240 Albert Wigand "Blumen in blau-beiger Vase gegen grün und braun". Um 1961.
Öl auf Malpappe. U.re. signiert "WIGAND". Verso mit der Skizze einer Straßenszene vor einer Gebirgsformation in Mischtechnik. In einem grau-beige gefassten, profilierten Plattenrahmen.
WVZ Grüß-Wigand A-1961/7.
Provenienz: Privatsammlung Dresden; erworben im Atelier des Künstlers.
Vorliegendes Gemälde gehört zusammen mit vergleichbaren Stillleben in eine deutlich am Kubismus orientierte Schaffensperiode Albert Wigands. Ein strenges Raster aus Vertikalen und Horizonalen gliedert den Bildraum, dem sogar die Reflexe der Vase zu folgen scheinen. Allein die Blumen befreien sich aus dem Schema. Diese poetische Inkonsequenz in der kubistischen Formalisierung deutet an, dass jener Stil von Anbeginn für Wigand eine "Art bildnerischer Selbstkasteiung" war (März 2008, S. 31), die er zugunsten der freien Malerei bald wieder aufgab.
Vgl. Roland März: Wege zur Peinture. Der Maler Wigand. In: Bernd Heise, Roland März (Hrsg.): Albert Wigand. Ausstellungskatalog Leonhardi-Museum Dresden. Nürnberg 2008, S. 11–38.
Bildträger an Ecken und Kanten leicht bestoßen und partiell mit geringfügigen Verlusten der Malschicht im Falzbereich. Malpappe geringfügig gewölbt, im Gesamteindruck unscheinbar. Pastositäten gepresst. Dunkelblaues Farbfeld mittig maltechnikbedingt frühschwundrissig. Verso Malpappe mit vereinzelten kleinen Kratzern.
34,5 x 27 cm, Ra. 51,5 x 44 cm.