581 Hermann Glöckner "Mäander, schwarz, rot, weiß". 1972.
Tempera und Faltung auf chamoisfarbenem Japan. Verso in Blei signiert "Glöckner" u.re., darunter technikbezeichnet "Temp 5/1/5 Tropa", ausführlich datiert und nummeriert "17 11 72 / IV" sowie in Klammern nummeriert "35". O.re. nochmals überkopf in Blei im Kreis signiert "Glöckner". Freigestellt im Passepartout hinter Glas in einer schwarzen Metallleiste gerahmt.
Provenienz: Privatsammlung Dresden; Kunstausstellung Kühl, Dresden, 2009.
Ausgestellt in: 85 Jahre Kunstausstellung Kühl, Jubiläumsausstellung, Teil 1. 5. April – 30. Mai 2009.
Eine Farbvariante des vorliegenden Motivs ist abgebildet in: Das Atelier von Hermann Glöckner in Dresden, Fotografie von K. Duschek, Stuttgart, in: Karl Duschek, Anton Stankowski u.a.: Hermann Glöckner. Verwandlungen. München 1981. S. 48.
Hermann Glöckner in seinem Atelier im Künstlerhaus in Dresden-Loschwitz, Fotografie von K. Dennhardt, in: Florian Illies, Elke Ostländer: Hermann Glöckner. Ein Patriarch der Moderne. Ausstellung zum 125. Geburtstag in der Villa Grisebach. Berlin 2014. S. 54.
Zu weiteren Kompositionsvarianten des "Klammer"-Motivs in Tempera und Faltung, entstanden zwischen 1970 und 1980, vgl.: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, "Quadrat in Schwarz und Rot", InvNr. C 1989–460; "Schwarzrote Verklammerung", InvNr. C 1989–464; "Rot und Schwarz verklammert, auf scharzer Basis", InvNr. C 1989–459 sowie "Schwarze und rote Klammer", InvNr. C 1989–426.
Technikbedingt partiell etwas wellig und an den Falzen knitterspurig, recto kaum wahrnehmbar. Vereinzelt ganz unscheinbare Griffspuren und Kniffe im Papier. An der u.li. und o.li. Blattkante mit einer leichten Stauchung. In den weißen und roten Farbflächen vereinzelt etwas farbspurig, wohl zumeist aus dem Werkprozess. In roter Farbfläche o.re. drei kleine, unscheinbare, punktuelle Vertiefungen in Farbe und Papier.
50 x 70 cm, Ra. 72 x 91,5 cm.