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AUCTION 57
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KatNr. 64 Hugo Bürkner (nach Julius Schnorr von Carolsfeld), Bildnis des Malers und Radierers Johann Christian Erhard. 1860.
KatNr. 64 Hugo Bürkner (nach Julius Schnorr von Carolsfeld), Bildnis des Malers und Radierers Johann Christian Erhard. 1860.
KatNr. 64 Hugo Bürkner (nach Julius Schnorr von Carolsfeld), Bildnis des Malers und Radierers Johann Christian Erhard. 1860.

064   Hugo Bürkner (nach Julius Schnorr von Carolsfeld), Bildnis des Malers und Radierers Johann Christian Erhard. 1860.

Hugo Bürkner 1818 Dessau – 1897 Dresden
Julius Schnorr von Carolsfeld 1794 Leipzig – 1872 Dresden

Etching auf China, auf Kupferdruckkarton aufgewalzt. In der Platte u.re. ligiert monogrammiert "HB" und datiert, Mi.li. ligiert monogrammiert "IS" und datiert "1821". Trockenstempel (nicht aufgelöst) in der Ecke u.li. Hinter Glas in schwarzer Holzleiste gerahmt.
WVZ Andresen (Bürkner) 72 I (von II).
WVZ Apell (Erhard) 3 III (von IV).

Die Zeichnung von Julius Schnorr von Carolsfeld entstand im November 1821 für sein "Römisches Porträtbuch".

Vgl.: Kuhlmann-Hodick, Petra: "…ein Land der Verheißung" Julius Schnorr von Carolsfeld zeichnet Italien. Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts Dresden in München und Dresden. Dresden, Köln 2000. S. 272.

Kupferdruckkarton deutlich stockfleckig, insbes. am u. weißen Rand sehr schwach durch das Chinapapier durchschlagend.

Darst. 11,5 x 9,7 cm, Pl. 19 x 14,5 cm, Bl. 23 x 18,5 cm, Ra. 25,7 x 20,8 cm. 950 €
sold at 1400 €
KatNr. 96 Karl Robert Kummer
KatNr. 96 Karl Robert Kummer
KatNr. 96 Karl Robert Kummer

096   Karl Robert Kummer "Stürmische See". 1882.

Karl Robert Kummer 1810 Dresden – 1889 ebenda

Oil on paper, auf fester Malpappe kaschiert. Geritzt signiert "R. Kummer" und datiert u.re. In einem historisierenden, goldfarbenen Stuckrahmen.
WVZ Nüdling 519.

Alte, unscheinbare Retuschen am unteren Rand. Fehlstelle im Papier-Bildträger mit großer Retusche o.re. Oberflächliche, sehr feine, diagonale Kratzspuren Mi. sowie weitere kleine o.li. Ein feiner, schräg verlaufender Sprung in der Malschicht am o. Rand Mi.re. Die o. Ecken des Bildträgers leicht gestaucht und partiell mit kleinem Verlust der Malschicht. Verso Teilverluste der ganzflächigen Grundierung auf der Malpappe.

22,8 x 33 cm, Ra. 34,6 x 44,7 cm. 2.400 €
sold at 3800 €
KatNr. 114 Max Pietschmann, Nächtlicher Blick auf die Elbe mit Anlegestelle bei Pillnitz. Wohl Late 19th cent.
KatNr. 114 Max Pietschmann, Nächtlicher Blick auf die Elbe mit Anlegestelle bei Pillnitz. Wohl Late 19th cent.
KatNr. 114 Max Pietschmann, Nächtlicher Blick auf die Elbe mit Anlegestelle bei Pillnitz. Wohl Late 19th cent.

114   Max Pietschmann, Nächtlicher Blick auf die Elbe mit Anlegestelle bei Pillnitz. Wohl Late 19th cent.

Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 ebenda

Oil on canvas. Signiert "Max Pietschmann" u.re. Verso auf dem Keilrahmen in blauem Farbstift auf einem Papieretikett o.Mi. nummeriert "2482" sowie o.re. "8681". In einer profilierten, grauen Holzleiste mit umlaufendem Wellenprofil gerahmt. Verso Rahmen mehrmals nummeriert "463", "C.K. 655" sowie "8681".

Sehr kleine Retuschen in Malschicht-Fehlstellen Mi. im Dampfer sowie u.re. Malschicht im Falzbereich leicht berieben sowie Fehlstelle an Ecke o.re. sowie weitere sehr kleine. Leichte Deformationen der Leinwand an den Ecken. Fassung des Rahmens etwas berieben und partielle Bestoßungen.

59,3 x 97,5 cm, Ra. 69,5 x 107,5 cm. 2.600 €
sold at 6000 €
KatNr. 121 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 121 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 121 Adrian Ludwig Richter
KatNr. 121 Adrian Ludwig Richter

121   Adrian Ludwig Richter "Wohl dem, der ein tugendsam Weib hat". 1849.

Adrian Ludwig Richter 1803 Dresden – 1884 ebenda
Ludwig Nieper 1826 Braunschweig – 1906 Loschwitz

Pencil drawing, sparsam aquarelliert, auf glattem, leichten Karton. In der Ecke u.re. schwer lesbar signiert "L. Richter" und datiert (möglicherweise ausradiert?). Im Passepartout hinter Glas in profilierter, hell gefasster Holzleiste gerahmt.

