695 Christian Kirsten, Pyramide. Wohl 1976.
Holz, geschnitzt, farbig gefasst und klarlackiert, Knetmasse. Auf der li. Seite signiert "C.H. KIRSTEN", monogrammiert, datiert sowie mit Atelierangaben des Künstlers. Allseitig mit acht gesteckten, blattförmigen Kerzenhaltern. An der zentralen Metallstange acht Steckflügel, jeweils beidseitig bemalt. Mit einem zweiten Flügelsatz
"(…) In Christian Kirstens malerischem Werk hat der Rückzug in die Stille des Privaten, in Sujets wie Interieur, Landschaft und Stillleben in äußerst reduzierter Farbigkeit bis nahezu hinter die Grenze des Schweigens, ins graue Rauschen pantheistischen Weltgeists, zur Folge. Zur bescheidenen Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen stellt er kunsthandwerkliche Produkte der Holzgestaltung her, mobile Plastiken und Figuren, die in anderer Weise ebenso wie seine Malerei vom Impetus einer universellen und philosophischen Weltsicht geprägt sind. 'Es gibt nur einen Garten im All, und das ist unsere Erde.' So besingt er die Schönheit dieses einzigen uns zugänglichen Gartens in den Holzplastiken und betrauert gleichzeitig dessen Gefährdung seiner Malerei, wie bei Camus die Spannung zwischen Schönheit und Leid zur Triebkraft der Existenz wird.(…)" (zitiert nach Gunter Ziller: Einer der letzten Maler-Asketen. Christian Kirsten in Rossendorf. Dresdner Neueste Nachrichten vom 30.04.1998).
Fassung partiell mit minimalen Verlusten. Die Kerzentüllen mit leichten Brand- und Wachsspuren.
H. 66 cm, B. 43 cm, T. ca. 43 cm.