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AUCTION 53 Fine Art & Antiques
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KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.
KatNr. 5 Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.

005   Carlo Canella, Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig. Mid 19th cent.

Oil on canvas, auf eine Spanplatte maroufliert. Signiert "Canella. Carlo" u.li. Im prunkvollen, klassizistischen, vergoldeten Rahmen mit Pfeifenschnitt-Dekor gerahmt.

Der Maler Carlo Canella spezialisierte sich, wie auch sein Bruder Giuseppe Canella, auf das Sujet der Vedutenmalerei. Es entstanden vorrangig Ansichten norditalienischer Städte, u.a. von Mailand und Verona, wo der Maler vorwiegend tätig und mit seinen Werken auf internationalen und nationalen Ausstellungen vertreten war. Desweiteren widmete sich Canella auch der Darstellung von Innenräumen, insbesondere von Kirchen, welche aufgrund ihrer Detailgetreue auch stets einen dokumentarischen Wert besitzen.

Bei dem hier dargestellten Kircheninterieur handelt es sich um die Kirche Santa Maria Gloriosa die Frari, eine der Hauptkirchen Venedigs in gotischem Stil, welche ursprünglich und auch heutzutage wieder das berühmte Altarbild der "Assunta" von Tizian beherbergt. 1816 wurde dieses in einen eigens für das Altargemälde eingerichteten Raum in der Galleria dell'Accademia in Venedig überführt und erst wieder ab 1919 in der Frari-Kirche präsentiert. Anstelle der Mariä Himmelfahrt von Tizian wurde zwischenzeitlich ein Gemälde des gleichen Sujets von Giuseppe Porta, gen. Salviati, aufgestellt, welches Canella zu seiner Zeit sah und in seinem Gemälde festhielt.

Das Gemälde "Blick in den Chor der Frari-Kirche in Venedig", ist Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden, als sich der Maler auf dem Höhepunkt seines Schaffens befand und sein Stil voll entwickelt war. Dies zeigt sich in der sehr präzisen und routinierten Ausführung der architektonischen Details und der Figurengruppen.
Vom linken Seitenschiff aus blickt der Betrachter in den durch einfallendes Tageslicht erhellten Chorraum, der den Mittelpunkt des Gemäldes bildet. Wie auch in anderen Werken des Künstlers ist die Perspektive dezentriert, wodurch die Szene den Charakter einer Momentaufnahme erhält und dem Betrachter die Rolle eines stillen Beobachters zukommt, der das Geschehen im Hauptschiff von einem etwas entfernten Standpunkt mitverfolgen kann.
Die festliche Atmosphäre der Messe mit der zum Hauptaltar schreitenden Prozession wird durch die stimmungsvolle Lichtführung besonders hervorgehoben.
Das Licht als Stimmungsträger und die gleichsam entstehenden Schattenpartien erzeugen spannungsreiche Kontraste, deren abgestufte Nuancen in vollem Umfang malerisch umgesetzt sind.

Olio su tela, su supporto ligneo con marouflage. Firmato in basso a destra „Canella. Carlo“. In cornice dorata classica con decoro geometrico a rettangoli.

Piccole cadute e aggiunte di colore sul bordo della tela. Vernice rinnovata. Verso leggermente deformato a causa di un adesivo. Cornice con minimi difetti, colore bronzo ritoccato.

Il pittore Carlo Canella, come il fratello Giuseppe, si specializzò nel genere della veduta. Egli rappresentò, con precisione documentaria e fedeltà di particolari, le città dell’Italia settentrionale, in particolare Milano e Verona dove visse ed operò. Canella si dedicò inoltre alla rappresentazione di ritratti e scene d’interni, nelle quali la chiesa cittadina occupa un soggetto privilegiato.

In questo quadro viene raffigurato l’intero della Basilica veneziana Santa Maria Gloriosa die Frari, nel cui coro si trova tuttora l’Assunta , la monumentale pala d’altare di Tiziano. Tra 1816 e il 1919 l’Assunta venne però temporaneamente trasportata in una delle Sale delle Gallerie dell’Accademia e al suo posto venne esposto un quadro di medesimo soggetto di Giuseppe Porta detto Salviati. È proprio in questa fase che viene documentato l’interno della Basilica nel quadro di Carlo Canella.
"Scorcio verso il coro della Basilica Santa Maria Gloriosa die Frari" viene datato verso la metà del Ottocento. Fase di piena maturità del pittore che si caratterizza per opere con una prospettiva decentrata e un forte contrasto chiaroscurale.
Al centro della composizione si trova uno scorcio aperto verso il coro della Chiesa, quest’ultimo illuminato dalla luce del giorno filtrata dalle alte vetrate. Come in altre opere dell’artista, anche qui viene rappresentata una scena dal forte carattere istantaneo, in cui l’osservatore viene catturato e diventa egli stesso uno spettatore silenzioso che segue da lontano messa e la processione. La solenne atmosfera viene accentuata dal forte contrasto di luci, le cui graduali sfumature sono rese con estrema maestria.

Leinwand mit punktuellen Deformationen aufgrund rückseitigen Klebemittels. Farblich ergänzte Malschicht-Fehlstellen im Randbereich sowie weitere kleine in der Bildfläche. Malschicht gesamtflächig mit feinem Alterskrakelee. Firnis erneuert. Rahmen mit kleinen Fehlstellen der Fassung, bronzefarbene Retuschen.

77,9 x 65,9 cm, Ra.102 x 89,5 cm. limit price 12000 €
sold at 12000 €
KatNr. 16 Josef Mansfeld, Stillleben mit Zeitung und Früchten. 1884.

016   Josef Mansfeld, Stillleben mit Zeitung und Früchten. 1884.

Oil on wood panel. Signiert "Josef Mansfeld" und datiert o.re. Verso in Blei auf dem Bildträger nummeriert "59/8" Mi. sowie auf einem Klebeetikett in Kugelschreiber mit Angaben zum Künstler aus einem Nachschlagewerk u.li. versehen.

Der dazugehörige Rahmen wird unter der separaten Katalognr. 1301 angeboten.

Sehr kleine Kerben in der Malschicht, u.a. im Hintergrund Mi.li. sowie u.re. Verso Bildträger mit Kerben ehemaliger Einrahmung. Wenige kleine Retuschen, v.a. an den Bildrändern, Firnis erneuert.

