406 Otto Greiner "Gäa". 1912.
Kupferstich auf kräftigem Japan. U.li. in der Platte ligiert monogrammiert und datiert "19 OG 12". U.re. in Blei nochmals in Blei monogrammiert "O. Gr.", ortsbezeichnet "Roma" und ausführlich datiert "16.5. 1912". Am u. Blattrand von fremder Hand bezeichnet.
WVZ Vogel 93 B XIX (von B XIX), Druck von der verstählten Platte.
Abgebildet in: Kunst für Alle, XXVII, München 1912, S. 395.
Gäa (auch Gaia), eine weibliche Gottheit der griechischen Mythologie, gilt als Personifikation von Erde und Fruchtbarkeit. Die vorstehende Darstellung zeigt sie als übergroße, scheinbar ruhende Mutterfigur, gleichzeitig gebärend und nährend. Schon allein die hohe Anzahl der Überarbeitungen zeigt, wie eingehend sich Greiner über mehrere Jahre hinweg mit diesem Motiv auseinandersetzte. Meisterhaft inszeniert er den nackten menschlichen Körper, eingebettet in einen mythologischen Kontext.
Vgl. dazu "Studie zu einem Kind auf dem Stich Gaea", Rötelzeichnung, abgebildet in: Hans Singer: Meister der Zeichnung – Otto Greiner. Band 4, Leipzig 1912, S. 53.
Minimal lichtrandig, sehr vereinzelte, unscheinbare Stockfleckchen. Papier im weißen Rand vereinzelt etwas berieben, die u.li. Ecke mit Knickspur. Verso am li. Rand zwei Montierungsreste, recto kaum sichtbar.
Pl. 41,8 x 35,7 cm, Bl. 57,5 x 39,5 cm.