691 Sehr großer Deckelhumpen. Wetterau. Um 1715.
Keramik, cremefarbener Scherben, ziegelrote Glasur, sogenannte Hafnerware, Zinnmontierungen. Die Wandung mit Sgrafitto-Dekor, mit zwei Spruchbändern, diese abgeteilt durch umlaufenden Riefen "Dieck Ein Unklück das du nicht kanst meiden vor was dies Word spricht / leids sich …. er sich dieck drein. Weil es je nicht kann anders sein. *1*7*1*5". Der Zinndeckel mit graviertem Monogramm "J.H.G" sowie mittig mit einem Relief des Königs David mit Harfe vor einem römischen Feldherrn, darüber Inschrift "INCORRUPTA FIDE" (In unerschütterlicher Treue).
Lit.: Renate Scholz: Humpen und Krüge – Trinkgefäße 16. – 20. Jahrhundert. München 1978, S. 54.
Provenienz: Nachlass Otto Westphal, Dresden / Bautzen.
Korpus mit Spannungsriss, vom Mündungsrand einlaufend (ca. 13 cm). Eine kleine Glasurfehlstelle unterhalb des floralen Dekors Zinnmontierungen teilweise gelockert.
H. 32 cm.