SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 84     07.03.26

221   Adrian Zingg, Blick über die Elbe auf Briesnitz mit Kirche und Belvedere. Um 1800.

Federzeichnung in Tusche, braun laviert, sparsam koloriert. Im Bereich des großen Steins signiert "A. Zingg del. Dresden". Vollflächig auf ein grünes Trägerbütten kaschiert.

Ein Abzug der nahezu motivgleichen Radierung wird bewahrt in: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, InvNr. A 131926, dort o.re. mit dem Künstlerstempel "A.Z." ( im Schild) (Lugt 3980) .

Vgl. motivisch auch:
Johann Philipp Veith, Blick auf die Briesnitzer Kirche bei Dresden oberhalb des Elblaufs. Um 1800. Federzeichnung in Tusche, laviert. 48 x 64,7 cm.

Die Briesnitzer Kirche ist eines der ältesten Gotteshäuser im Elbtal. Sie fand 1273 als spätgotischer Bruchsteinbau mit trutzigem Turm Erwähnung, wurde 1474 umgebaut sowie nochmals 1602 nach einem Brand. Dabei erhielt sie u.a. ihren Renaissanceturm. 1881/82 erfolgte ein erneuter Umbau im neogotischen Stil. Am Hang unterhalb der Kirche zur Elbe hin erstreckte sich ein parkartiger, teils nach französischem Vorbild angelegter Garten mit einer zweigeschossigen Grotte, deren oberer Abschluss eine Terrasse bildet, die in Verbindung zum Park stand. Die Anlage wurde wohl um 1800 für den Cabinetsminister Graf Detlev von Einsiedel (1773–1861) erbaut.

Lit.: Cornelius Gurlitt: Brießnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). Dresden, 1904. S. 2–19.

Für freundliche Hinweise danken wir Frau Dr. Sabine Weisheit-Possél, Berlin.

Bildträger etwas gewölbt. Insgesamt leicht gebräunt, mit unscheinbaren weißen Flecken. Im Bereich der Signatur mit unscheinbaren Kratzspuren, bräunlich retuschiert, li. oberhalb der Signatur mit leichter blauer Farbspur. Im Bereich des Himmels mit wenigen, unscheinbaren Kratzspuren.

32 x 46 cm.

Schätzpreis
2.400 €
Zuschlag
5.500 €