Zeichnerische Vorlage zur gleichnamigen Radierung von 1850 für den vier Einzelblätter enthaltenen "Deutschen Volkskalender auf das Jahr 1850". WVZ Hoff/Budde 3161, radiert von Theodor Langner (1819 Leipzig-1985 Dresden).
Die vier Radierungen erschienen auch gesondert in Vorzugsdrucken unter dem Titel "Vier ausgeführte Radierungen nach Zeichnungen von Ludwig Richter"

Die Zeichnung weicht in verschiedenen Details von der Radierung ab, u.a. der Größe des Baums am re. Darstellungsrand, des sich umarmenden Kinderpaares u.li., dem Mädchen an der Wiege sowie der Einzäumung und der Gestaltung des Vordergrundes am u. Darstellungsrand.

Lichtrandig und insbesondere in den äußersten Randbereichen leicht angeschmutzt.

12,3 x 10,4 cm, Ra. 44,5 x 39,5 cm. 1.100 €
sold at 1200 €
KatNr. 130 Carl Spitzweg, Abendliche Buschlandschaft. Um 1875.
KatNr. 130 Carl Spitzweg, Abendliche Buschlandschaft. Um 1875.
KatNr. 130 Carl Spitzweg, Abendliche Buschlandschaft. Um 1875.
KatNr. 130 Carl Spitzweg, Abendliche Buschlandschaft. Um 1875.

130   Carl Spitzweg, Abendliche Buschlandschaft. Um 1875.

Carl Spitzweg 1808 München – 1885 ebenda

Oil painting auf Zigarrenkistenholz. Unsigniert. In einer goldfarbenen Stuckleiste mit schwarz gefasster Sichtleiste gerahmt. Verso auf der Rückwand des Rahmens sowie dem Rahmen mit einem maschinengeschriebenen Besitzervermerk von 1921: Dr. Fischbach, Hausarzt der Witwe von Jul. Jos. Maier, Konservator an der Hof- und Staatsbibliothek München und langjähriger Freund Carl Spitzwegs. Der Maler schenkte das Werk seinem Freund Maier.
Dr. Fischbach veräußerte diese Arbeit 1921 in der Galerie Neupert, Zürich.
Nicht im WVZ Wichmann; nicht im WVZ Ronnefahrt.

Provenienz: Sächsischer Privatbesitz, Nachlaß Peter Paul Gaedt (1867 Rostock-1948 Glauchau), Generaldirektor der Sächsischen Metallwarenfabrik August Wellner & Söhne.

Bei der hier vorliegenden kleinen Ölstudie handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um eine Vorarbeit für das Gemälde "Rastende Zigeuner" (WVZ Wichmann 1464).

Wir danken Herrn Detlef Rosenberger, Oberostendorf, für freundliche Hinweise.

Leichter Firnis- und Malschicht-Abrieb im Falzbereich. Firnis etwas gegilbt. Verso Holz am li. und re. Rand mit Flecken eines Bindemittels. Rahmen leicht berieben sowie vereinzelte kleine Fehlstellen der Fassung der Sichtleiste.

5,3 x 11,5 cm, Ra. 10 x 20 cm. 5.200 €
sold at 4900 €
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.
KatNr. 170  Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.

170   Sammlung Familie Sahrer von Sahr, Schloss Dahlen.

Die spätbarocke Anlage des Schloss Dahlen in Nordsachsen, durch einen Brand im Jahr 1973 stark gezeichnet, blickt auf eine bewegte, Jahrhunderte währende Entwicklungsgeschichte zurück. Zu Beginn des 13.Jh. als Freihof gegründet, wandelte es sich in ein Rittergut, dessen adlige Besitzer wechselten, bis schließlich Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585–1656) das Gut erwarb.
Während des 30-jährigen Krieges verkaufte der Kurfürst das Dahlener Anwesen an den Mäzen und Geheimen Kammerrat Dr. David von Döring. Seine Enkelin Auguste Helene von Döring (1706–1728) heiratete den Historiker Heinrich von Bünau [96031/Kat. 312] (1697–1762). Zwischen 1744 und 1751 veranlasste Bünau die Errichtung des Schlosses Dahlen mit Ehrenhof, Orangerie und einem barocken Garten, welcher heute als Stadtpark dient.
In dritter Ehe mit Christine Elisabeth von Arnim (1699–1783), Herrin auf Nöthnitz und Rosentitz, verheiratet, beherbergte Bünau ab 1740 seine etwa 42.000 Bände beinhaltende Bibliothek auf Nöthnitz bei Dresden. Jene Büchersammlung, deren Ordnung sich 1748–1754 Johann Joachim Winckelmann annahm, dem deutschen Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und Kunstgeschichte. Einen Teil seiner Bibliothek mit über 1000 Bänden lagerte Bünau auch auf Schloss Dahlen.
Der Maler Adam Friedrich Oeser (1717–1799) wurde mit der Wand- und Deckengestaltung von Kaisersaal, großem Festsaal, Eingangshalle sowie Treppenhaus beauftragt und wohnte während der Ausführung für drei Jahre im Schloss (1756–1759).
In der europäischen Geschichte erhielt Schloss Dahlen besondere Relevanz, als an diesem Ort der „Alte Fritz“, König Friedrich II. (1712–1786), am 21.02.1763 die Ratifikation der Preußen als Abschluss des bereits formulierten Hubertusfriedens unterzeichnete. Dass der König dazu diesen Ort wählte, begründet sich in der Antipathie des Hohenzollers gegenüber den Wettinern und insbesondere dem kurfürstlich-sächsischen und königlich-polnischen Premierminister Heinrich von Brühl (1700–1763), welcher auf Hubertusburg ein eigenes Palais besaß (vgl. Porträt KatNr 234, KatNr 312).
Johanna Luise Auguste (1805–1871), geb. von Einsiedel, seit 1841 Verwitwete von Bünau, führte als Einzige die Dahlener Linie der Bünaus fort. Eine romantische Liebesgeschichte geht der Vermählung mit dem österreichischen Offizier und böhmischen Adligen Karl Heinrich August Sahrer von Sahr (1821–1874) im Jahr 1851 voraus. Die Ehe blieb kinderlos und so vermachte Karl Rittergut und Schloss an seinen von ihm adoptierten Neffen Leo Sahrer von Sahr (1852–1925).
Bis zur ihrer Flucht nach Kriegsende im Jahr 1945 verblieb das Anwesen im Besitz der Familie Sahrer von Sahr. Nach dem Krieg und Plünderungen durch die Sowjet-Besatzung und die Bürger Dahlens, diente das Gut übergangsweise als Kommandatur der Sowjetischen Armee.
Im Schloss verbliebene Objekte wurden 1945 beschlagnahmt und tausende Werke an die „Graphische Sammlung“ - das heutige Kupferstich-Kabinett Dresden- übermittelt, wo ein geringer Teil davon dauerhaft inventarisiert wurde. Mitte der 1990er Jahre wurde die Restitution in mehreren Phasen veranlasst, der größte Anteil wurde dabei im August 2011 bearbeitet.
Ab 1947 begann die gemeinnützige Umwertung Dahlens, die Polizeidirektion Sachsen richtete eine Stätte zur Erholung und Schulung von Polizeiangehörigen ein und ein Kindererholungsheim zog in die Räume des Schlosses. Ab 1959 diente das Bauwerk als Ingenieurschule der DDR für Konditorei- und Fleischwarenindustrie. In jener Zeit wurden die verbliebenen, in Mitleidenschaft gezogenen Gemälde Oesers überstrichen.
1968–1973 erfolgte eine Restaurierung des Schlosses und der wertvollen Malereien. Kurz nach der Fertigstellung kam es zu einem verheerenden Brand, der sich über den gesamten Dachstuhl ausbreitete und auch die fotografische Restaurationsdokumentation vernichtete.
1990 wurde die Ruine an die Stadt Dahlen übereignet, welche sich in den darauf folgenden Jahren um die Beräumung des Schutts und die notdürftige, wetterfeste Abdeckung des Daches bemühte.

