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AUCTION 57
   Auction 57
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Fine Art 16th-18th ct.

001 - 021

022 - 035


Fine Art 19th ct.

055 - 080

081 - 100

101 - 120

121 - 140

141 - 155


coll. Sahrer von Sahr

170 - 180

181 - 200

201 - 220

221 - 240

241 - 260

261 - 284


Fine Art 20th-21st ct.

300 - 320

321 - 340

341 - 360

361 - 380

381 - 400

401 - 420

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975 - 1000


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1010 - 1020


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1021 - 1041

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1061 - 1080

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1101 - 1120

1121 - 1140

1141 - 1156


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1240 - 1246


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1251 - 1260

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1320 - 1328





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KatNr. 1021  Koppchen. Meissen. Um 1721- 1731.

1021   Koppchen. Meissen. Um 1721- 1731.

Porcelain, glazed. mit zahlreichen kleinen, stark transparenten, speckigen Einschlüssen. Glockenförmiger Korpus über kleinem, abgesetzten Standring. Unterseits die etwas undeutliche Caduceusmarke in Unterglasurblau.

Wandung mit sehr vereinzelten, oberflächlichen, unscheinbaren Kratzspuren. Standring mit flachem, unscheinbaren Glasurchips (L. 2 mm). Standring innen mit Rissspur, teils unter der Glasur, ebenda Glasur mit Bläschenbildung.

H. 4,6 cm, D. 7,4 cm. 600 €
sold at 500 €
KatNr. 1022  Tasse und Untertasse
KatNr. 1022  Tasse und Untertasse

1022   Tasse und Untertasse "Prunuszweige". Meissen. Wohl um 1745.

Porcelain, glazed. Glockenförmiger Korpus mit J-Henkel über kleinem, abgesetzten Standring. Die Untertasse gemuldet. Außenwandung von Tasse und Untertasse mit reliefierten Belegen in Form von Prunuszweigen. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau sowie jeweils eine Prägeziffer.

Tasse und Untertasse aus der Zeit später ergänzt. Mündungsrand an zwei nebeneinander liegenden Stellen restauriert (L. je 10 mm). Innenwandung der Tasse mit herstellungsbedingten Brandrissen. Glasur im Bereich der Henkel mit Bläschenbildung.

Tasse H. 4,6 cm, D. 8 cm, Untertasse D. 13,5 cm. 240 €
KatNr. 1023  Schale mit Blütenbelag nach Johann Jacob Irminger. Meissen. 1750.

1023   Schale mit Blütenbelag nach Johann Jacob Irminger. Meissen. 1750.

Johann Jacob Irminger 1635 (?) Zürich – 1724 Grimma

Porcelain, glazed. Gemuldete Form mit geschweiftem Rand und dem Reliefzierat "Altozier". Ebenda mit plastischen Blütenbelegen, sogenannten "Irmingerschen Belegen" nach Johann Jacob Irminger (um 1635-1724). Unterseits mit der (später?) einfach geschliffenen Schwertermarke in Unterglasurblau.

Vgl. Pietsch, U.: Triumph der blauen Schwerter, 2010, S. 173.

Rand mit flachem Chip (2 x 1,3 mm). Blütenbelag teils bestoßen und partiell fehlend. Form einer Seite unregelmäßig. Glasur mit Kratzspuren und herstellungsbedingten Masse- und Glasurunebenheiten.

D. ca. 24,5 cm. 60 €
sold at 50 €
KatNr. 1024  Tasse

1024   Tasse "Dulong". Meissen. Um 1750.

Porcelain, glazed. Runde, gemuldete Form mit aufwärts gebogtem Henkel über kleinem, abgesetzten Standring. Wandung mit dem Reliefdekor "Dulong". Unterseits mit der einfach durchschliffenen Schwertermarke in Unterglasurblau sowie der Prägeziffer "4".

Standring umlaufend mit minimalen Bestoßungen. Herstellungsbedingte Masse- und Glasurunebenheiten.

H. 4,7 cm. 80 €
KatNr. 1025  Becher in nordböhmischer Art. Meissen. Um 1820.

1025   Becher in nordböhmischer Art. Meissen. Um 1820.

Porcelain, glazed und goldstaffiert. Konisch geweitete, facettierte Form mit abgesetztem, glatten Mündungsrand über einem ausgestellten, passig geschweiften Stand. Die Facetten mit einem steinelschliffartig gekerbten Dekor. Unterseits mit der unterglasurblauen Schwertermarke, unterhalb mit einer "I" in Aufglasurgrün sowie mit weiteren Ziffern. Des Weiteren die geritzte Modellnummer "F 89" und Prägeziffer "15".

