SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 78     02.03.24

621   Werner Tübke "Auferstehung". 1984.

Aquarell über Rötellithografie auf kräftigem "Hahnemühle"-Bütten. In Tusche signiert "Tübke" innerhalb der Darstellung am u. Rand Mi., ausführlich datiert "24. Januar 1984" o.Mi. In Blei nochmals signiert "Tübke" im weißen Rand u.re. Verso in Blei von fremder Hand betitelt und mit den WVZ-Angaben versehen u.re., darunter weitere Annotationen in Blei von fremder Hand. Im Passepartout hinter Plexiglas in einer vergoldeten Leiste mit Wellenstab gerahmt.
WVZ Tübke AL 2/84 (unpubliziert), zur Lithografie vgl. WVZ Tübke L 2/84.

"Tübke kann in Einzelfiguren oder Gruppen von stabilen, fast akademischen Renaissanceformen ausgehen, die sich unter der Hand in ein morbides oder sprühendes Rokoko mit zerbröselnden, verwehenden Formen verwandeln. Sein analytisches Zeichnen verfolgt die Gegenwart in die Vergangenheit, entrückt Zeitgenössisches in historische Ferne und transzendiert ganze Szenarien in magische Kunstzonen, wo Gegenwart und Vergangenheit ineinander verfließen, das Greifbare und Lebendige, wie im Banne der Geschichte, verhext und verwunschen erscheint." (zitiert nach: Eduard Beaucamp: Die Geschichte als Gegenstand der Phantasie. Zu den Zeichnungen von Werner Tübke, in: Werner Tübke. Gemälde. Aquarelle. Zeichnungen. Lithografien. Ausstellungskatalog Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, 5. Juli bis 27. August 1989, Berlin 1989, S. 63.).

Der weiße Rand li. minimal wellig, die o. Eckbereiche mit sehr unscheinbaren, geglätteten Stauchungen. Am u. Darstellungsrand ganz unscheinbar atelierspurig. Die Blattecken verso mit leichten Bereibungen aufgrund einer früheren Montierung.

Darst. 45 x 27 cm, 53,5 x 35,5 cm, Ra. 65 x 45,5 cm.

Schätzpreis
5.000 €