Einen Schwerpunkt der wohl auf Carl Heinrich August Sahrer von Sahr zurückgehenden Sammlung bilden zumeist sächsische Porträts des ausgehenden 17.-19. Jh., die eine eindrucksvolle Darstellung adliger und großbürgerlicher Repräsentationskultur vermitteln. Neben wichtigen Referenzwerken der namhaften sächsischen Stecher umfasst die Sammlung 130 Porträts der Kupferstecherfamilie Bernigeroth.
Spannungsvoll sind die zum Teil engen Bezüge zum Schloss Dahlen. Eigenhändige Arbeiten Veit Hans Schnorr von Carolsfelds (1764–1841), Schüler Adam Friedrich Oesers, sowie Arbeiten wiederum seiner Schülerschaft finden sich in der Sammlung.
Die hohe Wertschätzung durch den Sammler wird an den liebevoll gestalteten Montagebögen und individuell gearbeiteten lederbezogener Kassetten anschaulich erlebbar, darunter eine Pracht-Kassette, deren Frontklappe mit dem gespiegelten Monogramm Carls „C“ und „SvS“. Zum oberen Abschluss der Letter fügen sich ein Adler und eine Krone zusammen, welche einem Allianzwappen ähnlich, Motive der Familienwappen der Sahrer von Sahrs und der Bünaus vereinen.
Vgl.: Finger, Hartmut: Dahlen. Kleine Stadt mit Geschichte(n), Leipzig 2017.

KatNr. 207 Carl Christian Vogel von Vogelstein, Drei Darstellungen von Maria Theresia, Königin von Sachsen. 1827.
KatNr. 207 Carl Christian Vogel von Vogelstein, Drei Darstellungen von Maria Theresia, Königin von Sachsen. 1827.
KatNr. 207 Carl Christian Vogel von Vogelstein, Drei Darstellungen von Maria Theresia, Königin von Sachsen. 1827.

207   Carl Christian Vogel von Vogelstein, Drei Darstellungen von Maria Theresia, Königin von Sachsen. 1827.

Carl Christian Vogel von Vogelstein 1788 Wildenfels – 1868 München
Ludwig Theodor Zöllner 1796 – 1860

Pencil drawing, sparsam weiß gehöht, auf chamoisfarbenem Papier. Am u. Rand li. signiert "C. Vogel pin[…]" und datiert und mittig bezeichnet "Originale Zeichnung für die Lithographie". An den Ecken auf Untersatzkarton montiert.
Lithografie von Ludwig Theodor Zöllner nach Carl Christian Vogel von Vogelstein. Im Stein u.li. bezeichnet "Gemalt von C. Vogel", unterhalb der Darstellung betitelt und künstlerbezeichnet. Auf Untersatzkarton montiert.
Verso eine weitere seitenverkehrte Lithografie. Erschienen bei J. H. G. Rau in Dresden.

Maria Theresia Josepha Charlotte Johanna (1767-1827) war Erzherzogin von Österreich und durch die Heirat mit König Anton Königin von Sachsen. Sie starb nach kurzer Krankheit am 7. November 1827, nur ein halbes Jahr nachdem ihr Gemahl seinem Bruder Friedrich August I. auf dem Thron folgte, als Königin von Sachsen.

Zeichnung leicht fingerspurig und minimal fleckig, vereinzelte oberflächliche Kratzspuren. Untersatz angeschmutzt, am o. Rand Stauchungen.
Mit der Lithografie zusammen auf einen Untersatzkarton montiert. Leicht stockfleckig und fingerspurig. Untersatz angeschmutzt, mit Stauchung u.re.