Fuß mit Restaurierung (L. 45 mm) und unterseits etwas flachem Materialverlust. Vergoldung minimal berieben.

H. 11,4 cm. 60 €
sold at 80 €
KatNr. 1026  Seltene Tasse mit antikisierendem Relief / Untertasse. Meissen. 1st half 19th cent.
KatNr. 1026  Seltene Tasse mit antikisierendem Relief / Untertasse. Meissen. 1st half 19th cent.

1026   Seltene Tasse mit antikisierendem Relief / Untertasse. Meissen. 1st half 19th cent.

Biskuitporzellan sowie Porzellan, glasiert, goldstaffiert. Kelchform mit Ohrenhenkel über einem Rundstand. Auf der Wandung ein antikisierendes Relieffries über einem Blatt- und Lotusfries. Die Untertasse gemuldet und auf der Fahne mit einem reliefierten Blattspitzenfries. Unterseits jeweils die Knaufschwerter in Unterglasurblau, unterhalb mit einem vertikalen, auf der Tasse geprägten, auf der Tasse gemalten Strich. Die Tasse mit der Modellnummer "Q 88".

Untertasse ergänzt. Das Relief der Tasse mit feinen Brandrissen. Vereinzelt herstellungsbedingte Oberflächenunebenheiten.

Tasse H. 9 cm, Untertasse D. 12,8 cm. 500 €
KatNr. 1027  Teekanne

1027   Teekanne "Schwanenhenkel". Meissen. Um 1820.

Porcelain, glazed und goldstaffiert. Balusterform über Rundstand mit geschwungenem Ausguss und Schwanenhenkel. Flacher Deckel mit Zapfenknauf. Unterseits die Knaufschwerter mit "I" in Unterglasurblau, des Weiteren eine Prägeziffer sowie eine Ziffer in Aufglasurgold.

Deckel ergänzt und mit Chip an der Innenseite. Wandung vereinzelt mit minimalen Kratzspuren, die Vergoldung punktuell unscheinbar berieben. Minimale Glasur- und Masseunebenheiten.

H. 21,5 cm. 360 €
KatNr. 1028  Potpourri-Vase in Amphorenform. Meissen. Um 1870.
KatNr. 1028  Potpourri-Vase in Amphorenform. Meissen. Um 1870.

1028   Potpourri-Vase in Amphorenform. Meissen. Um 1870.

Biskuitporzellan. Amphorenform mit hochgezogenen Henkeln über Rundstand, auf eine Plinthe montiert. Durchbrochen gearbeiteter Deckel, der Knauf in Form eines Lorbeerkranzes mit Schleife. Stand und Deckel mit umlaufendem Lorbeerkranz. Unterseits die geprägten Knaufschwerter im Dreieck für Biskuitporzellan, die Modellnummer "G47" sowie die geprägte Formernummer.

Partiell minimale Masseunebenheiten, die Lorbeerkränze sowie eine Henkelinnenseite mit minimalen, feinen Brandrissen.

H. 25,7 cm. 220 €
sold at 200 €
KatNr. 1029  Zierteller mit Reliefdekor. Meissen. Spätes 19th cent.

1029   Zierteller mit Reliefdekor. Meissen. Spätes 19th cent.

Porcelain, glazed und poliert sowie mattiert goldstaffiert. Gemuldete, runde Form mit einem geschweiften Rand. Zentral reliefierte Blattformen, flankiert von ebenfalls reliefierten C-Voluten- und Rankenornamenten. Unterseits mit den Knaufschwertern in Unterglasurblau, der Modellnummer (etwas undeutlich), grünen sowie unterglasurblauen Ziffern sowie einer Prägeziffer.

Staffierung teils deutlicher berieben.

D. 28,5 cm. 100 €
sold at 80 €
KatNr. 1030  Seltene Tasse mit Untertasse. Meissen. Um 1820.

1030   Seltene Tasse mit Untertasse. Meissen. Um 1820.

Porcelain, glazed und in polychromen Aufglasurfarben staffiert sowie goldgehöht. Tasse in Glockenbecherform, der Ohrenhenkel am Ansatz mit jeweils einem Blattreliefdekor. Die Untertasse gemuldet. Tasse und Untertasse mit einem matten, kobaltblauen Fond, darauf jeweils ein schabloniertes, stilisiertes und liniertes Blütenblattdekor, die Tasse mit drei goldstaffierten, teils polierten Sternformen. Spiegel der Untertasse mit einem Blütenbukett. Die Ränder mit Goldfaden. Unterseits jeweils die Schwertermarke mit "I" in Unterglasurblau sowie verschiedene Prägezeichen.

