenden Liebespaares.
Die einzelnen, sehr feinteilig und in hoher malerischer Qualität ausformulierten Gegenstände, teils in Gruppen angeordnet, fungieren für sich als eigenständige Stillleben innerhalb der Gesamtkomposition.
Die Sammlerstücke und Utensilien geben den Anschein, als wären sie gerade zuvor abgelegt oder benutzt worden. Auf diese Weise erweckt der Maler den Eindruck einer erzählerischen Momentaufnahme und lässt den Betrachter unmittelbar an der Szene teilnehmen. In großer Sorgfalt und Liebe zum Detail gestaltet der Maler eine vielschichtige Interieurszene, die scheinbar eine zu entschlüsselnde Botschaft enthält oder aber inhaltlich auf eine literarische Erzählung anspielt.

Geringfügiger Malschicht-Abrieb sowie kleinere Retuschen vorwiegend im Randbereich. Malschicht insgesamt mit Alterskrakelee. Firnis erneuert. Rahmen mit Fehlstellen im Stuck, insbesondere an Ecke u.re. Fehlstellen partiell mit bronzefarbenen Retuschen.

54,2 x 49,9 cm, Ra. 72,5 x 68 cm. 7.200 €
Zuschlag 6000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

283   Otto Dix, Bildnis Senta Wagner. 1942.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Bodensee

Kohlestiftzeichnung auf blauem "PM Fabriano"-Bütten. Ligiert monogrammiert u.re. "Dix". An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas im hochwertigen, klassizistischen Rahmen.
WVZ Pfefferkorn Z 1942/25; WVZ Lorenz IE 9.1.3. mit abweichender Technik- und minimal abweichender Maßangabe.

Mit einer handschriftlichen Bestätigung von Bettina Dix.

Blatt insgesamt unscheinbar wellig. Die linke Blatthälfte mit einem Wasserfleck, dadurch recto fleckig und das Bütten aufgehellt bzw. ausgewaschen, verso in diesem Bereich zum Teil braunfleckig und mit vereinzelten Stockfleckchen.

Darst. ca. 28 x 28 cm, Bl. 43,5 x 31,2 cm, Ra. 79,5 x 63 cm. 4.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

285   Otto Dix "Bildnis Dr. Löffler (Kopf)". 1949.

Otto Dix 1891 Untermhaus/Gera – 1969 Singen am Bodensee

Lithografie auf chamoisfarbenem Kupferdruckpapier. Unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Dix" und datiert, li. bezeichnet "Probedruck". U.Mi. mit Prägestempel "Akademiedruck. Akademie der Bildenden Künste Dresden". Eines von zehn Exemplaren.
WVZ Karsch 172.

Vereinzelte kleine Fleckchen und Anschmutzungen, in den Ecken des Druckbereichs unscheinbar wellig. Kleiner bräunlicher Fleck re. oberhalb der Darstellung. U.re. Blattrand mit zwei kleinen, fachmännisch geschlossenen Einrissen (jeweils ca. 1 cm), dort leicht gestaucht. Die o. sowie die u.li. Ecken unscheinbar gestaucht. Blattrand o.li. mit winzigem Einriss (ca. 3 mm).

St. 37 x 26 cm, Bl. 49,5 x 37 cm. 1.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 1500 €
KatNr. 366 Curt Großpietsch
KatNr. 366 Curt Großpietsch
KatNr. 366 Curt Großpietsch

366   Curt Großpietsch "Selbstbildnis". 1960er Jahre.

Curt Großpietsch 1893 Leipzig – 1980 Dresden

Öl auf Leinwand, ganzflächig auf einen festen Karton kaschiert und verso umgeschlagen. Signiert "Curt Großpietsch" u.re. Verso auf dem Bildträger o.li. nochmals in Blei signiert sowie mit zwei neuen Klebeetiketten versehen, darauf u.a. bezeichnet, datiert und betitelt. In einer profilierten, glänzend schwarz gefassten Holzleiste mit goldfarbener Sichtleiste gerahmt. Verso Rahmen mit Vermerken einer Kunsthandlung.

