531 "Apostel Bartholomäus der Altargarnitur der Kaiserin Wilhelmine Amalia". Johann Joachim Kaendler für Meissen. Um 1737–1741. Ausformungsjahr: 1962.
Porzellan, glasiert. Verso auf der Plinthe mit der Schwertermarke in Unterglasurblau. Im Sockel die gestempelte Bossierer-N.r "91" mit dem Jahreszeichen, die Form-Nr. "11" sowie die Pressmarke für Weißware. 1. Wahl.
In der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden werden 13 unbemalte Apostelfiguren nach den Originalformen der Altargarnitur von Kaiserin Amalia bewahrt. Seit 1896 befindet sich die Figur des Bartholomäus mit der Inv.-Nr. PE 3923 in der Sammlung. Im Gegensatz zur hier angebotenen Ausführung ist diese jedoch ohne Sockel. (vgl. Julie Emerson, Victoria Wilmes: Appendix II. von der Meissener Manufaktur hergestellte Altargarnituren. In: Keramos, Jg. 2020, Heft 248, S. 36.)
Das Original befindet sich in der Kaiserlichen Schatzkammer in Wien. (vgl. Edoardo Tartaglia et al.: Die Meissener Altargarnitur von Kaiserin Wilhelmine Amalia von Österreich: Bestimmung von Originalen und späteren Kopien unter Zuhilfenahme von RFA-Handanalysatoren und der Mikroröntgenfluoreszenzanalyse. In: Keramos, Jg. 2020, Heft 248, S. 69).
Lit.: Sabine Bergmann, Thomas Bergmann: Meissener Figuren. Teil I: Modellnummern: 1–3000. Karlsruhe 2017. S. 638 und 641.
Eine Bestoßung schauseitig li. an der u. Kante der Plinthe, rückseitig an der Kante der Plinthe mit Chip. Ein unscheinbarer Ausschliff (werkimmanent) eines Luftbläschen an der Hinterseite des Gewands, das vom li. Arm gehalten wird.
H. 48,5 cm.