SCHMIDT KUNSTAUKTIONEN DRESDEN AUKTION 32     09.06.12

693   Klaus Schwabe "Ikarus im All". 2000- 2004.

Bronze, überwiegend schwarzbraun patiniert. Verso auf dem modellierten Sockel signiert "SCHWABE", auf der Plinthe nummeriert "Nr. 8" (von wohl 12 gegossenen Exemplaren).
Patinierung an einem sphärischen Bogen leicht berieben.

Das Thema des griechischen Helden Ikarus, der mit den von seinem Vater Dädalus konstruierten Flügeln aus Wachs und Federn zu nah an die Sonne flog und somit abstürzte, beschäftigt Klaus Schwabe seit mehr als dreißig Jahren. Erste Zeichnungen und Entwürfe datieren auf das Jahr 1977 zurück, die erste ausgeführte Ikarus-Plastik wurde 1982 auf der IX. Kunstausstellung der DDR gezeigt. "Ikarus im All" ist die vierte von fünf Variationen des Themas und zeigt den aufsteigenden, wenn auch bereits verletzten, Jüngling umgeben von Gestirnen und ihren Bahnen. Kann man in der Wahl dieses Topos eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Problematik der Selbstverwirklichung und selbstgewählten Risikobereitschaft eines individuellen Geistes erkennen, so ist es in struktureller Hinsicht die Frage nach der Erfassung des Wendepunkts, des die Katastrophe und den Untergang auslösenden Moments, die das formale Interesse des Künstlers weckt.

H. max. 84,5 cm.

Schätzpreis
6.000 €