Vgl. Katalog Kunstsammlung Gera S. 23.

Ecken etwas bestoßen und mit geringem Malschicht-Abrieb (in der Rahmung nicht sichtbar). Zwei Reißzwecklöchlein am li. und re. Rand im Bereich des Rahmenfalzes. Längliche weiße Farbspur o.li. Vereinzelt winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche.

45,9 x 31,7 cm, Ra. 53 x 38,6 cm. 6.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

370   Hans Grundig, Paar auf einer Bank sitzend - Dresdner Heide. 1925.

Hans Grundig 1901 Dresden – 1958 Dresden

Aquarell auf chamoisfarbenem Papier. In Blei signiert u.re. "Hans Grundig" und datiert. An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas in furnierter Holzleiste gerahmt.

Oberer Randbereich minimal finger- und knickspurig. Blattränder mit vereinzelten, ganz unscheinbaren Läsionen und oberflächlichem Farbabrieb.

42,7 x 32 cm, Ra. 66 x 54 cm. 5.500 - 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 517 Ernst Ludwig Kirchner
KatNr. 517 Ernst Ludwig Kirchner
KatNr. 517 Ernst Ludwig Kirchner

517   Ernst Ludwig Kirchner "Variété". 1911/1912.

Ernst Ludwig Kirchner 1880 Aschaffenburg – 1938 Frauenkirche-Wildboden

Bleistiftzeichnung auf Papier. Unsigniert. Verso in Blei wohl von fremder Hand betitelt "Variété I", datiert "1911/12" und nummeriert "B 6 5 (gestrichen) 4". An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas in braun gefasster, profilierter Holzleiste mit floralem Dekor gerahmt.

Provenienz: Nachlass Lise Gujer, Schweiz.

Abgebildet in: Ernst Ludwig Kirchner. Zeichnungen, Aquarelle und Pastelle. Ausstellungskatalog Galerie Werner Fischer. Berlin 2015. S. 6.

Lit.: Bolliger, Hans: Die Wollwebereien von Lise Gujer nach Entwürfen E. L Kirchners. Erschienen in: Das Werk: Architektur und Kunst - L'oeuvre: architecture et art. Heft 5 Wohnbauten, Band (Jahr): 42 (1955). S. 166-168.

Die Schweizer Textilkünstlerin Lise Gujer (1893-1967) wurde 1922 durch den Dichter Jakob Boßhardt mit Ernst Ludwig Kirchner bekannt. Kirchner, der in der Weberei eine weitere Möglichkeit einer künstlerischen Ausdrucksform sah, schuf schon in seiner Dresdner Zeit Stoffdrucke und Entwürfe für Stickereien. Nach einem ersten, erfolglosen Versuch einen figuralen Entwurf durch eine Bauernweberin ausführen zu lassen, bat Kirchner Lise Gujer um eine Ausführung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang es ihr durch eine Reduzierung der Zettelfäden und einen breiteren Kamm, die Brillanz der Farben und flächigen Formen darzustellen.
Von 1922 bis zum Tode Kirchners 1938 arbeiteten beide Künstler zusammen. In diesen Jahren verfolgte Gujer die Entwicklung des Künstlers und blieb mit ihm in engem Kontakt.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Dr. Presler, Weingarten, für freundliche Hinweise.

Blatt etwas wellig, vereinzelt leicht wischspurig. Blattrand re. mit Verlusten, bis in die Darstellung hineinreichend, dort fachmännisch mit Flüssigpapier hinterlegt. Im Randbereich der Verluste mit gelblicher Verfärbung.

20,5 x 16,2 cm, Ra. 33,5 x 28 cm. 3.500 - 4.000 €
KatNr. 569 Paula Lauenstein, Hans Nötzel - auf einen Stuhl sitzend. Wohl 1924.
KatNr. 569 Paula Lauenstein, Hans Nötzel - auf einen Stuhl sitzend. Wohl 1924.
KatNr. 569 Paula Lauenstein, Hans Nötzel - auf einen Stuhl sitzend. Wohl 1924.