31,5 x 26,2 cm. limit price 600 €
sold at 950 €
KatNr. 70 Arthur Feudel, Drei Ansichten von Katwijk, Holland. 1903- 1911.
KatNr. 70 Arthur Feudel, Drei Ansichten von Katwijk, Holland. 1903- 1911.
KatNr. 70 Arthur Feudel, Drei Ansichten von Katwijk, Holland. 1903- 1911.

070   Arthur Feudel, Drei Ansichten von Katwijk, Holland. 1903- 1911.

Oil on cardboard. Jeweils u.re. signiert "Arthur Feudel" und betitelt, zwei Arbeiten datiert.

Provenienz: Nachlass Oskar Schröder.

Oberflächen angeschmutzt, Ränder mit leichten Läsionen, Druckstellen und Farbabplatzungen. Eine Arbeit mit nahezu vertikal verlaufenden feinen Brüchen in der Malschicht.

Max. 30,5 x 46 cm. limit price 120 €
sold at 700 €
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.
KatNr. 74 Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.

074   Philipp Franck, Frühling in einem Park am Wannsee. 1906.

Oil on canvas. Signiert "Philipp Franck" und datiert u.re. In einer goldfarben gefassten, profilierten Holzleiste gerahmt.
Die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Immenhausen aufgenommen.

Bildträger am oberen Rand unscheinbar wellig. Malschicht mit vereinzelten, punktuellen Retuschen. Leichtes Krakelee im Bereich des Himmels mittig.

79,5 x 90,5 cm, Ra. 90 x 100 cm. limit price 10000 €
sold at 10000 €
KatNr. 143 Max Pietschmann, Nach dem Bade (Weiblicher Akt mit Tuch), 1911.

143   Max Pietschmann, Nach dem Bade (Weiblicher Akt mit Tuch), 1911.

Oil on cardboard. Signiert "Max Pietschmann" und datiert u.re. Bildträger verso mit braunem, lasierenden Anstrich.

Kleiner Einriss in oberer Bildträgerschicht u.re. Ränder und Ecken mit kleinen Läsionen. Vereinzelt winzige Malschicht-Fehlstellen. Verso leichter Abrieb.

52,6 x 27,9 cm. limit price 600 €
sold at 1100 €
KatNr. 171 Gustav Adolf Thamm, Frühling in Kuntratitz (Kundratitz, Tschechien). Early 20th cent.
KatNr. 171 Gustav Adolf Thamm, Frühling in Kuntratitz (Kundratitz, Tschechien). Early 20th cent.
KatNr. 171 Gustav Adolf Thamm, Frühling in Kuntratitz (Kundratitz, Tschechien). Early 20th cent.

171   Gustav Adolf Thamm, Frühling in Kuntratitz (Kundratitz, Tschechien). Early 20th cent.

Oil painting auf kaschierter Malpappe. Signiert "A. Thamm" u.li. Verso von fremder Hand in Blei betitelt. In breiter, gekehlter, schwarzer Holzleiste gerahmt.

Thamms Motiv war zur Entstehungszeit so populär, daß eine Variation als Gemäldereproduktion der Deutschen Gemälde-Industrie Georgi & Co. (DEGI) Verbreitung fand.

Malschicht mit sehr vereinzelten kleinen Fehlstellen am Bildrand li. sowie in der Ecke u.li. Im Falzbereich umlaufend Nagellöchlein.

39 x 53 cm, Ra. 56 x 68,7 cm. limit price 2000 €
sold at 2600 €
KatNr. 184 Albert Wigand
KatNr. 184 Albert Wigand
KatNr. 184 Albert Wigand

184   Albert Wigand "Obstteller mit Glas". Um 1964.

Oil on cardboard. In Kugelschreiber signiert "Wigand" o.li. im rosafarbenen Feld. Malpappe verso mit ganzflächigem, blauen Anstrich versehen. Im profilierten, grau gefassten Künstlerrahmen mit goldfarbener Abschlusskante.
WVZ Grüß-Wigand Supplement A-1964/5.

Malpappe leicht gewölbt, Ecken leicht aufgefasert und mit kleinen Malschicht-Fehlstellen. Weitere geringfügige Fehlstellen und unscheinbare Abdrücke des Rahmenfalzes an den Bildrändern umlaufend. Ein unscheinbarer Kratzer in der obersten Malschicht u.Mi. Bildträger verso kratzspurig und geringfügig fleckig.

24,9 x 34,7 cm, Ra. 29,9 x 38,9 cm. limit price 4000 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 8500 €
KatNr. 186 Paul Wilhelm

186   Paul Wilhelm "Kopf eines jungen Mädchens en face". Um 1925- 1927.

Oil on cardboard. Unsigniert. Verso mit der handschriftlichen Nachlassbestätigung von Prof. Dr. Werner Schmidt, Dresden.

Malschicht in den Höhen sehr vereinzelt mit minimalen Druck- und Abriebspuren.

22 x 17,3 cm. limit price 900 €
sold at 3000 €
KatNr. 187 John M. August Will, Blick über die Lagune von Venedig. 1901.
KatNr. 187 John M. August Will, Blick über die Lagune von Venedig. 1901.
KatNr. 187 John M. August Will, Blick über die Lagune von Venedig. 1901.

187   John M. August Will, Blick über die Lagune von Venedig. 1901.

Oil on canvas. Signiert "JWill" u.re., ortsbezeichnet "Venice" und datiert u.li. Verso mit dem Stempel der Galerie Blanchet in Paris sowie nummeriert "214". Auf dem Keilrahmen undeutlich bezeichnet und wohl betitelt. In einem floral ornamentierten Stuckrahmen.

Bildträger mit beginnender Klimakante. Fachgerecht ausgeführte Retusche über winzigem, hinterlegten Riss u.Mi.

33 x 55 cm, Ra. 51,7 x 73,1 cm. limit price 1200 €
sold at 4200 €
KatNr. 258 Theobald von Oer
KatNr. 258 Theobald von Oer
KatNr. 258 Theobald von Oer
KatNr. 258 Theobald von Oer

258   Theobald von Oer "Die Fürstin Gallitzin im Kreis ihrer Freunde". Vor 1864.

Black chalk und Blei, partiell weiß gehöht, auf bräunlichem Karton, auf Baumwollgewebe kaschiert. Unsigniert. Unterhalb der Darstellung von Künstlerhand mit den Namen der dargestellten Personen versehen.

Karton zu dem 1864 entstandenen, gleichnamigen Gemälde, welches sich heute im Besitz des Bistums Münster befindet.

Provenienz: Aus dem Nachlass des Oberamtsrichters Adolf Geuder, Dippoldiswalde.

