182 Conrad Felixmüller "Irmgard. Studie zum Kindermaskenfest". 1926.
Bleistiftzeichnung auf Maschinenbütten. U.re. in Blei monogrammiert "CFm" sowie ausführlich datiert "17.Febr. 1926." und betitelt. Verso in Blei nummeriert "2". An den o. Ecken auf Untersatzkarton montiert und hinter Glas in einer breiten Holzleiste gerahmt.
Zum Motiv vgl. WVZ Spielmann / Felixmüller 365.
Ab 1918, in den Dresdner Jahren, widmet sich Felixmüller in seinem Schaffen verstärkt der Schilderung seines Familienlebens. 1929 schreibt er in seinem Aufsatz "Malerglück und Leben": "Die herrliche Erscheinung lebensfroher Kinder enthusiasmiert das Malerherz in trüben wie in frohen Tagen".
Das vorliegendes Blatt ist eine Vorstudie für ein Gemälde "Kinderfastnachtstreiben", welches, datiert "1926 Februar", wohl im direkten Anschluss an die Zeichnung entstand. Das lachende Mädchen mit dem Spitzhut und dem Zackenkragen erscheint im Gemälde in hellen leuchtenden Farben am rechten Bildrand. Im gemalten Bild sind auch einige verkleidete Jungen dargestellt. Kompositorisch ebenfalls durch helle Töne hervorgehoben, handelt es sich bei zweien wohl um die Söhne des Künstlers, Luca und Titus. "Irmgard" wäre demnach ein befreundetes Mädchen seiner Kinder, das ihm im Kostüm für die vorliegende Zeichnung Modell stand.
Lit.
Felixmüller, Conrad "Malerglück und Leben"(1929). In: Gerhart Söhn (Hrsg.): "Conrad Felixmüller: von ihm-über ihn". Düsseldorf 1977. S. 101–104.
Sabine Fehlemann / Jutta Penndorf (Hrsg.): "Conrad Felixmüller. Die Dresdner Jahre. Aquarelle und Zeichnungen 1912–1933". Ausst.Kat. Köln 1997.
Knick- und griffspurig sowie leicht angeschmutzt. Blattecken mit Reißzwecklöchlein, Eck- und Randbereiche partiell mit Knitterfalten und Knickspuren, die o. etwas angegraut. Eine schräg verlaufende leichte Knickfalte an o.li. Ecke (ca. 18 cm).
65 x 50 cm, Ra. 81,3 x 66,3 cm.