569   Paula Lauenstein, Hans Nötzel - auf einen Stuhl sitzend. Wohl 1924.

Paula Lauenstein 1898 Dresden – 1980 Crostau

Bleistiftzeichnung auf feinem, wolkigen Papier. In Blei signiert u.li. "P. Lauenstein" und datiert "11. Jan". Verso mit dem Nachlass-Stempel versehen. An den o. Ecken im Passepartout montiert. Hinter Glas in brauner Holzleiste gerahmt.

Wohl im Januar und Februar 1924 entstand eine Serie Zeichnungen, die Hans Nötzel, einen Jungen mit Turmschädel zeigt. Die Serie reicht von fein ausgearbeiteten Bleistiftzeichnungen über schwungvoll ausgeführte, großzügige Zeichnungen mit wenigen Linien und Straffuren bis zu skizzenhaften Grotesken. Auf diese Weise probierte sich die Künstlerin wohl stilistisch und technisch aus und tastete sich gleichzeitig an die Deformierung der Schädelform heran. Zitiert nach: Dalbajewa, Birgit: "Ja Sie, mit Ihrem Talent!" Zu Werk und Leben von Paula Lauenstein (1898-1980). Erschienen in: Peters, Anne; Smitmanns, Adolf: Pauls Lauenstein, Elfriede Lohse-Wächtler, Alice Sommer - drei Dresdner Künstlerinnen in den 20er Jahren. Städtische Galerie Albstadt 1997. S. 21f. Kat.Nr. 31 und 32.

Blatt leicht wellig. Technikbedingt etwas wischspurig, mit vereinzelten Stockfleckchen. Die Ecke u.li. knickspurig, beide u. Blattecken mit kleinen Materialverlusten, diese fachmännisch ergänzt. Im o.li. Bildbereich zwei schräg (parallel) verlaufende, lange Knickspuren, im Gesamtbild unauffällig.

69,4 x 45,5 cm, Ra. 87 x 71,5 cm. 1.800 €
KatNr. 570 August Leonhardi
KatNr. 570 August Leonhardi
KatNr. 570 August Leonhardi

570   August Leonhardi "Verlassener Steinbruch" (Im Wachwitzer Grund bei Dresden). Wohl Anfang 20. Jh.

August Leonhardi 1867 Dresden-Loschwitz – 1931 ebenda

Öl auf Leinwand in Köperbindung. Ligiert signiert "Aleonhardi." u.re. Verso auf oberer Keilrahmenleiste nochmals in Farbstift signiert "Aug. Leonhardi, Blasewitz", betitelt sowie mit dem Nachlass-Stempel "Prof. Rich. Müller Dresden" und mit einem historischen Papieretikett versehen, darauf in Tinte bezeichnet, betitelt sowie in Blei nummeriert "No 111" sowie ortsbezeichnet "im Wachwitzgrund". Weitere Nummerierung in Blei "1143/1080" o.li. Auf der Mittelleiste des Keilrahmens nochmals mit dem Nachlass-Stempel sowie mit einem historischen Händler-Etikett "FAUNAUER & SCHWAB DRESDEN" versehen. Auf der Leinwand in weißer Kreide nummeriert "1196" o.li. In einer goldfarbenen, profilierten Holzleiste gerahmt.

Provenienz: Privatbesitz Dresden; vormals Nachlass des Künstlers Richard Müller.

Leichte Deformation in der Leinwand am u. Rand. Malschicht partiell mit altersbedingtem Krakelee und leichter Klimakante. Vereinzelt winzige Malschicht-Fehlstellen im Himmel. Verso Leinwand etwas fleckig.

78,7 cm x 93,6 cm, Ra. 94 x 108,5 cm. 1.500 €
Zuschlag 1200 €
KatNr. 591 Elfriede Lohse-Wächtler, Kopf einer hageren Frau im Dreiviertelprofil. Um 1930.
KatNr. 591 Elfriede Lohse-Wächtler, Kopf einer hageren Frau im Dreiviertelprofil. Um 1930.
KatNr. 591 Elfriede Lohse-Wächtler, Kopf einer hageren Frau im Dreiviertelprofil. Um 1930.