Das Gemälde von Theobald von Oer, das nach dem Karton 1863/64 in Dresden entstand, wurde durch die finanzielle Unterstützung der rheinischen und westfälischen Aristokratie gefördert. Als Geschenk an den Bischof von Münster sollte es zur Unterstützung der katholischen Kirche aufrufen, deren gesellschaftspolitische Einflussnahme im preußischen Staat zunehmend geschwächt worden war.
Es zeigt die Fürstin von Gallitzin im Kreise ihrer Freunde im Jahr 1800. Amalie von Gallitzin, Tochter des protestantischen, preußischen Feldmarschalls Reichsgraf Samuel von Schmettau und einer katholischen Mutter, wurde 1765 Hofdame Anna Elisabeth Luise von Brandenburg-Schwedts am preußischen Hof. 1768 heiratete sie den russischen Gesandten in Paris, den Fürsten Dmitri Alexejewitsch Golizyn (1734–1803), über den sie Kontakt zu den wichtigen Persönlichkeiten der Aufklärung bekam.
Seit 1779 war sie in Münster ansässig, wo sie nach einer Krankheit und der intensiven Beschäftigung mit Religion 1786 zum Katholizismus konvertierte. Ihr Haus wurde Mittelpunkt des Münsterschen Kreises, welcher von den Zeitgenossen liebevoll-ironisch "familia sacra“ genannt wurde. Die Gemeinschaft widmete sich der Wiederbelebung und Befestigung des katholischen Glaubens im Münsterland.
Das zeitlich zurückgreifende Bild zeigt die Mitglieder des Kreises im Garten der Fürstin bei einer imaginäreren Zusammenkunft. Im Zentrum begrüßt die Fürstin den am 1. Juni 1800 zum katholischen Glauben übergetretenen Grafen zu Stolberg mit seiner Frau und den Kindern. Geführt wird der Graf von Adolph Freiherr Droste-Vischering und Franz Freiherr von Fürstenberg, Domherr zu Münster. Rechts neben der Fürstin hinter dem Tisch steht der Schulreformer Bernhard Overberg, Lehrer und Beichtvater der Fürstin. Neben ihm mit der Hand auf dem Herzen Clemens August Freiherr Droste-Vischering, Domherr und später Erzbischof von Köln, dazwischen sein Bruder Franz Otto Freiherr Droste Vischering. Vor dem Tisch mit dem Rücken zum Betrachter gewandt, steht Marianne Prinzessin von Gallitzin, die sich Caspar Max Freiherr Droste Vischering, Weihbischof und später Bischof von Münster zuwendet. Von der rechten Bildseite aus beobachten die Gelehrten Prof. Hyazinth Kistemaker, Johann Mattias Sprickmann und Prof. Theodor Katerkamp das Geschehen. Im Hintergrund kniet der betende Prinz Dimitrij Gallitzin, Sohn der Fürstin, welcher sich zu dieser Zeit schon als Missionar in Amerika befand. Der Theologe Georg Kellermann führt die beiden Kinder des Ehepaares Stolberg, dessen Lehrer er ist, von links heran. Hinter ihm am Bildrand befinden sich Franz Caspar Bucholtz, Gutsbesitzer auf Wellbergen, und seinen Schwiegersohn und Arzt der Fürstin Dr. med. Ferdinand von Druffel. Rechts im Hintergrund sind die Kirchtürme von Münster zu erkennen.
Größere Verbreitung erfuhr die Darstellung durch zahlreiche Reproduktionen und insbesondere durch den Stahlstich Paul Dröhmers von 1867/68, der vom Westfälischen Kunstverein an seine 1571 Mitglieder verteilt wurde.

In einem Brief, den Theobald von Oer wohl an Herrn von Durffel im April 1863 schrieb, stellte der Künstler detaillierte Überlegungen zur Ausführung des Gemäldes an. Er thematisierte den Zeitpunkt der Darstellung und die Abbildung der einzelnen darstellten Personen. Oer dankt seinem Freund auch für die Übermittlung von Bildnissen, um die verschiedenen Personen lebensnah abbilden zu können und berichtete von seiner Lektüre, um die Zeit und die Bedeutung der Figuren vollständig zu erfassen.
Vgl.: Ewald Reinhard "Der Historienmaler Theobald von Oer bei dem Entwurf seines Gemäldes "Die Fürstin Gallitzin im Kreise ihrer Freunde". Erschienen in: Westfalen. Heft für Geschichte, Kunst und Volkskunst. 26. Band, 1941, Heft 1-6. Universitäts-Buchhandlung Franz Coppenrath Münster. S. 73-77.

Papier gebräunt, zum Teil deutlich knickspurig und partiell deformiert. Ein größerer Wasserfleck in der li. Bildhälfte und ein bräunlicher Fleck an Ecke o.li. Vereinzelte Risse, v.a. an den Rändern. Vereinzelt oberflächlicher Abrieb. Mehrere werkimmanente Reißzwecklöchlein an den Rändern und weitere unscheinbare in der Bildfläche. Trägergewebe umlaufend mit Nagellöchlein einer ehemaligen Aufspannung.

132,5 x 169,5 cm. limit price 6000 €
sold at 6000 €
KatNr. 269 Carl Ferdinand Sprosse, Leipzig – Blick über den Stadtgraben zur Pleißenburg. 1857.
KatNr. 269 Carl Ferdinand Sprosse, Leipzig – Blick über den Stadtgraben zur Pleißenburg. 1857.
KatNr. 269 Carl Ferdinand Sprosse, Leipzig – Blick über den Stadtgraben zur Pleißenburg. 1857.
KatNr. 269 Carl Ferdinand Sprosse, Leipzig – Blick über den Stadtgraben zur Pleißenburg. 1857.

269   Carl Ferdinand Sprosse, Leipzig – Blick über den Stadtgraben zur Pleißenburg. 1857.

Watercolour über Federzeichnung in brauner Tusche, partiell in Blei akzentuiert und teilweise weiß- und eiweißgehöht, auf leichtem Karton. In Rot signiert "C. Sprosse" und datiert u.Mi. Am o. Rand auf Untersatzkarton montiert. Hinter Glas im profilierten, vergoldeten Schmuckrahmen mit Eckrocaille gerahmt.

