751 Sitzende Köchin. Johann Joachim Kaendler und Peter Reinicke. Meissen. 1924- 1934.
Porzellan, glasiert. Auf einem Baumstumpf sitzende Köchin, einen gespickten Hasen mit der rechten Hand emporhebend, in der linken ein Kochmesser haltend. Auf dem Schoß ein Brett mit Speck und Spicknadel. Quadratischer Backsteinsockel. Am Boden Schwertermarke in Unterglasurblau, daneben ein vertikaler Schleifstrich für Weißware. Geritzte Formnummer "1303." sowie "111".
Entwurfsjahr: Um 1750.
Kaendlers Figur der sitzenden Köchin ist in leicht variierenden Ausformungen bekannt. Ein Vergleich der Modelle weist teilweise kleinste Unterschiede in Haltung oder plastischer Gestaltungselemente auf. Vielfach wurden neben den Urformen weitere Modellformen entwickelt; darüber hinaus verfügen die Modelleure und Bossierer beim Ausformen und Zusammensetzen der Figuren über eine gewisse Gestaltungsfreiheit.
Literatur:
Rückert, R., Meissener Porzellan 1710-1810, Ausstellung im Bayrischen Nationalmuseum München, 1966, S. 177, 229, Abb. 945.
Sonntag, H., Erlebte Kunst, Leipzig 1997, S.8ff.
Pietsch, U., Die figürliche Meißner Porzellanplastik von Gottlieb Kirchner und Johann Joachim Kaendler, München, 2006, S. 40, Kat.Nr. 45.
H. 15,7 cm.