29,3 x 21,3 cm, Unters. 53,2 x 33,2 cm. 950 €
sold at 2000 €
KatNr. 317 Otto Altenkirch
KatNr. 317 Otto Altenkirch
KatNr. 317 Otto Altenkirch

317   Otto Altenkirch "Schulhaus und Bauerngut" (Fischland, Darß). 1906.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Oil on canvas. Signiert "O. Altenkirch" und datiert u.re. Verso zweifach auf der Leinwand und einmal auf dem Keilrahmen in Kugelschreiber mit dem ehem. Besitzermonogramm "Ä.K." versehen. Auf dem Keilrahmen o.re. wohl von Künstlerhand nochmals in Feder signiert "Otto Altenkirch", bezeichnet "Dresden-Siebenlehn" und in schwarzer Farbe nummeriert "1906.41" sowie o.li. in Feder ortsbezeichnet "Born (Ostsee)". In einer gold- und silberfarbenen, profilierten Holzleiste mit zwei zierenden Wellenleisten gerahmt.
WVZ Petrasch 1906-41-F.

Entsprechend einer Notiz wurde das Gemälde in den Illustrierten Mitteldeutschen Monatsheften, August 1927 gezeigt oder besprochen.

Provenienz: Süddeutscher Privatbesitz, 1961 aus dem Besitz von Änne Altenkirch erworben.

Vereinzelt winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Je zwei Nagellöcher am li. und re. Bildrand im Falzbereich sowie umlaufend an den Bildkanten leichter Malschicht-Abrieb. Kleine, unscheinbare Malschicht-Fehlstellen im Himmel.

58,4 x 78,3 cm, Ra. 72,6 x 92 cm. 8.000 - 8.500 €
sold at 8000 €
KatNr. 318 Otto Altenkirch
KatNr. 318 Otto Altenkirch
KatNr. 318 Otto Altenkirch

318   Otto Altenkirch "Regenloch (Heller am Trompeterwäldchen)". 1915.

Otto Altenkirch 1875 Ziesar – 1945 Siebenlehn

Oil on canvas. Am u. Rand geritzt signiert "O. Altenkirch" und datiert. Verso auf dem o. Keilrahmen betitelt "Regenloch", signiert "Otto Altenkirch Dresden" und datiert "1915.18.". In einer profilierten, goldfarben gefassten Holzleiste gerahmt.
WVZ Petrasch 1915-18-H.

Obwohl Otto Altenkirch fast 20 Jahre in Dresden lebte, entstanden nur wenige Ansichten der Stadt. Es war die Landschaft seiner unmittelbaren Umgebung, welche den Maler immer wieder faszinierte.
Die karge und schmucklose Weite des Hellers, Teil der Dresdner Heide im Nordwesten Dresdens, gehörte dabei seit 1907 zu seinen bevorzugten Bildmotiven. Hier konnte Altenkirch die Auswirkungen des Lichtes zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten besonders gut studieren.
Das die Landschaft mit spärlicher Vegetation einen besonderen Reiz auf dem Maler ausübte, wird in dem Gemälde "Regenloch" besonders deutlich. Zwei Drittel des Bildes nimmt der noch mit Regenwolken verhangene Himmel in abgestuften Grautönen ein. Vereinzelt scheint das Blau des Himmels zwischen den Wolken hindurch. Im unteren Drittel der Darstellung erstreckt sich die karge, braune Landschaft mit wenigen grünen Büschen, lediglich eine Wasserpfütze etwas links der Mitte erhellt die Erdmasse, in ihr spiegelt sich der zaghaft aufbrechende Himmel, so dass das kleine Wasserloch zum hellsten Punkt des Gemäldes wird.

Malschicht mit leichter Krakeleebildung. Im u.li. und o.li. Bildbereich partiell ährenförmiges Krakelee (wohl durch Druckeinwirkung) mit leicht aufstehender Malschicht. Verso drei unscheinbare, gereinigte Flüssigkeitsflecken.

60 x 50 cm, Ra. 68,5 x 58,5 cm. 6.000 €
sold at 5500 €
KatNr. 326 Fritz Beckert, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke. 1916.
KatNr. 326 Fritz Beckert, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke. 1916.
KatNr. 326 Fritz Beckert, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke. 1916.
KatNr. 326 Fritz Beckert, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke. 1916.

326   Fritz Beckert, Dresden - Blick von der Brühlschen Terrasse auf die Augustusbrücke. 1916.

Fritz Beckert 1877 Leipzig – 1962 Dresden

Oil on canvas. Signiert „Fritz Beckert“, ortsbezeichnet „Dr.“ [Dresden] und ausführlich datiert „Febr. 0.(?) 16“ u.li. In einem masseverzierten, gold-bronzefarbenen, historisierenden Schmuckrahmen im Régence-Stil gerahmt.

