SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 41     13.09.14
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522   Wilhelm Müller, Rotes Zeichen auf Blau. 1965.

Lackfarbe auf nachtblauem Vliespapier. Verso in Kugelschreiber ligiert monogrammiert "WM" und datiert.

Provenienz: Dresdner Privatbesitz; Schenkung des Künstlers.

Wilhelm Müller war Schüler Hermann Glöckners und seine Arbeiten erzählen von dieser Verbindung. Verschiedene Werkgruppen stehen Glöckners Arbeiten nahe, seien es Monotypien oder minimalistische lineare Kompositionen, die an Faltungen denken lassen. Der formale Reiz des Schwungs ließ auch ihn nicht los.
Das Spannungsverhältnis zwischen zufällig gestischer und gesucht kompositioneller Formfindung ist Thema dieser Arbeit. Der Kontrast zwischen Rot und Blau wirkt intensiv und gewählt. In Verbindung mit einer Form, die sich zwar an ein Doppelkreuz annähert, ein solches aber nicht tatsächlich darstellt, zeigt sich der Versuch des Künstler, das Wesen dieses Verhältnisses auszuloten.

Im Bereich der roten Farbe vereinzelte oberflächliche Bereibungen und Fehlstellen. Der untere Blattrand ca. 1 cm umgeschlagen. An den Blattecken o.li., o.re. und u.re. gestaucht und mit kleinen Materialverlusten, Reißzwecklöchlein. Am Blattrand re. o. ein hinterlegter Einriss (5 cm), am Bildrand li. u. ebenso. Das Vliespapier mit vereinzelten, anhaftenden Fasern und vereinzelten Druckspuren, die rückseitige Bezeichnung recto etwas durchdrückend. Verso am oberen Blattrand mit Resten einer alten unfachmännischen Montierung.

62 x 41,8 cm.

Schätzpreis
1.500 €
Zuschlag
1.700 €