SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 61     21.09.19

607   Alfred Heinsohn, Blick in den Hof der Steinstraße eines Hamburger Gängeviertels. Um 1917.

Öl auf Malpappe. U.re. signiert "A. Heinsohn". Verso von fremder Hand in brauner Tusche orts- und künstlerbezeichnet. In einer schmalen schwarz-goldfarbenen Holzleiste gerahmt.

Vgl. Berswordt-Wallrabe, Kornelia von:
Meisterwerke aus Mecklenburg-Vorpommern. Künstlerkolonien Schwaan und Usedom. Gemälde aus den Beständen des Staatlichen Museums Schwerin, 1999, S. 57 f. und S. 59 mit Abb.

Vgl. Jürß, Lisa; Brunner, Heiko: Kunstmuseum Schwaan, Bestandskatalog 2012, Rostock 2012, S. 86 bis 92.

Im Jahr 1902 ließ sich Heinsohn in der Künstlerkolonie der Warnowstadt Schwaan nieder, welche er bereits in den späten 1980ern mit Franz Bunke besuchte. Die dabei entstandenen impressionistischen Naturdarstellungen visualisieren das Frühwerk des Künstlers, dessen Gestaltungsweise sich im beginnenden 20.Jh. zu flächiger Abstraktion wandelte. Heinsohn integrierte – so auch bei den vorliegenden Ölgemälden – einzelne Bereiche des freiliegenden bräunlichen Bildträgers in die gröberen Strukturen seines Duktus und machte den Malgrund zu einem wesentlichen Bestandteil der farblichen und formalen Komposition.

Oberfläche leicht angeschmutzt. Malschicht im Randbereich minimal berieben.

22,5 x 13 cm, Ra. 24,5 x 15 cm.

Schätzpreis
950 €
Zuschlag
800 €