Im Jahr 1905 bekam Fritz Beckert vom Baumeister Hans Erlwein den Auftrag, seine Bauentwürfe in Aquarellen darzustellen. Hiermit bezweckte der Architekt, sachlich-technische Bauzeichnungen durch eine malerische Umsetzung anschaulicher werden zu lassen.
Diese Aufgabe sollte auf ihre Art prägend für das Schaffen Fritz Beckerts werden, der ab 1908 an der Technischen Hochschule als Privatdozent für Architekturmalerei tätig war. In intensiver Auseinandersetzung entstanden von 1910-20 zahlreiche großformatige Stadtansichten, mit denen der Künstler die Tradition der Vedutenmalerei Dresdens fortsetzte, an die zuvor sein Lehrer Professor Gotthardt Kuehl auf moderne Weise anknüpfte. Auch die zuvor gesammelten Erfahrungen seiner Architektur-Auftragsarbeiten flossen in den Werkprozess mit ein.
In seiner ihm eigenen Bildsprache vereint Beckert in vorliegendem Gemälde aus dem Jahr 1916 die sachliche Darstellung der Stadtansicht mit impressionistischer Malweise, in der die Atmosphäre und die Einmaligkeit der momentanen Seherfahrung festgehalten ist. (Vgl. Erhard Frommhold: Unvergängliches Dresden- Aus dem Lebenswerk des Städtemalers Fritz Beckert.)

O.li. unscheinbare, leicht erhabene Stelle (in der Leinwand, webbedingt) mit fachmännischer Retusche. Weitere kleine Retuschen im Falzbereich. Rahmen mit vereinzelten Fehlstellen an den Kanten, bronzefarben retuschierte Fassungsverluste an den Ecken.

70 x 106 cm, Ra. 96,5 x 130,8 cm. 8.500 - 10.000 €
sold at 7500 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

388   Lyonel Feininger "Zirchow VII, No. 1". 1918.

Lyonel Feininger 1871 New York – 1956 New York

Wood cut auf hauchdünnem japanischen Mino-Kopierpapier. In Blei signiert "Lyonel Feininger" u.li., betitelt "Zirchow VII" u.re. sowie in der u.re. Blattecke mit der Werknummer "18100" bezeichnet. Einer von fünf bekannten Abzügen auf verschiedenen Papieren, davon drei auf japanischem Mino-Kopierpapier. Im Passepartout hinter Glas gerahmt.
WVZ Prasse W 111.

Das Blatt wurde vom Künstler auch als "Alte gotische Kirche" bezeichnet.

Sehr guter, kräftiger Druck. Blatt insgesamt gebräunt sowie etwas lichtrandig. O. und u. Blattrand ungerade geschnitten. Am u. Blattrand li. ein fachmännisch geschlossener Einriss (kurze, unscheinbare Abschnitte des Einrisses nicht geschlossen), bis in die Darstellung hineinlaufend, dort an der u. Stockkante mit einer kleinen, ergänzten und retuschierten Fehlstelle im Papier. Ein weiterer, sehr kleiner, geschlossener Riss in der Darstellung u.re. Unscheinbare matte Fleckchen, vermehrt u.li. Papier an den oberen Ecken auf ein dünnes Trägervlies montiert.

Stk. 27,4 x 34,5 cm, Bl. max. 32,5 x 47,7 cm. 4.500 - 5.000 €
sold at 3500 €
KatNr. 459 Ernst Hassebrauk, Stillleben mit Kohlköpfen. Wohl frühe 1940's.
KatNr. 459 Ernst Hassebrauk, Stillleben mit Kohlköpfen. Wohl frühe 1940's.
KatNr. 459 Ernst Hassebrauk, Stillleben mit Kohlköpfen. Wohl frühe 1940's.

459   Ernst Hassebrauk, Stillleben mit Kohlköpfen. Wohl frühe 1940's.

Ernst Hassebrauk 1905 Dresden – 1974 ebenda

Oil on canvas. Unsigniert. In einer profilierten, weißen Holzleiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass Fritz Löffler, Dresden.

Zur zeitlichen und stilistischen Einordnung vgl. das Gemälde "Stilleben auf schwarzem Tablett, Meißner Teekanne - Rotkraut", 1941. Abgebildet in: Ernst Hassebrauk 1905-1974. Ausstellungskatalog Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister. Dresden, 1979. KatNr. 40, Abb. 27.

Wir danken Herrn Dieter Hoffmann, Geiselwind, für freundliche Hinweise.

Leinwand etwas locker sitzend. Neu aufgespannt, oberer, unbemalter Spannrand ca. 0,5 cm in das Format hinein reichend. Rahmenfalz-Abdrücke in der Malschicht am li. und re. Rand. Malschicht-Abrieb und geringfügige Druckstellen in den Randbereichen. Winzige Malschicht-Lockerung am Rand u.re. Pastositäten etwas gepresst. Partiell technikbedingt unscheinbar frühschwundrissig.

45,8 x 40,5 cm, Ra. 57,4 x 52,5 cm. 2.800 - 3.500 €
sold at 2400 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

580   Willy Kriegel "Verschneiter Bach" (Winter an der Wilden Weißeritz bei Klingenberg). 1941.

Willy Kriegel 1901 Dresden – 1966 Starnberg

Oil on cardboard. Monogrammiert "K" u.re. Verso in Blei wohl von Künstlerhand signiert, betitelt und datiert.

Ränder ungerade geschnitten. Unscheinbare Laufspur in der Ecke o.re.

27,8 x 34,7 cm. 1.500 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 1200 €
KatNr. 840 Alfred Teichmann
KatNr. 840 Alfred Teichmann
KatNr. 840 Alfred Teichmann

840   Alfred Teichmann "Haff bei Mondlicht". 1934- 1939.

Alfred Teichmann 1903 Gersdorf/Sa. – 1980 Dresden

Oil on canvas. Signiert "A. Teichmann" u.li. Verso auf dem Keilrahmen Reste eines Papieretiketts. In einem profilierten, grau und goldfarben gefassten Künstlerrahmen.
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ Teichmann unter der Nr. A 808 aufgenommen.

Wir danken Herrn Dr. Jürgen Teichmann, Dresden, für freundliche Hinweise.

