SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 50     10.12.16
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127   Curt Querner "Bildnisstudie Herta Mickan in grauer Bluse". 1953.

Öl auf Leinwand. Verso signiert "Querner", datiert "53" und bezeichnet "X". In einem profilierten, schwarzen Schattenfugenrahmen mit versilberter Sichtleiste.
WVZ Dittrich A140.

"Ich male eben Herta, immer wieder Herta, wie ich den Berg male" schrieb Querner 1955 in seinem Tagebuch.
Im April 1941 malte er Herta erstmals (Bauernmädchen Herta Mickan mit blauer Mütze). Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft 1947 entdeckte er sie als Modell wieder, anfangs für Portraits, später auch für Aktdarstellungen, bis in die 1960er Jahre hinein.
In dieser Studie zeigt der Maler Herta als Bruststück, im Halbprofil nach rechts. Eine blaue, ärmellose Bluse bedeckt die blasse Haut ihres Oberkörpers. Ihr rosafarbenes Gesicht mit den hell-blauen Augen und dunklen Haaren bildet dazu eine kräftigen Akzent .
Mit kurzen, breiten, teilweise kreuzweise angebrachten Pinselstrichen modelliert er Gesicht und Körper.
Die Gemälde und Zeichnungen von Herta Mickan sind geprägt von genauer Beobachtung. Mit scharfem Blick nähert er sich seinem Modell immer wieder neu, schien jedes Detail, jede Veränderung zu registrieren und mit schnellem Strich auf Leinwand oder Papier festzuhalten. Ihn faszinierte ihr Körperbau, der seiner Vorliebe für kräftige Frauenkörper entsprach. Außerdem verkörperte sie für ihn die kraftvolle Ursprünglichkeit des Landlebens.

Bildränder umlaufend krakeliert. Am Bildrand re. kleinste Retuschen. Im oberen Bilddrittel eine unscheinbare horizontal verlaufende Druckspur. Am Bildrand u. mehrere, schwarze Strichlein.

50,2 x 40.2 cm. Ra. 56,2 x 46 cm.

Schätzpreis
7.200 €