591   Elfriede Lohse-Wächtler, Kopf einer hageren Frau im Dreiviertelprofil. Um 1930.

Elfriede Lohse-Wächtler 1899 Dresden – 1940 ebenda

Aquarell über Blei auf gelblichem, leichten Karton. Unsigniert. An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas in einer furnierten Leiste mit geometrischem Eckornament gerahmt.
Nicht im WVZ Reinhardt.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.

Technikbedingt partiell etwas wischspurig. Die Randbereiche leicht atelier- und fingerspurig, im li.o. Randbereich mit kleinen kreisrunden Abdrücken. Blattränder etwas ungerade geschnitten. Im o.li. Bildbereich zwei schräg (parallel) verlaufende, lange Knickspuren, im Gesamtbild unauffällig. Verso mit Wischspuren in Grafit.

37 x 34,4 cm, Ra. 70,5 x 59 cm. 6.000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

666   Heinz Plank "Verzweiflung am Nachmittag". 1985.

Heinz Plank 1945 Bad Elster

Öl auf Hartfaser. Signiert "Plank" und ausführlich datiert "10/85" u.li. Verso auf dem Bildträger o.re. in Faserstift nummeriert "124815007", u.re. "2x". Ein Klebeetikett Mi.li. mit dem Adress-Stempel des Künstlers sowie in Kugelschreiber betitelt, datiert, technikbezeichnet und bemaßt. In einer matt-schwarz gefassten Holzleiste gerahmt.
WVZ Plank (vom Künstler geführt, unpubliziert) M 289.

Verso etwas atelierspurig. Malschicht in den Falzbereichen umlaufend mit Bereibungen aufgrund einer Künstlerrahmung mit Nagelstiften.

60,8 x 44,2 cm, Ra. 63,8 x 47,5 cm. 1.800 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2600 €
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682   Curt Querner "Regina" (Stehender Akt). 1938.

Curt Querner 1904 Börnchen – 1976 Kreischa

Aquarell über Bleistift und Kohlestift auf Bütten. In Blei u.re. signiert "Curt Querner" und ausführlich datiert "28.10.38". Verso mit weiteren Bleistiftskizzen, dort nochmals ausführlich datiert "19.6.38". Ein Prägestempel in der Ecke o.li. (nicht aufgelöst). An den o. Ecken im Passepartout montiert und hinter Glas in einer furnierten Holzleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Dittrich.

Technikbedingt leicht wellig. U.re. mit unscheinbarer Knickspur, im Gesamtbild unauffällgi. Blattecken mit Reißzwecklöchlein. Verso am o. Rand mit Resten einer älteren Montierung.

46,3 x 30,5 cm, Ra. 66 x 51 cm. 3.500 - 4.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

696   Theodor Rosenhauer, Lößnitz-Landschaft im Vorfrühling. 1948.

Theodor Rosenhauer 1901 Dresden – 1996 Berlin

Aquarell über Bleistift auf "PM Fabriano"-Bütten. In Blei signiert "Th. Rosenhauer" u.re. und datiert u.li. An den Ecken auf Untersatzkarton montiert und hinter Glas im Wechselrahmen gerahmt.

Technikbedingt leicht wellig. Minimal gebräunt, die Farben etwas geblichen, etwas fingerspurig. Verso mit Resten einer älteren Montierung, atelierspurig.

42 x 55 cm, Ra. 55 x 74 cm. 3.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
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697   Theodor Rosenhauer, Stilleben mit Dalien und Zinnien im braunen Krug. Wohl 1960er Jahre.

Theodor Rosenhauer 1901 Dresden – 1996 Berlin

Aquarell und Gouache auf kräftigem "PM FABRIANO"-Bütten. In Blei signiert "Th. Rosenhauer" u.li. Vollflächig auf mit textilem Gewebe bespannter Platte montiert und hinter Glas in schmaler, profilierter Holzleiste gerahmt.

