SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 78     02.03.24

227   Johann Christoph Erhard "Wolfstein". Um 1815.

Bleistiftzeichnung, partiell tuschegehöht, auf Bütten mit Wasserzeichen (Nadelbaum mit Wurzelknospe und Lilienabschluss). U.re. signiert "Erhard", u.Mi. betitelt. Verso am o. Rand eine kleine Bleistiftskizze einer Flusslandschaft und von fremder Hand bezeichnet.

Die Oberpfälzer Burgruine Wolfstein ist eine ehemalige Adelsruine aus dem 12. Jahrhundert. Gottfried von Sulzburg nahm im Jahr 1283 den Namen Wolfstein an und begründete damit das Adelsgeschlecht, das bis ins 15. Jahrhundert immer einflussreicher wurde. Nachdem 1462 Hans von Wolfstein (der "tolle Hans") kinderlos verstarb und die Burg im 16. Jahrhundert von einem Statthalter verwaltet wurde, verlor sie schließlich an Bedeutung. Im Landshuter Erbfolgekrieg 1504 erlitt sie dann schwere Schäden und ab 1670 wurden keine weiteren Renovierungen mehr durchgeführt.

Provenienz: Privatbesitz, vormals Sammlung Fritz Arndt, Oberwartha.

Die Blattränder etwas fleckig und gebräunt, unterer Bildbereich mit einem kleinen Löchlein. Verso Reste einer alten Montierung.

19,6 x 32 cm.

Schätzpreis
950 €
Zuschlag
800 €