In den Randbereichen partiell kleinere, unscheinbare Leinwand-Deformationen. Leichter Malschicht-Abrieb an den Ecken sowie Höhen der Malschicht partiell geringfügig berieben. Verso durchgedrungene weiße Grundierung, technikbedingt.

54,7 cm x 65,5 cm, Ra. 68,3 x 78,7 cm. 5.000 €
KatNr. 872 Hans Unger, Der Sommer. Späte 1920's.
KatNr. 872 Hans Unger, Der Sommer. Späte 1920's.
KatNr. 872 Hans Unger, Der Sommer. Späte 1920's.
KatNr. 872 Hans Unger, Der Sommer. Späte 1920's.

872   Hans Unger, Der Sommer. Späte 1920's.

Hans Unger 1872 Bautzen – 1936 Dresden

Oil on canvas. Signiert "H. Unger" u.re. Verso auf oberem Spannrand li. in Blei nummeriert "2500". In einer profilierten, vergoldeten, teils polimentsichtigen Holzleiste gerahmt.

Wir danken Herrn Rolf Günther, Freital, für freundliche Hinweise.

Ein immer wiederkehrendes Thema in der Malerei Ungers ist die weibliche Schönheit. Sein bevorzugtes Modell war seine Frau Marie Antonia, welche er 1899 heiratete. In unzähligen Werken hielt er ihre für ihn ideale Schönheit fest bzw. näherte seine Bildnisse dem durch Marie Antonia verkörperten Idealtypus an.
Ein Künstlerfreund Hans Ungers beschrieb sie als "Ein Wesen edelster Weiblichkeit. Eine Seele, deren Demut und Reinheit Mensch und Werk durchwebte." (zitiert nach: Günther, Rolf: Hans Unger. Leben und Werk mit dem Verzeichnis der Druckgraphik. Dresden, 1997, S. 50.)
So sind auch in dieser Arbeit ihre typischen Gesichtszüge bei Nase, Stirn, Lippen oder Kinn erkennbar, die langen, lockigen, dunklen Haare erinnern ebenfalls an sein Lieblingsmodell.

Format wohl von Künstlerhand verkleinert, mit weiterer Signatur am unteren bemalten Spannrand. Malschicht mit unscheinbarem Alterskrakelee. Mehrere kleine Malschicht-Fehlstellen im Falzbereich. Unscheinbare Fehlstellen, teils mit winzigen Retuschen im Hut. Kleine Retusche im Hintergrund o.li., Mi.re. sowie am Rand u.li., dort mit geringfügigen Spuren eines Festigungsmittels. Eine kleine Kratzspur u.re.

125,4 x 64,7 cm, Ra. 131,8 x 71,5 cm. 13.000 €
sold at 14000 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

899   Albert Wigand "Stilleben mit brauner Kaffeekanne und Topflappen". 1940.

Albert Wigand 1890 Ziegenhain/Hessen – 1978 Leipzig

Oil painting auf fester Malpappe. Signiert "Wigand" u.re. Verso mit der Arbeit "Stilleben m. grauer Schale u. drei Früchten", ca. 1940, Öl. In einer schmalen, profilierten, braunen Holzleiste mit goldfarbener Sichtleiste gerahmt.
WVZ Grüß-Wigand A-1940/10; verso: die Arbeit wird in den Nachtrag zum WVZ Grüß-Wigand unter der Nr. A-1940/10v aufgenommen.

Wir danken Herrn Albrecht Grüß, Berlin, und Frau Gylfe Matt, Berlin, für freundliche Hinweise.

Zumeist die alltäglichen Dinge seiner nächsten Umgebung dienten Wigand als Bildmotive. Mit ihnen setzte er sich in unerschöpflicher Vielfalt künstlerisch auseinander. Hierfür eignete sich in besonderem Maße das Stillleben, in dem sich der Maler ohne erzählerischen Kontext der Erforschung von Farb- und Formgebung widmen konnte.

Drei Ecken mit je einem Nagelloch. Pastositäten recto und verso etwas gepresst. Bildränder im Falzbereich mit kleinen Läsionen und geringen Malschicht-Fehlstellen, insbes. an den u., leicht aufgefaserten Ecken. Eine werkimmanente Ritzspur in der Farbe am o.li. Bildrand.

25,8 x 40 cm, Ra. 28 x 42,3 cm. 3.500 - 4.000 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
sold at 3000 €
KatNr. 975 Joseph Fritz Zalisz, Porträtkopf des Steinmetzes Max Stürmer. 1923.
KatNr. 975 Joseph Fritz Zalisz, Porträtkopf des Steinmetzes Max Stürmer. 1923.
KatNr. 975 Joseph Fritz Zalisz, Porträtkopf des Steinmetzes Max Stürmer. 1923.
KatNr. 975 Joseph Fritz Zalisz, Porträtkopf des Steinmetzes Max Stürmer. 1923.

975   Joseph Fritz Zalisz, Porträtkopf des Steinmetzes Max Stürmer. 1923.

Joseph Fritz Zalisz 1893 Gera – 1971 Holzhausen
Max Stürmer 

Bronze, gegossen, schwarzbraun patiniert. Im Halsbereich li. signiert "Fr. Zalisz". Eines von zwei Exemplaren des Erstgusses aus dem Jahr 1997 (Gießerei Noack, Leipzig) nach dem originalen Gipsguss von 1923.

Max Stürmer war ein in Leipzig ansässiger Steinmetz, mit welchem Fritz Zalisz befreundet war und welcher bildhauerische Aufträge für ihn ausführte. Stürmer wanderte später in die USA aus.

Wir danken der Tochter des Künstlers, Frau Dr. Fritzi Lenk, Leipzig, für freundliche Hinweise.

