SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 41     13.09.14
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362   Josef Hegenbarth "Dogge". Um 1935.

Pinsel- und Federzeichnung in farbigen Tuschen und Tempera auf kräftigem chamoisfarbenen Velin. In farbiger Tusche signiert "Jos. Hegenbarth" u.re. Verso mit einer figürlichen skizzenhaften Federzeichnung in Tusche versehen sowie in Blei wohl von Johanna Hegenbarth datiert.
WVZ Zesch E V 532.

Hegenbarths Handschrift ist unverwechselbar, ohne manieristisch zu sein, eigentümlich, ohne den Beigeschmack einer Masche zu besitzen. Auch die Dogge, die sich auf dem Boden liegend ausruht kann als typisches Beispiel für seine Art, Körperlichkeit und Texturen zu erfassen gelten. Vom erhöhten Standpunkt aus betrachten wir das Tier und werden unsererseits skeptisch gemustert. Es ging dem Künstler, wie in vielen seiner Tierdarstellungen, weniger um die korrekte Anatomie als vielmehr um eine Charakterisierung der individuellen Züge dieses Vertreters seiner Gattung. So zeigt uns der Künstler ein friedfertiges, etwas träges Tier. Dies konnte Hegenbarth mit wenigen Linien auf das Papier bringen, sodass seine Tierbilder weniger als Tierstücke denn vielmehr als Porträts daherkommen.

Die Blattkanten partiell ungerade geschnitten, die Blattecken vereinzelt mit Papierabrieb, die untere linke Blattecke mit Knickspuren. Verso atelierspurig sowie am oberen Blattrand mit Resten einer fachmännischen Montierung.

25,8 x 23,1 cm.

Schätzpreis
1.500 €
Zuschlag
1.000 €