Die Ansicht zeigt den Blick über den trocken liegenden Stadtgraben zur Pleißenburg, einer Festung des 16.Jahrhunderts, deren mächtiger Turm das Universitätsobservatorium trägt. Über eine steinerne Brücke führt die Ausfallstraße nach Süden. Rechts auf dem einstigen Wall eine Promenade, Moritzdamm genannt. An Stelle der einstigen Stadtmauer umzäunte Mietergärten und Gartenhäuser.
Dahinter das hohe Steildach des städtischen Kornmagazins und die Rückseiten von Mietshäusern.
Nach Abbruch der Pleißenburg entstanden das Neue Rathaus mit Turm auf dem Stumpf des alten Festungsturmes und ein monumentales Bankgebäude. An Stelle von einstigem Stadtgraben und Moritzdamm entstanden ein Teil des Grünzuges um den Stadtkern, heute „Schillerpark“ und die breite Schillerstraße mit prächtigen Geschäftshäusern des Historismus.

Insgesamt leicht gebräunt. Verso an den Blatträndern umlaufende Klebstoffrückstände.

48,2 x 63,2 cm, Ra. 84 x 98 cm. limit price 1500 €
sold at 2200 €
KatNr. 301 Sigmund Lipinsky

301   Sigmund Lipinsky "Meeresstille" (Fünf weibliche Akte). 1911/ 1912.

Etching mit Plattenton auf China, auf Kupferdruckkarton aufgewalzt. In Blei unterhalb der Darstellung re. signiert "S. Lipinsky" sowie u.li. nummeriert "30/100". Am u.li. Rand von fremder Hand in Blei betitelt.


Sammlung Dr. med. Arno Rebentisch
(1915 Cranzahl/Erzgebirge – 1996 Alfeld)

Nach dem frühen Tod der Eltern -1918 starb der Vater und fünf Jahre später auch die Mutter- wuchs Arno Rebentisch bei Zieheltern auf einem Bauernhof in Cranzahl auf. Seine Kindheit war in dem landwirtschaftlichen Betrieb von körperlicher Arbeit geprägt.
Auf Bewirken seines Volksschullehrers in Cranzahl setzte Rebentisch seine schulische Ausbildung 1930 am Annaberger Gymnasium als Stipendiat fort und nahm nach dem Abitur ein Studium der Humanmedizin an der Universität Leipzig auf. Mit Unterbrechungen durch Wehrmachts-Grundausbildung und Feldlazarett-Einsätze schloss er dieses 1943 mit dem Staatsexamen ab.

Bereits während seines Studiums begann Rebentisch, sich für grafische Kunst zu interessieren, insbesondere für weibliche Aktdarstellungen, welches sich in ersten antiquarischen Käufen niederschlug. Er interessierte sich für die Freikörperkultur und trat dem Leipziger Naturismus-Verein bei. Diese Mitgliedschaft ermöglichte das Entstehen neuer Freundschaften, u.a. mit den Künstlern Bruno Eyermann, Rudolf Warnecke und Alfred Liebing, welchem er Modell saß.

Die Sammeltätigkeit Rebentischs intensivierte sich. Wohl über die Einbindung in die Leipziger Künstlerszene konnte er Zugang zu Editionsgrafiken der Vereinigung „Freunde Graphischer Kunst Leipzig“ erhalten.
Diese Gesellschaft hatte die Förderung der Originalgrafik zum Ziel, die erste Jahresmappe wurde 1913 herausgegeben, insgesamt erschienen bis 1930 18 Mappen als „Jahresgabe“ mit differenzierender Anzahl von Original-Grafiken. Den Mitgliedern war es untersagt, Jahresmappen oder einzelne Blätter zu veräußern.

Entsprechend ist der erste Sammlungsabschnitt von einem spannungsvollen Querschnitt der Sammelkultur einer jungen Generation in ihrer Zeit gekennzeichnet.
Interessant ist darin die ablesbare Bedeutung und Wahrnehmung der Tätigkeit der reproduktionsgrafischen Anstalten. Zugunsten einer inhaltlichen Fokussierung scheinen hochwertige Lichtdruck-Reproduktionen selbstverständlich neben druckgrafischen Originalen zu stehen. Bemerkenswerte Zuschläge u.a. für Lichtdrucke nach Werken Max Klingers oder Max Brünings zeigen, dass diese Wertschätzung auch heute Bestand hat.

Nach britischer Gefangenschaft in Schleswig-Holstein ließ Arno Rebentisch sich mit seiner Familie in Alfeld nieder, wo er nach einem mühevollen Beginn ab Mitte der 1950er Jahre beruflich Fuß fasste und in den frühen 1960er Jahren bereits wirtschaftlich und gesellschaftlich konsolidiert war.
Mit seinem Beitritt zur Griffelkunst-Vereinigung Hamburg e.V. 1962 und seiner Funktion als Distributor setzt Rebentisch sein Sammler-Engagement mit der Förderung junger Künstler fort.

Randbereiche ganz unscheinbar angeschmutzt und entlang des Plattenrandes leicht berieben. Ecken leicht gestaucht. Unterer Rand unscheinbar fleckig.

Pl. 23,5 x 37,5 cm, Bl. 34,5 x 47,5 cm. limit price 600 €
sold at 1400 €
KatNr. 304 Otto Greiner

304   Otto Greiner "Akt eines jungen Mädchens". 1912.

Pen Lithograph auf Japan. Im Stein u.re. spiegelverkehrt monogrammiert "O.Gr." und datiert. In Blei u.re. nochmals monogrammiert, ortsbezeichnet "Roma" sowie datiert, mittig von fremder Hand bezeichnet "V 94 ZU III".
WVZ Vogeler 94.

Bei der Dargestellten handelt es sich um eine Sabinerin aus Cervara.

Blattrand unten durch schmalen Streifen Japanpapier verlängert, dort etwas stockfleckig. Rand oben leicht knick- und fingerspurig sowie berieben. Verso am o. und re. Rand Reste älterer Montierung.

St. ca. 50 x 18 cm, Bl. 59,5 x 16,8 cm. limit price 300 €
sold at 900 €
KatNr. 349 Ernst Ludwig Kirchner
KatNr. 349 Ernst Ludwig Kirchner

349   Ernst Ludwig Kirchner "Auf der Moritzburger Insel Badende mit Bumerang". 1911.

Drypoint etching mit Plattenton auf Velin. Unsigniert. Nachlassdruck von 1979. Verso o.li. mit dem Stempel "Nachlassdruck 1979" sowie u.li. mit dem Nachlass-Stempel "E.L. Kirchner" versehen, dort in Tusche nummeriert "12/40". Im Passepartout.
WVZ Dube R 132 II (von II).

Minimal knickspurig.

