213 Marc Anton Hannas "Der Menschen Bewährte Seelen-Arzt JESUS Christus, in der Geistlichen Apotheken". Mitte 17. Jh.
Federzeichnung über Blei auf Bütten. U.li. im Mörser ligiert monogrammiert "A[T]HM". Verso eine Liste der Seelenarzneien. Hinter Glas in schmaler Holzleiste gerahmt.
Blatt mit horizontaler, hinterlegter Mittelfalz etwas fleckig. Verso einige hinterlegte Einrisse (u.Mi., Ecken o.re/li.) sowie Reste einer älteren Montierung.
Provenienz: Deutscher Privatbesitz; vormals Sammlung Kunsthandlung Scharbow, München; vormals Sammlung der Asta-Werke Bielefeld.
Lit. (Auszug):
Hein, Wolfgang-Hagen: Die graphischen Vorlagen der Eichstätter Gemälde Christi in der Seelenapotheke. In: Pharmazeutische Zeitung, 122. Jahrgang Nr. 41 (1977), S. 1754-1760, Abb. 3 S. 1756.
Hein, Wolfgang-Hagen: Christus als Apotheker. Frankfurt am Main, 1974, Abb. S. 44.
Krafft, Fritz: Christus als Apotheker. Ursprung, Aussage und Geschichte eines christlichen Sinnbildes. Marburg, 2001, S. 91.
Einzigartiges Beispiel einer künstlerischen Motivkette: dieses Blatt konnte als Vorlage für einen Kupferstich aus dem Verlag Paul Fürst, Nürnberg, der Zeit um 1660 ermittelt werden, der wiederum eine motivische Grundlage für verschiedene Gemälde mit dem Motiv des "Christus in der Seelenapotheke" in den Sammlungen des Historischen Vereins Eichstätt und dem Benediktinerinnenstifts St. Walburg in Eichstätt lieferte. In zahlreichen Beiträgen und wissenschaftlichen Publikationen wurde bereits auf die hohe Bedeutung dieses Blattes verwiesen - an dieser Stelle soll darüber hinaus auch dessen kompositorische und zeichnerische Qualität hervorgehoben werden.
30 x 20,2 cm, Ra. 42 x 32 cm.