SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 66     05.12.20

369   Helmuth Macke, Stillleben. 1933.

Aquarell über Bleistift. In schwarzem Faserstift u.re. monogrammiert "HM". Mit werkimmanenten Annotationen des Künstlers in Blei im Bereich der Darstellung. Verso signiert "Helmuth Macke" und datiert sowie mit einer Vorskizze zu einem Stillleben in Grafit. Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Glas in einer braunen Holzleiste gerahmt.

Helmuth Macke steht als Vetter des berühmten August Macke nach wie vor in dessen Schatten – völlig zu Unrecht. Denn schon bald nach seiner Ausbildung bei Jan Thorn-Prikker an der Krefelder Kunstgewerbeschule kam der Künstler in engen Kontakt mit Vertretern der modernen Kunst: in München mit dem Blauen Reiter, in Berlin mit der Brücke. Macke gehörte zur Avantgarde, schuf eindrucksvolle expressive Landschaften, Porträts und Stillleben und erhielt schließlich 1929 den Rom-Preis der Villa Massimo.
Stillleben gehören im Werk von Helmuth Macke zu den Hauptmotiven. Im Jahr 1933, als dieses Blatt entstand, siedelte der Künstler in die "Alte Mühle" in Hemmendorf am Bodensee über, wo er bis zu seinem Tod lebte und arbeitete.

Lit.: Ewers-Schultz, Ina (Hrsg.): "Helmuth Macke – im Dialog mit seinen expressionistischen Künstlerfreunden". Köln 2016.

Technikbedingt leicht gewellt, unscheinbar knickspurig. U. Blattrand ungerade geschnitten, ein Reißzwecklöchlein o.re. (werkimmanent). Verso Reste einer früheren Montierung sowie wenige beginnende winzige Stockfleckchen.

33,7 x 22,7 cm, Ra. 52,6 x 42,6 cm.

Schätzpreis
2.500 €
Zuschlag
2.200 €