Malschicht mit werkimmanenten Wischspuren, vereinzelten Fleckchen und Farbspuren, im Bereich der Vase unscheinbar stockfleckig. Ränder mit kleinen Läsionen und Knicken. Ecke u.re. mit kleiner Fehlstelle, u.li. gestaucht.

56,5 x 42 cm, Ra. 59,5 x 45,5 cm. 3.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 2500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

698   Theodor Rosenhauer, Kapelle des Hl. Rochus in Tavira (Portugal). 1981.

Theodor Rosenhauer 1901 Dresden – 1996 Berlin

Öl auf Leinwand. Signiert "Th. Rosenhauer" u.re. Verso auf der unteren Keilrahmenleiste von fremder Hand in Faserstift ortsbezeichnet und datiert "ROSARIO, TAVIRA, 81" sowie "PORTUGAL 81". In einer profilierten, matt-schwarz gefassten Holzleiste mit goldfarbener Sichtleiste gerahmt.
Nicht im WVZ Werner, das Gemälde wird in den Nachtrag zum WVZ Werner aufgenommen.


Wir danken Frau Dr. Gabriele Werner, Dresden, für freundliche Hinweise.

Partiell unscheinbare Abdrücke von Leinwand in den Pastositäten, entstanden wohl kurz nach Abschluss des Malprozesses in die noch frische Farbe. Vereinzelt sehr kleine Malschicht-Fehlstellen im Bereich des Rahmenfalzes, kleiner Kratzer am Rand u.Mi. (jeweils im gerahmten Zustand nicht sichtbar).

58,3 x 78,2 cm, Ra. 76 x 95,7 cm. 18.000 - 20.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
Zuschlag 16000 €
KatNr. 885 Paul Wilhelm, Radebeul - Im Garten des Künstlers. Um 1935-1940.
KatNr. 885 Paul Wilhelm, Radebeul - Im Garten des Künstlers. Um 1935-1940.
KatNr. 885 Paul Wilhelm, Radebeul - Im Garten des Künstlers. Um 1935-1940.

885   Paul Wilhelm, Radebeul - Im Garten des Künstlers. Um 1935-1940.

Paul Wilhelm 1886 Greiz – 1965 Radebeul

Öl auf Leinwand. Signiert "P. Wilhelm" u.li. Verso auf der Leinwand Mi. nochmals in schwarzer Farbe signiert und o.Mi. nummeriert "41". Verso auf rechtem Keilrahmenschenkel in Blei vermerkt "Leinewand 5a". In einer profilierten Holzleiste gerahmt.

Vgl. dazu motivgleiche Darstellungen "Spätsommergarten", 1952 und "Herbstgarten", 1930 (Schmidt, Werner: Paul Wilhelm zum 100. Geburtstag, Dresden 1987, S. 6; 17).

Malschicht mit altersbedingtem, leicht schüsselförmigen Krakelee. Geringfügige Bildträger-Deformationen an Ecke u.li. Vereinzelt kleine Malschicht-Fehlstellen und wohl werkimmanente kleine Löchlein im Falzbereich. Kleine Retusche u.li.

55,7 x 77 cm, Ra. 68,1 x 88,5 cm. 3.500 - 4.000 €
KatNr. 958 Franz Fiedler, Otto Dix. Um 1923.
KatNr. 958 Franz Fiedler, Otto Dix. Um 1923.

958   Franz Fiedler, Otto Dix. Um 1923.

Franz Fiedler 1885 Proßnitz – 1956 Dresden

Bromsilbergelatineabzug. Unsigniert. Verso in Blei von fremder Hand künstlerbezeichnet. Im Passepartout.

Partiell mit Aussilberungen. O.re. kleiner Fleck (möglicherweise aus dem Werkprozess). Verso o. Rand mit Klebespur aufgrund früherer Montierung, sich recto in Emulsion leicht abzeichnend.

