135 Hermann Glöckner, Blumen für Frieda. 1947.
Tempera auf Hartfaser, von Künstlerhand mit Bootslack überfasst. Verso mittig signiert "Glöckner", zweifach mit dem Adress-Stempel des Künstlers sowie in Kugelschreiber mit einer Widmung des Künstlers in Kugelschreiber "Für Frieda etwa 1950" versehen. Am u.re. Rand von Künstlerhand bezeichnet und datiert "Bootslack 180972", am o.re. Rand zweifach von Künstlerhand (?) zum Teil unleserlich datiert "16….47" sowie "16.II.47 (07)". U.Mi. ein maschinenschriftliches Etikett des Künstlers mit Testamentsvermerk, darunter ein Klebeetikett mit der Nummerierung "134". In der u.li. Ecke mit der Nachlass-Nr. "919" versehen. Hinter Mirogard-Museumsglas in einer schwarz gebeizten Leiste gerahmt.
In Glöckners vielseitigem Werk spielte das Blumenstillleben eine eher untergeordnete Rolle. In den 1920er Jahren taucht es in seiner Malerei gelegentlich auf, während es nach 1945 nur vereinzelt und dann zumeist in abstrakter Form vorkommt. Die ungewöhnliche Arbeit schließt stilistisch in ihrer abstrahierenden Form und kräftigen Farbigkeit an Glöckners "Herbst am Kanal, Großer Garten" von 1943 an (Schmidt, 60. Kunstauktion, Nr. 070). Glöckner widmete es seiner Frau, mit der er seit 1946 im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz wohnte.
U.re. und o.re. Ecke des Bildträgers mit kleinem Materialverlust, im gerahmten Zustand kaum sichtbar. Malschicht mit einer Retusche am Rand Mi.re., am li. und u. Rand mit sehr vereinzelten, kleinen Malschichtverlusten, der äußere u. Rand mit einer bräunlichen Farb(?)-Spur einer früheren Rahmung.
45 x 37,5 cm, Ra. 47,6 x 40 cm.