684 Christian Daniel Rauch, Portraitbüste Johann Wolfgang von Goethe. Nach 1848.
Bronze, gegossen und dunkelbraun patiniert. Schauseitig bezeichnet "GOETHE". Verso auf dem Sockel das Gießereisignum im Model "Guss v. C. A. Bierling, Dresden." Bis 1922 existierte die 1848 von Christian Albert Bierling in Dresden gegründete Glockengießerei, welche sich ab den späten 1860er Jahren zunehmend mit der Herstellung von Kunstgüssen befasste.
Die Büste in Form einer Portrait-Herme nimmt ihren Ursprung in einem Tonmodell, welches der Berliner Bildhauer Christian Daniel Rauch im Jahr 1820 während eines Besuchs bei Goethe in Jena im Wetteifer mit Friedrich Tieck "a tempo" anfertigte. Es sollte als Vorlage für ein zwar letztlich nicht ausgeführtes Denkmal in Frankfurt am Main dienen, avancierte dennoch zu einem der bekanntesten Goethe-Abbilder.
Lit.: Bloch, P. [et al]: Ethos und Pathos, die Berliner Bildhauerschule, 1786 - 1914, Staatliches Museum Preußischer Kulturbesitz, Berlin, 1990, S. 208f, Nr. 174.
Sander, Ferdinand: "Christian Daniel Rauch, Goethe-Büste", www.uni-frankfurt.de/39022326/rauch-goethe-bueste.
Im Bereich des Halses und der linken Wangen deutlichere Kratzspuren. Punktuell Flüssigkeits- und Korrosionsspuren.
H. 63,5 cm.