22,9 x 16,9 cm, Psp. 61 x 43 cm. 1.200 €
Zuschlag 1900 €
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder
KatNr. 990 Carl Röder

990   Carl Röder "Schiffbruch". Vor 1907.

Carl Röder 1854 Greiz – 1922 Dresden

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Am unteren Ende des Ruders in Kapitälchen signiert "C. Roeder fec.". Auf einer rotbraunen Marmorplinthe montiert.
Lose auf einem originalen, hochrechteckigen Sockel aus schwarz ebonisiertem Holz mit profilierter Sockelzone und eingelassenem, halbplastischen Säulenrelief mit Kanneluren gesetzt.

Wir danken Herrn Rainer Koch, Greiz, für freundliche Hinweise.

Zu weiteren Exemplaren vgl.:
Carl Röder - Leben und Wirken - Zum 160. Geburtstag - Ausstellung vom 01.03. - 04.05.2014 im Museum im Oberen Schloss Greiz.
Museum und Kunstsammlung Schloss Hinterglauchau, bis 1950 Teil der Sammlung des Dresdner Mediziners Dr. Paul Geipel.

Zum Motiv des Ruderers vgl. Carl Röder "Ruderer", 1903, Städtische Galerie Dresden, Inv.Nr. 1976/K 83.

Patinierung mit kleinem Abrieb am Rücken der weiblichen Figur. Marmorplinthe mit kleiner Abplatzung re. sowie Verbindung Plinthe und Sockel hinten li. sich lösend. Sockel vereinzelt mit Trocknungsrissen sowie mit Bestoßungen und Kratzspuren an den Seitenflächen.

H. (ohne Sockel) 77,5 cm, H. (mit Sockel) 178,5 cm. 7.000 - 9.000 €
KatNr. 995 Otto Poertzel
KatNr. 995 Otto Poertzel
KatNr. 995 Otto Poertzel
KatNr. 995 Otto Poertzel
KatNr. 995 Otto Poertzel
KatNr. 995 Otto Poertzel

995   Otto Poertzel "Der Gefangene Vogel". Um 1925/1930.

Otto Poertzel 1876 Scheibe-Alsbach – 1963 Coburg

Bronze, gegossen, goldbronzefarben sowie partiell lasierend farbig gefasst. Auf Zehenspitzen schreitende Tänzerin im schmetterlingsähnlichen Gewand. Auf der flachen, runden Plinthe signiert "Prof. Poertzel". Auf einem Marmorsockel montiert.

Die Skulptur zeigt die deutsche Tänzerin und Schauspielerin Niddy (Luise) Impekoven (1904 Berlin - 2002 Bad Ragaz, Schweiz) in ihrer Rolle als "Gefangener Vogel". In dieser Choreografie zu Musik von Bruno Hartl (1880–1939) verarbeitete Niddy Impekoven, welche neben Mary Wigman und Valeska Gert zu den bedeutendsten Vertreterinnen des frühen deutschen Ausdruckstanzes gehört, die Zerrissenheit zwischen ihrem tänzerischen Freiheitsdrang und den starren Formen des klassischen Balletts künstlerisch.

Vereinzelte kleine oberflächliche Unregelmäßigkeiten, kleine Kratzspur am Rücken sowie am linken unteren Bein. Unscheinbare Kratzspuren auf der Plinthe. Sockel mit minimalen Abplatzungen an den u. Kanten.

H. 50 cm, mit Sockel 67 cm, B. 45 cm. 3.000 - 4.000 €
Zuschlag 3400 €
KatNr. 1000 Giuliano Pedretti
KatNr. 1000 Giuliano Pedretti

1000   Giuliano Pedretti "Pferdekopf (erschrocken)". 1994.

Giuliano Pedretti 1924 Basel – 2012

Bronze, matt dunkelbraun patiniert. Am Fuß monogrammiert "Gu.P.", datiert und nummeriert "3/5" sowie mit dem Gießereistempel der Schweizer Gießerei Perseo SA, Mendrisio versehen.

Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.

Wir danken Herrn Ulrich Suter, Celerina (Schweiz), für freundliche Hinweise.