Pl. 17,9 x 21,8 cm, Bl. 37,8 x 35 cm, Psp. 55 x 40 cm. limit price 600 €
sold at 1300 €
KatNr. 350 Ernst Ludwig Kirchner
KatNr. 350 Ernst Ludwig Kirchner

350   Ernst Ludwig Kirchner "Tänzerinnen im Atelier". 1911.

Drypoint etching mit Plattenton auf Velin. Unsigniert. Nachlassdruck von 1979. Verso o.li. mit dem Stempel "Nachlassdruck 1979" und u.li. mit dem Nachlass-Stempel "E.L. Kirchner" versehen, dort in Blei nummeriert "11/40".
WVZ Dube R 137.

Minimal knickspurig.

Pl. 17,9 x 20,4 cm, Bl. 37,7 x 33,5 cm. limit price 600 €
sold at 950 €
KatNr. 368 Joseph Uhl, Stehender weiblicher Rückenakt. Early 20th cent.

368   Joseph Uhl, Stehender weiblicher Rückenakt. Early 20th cent.

Etching mit Plattenton auf wolkigem Bütten. Unterhalb der Darstellung in Blei signiert "Joseph Uhl".

Leicht gegilbt. Ränder knickspurig.

Pl. 23 x 17 cm, Bl. 46 x 29 cm. limit price 80 €
sold at 700 €
KatNr. 526 Margarete Geibel, Beim Waschen der Kinder. 1905.

526   Margarete Geibel, Beim Waschen der Kinder. 1905.

Wood cut in colours auf fasrigem Papier. Im Stock ligiert monogrammiert "MG". An den o. Ecken auf Untersatzpapier montiert, dort in Blei signiert u.li. "M. Geibel" sowie bezeichnet und datiert "Weimar 05".

Untersatzpapier mit Wasserflecken am u. Rand sowie verso mit Montierungsresten.

Stk./Bl.18,7 x 20,2 cm, Unters. 28,5 x 32 cm. limit price 90 €
sold at 360 €
KatNr. 531 Hermann Glöckner, Blattform in Schwarz. 1969.

531   Hermann Glöckner, Blattform in Schwarz. 1969.

Monotype von einer Glasscheibe (Tempera), auf kräftigem, wolkigen Japan. Verso in Grafit u.li. signiert "Glöckner", u.re. ausführlich datiert "18 04 69/6", mit Maßangaben versehen und bezeichnet "Temp. 6/1/1", "Tropa 2" und "FeuFa 1".

Vgl.: Dirk Wehlich, Hermann Glöckner. Ein Beitrag zum Konstruktivismus in Sachsen. 2005. S. 107 f., Abb. 76.

Verso im Bereich des Drucks leicht gegilbt.

50,5 x 36,5 cm. limit price 800 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 1700 €
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner
KatNr. 532 Hermann Glöckner

532   Hermann Glöckner "10 Handdrucke". 1963/ 1971.

Mappe mit zehn farbigen Schablonendrucken auf verschiedenfarbigem, wolkigen, japanartigen Papieren und einem Titelblatt. Jeweils am o. Rand auf Untersatzkarton klebemontiert. Die Arbeiten verso jeweils in Blei signiert "Glöckner" bzw. "Herm. Glöckner", bezeichnet "Handdruck", datiert und nummeriert sowie nochmals auf dem Untersatz nummeriert, teilweise mit weiteren Bleistiftannotationen. Auf dem Titelblatt nummeriert "6/a-d". Eines von ca. 30 Exemplaren. In der originalen Leinenklappmappe mit vier ausgeschnittenen und aufgeklebten Elementen (b und d).

Hermann Glöckner beschreibt seine Arbeit an den Handdrucken als intensive Schaffenssperiode nach einer Phase der Ruhe. Als Druckstöcke dienten in der ersten Werkgruppe teilweise verworfene Scherben von Scheiben aus seinen Arbeitsprozessen. Die zweite Werkgruppe umfasste Abdrucke von verschiedenen Linolflächen. Diese wurden kurvig zerschnitten, auseinander gezogen und unterschiedlich angeordnet. Beim Druck experimentierte Glöckner mit verschiedenen Farben und Papieren, im feuchten und trockenen Zustand und es entstanden mehr als 250 Exemplare, die teilweise zu Mappen zusammengefügt wurden. In einem weiteren Arbeitsschritt wurde die Anordnung der einzelnen Linolteile variiert und letztendlich auseinander genommen und in veränderten Ordnungen neu zusammengefügt. Zehn ausgewählte Varianten erschienen 1971 in diesem Mappenwerk.
Nach: Hermann Glöckner. Handdrucke. Hgr. vom Glöckner Archiv. 1994. S. 9, 13.

Blätter technikbedingt mit Quetsch- und Knitterfalten, zum Teil etwas wellig bzw. leicht atelierspurig. Untersatzkartons in den Randbereichen ganz unscheinbar gegilbt.

Verschiedene Formate, Untersatzkartons 41,5 x 55,5 cm, Mappe 43 x 57,5 cm. limit price 5500 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 5500 €
KatNr. 609 Margarete Junge, Drei Modezeichnungen. 1920's.
KatNr. 609 Margarete Junge, Drei Modezeichnungen. 1920's.
KatNr. 609 Margarete Junge, Drei Modezeichnungen. 1920's.

609   Margarete Junge, Drei Modezeichnungen. 1920's.

Brush drawing und eine Kohlestiftzeichnung mit Aquarell auf Papier. Alle Arbeiten u.re. monogrammiert "M.J.". Jeweils auf Untersatz montiert.

Vgl. Welsch, Marion; Vietig, Jürgen (Hrsg.): Margarete Junge. Künstlerin und Lehrerin im Aufbruch in die Moderne. Dresden, 2016. Vgl. Abb. Einband, S. 106f und S. 115.

Leicht knick- und fingerspurig. Blattränder partiell etwas gedunkelt sowie unscheinbar fleckig. Ein Blatt mit winzigem Einriss Mi.li. und gelblichem Fleck u.li.

Bl. min. 21,8 x 13,7 cm, max. 35 x 22,2 cm, Unters. jew. 39,5 x 29 cm. limit price 300 €
sold at 950 €
KatNr. 639 Käthe Kollwitz

639   Käthe Kollwitz "Losbruch". 1903.

Etching im Aussprengverfahren, Stoffdurchdruck und Aquatinta auf kräftigem Kupferdruckpapier. In der Platte signiert "K. Kollwitz" und datiert "1902". Unterhalb der Darstellung in Blei signiert "Käthe Kollwitz" u.re. sowie typografisch in Kapitälchen bezeichnet "Druck von O. Felsing, Berlin" und nochmals datiert "1921". Am unteren Blattrand li. von fremder Hand in Blei ausführlich bezeichnet. Blatt 5 des Zyklus' "Bauernkrieg", als Vereinsgabe der Verbindung für historische Kunst erschienenen. Die Platte ist erhalten.
WVZ Klipstein Nr. 66 IX (von XI).