Untertasse mit Verfärbungen der mattblauen Farbschicht. Vergoldung der Konturen nahezu vollständig berieben.

Tasse H. 8,8 cm, D. 8,2 cm, Untertasse D. 13,5 cm. 180 €
sold at 120 €
KatNr. 1031  Ansichtentasse
KatNr. 1031  Ansichtentasse

1031   Ansichtentasse "Dresden". Meissen. Um 1820.

Porcelain, glazed, mit Umdruckdekor, koloriert. Glockenbecherform mit abgesetztem Rundstand sowie mit einem Ohrenhenkel mit reliefiertem Blattdekor. Schauseitig mit der Ansicht Dresdens ("Canaletto Blick"), unterseits in Schwarz bezeichnet "Dresden". Ebenfalls unterseits mit der Schwertermarke, unterhalb mit "I", in Unterglasurblau.

Chip am Stand (1x0,5 cm). Glasur am Mündungsrand etwas berieben.

H. 9 cm. 150 €
sold at 90 €
KatNr. 1032  Teller

1032   Teller "Mädchen mit Singvogel" ("Pâte-sur-pâte"). Meissen. 1935- 1947.

Porcelain, glazed. Aus dem Service "Neuer Ausschnitt". Russischgrüner Fond, im Spiegel das Profil eines Mädchens mit Singvogel auf der Hand in Pâte-sur-pâte-Technik, der Rand mit Goldfaden. Unterseits die zweifach geschliffene Schwertermarke in Unterglasurblau, die Drehernummer sowie eine weitere Prägeziffer.

Bei der Pâte-sur-pâte-Technik werden kameenartige, weiße Reliefs erzeugt, die sich effektvoll vom farbigen Grund abheben.

Fond im Spiegel und am Übergang zur Fahne mit Kratzspuren, der Goldfaden etwas berieben.

D. 17,5 cm. 250 €
sold at 240 €
KatNr. 1033  Paar Teller mit reliefiertem Flechtbanddekor. Meissen. 1930er/ 1940's.

1033   Paar Teller mit reliefiertem Flechtbanddekor. Meissen. 1930er/ 1940's.

Porcelain, glazed und mit seladongrünem Fond. Flache Form mit abgesetzter Fahne, diese mit einem reliefierten Flechtband mit Kugelfries und Blüten. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau, die Modellnummer "F. 380/55", eine weitere Ritznummer "846" sowie die Drehernummer.

Sehr unscheinbare Glasurunregelmäßigkeiten aus dem Herstellungsprozess, ein Teller am Rand mit kleinem Brandriss.

D. 23,9 cm. 240 €
KatNr. 1034  Teller

1034   Teller "Bunte Bukettmalerei". Meissen. Wohl Mid 18th cent.

Porcelain, glazed, in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Reliefzierat "Gotzkowsky". Gemuldete Form mit passig geschweifter Fahne. Der Spiegel mit Blütenbuketts, umrahmt von einem reliefierten Floraldekor. Auf der Fahne ebenfalls ein florales Reliefdekor alternierend mit kleinen Blütenbuketts. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau sowie eine Prägeziffer "22".

Teils minimale Glasurfehlstellen, insgesamt etwas deutlichere Masse- und Glasurunebenheiten.

D. 24,8 cm. 80 €
sold at 60 €
KatNr. 1035  Mokkatasse und Untertasse
KatNr. 1035  Mokkatasse und Untertasse

1035   Mokkatasse und Untertasse "Manieristische, bunte Blütenzweige und Schuppendekor in Purpur". Meissen. Ca. Mid 18th cent.

Porcelain, glazed, in polychromen Aufglasurfarben staffiert und goldgehöht. Halbkugelförmiger Korpus über kleinem, abgesetzten Standring, Ohrenhenkel. Die Untertasse gemuldet. Auf Wandung und Spiegel das Dekor "Schuppenmosaique" in Purpur sowie zentral in einer dreipassigen Kartusche jeweils drei Blütenbuketts in alter Manier. Die Ränder mit Zahnkante. Unterseits die teils undeutlichen Schwertermarken in Unterglasurblau.

Tasse und Untertasse ergänzt. Vereinzelt feine Kratzspuren und minimaler Abrieb der Staffierung. Herstellungsbedingte Masse- und Glasurunebenheiten. Rand der Untertasse mit einer Verfärbung.