«Was mich beschäftigt, ist die Zerstörung der physischen Form zugunsten einer Visionsform.»
Giuliano Pedretti

Ernst Beyerle, Kunsthistoriker und Gesprächspartner von Pedretti, regte diesen in den 1980er Jahren dazu an, neben seiner bildhauerischen Tätigkeit mehr zu zeichnen. Pedretti entwickelte aus diesen Zeichnungen durch Ausschneiden und Montieren auf eine Glasplatte, die im Raum aufgestellt werden konnte, eigene autonome Zeichnungen, die als flache "eindimensionale" Figuren funktionierten.
Als Bildhauer versuche er wiederum, die Zeichnungen plastisch umzusetzen. Es entstanden flache Figuren, welche trotzdem ein Volumen evozieren. Die physische Form des Objekts wird zugunsten einer Vision der Bewegung aufgelöst.

Literatur: Suter, Ulrich: Giuliano Pedretti. Basel 2004.

Vereinzelte unpatinierte Nachbearbeitungen.

H. 26 cm, B. 27 cm, T. 6 cm. 4.200 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

1001   Klaus Schwabe "Stürzender Ikarus". 1996.

Klaus Schwabe 1939 Unterweißbach – 2017 Leipzig

Bronze, gegossen, grünschwarz patiniert. Kopfüber stürzender Torso mit zerklüfteten Flügelansätzen. Am Stand mit dem Prägestempel "K. Sch" versehen sowie nummeriert "2/12". Auf einer schmalen, quadratischen Edelstahlsäule mit quadratischer Grundplatte montiert.

Nach einem Unfall im August 1981 beschäftigte sich Klaus Schwabe intensiv mit der Technik des Wachsausschmelzverfahrens. Es entstanden ab 1982 mehrere Skulpturen, die versehrte Körper thematisieren - so 1982 "Ikarus 88", H. 92 cm (Sächsischer Kunstfond Dresden) und 1985 "Stürzender", H. 85 cm (Kunstmuseum Kloster Unserer Lieben Frauen Magdeburg).
In den 1990er Jahren griff der Künstler dieses Thema erneut auf.
Ein weiteres Exemplar des "Stürzenden Ikarus" aus dem Jahr 1996 befindet sich in der Sammlung der Kunsthalle der Sparkasse Leipzig.

Vgl.:
Meißner, Günther: Klaus Schwabe. Plastik, Grafik, Malerei. o.O., 1995. S. 27 mit Abb. und S. 47f. ("Ikarus 88" und "Stürzender, 2. Fassung").

Scheibner, Wolfgang; Wintermann, Klaus-Dieter: Klaus Schwabe. Zwischenbilanz. Plastik, Aquarelle, Handzeichnungen aus zwei Jahrzehnten. Dresden, 1984. Kat.Nr. P 52 und S. 25 mit Abb. ("Stürzender").

Patina an einzelnen Stellen berieben.

H. 72 cm, B. 26 cm, T. 16 cm, H. mit Sockel 163 cm. 6.000 €
* Zzgl. Folgerechtsabgabe 2.00 %.
KatNr. 1220 Collieranhänger mit großem Diamantsolitär. 1920er Jahre.

1220   Collieranhänger mit großem Diamantsolitär. 1920er Jahre.

585er Weißgold und Gelbgold (geprüft). Kreisrunde Anhängerform, mit einem Brillanten in Vollschliff und mit Rund-Kalette (3,17 ct, VS 2) in leicht getöntem Weiß (J) gefasst. Die Zargenfassung zusätzlich mittels acht reliefierter Krappen akzentuiert. Kreisrunder Collierbügel. Ungemarkt.

Mit einer Expertise von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm. G., vom 18.05.2018.

Eine obere Rundistfacette mit wachstumsbedingter, geschliffener Luftblase, im Gesamtbild unauffällig. Minimale Tragespuren.

D. ges. 14 mm. Gew. ges. 4,8 g. 10.000 - 12.000 €
Zuschlag 7500 €
KatNr. 1263 Großes Becken aus dem sächsischen Königshaus. 1806-1824.
KatNr. 1263 Großes Becken aus dem sächsischen Königshaus. 1806-1824.