Blatt etwas lichtrandig und mit vereinzelten Fleckchen. Randbereiche partiell mit leichten Stauchungen, winziger Einriss re. Verso am gesamten oberen Blattrand Reste einer früheren Klebebandmontierung sowie mittig mit einer braunen Farbspur.

Pl. 50,7 x 59,1 cm, Bl. 55,8 x 73,2 cm. limit price 1000 €
sold at 3400 €
KatNr. 800 Hubert Rüther

800   Hubert Rüther "Die Jagd". 1919.

Wood cut on hand-made paper. Im Stock ligiert monogrammiert "HR" und datiert u.Mi. Unterhalb der Darstellung in Blei re. signiert "Hub. Rüther", Mi. betitelt und li. bezeichnet "Selbstdr.".

Gebräunt, leicht angeschmutzt und knickspurig. Fleck am u. Rand.

Stk. 24 x 32 cm, Bl. 34,5 x 44,7 cm. limit price 600 €
sold at 1700 €
KatNr. 801 Hubert Rüther

801   Hubert Rüther "Erwachen". 1920.

Wood cut auf wolkigem Papier. Unterhalb der Darstellung in Blei signiert "Hub. Rüther" und datiert re., bezeichnet "Selbstdr." li. und betitelt Mi.

Technikbedingt leicht wellig. Verso leicht vergilbt.

Stk. 21 x 31,5 cm, Bl. 27 x 36,5 cm. limit price 250 €
sold at 700 €
KatNr. 911 Emil Groote (zugeschr.), Tempel Wat Bovoranivet Bangkok. Um 1910.

911   Emil Groote (zugeschr.), Tempel Wat Bovoranivet Bangkok. Um 1910.

Albumen print. Unsigniert. Verso in Blei altbezeichnet "Budda Temple Groote".

Vgl. eine frühere Aufnahme aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. Durch Francis Chit in: Bautze, Joachim, K.: Unseen Siam. Early photography 1860-1910. River Books, Bangkok 2016, S. 102, pl. 23.

Provenienz: Sammlung Bruno Steinhorst.

Bruno Steinhorst (1881 Potsdam - 1953 Bad Wiessee) war von 1909 - 1914 Generalvertreter in Asien für die Pelikan-Werke der Familie Günther Wagner und unterhielt Handelskontakte zu den Regierungen Chinas, Burmas, Thailands, Siams und Indonesiens. Bis heute unterhält Pelikan Produktionsstandorte in Thailand.
Der Sammlungsnachlaß umfaßt vielzählige wertvolle Zeitdokumente der Regierungszeit des siamesischen Königs Chulalongkorn (Rama V.).
Ab 1925 führte er als Direktor das Fotounternehmen der Familie Ernemann in Dresden, welches später mit Günther Wagner in Hannover fusionierte.

Minimal knickspurig, Rand o.li. mit hakenförmigem Einriss. Verso Reste älterer Montierung und leicht stockfleckig.

28,5 x 22,3 cm. limit price 250 €
sold at 500 €
KatNr. 914 Robert Lenz, Porträt des Prinzen Rama VI. Vajiravudh anlässlich der Tonsur-Zeremonie (Portrait of Prince Rama VI. Vajiravudh on the occasion of his tonsure ceremony). Um 1890.

914   Robert Lenz, Porträt des Prinzen Rama VI. Vajiravudh anlässlich der Tonsur-Zeremonie (Portrait of Prince Rama VI. Vajiravudh on the occasion of his tonsure ceremony). Um 1890.

Silver gelatine print. Unsigniert. Verso in Blei bezeichnet "Present King as a …", "Precious stones".

Vgl. Studioaufnahme der Prinzessin Adorndibyanibha, ebenfalls Tochter von Rama V. Chulalongkorn, anlässlich der Tonsur-Zeremonie, abgebildet in: Bautze, Joachim, K.: Unseen Siam. Early photography 1860-1910. River Books, Bangkok 2016, S. 297, pl.13.

Provenienz: Sammlung Bruno Steinhorst.

Bruno Steinhorst (1881 Potsdam - 1953 Bad Wiessee) war von 1909 - 1914 Generalvertreter in Asien für die Pelikan-Werke der Familie Günther Wagner und unterhielt Handelskontakte zu den Regierungen Chinas, Burmas, Thailands, Siams und Indonesiens. Bis heute unterhält Pelikan Produktionsstandorte in Thailand.
Der Sammlungsnachlaß umfaßt vielzählige wertvolle Zeitdokumente der Regierungszeit des siamesischen Königs Chulalongkorn (Rama V.).
Ab 1925 führte er als Direktor das Fotounternehmen der Familie Ernemann in Dresden, welches später mit Günther Wagner in Hannover fusionierte.

Etwas knickspurig, Ecke u.re. leicht geknickt.

17,9 x 12,6 cm. limit price 300 €
sold at 650 €
KatNr. 915 Robert Lenz, Priester und Schüler im Gespräch (Siamese Priest at Preaching). Um 1900.

915   Robert Lenz, Priester und Schüler im Gespräch (Siamese Priest at Preaching). Um 1900.

Silver gelatine print. Unsigniert. Verso in Blei altbezeichnet "Priester und Schüler".

Abgebildet in: Bautze, Joachim, K.: Unseen Siam. Early photography 1860–1910. River Books, Bangkok 2016, S. 326, pl. 99 und vgl. pl. 100.
Die Fotografien waren Bestandteil des um 1901 veröffentlichten, zweiteiligen Albums "Memories of Siam".

Die Dargestellten werden fälschlicherweise oft als der bekannte siamesische Mönch Somdej Toh (1788-1872) und Chulalongkorn (1853-1910), König von Siam (1868-1910), bezeichnet. Lenz' Aufenthalte in Thailand sind jedoch erst ab den frühen 1890er Jahren belegt.

Provenienz: Sammlung Bruno Steinhorst.

