SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 77     04.11.23

252   Johann Philipp Veith, Blick auf die Briesnitzer Kirche bei Dresden oberhalb des Elblaufs. Um 1800.

Feder- und Pinselzeichnung in schwarzer und grauer Tusche, laviert, auf Bütten. O.re. in schwarzer Tusche signiert "Veith".

Die Briesnitzer Kirche ist eines der ältesten Gotteshäuser im Elbtal. Sie fand 1273 als spätgotischer Bruchsteinbau mit trutzigem Turm Erwähnung, wurde 1474 umgebaut sowie nochmals 1602 nach einem Brand. Dabei erhielt sie u.a. ihren Renaissanceturm. 1881/82 erfolgte ein erneuter Umbau im neogotischen Stil. Am Hang unterhalb der Kirche zur Elbe hin erstreckte sich ein parkartiger, teils nach französischem Vorbild angelegter Garten mit einer zweigeschossigen Grotte, deren oberer Abschluss eine Terrasse bildet, die in Verbindung zum Park stand. Die Anlage wurde wohl um 1800 für den Cabinetsminister Graf Detlev von Einsiedel (1773–1861) erbaut.

Lit.: Cornelius Gurlitt: Brießnitz. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 24. Heft: Amtshauptmannschaft Dresden-Altstadt (Land). Dresden, 1904. S. 2–19.

Die Blattränder wohl minimal beschnitten. Insgesamt leicht stockfleckig, Mi. eine kleine Aufhellung. Am li. äußersten Blattrand vereinzelte minimale Papierverluste. Verso randumlaufend mit einer braunen Klebebandmontierung.

48 x 64,7 cm.

Schätzpreis
4.000 €