H. 46 cm. 2.400 - 3.000 €
sold at 1800 €
Aufgrund der Regelungen des Urhebergesetzes können wir diese Abbildung nur zeitlich begrenzt veröffentlichen.

993   Lothar Sell, Großer stehender Frauenakt. 1976.

Lothar Sell 1939 Treuenbrietzen – 2009 Meißen

Terracotta, heller Scherben, gräulich-weiß und ockerbraun glasiert. Verso auf dem halbrunden Sockel signiert "Sell" und datiert.

Es handelt sich bei der großen Figur insbesondere in Hinblick auf die Glasur um eine sehr seltene Arbeit, welche in der Anfangsphase der Übernahme des Lehrauftrags Sells für Keramik an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle entstand. In dieser Zeit erarbeitete sich der Künstler das Medium selbst neu.

Wir danken Frau Gundula Sell, Meißen für freundliche Hinweise.

Ein großer Brandriss im hinteren Sockelbereich, kleinere im Bereich der Beine. Die Glasur partiell mit Krakelee, mehrere Glasurrisse und -unebenheiten, besonders im Bereich der re. Brust und des re. Oberarms sowie mehrer kleine Einschlüsse und Fehlstellen, aus dem Werkprozess stammend. Am re. Bein, verso im Schulter- und Hüftbereich sowie am Sockel Abplatzungen bzw. Bestoßungen.

H. 108 cm. 1.800 €
* Droit-de-suite of 2.00 % applies.
KatNr. 1037  Walzenkrug
KatNr. 1037  Walzenkrug
KatNr. 1037  Walzenkrug
KatNr. 1037  Walzenkrug

1037   Walzenkrug "Rote Rose mit Vergissmeinnicht". Meissen. 1775-1814 mit Montierung und der Medaille "Siege der Republik Venedig über die Türken". 1687.

Porcelain, glazed, in polychromen Aufglasurfarben staffiert und 12-lötiges Silber, montiert. Zylindrischer Korpus mit Wulsthenkel. Auf der Wandung bunte Bukettmalerei mit Rose und Vergissmeinnicht. Unterseits die kobaltblaue Schwertermarke mit Stern auf unglasiertem Boden, eine Prägeziffer sowie mit einer Malerziffer in Aufglasurpurpur. Der montierte Deckel umlaufend auf dem Deckel mit gravierten Monogrammen und Jahreszahlen von 1721 bis 1794. Zentral eine reliefierte, hochovale Medaille auf die Siege der Republik Venedig über die Türken von 1687. Schauseitig auf einem Stufenpostament thronender Doge Marcantonio Giustinian und Senatoren, die Unterwerfung der vor ihm knieenden Brüder Mustafa Pascha und Hassan Pascha entgegennehmend. Oberhalb die Inschrift "PARCERE SUBIECTIS ET DEBELLARE SUPERBOS SCIT NOBILIS IRA LEONIS." sowie an der Seite "SERENISSIMI LEONIS ALATI SOLO SALOQUE TURCARUM VICTORIS TRIUMPHALE FLORILEGIUM 1687." Verso der steigende Markuslöwe mit Schwert und Delfin als Symbol für die Seemacht Venedigs. Oberhalb die INschrift "EX UTROQUE VICTOR.". Die Montierung am Deckel verso sowie am Stand mit der Stadtmarke Bautzen sowie einer Meistermarke "CB" im Herz (nicht aufgelöst).

Korpus mit durchgehendem Haarriss, die Wandung flächig fachmännisch restauriert. Die ältere Montierung später ergänzt. Standmontierung locker sitzend und mit vereinzelten unscheinbaren Dellen. Medaille mit feinen Altersspuren.

H. ges. 19,5 cm. 4.200 €
KatNr. 1181  Eleganter Damenring mit großem Diamantsolitär. Wohl um 1930.
KatNr. 1181  Eleganter Damenring mit großem Diamantsolitär. Wohl um 1930.

1181   Eleganter Damenring mit großem Diamantsolitär. Wohl um 1930.

Platin (geprüft). Chatongefasster Diamant im Brillant-Vollschliff mit kleiner Kalette (D. 8,0 mm, H. 4,8 mm, 1,87 ct / W / vvs2) über fein profilierter Schulter mit gekreuzten Bändern. Schmale Schiene.

Mit einer Expertise von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm. G., vom 25.05.2018.

Rundiste etwas berieben. Schiene innen mit minimaler Materialunregelmäßigkeit (eventuell durch eine Größenveränderung). Schiene minimal tragespurig.

D. 17,5 mm (Ringgröße 54-55), Gew. 4,47 g. 11.000 €
KatNr. 1182  Damenring mit großem Brillantsolitär. Um 1918-1925/ Mid 20th cent.

1182   Damenring mit großem Brillantsolitär. Um 1918-1925/ Mid 20th cent.

585er Weißgold. Spitz zulaufende Schulter mit einem chatongefassten Altschliff-Brillantsolitär mit Kalette (D. 9 mm, ca. 2,6 ct / TCr / vvs1) in einer Fassung der 1950er / 1960er Jahre. Gekantete, mittlere Schiene, auf der Innenseite mit der Feingehaltspunze.

Mit einer Expertise von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm. G., vom 28.08.2018.

Provenienz: Juwelier Blum, Kurfürstendamm Berlin. Der Solitär nach mündlicher Überlieferung des Einlieferers aus einem Diadem, das wohl von der Familie von Maltzan angekauft wurde.

Schiene minimal tragespurig.

