1000 Giuliano Pedretti "Pferdekopf (erschrocken)". 1994.
Bronze, matt dunkelbraun patiniert. Am Fuß monogrammiert "Gu.P.", datiert und nummeriert "3/5" sowie mit dem Gießereistempel der Schweizer Gießerei Perseo SA, Mendrisio versehen.
Provenienz: Aus dem Atelier des Künstlers.
Wir danken Herrn Ulrich Suter, Celerina (Schweiz), für freundliche Hinweise.
«Was mich beschäftigt, ist die Zerstörung der physischen Form zugunsten einer Visionsform.»
Giuliano Pedretti
Ernst Beyerle, Kunsthistoriker und Gesprächspartner von Pedretti, regte diesen in den 1980er Jahren dazu an, neben seiner bildhauerischen Tätigkeit mehr zu zeichnen. Pedretti entwickelte aus diesen Zeichnungen durch Ausschneiden und Montieren auf eine Glasplatte, die im Raum aufgestellt werden konnte, eigene autonome Zeichnungen, die als flache "eindimensionale" Figuren funktionierten.
Als Bildhauer versuche er wiederum, die Zeichnungen plastisch umzusetzen. Es entstanden flache Figuren, welche trotzdem ein Volumen evozieren. Die physische Form des Objekts wird zugunsten einer Vision der Bewegung aufgelöst.
Literatur: Suter, Ulrich: Giuliano Pedretti. Basel 2004.
Vereinzelte unpatinierte Nachbearbeitungen.
H. 26 cm, B. 27 cm, T. 6 cm.