295 Wilhelm Dodel, Bildnis einer Dresdner Kohlegrubenbesitzerin. Mitte 1930er Jahre.
Kohlestift- und Rötelzeichnung über Grafit und Deckfarben auf grauem Packpapier. Unsigniert. Verso mit einer skizzenhaft angelegten Darstellung einer Dame in Rötelkreide, am o. Blattrand in Grafit wohl von Regina oder Curt Querner bezeichnet "Dodel / Zeichnung" . Hinter Plexiglas in einer profilierten Holzleiste gerahmt. Auf der Rahmenrückwand mit einem montierten Etikett, darauf in Blei bezeichnet "Bildnis Dame im Sessel, Kolengrubenbesitzerin [!sic] enge Freundschaft zu Wilhelm Dodel für Wilhelm Dodel zeichnet Regina Querner geb. Dodel".
Provenienz: Dresdner Privatbesitz, vormals Privatbesitz Regina Querner, Schwester Wilhelm Dodels und Ehefrau Curt Querners.
"Ab 1933 entstanden vor allem ganzfigurige, überscharf realistische, dabei idealisierte, oft manieristisch überlängte und stets von einer Blumensymbolik begleitete Proträts, für die Dodel stilistische Anleihen aus den Werken von Botticelli, Mantegna, aber auch von Runge übernahm. (…)". (zitiert nach Birgit Dalbajewa in: Neue Sachlichkeit in Dresden. Dresden, 2011. S. 198.
Bildträger allseitig gefalzt sowie mit drei horizontalen und vertikaler Mittelfalz, im Bereich der Falze Anschmutzungen und vereinzelte kleine Einrisse. Mit zum Teil deutlichen Knick- und Griffspuren, technikbedingt wischspurig, mit vereinzelten Fleckchen. Verso atelierspurig
142 x 84 cm (gefalzter Zustand), Ra. 145,5 x 88,5 cm.