SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 31     10.03.12
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607   Emil Nolde "Ringelreihe". 1908.

Radierung. U.re. in Blei signiert "Emil Nolde.", betitelt u.Mi. Eines von 35 Exemplaren des III. Zustands. Im Passepartout.
Das Blatt lichtrandig und leicht gegilbt, in den Randbereichen knick- und fingerspurig sowie mit kleineren Läsionen. Kleiner Stockfleck u.li.
WVZ Schiefler 104 III (von III).

Die Jahre zwischen 1907 und 1910 waren ein bewegter, von zahlreichen Reisen und Ortswechseln geprägter Lebensabschnitt Noldes. Seine kränkelnde Frau Ada sah sich vielfältigen Kuren und Heilbehandlungen unterzogen, die sie u.a. auch in das Lahmannsche Sanatorium auf dem Weißen Hirsch in Dresden führte. Dort besuchte sie Emil Nolde auch in den Monaten April und Mai der Jahre 1908 und 1909, bevor er die Sommermonate wiederholt in Alsen verbrachte. Das Motiv des Kinderreigens wird in diesen zwei Jahren von Nolde viermal in Gemälden aufgegriffen, wovon zwei Werke jeweils auf eine vorangegangene grafische Arbeit rekurrieren. So läßt sich auch das hier vorliegende Blatt zweifelsfrei als motivische und kompositorische Anregung zum 1909 entstandenen und ein Jahr später bei Commeter in Hamburg erstmals ausgestellten Gemälde "Ringelreihe" (WVZ Urban 312) erkennen.

Pl. 21,9 x 26,4 cm, Bl. 63,3 x 48,4 cm.

Schätzpreis
6.000 €
Zuschlag
8.000 €