D. 18,25 mm (Ringgröße 57-58), Gew. 6,83 g. 9.000 - 10.000 €
KatNr. 1183  Paar Ohrstecker mit Brillantsolitären. Um 1900/ Mid 20th cent.

1183   Paar Ohrstecker mit Brillantsolitären. Um 1900/ Mid 20th cent.

585er Weißgold. Paar Ohrstecker mit je einem krappengefassten Brillantsolitär im Brillant-Altschliff mit Kalette (je D. 5,8 mm, je ca. 0,75 ct, ges. 1,5 ct / TCr / vvs1). Steckverschluss aus den 1950er / 1960er Jahren, auf den Blütenformen jeweils mit dem Feingehaltsstempel.

Mit einer Expertise von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm. G., vom 28.08.2018.

Provenienz: Juwelier Blum, Kurfürstendamm Berlin. Die Solitäre nach mündlicher Überlieferung des Einlieferers aus einem Diadem, das wohl von der Familie von Maltzan angekauft wurde.

Fassung eines Brillanten mit einer kleineren Ausspanung.

Gew. ges. 2,23 g. 2.200 €
sold at 1800 €
KatNr. 1189  Moderner Blütenring mit großem kolumbianischen Saphir. Mid 20th cent.
KatNr. 1189  Moderner Blütenring mit großem kolumbianischen Saphir. Mid 20th cent.
KatNr. 1189  Moderner Blütenring mit großem kolumbianischen Saphir. Mid 20th cent.

1189   Moderner Blütenring mit großem kolumbianischen Saphir. Mid 20th cent.

18 K Weißgold (geprüft). Schlanke, zweigeteilte Schulter mit einem ausladenden Ringkopf. Zentral ein krappengefasster, tiefblauer, natürlicher Saphir (Saphir 10,5 x 8,5 x 5,4 mm, ca. 4,5 ct, Kolumbien) im Ovalschliff. Flankierend eine Entourage aus 15 Brillanten (D. je 2,3 mm, ca. 0,8 ct) und 28 krappengefassten Diamanten im Baguetteschliff (L. 3 mm, ca. 1,2 ct). Schmale, gerade Schiene. Ungemarkt.

Mit einer Expertise von Heinz Reinkober, Mitgl. d. D. Gemm. G., vom 28.08.2018.

Unterseite des Saphirs etwas berieben und kratzspurig. Schiene minimal tragespurig.

Gew. ges. 7,85 g. 4.800 €
KatNr. 1245  Herrensavonette (Kavalieruhr) mit neuem Ankerwerk Marke
KatNr. 1245  Herrensavonette (Kavalieruhr) mit neuem Ankerwerk Marke
KatNr. 1245  Herrensavonette (Kavalieruhr) mit neuem Ankerwerk Marke

1245   Herrensavonette (Kavalieruhr) mit neuem Ankerwerk Marke "Fortschritt". J. Assmann, Glashütte. Um 1910.

585er Roségold. Flache Schweizer Gehäuseform "Lucia" mit Doppeldeckel, mit seltenem, zylindrischen Mittelsegment und à goutte Verschluss, Scharnierbügel und Aufzugskrone. Die Scharniere bei der Zahl 9. Das fein guillochierte Platina-Silber-Zifferblatt mit Breguet-Ziffern und Breguet-Zeigern, unterhalb ein separat eingesetztes Sekundenblatt. Auf dem Savonnettedeckel das gravierte, ligierte Monogramm "CA". Kavalier-Uhrwerk mit geteilter 3/4 Platine in Erstqualität, "Marke Fortschritt". Die oberen Laufräder in Goldchatons gelagert. Unruh mit Diamantdecke, gravierter Unruhkolben mit Schwanenhalsfeder, Ankerrad mit Decksteinen. Schweizer Ankergang mit ausgedrehtem Stahlankerrad und sogen. Moustache-Anker. Das Werk gemarkt "J. Assmann Glashütte i/Sa." sowie mit der Seriennummer "15643". Goldschraubenunruh mit Breguet-Spirale, Federhaus mit Malteserstellung, die Aufzugsräder mit Sonnenschliff.
Gehäusedeckel sowie der Werksdeckel mit der gestempelten Seriennummer "15643" (in der Cuvette mit den letzten zwei Ziffern der Seriennummer), dem deutschen Reichsgoldstempel "Krone", dem Schweizer Gold- und Kontrollstempel "Eichhörnchen", dem Feingehaltsstempel "0,585" im Rechteck und im Staubdeckel (Cuvette) mit der Firmenmarke. Am Bügel der zweifache, österreichische Importstempel, am umrahmenden Werksring mit dem Schweizer Gold- und Kontrollstempel. In einem ergänzten J. Assmann Etui mit Zertifikat sowie einer neuwertigen Aufzugsfeder.

Mit einem Gutachten des Uhrmachermeisters Frank Feldmann, Dresden, vom 15.10.2005.

Wir danken Herrn Frank Feldmann, Dresden, für freundliche Hinweise.

Sehr guter und originaler Erhaltungszustand. Funktion geprüft. Werk überholt. Zwei unscheinbare Eindellungen im Mittelsegment sowie eine verso auf dem Staubdeckel. Zifferblatt mit unscheinbarer Kratzspur auf Höhe der "7" sowie der "5". Kleine Oxidationsstelle bei der "9".

D. 53 mm, Gew. 110,5 g. 4.200 €
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Prices shown are estimate prices. The majority of the lots is taxed according to "Differenzbesteuerung", so there is no V.A.T. on the item itself.

* Item of artist registered with the VG Bildkunst, upon which a droit-de-suite fee will be raised, are marked as "Droit-de-suite of 2,5 % applies"". (conditions of sale paragr. 7.4.)

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