SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 39     08.03.14
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063   Hans Körnig, Flora. 1953.

Öl auf Leinwand. Signiert "Körnig" und datiert o.li. Im weiß gefaßten Künstlerrahmen.

Vergleichbares Motiv in: Hans Körnig. Malerei. Graphik. Ausstellungskatalog des Stadtmuseums Dresden, 1992, S. 27 mit Abb.

Betrachtet man Körnigs Gesamtwerk, so tritt das malerische scheinbar hinter seinem umfangreichen druckgrafischen Oeuvre zurück. Doch gerade für die Gemälde setzte sich der Künstler über Jahre hinweg intensiv ein. Während der 1930er und 1940er Jahre durften seine Arbeiten nicht gezeigt werden. In den 1950er Jahren kämpfte er für seine Werke, indem er die offiziell refüsierten Arbeiten auf seinem Dachboden ausstellte. Ab 1961, nach dem Verlassen der DDR, wurde sein malerisches Oeuvre weiterhin der Öffentlichkeit vorenthalten und blieb daher bis zur Wende weitgehend unbekannt.
Nachdem er sich in beengten und finanziell begrenzten Verhältnissen in Bayern niedergelassen hatte, entfernte er sich immer weiter von der Malerei, stellte sie schließlich gänzlich ein und wandte sich der Aquatinta zu, die er zu einem neuen Höhepunkt führte und die seinen Ruf als meisterhafter Grafiker bestärkte.
In Körnigs Malerei nahmen die Themen Familie, Portrait und menschlicher Körper einen zentralen Platz ein. Die häusliche Umgebung und die Nähe zu seiner Familie steigerten seine Produktivität. Immer wieder saß ihm seine Familie Modell. Gern stellte er dabei auch allegorische Bezüge her - so stellt Körnig seine Frau Lisbeth in vorliegendem Bild als Flora dar.

Bildträger in den Ecken o.li. und o.re. minimal verzogen. Malschicht mit einer Fehlstelle in der Ecke o.li. Am li. Bildrand mehrere dachförmig aufstehende Malschichtschollen. Vereinzelt krakeliert, Pentimenti erkennbar.

108,5 x 75 cm, Ra. 112,8 x 79,7 cm.

Schätzpreis
9.500 €
Zuschlag
8.000 €