413 Robert Hermann Sterl, Gehöft mit Wegekreuz in Eppan (Südtirol). 1917.
Aquarell, farbige Kreiden und Deckweiß auf Papier. U.re. wohl von der Witwe Helene Sterl in Blei monogrammiert "R. St", darunter von Künstlerhand ortsbezeichnet und ausführlich datiert "1. Okt[ober] 1917". Verso mit der teils verblassten Stempelung "Zensuriert / und genehmigt vom / K. u. K. Kriegspressequartier". Verso randumlaufend mit braunem Klebeband im Passepartout montiert.
Verzeichnet in: Uta H. Fötzsch, Udo Madaus (Hrsg.): Robert Sterl zum 70. Todestag – Gedenkschrift mit einem Anhang ausgewählter Werke in Privatbesitz. Köln 2002, S. 59, Nr. 113.
Im Ersten Weltkrieg reiste Robert Sterl von August bis Oktober 1917 über Wien in die Dolomiten, um als Kriegsmaler die Geschehnisse an der Südfront zu dokumentieren. Die Stempelung auf der Rückseite des Blattes belegt die Kontrolle durch das Kriegspressequartier, einer Einrichtung der österreich-ungarischen Monarchie, die alle Waren beim Verlassen des militärischen Gebiets inspizierte.
Lit.:
Hans Posse: Robert Sterl. Dresden 1929, S. 42.
Horst Zimmermann: Robert Sterl – Leben und Werk. in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011, S. 198.
Leo Andergassen, Andreas Quermann, Kristina Popova: Malkiste am Pulverfass : Robert Sterl malt in Südtirol den Ersten Weltkrieg. Tirol 2015.
Etwas gebräunt, die u.li. Ecke mit Reißzwecklöchlein aus dem Werkprozess. Verso ein Säureschaden, recto ablesbar.
37,7 x 45,5 cm.