696 Paar Altarsäulen. Wohl Süddeutschland. 17. Jh./ Frühes 18. Jh.
Holz, vollplastisch geschnitzte und schauseitig gefaßte Korpi. Spiralförmig von Trauben- und Weinlaubranken umschlungen, in korinthische Kapitelle mit Verbindungszapfen übergehend.
Holz stärker wurmstichig und partiell rissig; vereinzelt mit Materialverlust. Kapitelle verso abgeflacht. Korpi mit Metallhalterungen. Ein Verbindungszapfen unterhalb der Basis fehlt.
Für eine Einordnung der Säulen in den christlich-sakralen Raum spricht die sinnbildliche Darstellung der plastischen Ausarbeitung. In der christlichen Emblematik steht die Säule für Beständigkeit und ein festes Vertrauen auf Gott; die Weinrebe wird bereits seit frühchristlicher Zeit mit Christus in Verbindung gebracht, im allgemeineren biblischen Kontext auch mit der Gemeinde Christi oder Gottes.
Lit. Sachs/ Badstüber/Neumann: Christliche Ikonographie in Stichworten. Koehler & Amelang. Leipzig, 1980. S. 336 f.
Lexikon der christlichen Ikonographie, Band 4, S. 55.
H. 133 cm bzw. 136,5 cm.