SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 84     07.03.26

154   Günther Hornig "ANA-mo". 1997.

Acryl auf Leinwand. Verso signiert datiert "Hornig 97" sowie nochmals ausführlich datiert "08.04.97", auf der Umschlagkante des Bildträgers im Bereich der o. Keilrahmenleiste betitelt und mit Maßangaben versehen. In einer schmalen weißen, aufgenagelten Künstlerleiste gerahmt.

Abgebildet in: Dresdner Bank (Hrsg.): Elf Kunstwerke für ein Bauwerk. Frankfurt am Main, 1997, KatNr. 9.

In den letzten Jahren wurde das Werk von Günther Hornig verstärkt öffentlich gewürdigt. Seine Kunst entwickelte sich aus realistischen Motiven hin zur Abstraktion und schließlich zum Informellen. Zentrale Merkmale seiner Malerei sind dichte Farbschichtungen, überraschende Überschneidungen und eine konsequente Materialerforschung. Farbe diente ihm dabei nicht nur als Gestaltungsmittel, sondern als Material, das von gewohnten Bedeutungen befreit werden sollte.
Ein zentrales künstlerisches Anliegen war für ihn die Frage, wie aus zweidimensionaler Abstraktion Raumwirkung entstehen kann. Seine Werke untersuchen die Gleichzeitigkeit gegensätzlicher Prozesse und reflektieren gesellschaftliche Strukturen. Das Bild wird zur Projektionsfläche für Bewegung, Wandel und Vielfalt.
Bis zuletzt arbeitete Hornig mit immer neuen Variationen seiner Formkonstellationen und nutzte unterschiedliche Medien, wobei das Gemälde sein bevorzugtes "Labor" blieb.

Vgl.: Angela Vollenweide: Vorwort, in: Günther Hornig, Katalog der Albrecht-Mugler-Stiftung, Gersdorf 2019.

Das Werk wurde nicht ausgerahmt. Winzige Deformation in der Leinwand an u. Bildkante li. Malschicht sehr vereinzelt mit kleinen Flecken, unscheinbaren grauen Farbspuren (evtl. Grafit), insbes. am u. Bildrand. Rahmen u.re. mit leichtem Abrieb.

150 x 130,8 cm, Ra. 151,5 x 131,3 cm.

Schätzpreis
4.000 €