Tasse H. 4,4 cm, D. 7,7 cm, Untertasse D. 13,1 cm. 150 €
KatNr. 1036  Zwei Koppchen

1036   Zwei Koppchen "Deutsche Blume in alter Manier". Meissen. Mid 18th cent.

Porcelain, glazed und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Glockenförmige Korpi über kleinen, abgesetzten Standringen. Auf den Wandungen sowie im Spiegel jeweils mit Blumenmalerei in alter Manier. Unterseits jeweils die Schwertermarke in Unterglasurblau sowie Prägeziffern, ein Koppchen mit Malernummer in Purpur.

Die Koppchen mit teils deutlichen Kratzspuren. Die Glasur am Standring eines Koppchens partiell matt, zudem mit minimalen Chips am Standring, An der Außenwandung mit einer Eindellung.

D. 8 cm, H. 4,7 cm / D. 7,7 cm, H. 4,5 cm. 60 €
KatNr. 1037  Walzenkrug
KatNr. 1037  Walzenkrug
KatNr. 1037  Walzenkrug
KatNr. 1037  Walzenkrug

1037   Walzenkrug "Rote Rose mit Vergissmeinnicht". Meissen. 1775-1814 mit Montierung und der Medaille "Siege der Republik Venedig über die Türken". 1687.

Porcelain, glazed, in polychromen Aufglasurfarben staffiert und 12-lötiges Silber, montiert. Zylindrischer Korpus mit Wulsthenkel. Auf der Wandung bunte Bukettmalerei mit Rose und Vergissmeinnicht. Unterseits die kobaltblaue Schwertermarke mit Stern auf unglasiertem Boden, eine Prägeziffer sowie mit einer Malerziffer in Aufglasurpurpur. Der montierte Deckel umlaufend auf dem Deckel mit gravierten Monogrammen und Jahreszahlen von 1721 bis 1794. Zentral eine reliefierte, hochovale Medaille auf die Siege der Republik Venedig über die Türken von 1687. Schauseitig auf einem Stufenpostament thronender Doge Marcantonio Giustinian und Senatoren, die Unterwerfung der vor ihm knieenden Brüder Mustafa Pascha und Hassan Pascha entgegennehmend. Oberhalb die Inschrift "PARCERE SUBIECTIS ET DEBELLARE SUPERBOS SCIT NOBILIS IRA LEONIS." sowie an der Seite "SERENISSIMI LEONIS ALATI SOLO SALOQUE TURCARUM VICTORIS TRIUMPHALE FLORILEGIUM 1687." Verso der steigende Markuslöwe mit Schwert und Delfin als Symbol für die Seemacht Venedigs. Oberhalb die INschrift "EX UTROQUE VICTOR.". Die Montierung am Deckel verso sowie am Stand mit der Stadtmarke Bautzen sowie einer Meistermarke "CB" im Herz (nicht aufgelöst).

Korpus mit durchgehendem Haarriss, die Wandung flächig fachmännisch restauriert. Die ältere Montierung später ergänzt. Standmontierung locker sitzend und mit vereinzelten unscheinbaren Dellen. Medaille mit feinen Altersspuren.

H. ges. 19,5 cm. 4.200 €
KatNr. 1038  Barocker Walzenkrug
KatNr. 1038  Barocker Walzenkrug
KatNr. 1038  Barocker Walzenkrug
KatNr. 1038  Barocker Walzenkrug
KatNr. 1038  Barocker Walzenkrug

1038   Barocker Walzenkrug "Bunte Bukettmalerei, Deutsche Blume". Meissen. Um 1745.

Porcelain, glazed und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Zylindrischer Korpus mit Wulsthenkel. Auf der Wandung alte Blumenmalerei nach Stichvorlagen, unter anderem mit Rose, Tulpe, Anemone, Goldlack, Vergissmeinnicht und Federnelke. Der flache Deckel mit einem Knauf in Form einer plastisch ausgeformten Erdbeere mit Blattzweig. Oberseite des Henkels mit einer kleinen, runden Aussparung für eine Montierung. Unterseits mit der kobaltblauen Schwertermarke auf unglasiertem Boden.

In den Jahren um 1745 entwickelte sich aus der Holzschnittblumenmalerei das Dekor "Deutsche Blume", welches sich gleichfalls an Stichvorlagen orientierte, allerdings Blüten meist zu Buketts vereinte sowie lineare Begrenzungen im Gegensatz zu den "ombrierten Blumen" vermied. Merkmale beider Dekorarten vereint der hier angebotene Walzenkrug und veranschaulicht damit den fließenden Übergang. Während eine deutlich reduzierte Konturierung der Blüten sowie beginnend ausdrucksvoll gewundene Zweige in Richtung Manierblumenmalerei weisen, steht die gestreute, überwiegend etwas steife Anordnung der Blütenzweige in der Tradition der Holzschnittblumenmalerei.