Bruno Steinhorst (1881 Potsdam - 1953 Bad Wiessee) war von 1909 - 1914 Generalvertreter in Asien für die Pelikan-Werke der Familie Günther Wagner und unterhielt Handelskontakte zu den Regierungen Chinas, Burmas, Thailands, Siams und Indonesiens. Bis heute unterhält Pelikan Produktionsstandorte in Thailand.
Der Sammlungsnachlaß umfaßt vielzählige wertvolle Zeitdokumente der Regierungszeit des siamesischen Königs Chulalongkorn (Rama V.).
Ab 1925 führte er als Direktor das Fotounternehmen der Familie Ernemann in Dresden, welches später mit Günther Wagner in Hannover fusionierte.

Knickspurig und mit kleinen, oberflächlichen Kratzern.

13,4 x 19 cm. limit price 200 €
sold at 500 €
KatNr. 961 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 961 Ernst Moritz Geyger
KatNr. 961 Ernst Moritz Geyger

961   Ernst Moritz Geyger "Bogenschütze". Um 1902.

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Auf der naturalistischen Plinthe signiert "E.M.GEYGER fec." An der Plinthe rückseitig mit der Gießereibezeichnung "AKT. GES. v. H. GLADENBECK. BERLIN. D 844", Formnummer 1859.

Kleinere Ausführung des Hauptwerks von Ernst Moritz Geyger von 1902. Drei überlebensgroße Ausführungen des Motivs befinden sich am Dresdner Elbufer, im Schlosspark Sanssouci sowie vor dem Rathaus Hannover.

Sehr schöne Patinierung. Vereinzelter, punktueller Anflug von Grünspan auf der Plinthe. Gewindemontierung des Pfeils in der Hand defekt.

H. 47 cm (Scheitel), H. 60,3 cm (Bogen). limit price 2800 €
sold at 6200 €
KatNr. 990  Kugelspielerin. Walter Schott für Meissen. 1898- 1923.
KatNr. 990  Kugelspielerin. Walter Schott für Meissen. 1898- 1923.
KatNr. 990  Kugelspielerin. Walter Schott für Meissen. 1898- 1923.

990   Kugelspielerin. Walter Schott für Meissen. 1898- 1923.

Porcelain, glazed und in polychromen Aufglasurfarben in feinster Außerhausmalerei von einem Maler der Porzellanmanufaktur Meissen staffiert, die originale Kugel goldfarben gefasst. Rundsockel mit Reliefdekorband. Unterseits mit den einfach geschliffenen Knaufschwertern in Unterglasurblau, Des Weiteren die geritzte Modellnummer "Q180", die geprägte Bossierernummer sowie die Malermarke "32".
Entwurfsjahr: 1897.

Vgl. Thomas Bergmann (Hg.), Meissner Künstler-Figuren, Erlangen 2010, Kat.Nr. 281.

Aus den Memoiren Walter Schotts ist die Nachwelt über die Entstehungsgeschichte der Figur gut informiert. Durch murmelspielende Kinder inspiriert, fertigte der Bildhauer zunächst 30 bis 40 Skizzen an, fand aber die meisten "so wenig graziös". Schwierigkeiten bereitete Schott wohl insbesondere der das Gewand haltende Arm. Die Haltung der fertigen Version entstand durch eine impulsive Bewegung des Modells ,"ein sehr reizendes Geschöpfchen", welches, vom Künstler angeschrien, sich sehr erschreckte.
Schott entwarf eine bekleidete Version sowie eine unbekleidete. Beide Ausführungen waren auf der Großen Berliner Kunstausstellung 1897 als Marmorskulpturen gemeldet. Die Porzellanmanufaktur Meissen sicherte sich frühzeitig die Rechte zur Herstellung verkleinerter Versionen und die Bronzegießerei Gladenbeck schloß sich mit Repliken in drei verschiedenen Größen an.
Einst von Reinhold Begas hoch gelobt, gilt die "Kugelspielerin" als das Hauptwerk Schotts, das eine Mittelstellung zwischen dem Begasschen Neubarock und dem Neoklassizismus Adolf von Hildebrands einnimmt.
Zitiert nach: Bloch, Peter; Einholz, Sibylle, von Simson, Jutta (Hrsg.): Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786-1914. Bd. 1. Berlin, 1990. S. 291f.

Partiell unregelmäßiger Glasurauftrag, drei Blätter am Sockel mit Chips. Vereinzelt Brandfleckchen. Re. großer Zeh, Gewandfalte vorn und verso u. mit je einem unscheinbaren Brandriss. Handgelenk li. mit durchlaufendem Brandriss unter der Glasur, aus dem Herstellungsprozesses. Hand an der Öffnung für Kugelhalterung mit ganz minimalem Chip. Sockel in der Kehle mit kleinem, geöffneten Materialbläschen.

H. 35,0 cm. limit price 1200 €
sold at 1800 €
KatNr. 1042  Ansichtenvase
KatNr. 1042  Ansichtenvase

1042   Ansichtenvase "Leipzig" / Ansichtenvase "Freyberg". Meissen. Um 1830.

Porcelain, glazed und in farbigem Umdruckdekor staffiert. Kraterförmige Korpi, schauseitig mit einer Ansicht von Leipzig sowie Freiberg. Die Ränder mit breiten Goldbändern. Unterseits jeweils in Schwarz bezeichnet. Des Weiteren die Knaufschwerter in Unterglasurblau, verschiedene Prägeziffern und die Malermarke.

Goldfaden beider Vasen am Mündungsrand jeweils mit einer bronzierten Ausbesserung, die Glasur der Vase "Leipzig" ebenda matt. Goldstaffierung etwas berieben.

H. 17,0 cm, H. 16,4 cm. limit price 600 €
sold at 950 €
KatNr. 1083  Jugendstilvase mit Laufglasur. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.
KatNr. 1083  Jugendstilvase mit Laufglasur. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.

1083   Jugendstilvase mit Laufglasur. Oskar Schröder für Meissen. Um 1900.

Porcelain, glazed mit kupferoxydulroter, teils gesprenkelter Laufglasur auf weißem Grund. Schlanker, balusterförmiger Korpus über abgesetztem, konischen Stand. Unterseits die Knaufschwerter in Unterglasurblau, die geritzte Modellnummer "221" sowie die Drehernummer.

Provenienz: Nachlass Oskar Schröder.

Standunterseite sowie seitlich am Stand mit Materialfehlstellen, eventuell aus dem Herstellungsprozess (L. 1,5 cm, L. 0,4 cm). Vereinzelt unscheinbar kratzspurig, herstellungsbedingt minimale Oberflächenunebenheiten.

H. 19,0 cm. limit price 180 €
sold at 650 €
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.
KatNr. 1215  Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.