1263   Großes Becken aus dem sächsischen Königshaus. 1806-1824.

Kupfer, getrieben, die Innenwandung verzinnt. Runder Spiegel mit senkrechter Wandung und waagerechtem Rand. Auf der Außenwandung das bekrönte, kursive Monogramm Friedrich August I. ("des Gerechten") von Sachsen "FAR" (verschlagen), unterhalb gestempelt "3.".

Wandung fachmännisch poliert und mit einem Zaponlack versehen (reversibel). Verzinnung berieben, partiell oxidiert. Wandung und Fahne mit Kratzspuren und leichten Eindellungen. Die Außenwandung umlaufend mit ringförmigen Nutzungsspuren. Boden gedellt und uneben.

D. 46,3 cm, Gew. 5,25 kg. 1.700 €
KatNr. 1264 Große Kasserolle aus dem sächsischen Königshaus. 1806-1824.
KatNr. 1264 Große Kasserolle aus dem sächsischen Königshaus. 1806-1824.

1264   Große Kasserolle aus dem sächsischen Königshaus. 1806-1824.

Kupfer, getrieben, gewalzt und innen verzinnt. Zylindrischer Korpus mit flachem Stiel und gerundetem Abschluss. Auf Stiel und Korpus das bekrönte, kursive Monogramm von Friedrich August I. ("des Gerechten") von Sachsen "FAR", unterhalb gestempelt "38", "F2" sowie mit der Stempelung der Königlichen Hofkonditorei Dresden "KHC".

Oberfläche fachmännisch poliert und mit einem Zaponlack versehen (reversibel). An der Bodenkante mit drei genieteten Kupferverstärkungen (innen- und außenseitig), diese partiell rissig. Am Korpus im Bereich des Stiels eine Eindellung, Verzinnung etwas berieben und oxidiert.

D. 31 cm, L. max.61,5 cm, Gew. 2,2 kg. 1.200 €
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.
KatNr. 1363 Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.

1363   Acht Empire-Salonstühle aus Schlossbesitz. Sachsen. Frühes 19. Jh.

Nussbaum mit lebendiger Textur auf Nadelholz furniert. Je drei und fünf identische Stühle. Seitenrahmenkonstruktionen mit geschwungenen Vierkantbeinen. Fünf Stühle mit gewölbten Kniebrett, drei Stühle ohne Kniebrett. Leicht auswärts gewölbtes Schulterbrett mit intarsiertem Arabeskendekor, je drei und fünf Stühle mit identischen Intarsien. Geschwungener Mittelsteg mit zentraler Rosette. Lehne, Rahmen, Beine und Kniebretter mittels Fadenintarsien in Ahorn akzentuiert. Polsterung mit Rosshaarfüllung, Stoffbezug. Unterseits im Rahmen teils gestempelt "Eigentum Schloss Pillnitz" sowie mit Inventarnummern.

Oberfläche altersbedingt mit Nutzungs- und Druckspuren, vereinzelt mit Trocknungsrissen. Lehnenvoluten bei zwei Stühlen angeschäftet und ergänzt. Fadenintarsien vereinzelt mit kleineren Fehlstellen. Ein Stuhl am Kniebrett re. mit deutlicherem Furnierverlust sowie mit einem Riss und einer Ausfugung am Bein. Mittelsteg mit etwas Materialverlust. Ein weiterer Stuhl am Kniebrett mit deutlichem horizontalen Furnierverlust. Ein Stuhl an einem Vorderbein im oberen Bereich angeschäftet und mit Ergänzung.

H. ges. 85,5 cm, Sitzhöhe 45 cm, Sitztiefe 41 cm. 1.700 €
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Die im Katalog ausgewiesenen Preise sind Schätzpreise. Die Mehrheit der Artikel ist differenzbesteuert, auf den Zuschlagspreis wird damit keine Mehrwertsteuer erhoben.

* Artikel von Künstlern, für die durch die VG Bildkunst eine Folgerechtsabgabe erhoben wird, sind durch den Zusatz "zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5%" gekennzeichnet. (Versteigerungsbedingungen Punkt 7.4.)

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