SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 71     26.03.22
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059   Hans Körnig "Sitzendes Mädchen". 1937.

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "Körnig" und datiert. Verso auf dem Keilrahmen und dem Malträger mit blauer Kreide nummeriert "52" sowie mit einem schreibmaschinenbeschrifteten Papieretikett mit Künstlerdaten. In einer profilierten schwarz gefassten Holzleiste mit goldener Sichtleiste gerahmt.

Abgebildet in: Kokoschka und Dresden: Ausstellung Dresden, Gemäldegalerie Neue Meister, Albertinum, 29.9. bis 4.12.1996, Wien, Oberes Belvedere, 18.12. bis 2.3.1997. Leipzig 1996, KatNr.193, S. 260.

Das "Sitzende Mädchen", die intime Darstellung einer jungen, auf dem Bett sitzenden Frau mit gesenktem Kopf und entblößter Schulter zeigend, stammt aus dem malerischen Frühwerk des Künstlers. Die Bildfläche ist in expressivem pastosem und trockenem Farbauftrag durchgearbeitet. Hell leuchtend heben sich die lichtbeschienenen Bereiche des Gesichts und der Schulter vom kühlblauen verschatteten Hintergrund des Raumes ab.
Auch wenn Hans Körnig selbst nicht Schüler Oskar Kokoschkas war, so scheint in diesem Gemälde die durch ihn vermittelte malerische Auffassung nachzuwirken: "Der junge Körnig hing mehr Oskar Kokoschka an, dem er sich näherte, indem er die Erfahrungen bei Dorsch und Feldbauer steigerte".

Lit.: Dieter Hoffmann: Zu Hans Körnigs malerischem Werk. In: Hans Körnig (1905–1989): Malerei-Graphik. Ausstellung vom 15. Februar bis 20. April 1992 im Stadtmuseum Dresden. Dresden 1992. S. 4–9, hier S. 4.

Malschicht mit sehr vereinzelten feinen Brüchen. Am äußersten Rand der o. Bildkante Mi. mit einem Farbabplatzer (ca. 2,3 x 0,8 cm), in der Rahmung nicht sichtbar.

102,3 x 71 cm, Ra. 114,3 x 86 cm.

Schätzpreis
6.000 €
Zuschlag
9.000 €