1215   Jugendstil-Tafelbesteck ''Tulipan'' für 12 Personen. Heinrich Vogeler für M.H. Wilkens & Söhne, Bremen-Hemelingen. 1960's.

800er Silber. 68teilig, bestehend aus 12 Menülöffeln, 12 Menügabeln, 12 Menümessern, 12 Kaffeelöffeln, 12 Kuchengabeln, zwei Kellen, zwei Serviergabeln, zwei Vorlagenlöffeln, Tortenheber und Zuckerlöffel. Muster-Nummer 147. Geschwungene Griffe, der Stiel von einer zarten, stilisierten Tulpenstengelform umhüllt. Edelstahlklingen mit der Firmenmarke. Auf den Zwingen sowie verso den Griffen die Firmenstempel, die Feingehaltsmarke "800" sowie Halbmond und Krone. In der originalen Kassette.

Originalentwurf von Heinrich Vogeler um 1898/99 für den Privatmann Alfred Walter Heymel (Herausgeber der Zeitschrift "Die Insel") im Rahmen der Ausstattung einer Wohnung in München. Seit 1903 schließen die Griffe zur Klinge gerade ab. Vermutlich gelangte das Muster mit wenigen Ausnahmen auch erst zu diesem Zeitpunkt auf den freien Markt.

Vgl. Sänger, R., Das Deutsche Silber-Besteck. Biedermeier - Historismus - Jugendstil (1805-1918), Stuttgart, 1991. S. 232-235.

Eine Vorlegegabel fehlt. Unscheinbare Nutzungsspuren. Ein Dessertlöffel am Stiel mit minimaler Einkerbung.

Messer L. 22 cm, Gabeln L. 18 cm, Löffel L. 18 cm, Dessertgabeln L. 14,5 cm, Dessertlöffel L. 14 cm, die Vorlegeteile mit verschiedenen Maßen, Gew. zus. 3025 g (mit Klingen). limit price 3500 €
sold at 3500 €
KatNr. 1222  Schale einer Toilettengarnitur. Christian Friedrich Sick, Stuttgart. Um 1835.
KatNr. 1222  Schale einer Toilettengarnitur. Christian Friedrich Sick, Stuttgart. Um 1835.

1222   Schale einer Toilettengarnitur. Christian Friedrich Sick, Stuttgart. Um 1835.

Silber. Passig geschweifte Form mit ansteigendem Mündungsrand, im Spiegel das bekrönte Monogramm "G" (nicht aufgelöst). Unterseits mit gepunzter Stadtmarke mit "R", Meistermarke "SICK", Tremolierstich, Monogramm "B.J." für Jérome Bonaparte (?) und der Datierung "1835".

Christian Friedrich Sick (1794-1863) war württembergischer Hofsilberschmied. Eventuell stammt die Schale aus dem Besitz eines Mitglieds des Hauses Württemberg?.

Vereinzelt mit Kratzspuren.

25,8 x 15,2 cm, Gew. ca. 454g. limit price 500 €
sold at 1000 €
KatNr. 1224  Kovsch. Silberwarenfabrik Wasilij S. Semenow, Moskau, Russland. Um 1872.
KatNr. 1224  Kovsch. Silberwarenfabrik Wasilij S. Semenow, Moskau, Russland. Um 1872.
KatNr. 1224  Kovsch. Silberwarenfabrik Wasilij S. Semenow, Moskau, Russland. Um 1872.

1224   Kovsch. Silberwarenfabrik Wasilij S. Semenow, Moskau, Russland. Um 1872.

875er Silber, die Innenseite sowie Unterseite des Griffs mit Goldlack überzogen. Tief gemuldete, spitz ausschwingende Laffe, gerader Griff mit hakenförmigem Abschluss. Die Außenwandung mit Floraldekor in Niellotechnik, oberhalb ein reliefierter, umlaufender Schriftzug in kyrillischen Buchstaben "Schöpfkelle aus Silber ist gut, trink aus ihr und sei gesund". Unterseits gepunzt "84" Zolotniki, mit der Stadtmarke (Moskauer Wappen), der Marke des Beschaumeisters Viktor Sawinkow "B.C. 1872" im Rechteck sowie der Marke der Silberwarenfabrik "BC" (Wasilij S. Semenow) im Rechteck.

Minimale Kratz- und Oxidationsspuren, der Goldlacküberzug sowie das Niello vereinzelt etwas berieben.

L. 14,5 cm, Gew. 145g. limit price 1000 €
sold at 2000 €
KatNr. 1340  Truhenbank. Richard Riemerschmid für Hellerauer Werkstätten, Dresden. 1908.
KatNr. 1340  Truhenbank. Richard Riemerschmid für Hellerauer Werkstätten, Dresden. 1908.
KatNr. 1340  Truhenbank. Richard Riemerschmid für Hellerauer Werkstätten, Dresden. 1908.
KatNr. 1340  Truhenbank. Richard Riemerschmid für Hellerauer Werkstätten, Dresden. 1908.

1340   Truhenbank. Richard Riemerschmid für Hellerauer Werkstätten, Dresden. 1908.

Eiche, lackiert. Querrechteckiger Korpus mit scharniertem Flachdeckel auf gebogten Füßen. Die Rückwand und Seitenwagen überkragend, die Seiten mit Handhaben. Die Front des Korpus mit dreifacher Kassettenfelderung. Füllungen der Seitenwangen einfach kassettiert. Ungemarkt.

Lit. Nerdinger, W. (Hrsg.): Richard Riemerschmid - Vom Jugendstil zum Werkbund. Werke und Dokumente. München, 1982, S. 270, Nr. 269.

Deckel mit quer verlaufendem Trocknungsriss. Kanten partiell etwas bestoßen, Vorderseite u. mit Druckstelle.

H. 49,5 cm, Sitzhöhe 40,2 cm, B. 64,5 cm, T. 38,5 cm. limit price 400 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 1600 €
KatNr. 1350  Fischerteppich-Brücke

1350   Fischerteppich-Brücke "Fischkiste". Vorpommern. Mitte 20. Jh. - 2nd half 20th cent.

Wolle auf Wolle, Kurzflor. Stilisiertes, reihig angeordnetes Fischmuster in Rostbraun und Hellblau über hellem Fond. Bordüre mit einem umlaufenden Ankerdekor in adäquater Farbgebung. Flache Kante und lange, helle Fransen.

Nach dem Entwurf "Fischkiste" von Rudolf Stundl.

137 x 72 cm (ohne Fransen). limit price 150 €
sold at 1300 €
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