581 Albert Wigand/ Elisabeth Ahnert "Ennes Studio zu Weihnacht". 1969.
Faserstiftzeichnung von Albert Wigand, aquarelliert von Elisabeth Ahnert. In Blei von E. A. bezeichnet "Meine Stube 1950". In Faserstift signiert "WIGAND" am Bildrand re., datiert "XII DEZEMBRE 50" o.re. und bezeichnet "HELLE LAMPE" o.li. Im Passepartout, dieses vollständig von Wigand bezeichnet "SYBILLCHEN ROSSIER MIO CARO AMICO 1950; WIR WEINEN AUCH TRÄNEN; BENJAMIN; ICH; HINNER MONI CHRTEL AUS KÖLN , DIE EINFALT HAT ES AUSGESÄT 22.8.69." Verso weiterhin von Künstlerhand bezeichnet "weiße Lampe, runder Tisch, mein Stilleben (3 Birnen, Messer, 1 weißer Teller; WIGAND 23.8.69; im Studio FENETRE OUVERT, KALT AUF STUHL, KALTE FÜßE; AU REVOIR NICHT IM CIEL".
WVZ Grüß-Wigand B-1969/33.
Vgl. Albert Wigand. Leonhardi-Museum Dresden. Dresden, 2009. S. 211 mit Abb.
Um 1948 wurde Albert Wigand auf Arbeiten Elisabeth Ahnert aufmerksam und notierte "Blumen so liebevoll und gefühlt und alles andere wie Kitsch. Ich würde gleich eine Ausstellung von ihr machen". Die Künstlerin ihrerseits schätzte Wigands Arbeiten ebenfalls - eine tiefe Freundschaft entwickelte sich, in deren Verlauf auch Arbeiten untereinander ausgetauscht wurden. In späten Jahren begann Wigand, einige Arbeiten Ahnerts zu überarbeiten und fügte unter anderem Beschriftungen hinzu. "Sie sind Chiffren persönlichster Erinnerungen, vor allem jedoch gültige grafische Lösungen im bildnerischen Sinne. Damit verfügen sie […] über ein Höchstmaß künstlerischer Stringenz" (WVZ Grüß- Wigand S. 12.) Gleichzeitig sind die Collagen berührendes Zeugnis einer tiefen geistigen Verbundenheit zweier Künstler und Wigands Mittel seiner seelischen Befindlichkeit nach dem Tod Elisabeth Ahnerts im Jahr 1966 Ausdruck zu verleihen.
In den Ecken o.li. und o.re. jeweils ein Reißzwecklöchlein. Verso Reste einer älteren Montierung.
22 x 30,6 cm, Passepartout 34,9 x 42,9 cm.