Pietsch, U.: Triumph der blauen Schwerter. 2010, S. 15; zur Form vgl. S. 236, Kat.Nr. 154.

Sonntag, H.: Die Sprache der Blumen. Leipzig 1999, S. 14f.

Stand mit zwei stecknadelkopfgroßen, ganz unscheinbaren Chips. Glasur mit vereinzelten, minimalen, herstellungsbedingten Fehlstellen an Rand und Henkel. Boden innen mit kleinem Brandriss unter der Glasur.
Deckel alt restauriert, Stiel des Erdbeerzweigs fehlend, kleine Ausplatzungen. Mit einem zweiten, neu gefertigten Deckel.

H. 17,2 cm (mit Deckel). 1.700 €
KatNr. 1039  Terrinendeckel
KatNr. 1039  Terrinendeckel
KatNr. 1039  Terrinendeckel
KatNr. 1039  Terrinendeckel

1039   Terrinendeckel "Keiler und Bär". Meissen. Wohl Mitte 18. Jh./Klassizistischer Terrinendeckel. Unbekannte Manufaktur. Spätes 18. Jh.- Early 19th cent.

Johann Gottlieb Kirchner 1706 Merseburg – 1768 Dresden

Porcelain, glazed, in polychromen Aufglasurfarben staffiert und partiell goldgefasst. Ovale Haubenform, der steil hochgezogene Kronenknauf durchstochen und mit Reliefzierat in Form eines Blattfrieses. Auf der Wandung schauseitig und verso ein Bären- und Keilerdekor in Außerhausmalerei. Ungemarkt. Terrinenmodell wohl von Johann Gottlieb Kirchner aus dem Jahr 1727.

Vgl. Rückert, R.: Meissener Porzellan 1710-1810. Ausstellung im Bayrischen Nationalmuseum München. München, 1966. KatNr. 638 mit Abb.

Der zweite Terrinendeckel leicht gewölbt, mit facettierter Wandung und ausladendem, profilierten Knauf mit Volutenornamenten. Ungemarkt.

Vergoldung partiell etwas berieben, minimale Brandrisse. Unscheinbarer Haarriss am Rand.
Die zweite Terrine mit Brandrissen und minimalen Chips am Deckelinnnenrand.

26,8 x 22,5 cm, H. 18 cm / D. 23,5 cm, H. 15,3 cm. 120 €
sold at 120 €
KatNr. 1040  Teller

1040   Teller "Bunte Bukettmalerei". Meissen. Mid 18th cent.

Porcelain, glazed und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Leicht gemuldete Form, die Fahne mit dem Reliefzierat "Altozier". Im Spiegel ein Blütenbukett, auf der Fahne gestreute Blütenzweige, der Rand mit Goldfaden. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau sowie die Prägeziffer "16".

Spiegel und Staffierung etwas kratzspurig. Der Goldfaden berieben. Standring mit unscheinbaren Chips.

D. 24,3 cm. 150 €
sold at 120 €
KatNr. 1041  Zierteller

1041   Zierteller "Früchte- und Blumenmalerei". Meissen. Um 1760.

Porcelain, glazed und in polychromen Aufglasurfarben staffiert. Leicht gemuldete Form. Im Spiegel ein Reliefzierat in Form konzentrisch angeordneter Füllhörner mit profilierten, sich überlappenden Bögen, welche auf der Fahne durchbrochen gearbeitet weitergeführt werden. Der Spiegel zusätzlich mit einem Blüten- und Früchtedekor in alter Manier. Der Rand mit Goldfaden. Unterseits die Schwertermarke in Unterglasurblau sowie die Prägeziffer "22".

Goldfaden etwas berieben, Glasur mit feinen Kratzspuren, die Fahne mit vier minimalen Restaurierungen. Vereinzelt herstellungsbedingte Masse- und Glasurunebenheiten.

D. 23,3 cm. 180 €
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Prices shown are estimate prices. The majority of the lots is taxed according to "Differenzbesteuerung", so there is no V.A.T. on the item itself.

* Item of artist registered with the VG Bildkunst, upon which a droit-de-suite fee will be raised, are marked as "Droit-de-suite of 2,5 % applies"". (conditions of sale paragr. 7.4.)

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