007 Carl Friedrich Heinrich Werner "Memnonen in der thebäischen Ebene bei Mondlicht". Um 1870.
Öl auf Leinwand. Verso signiert "C. Werner" und betitelt. Im originalen, prachtvollen, vergoldeten Stuckrahmen gerahmt.
Malschicht mit größerflächigen, jedoch sehr kleinteiligen Farbverlusten, v.a. im Bereich des Himmels, Retuschen am unteren Bildrand.
Vgl. Boetticher, F. v.: Malerwerke des Neunzehnten Jahrhunderts. Bd. II.2. S. 1007, Nr. 43 - motivgleiches Aquarell.
1862 und eineinhalb Jahre später unternahm der der Künstler eine Reise nach Ägypten, in deren Folge das Gemälde wohl entstanden ist. Das malerische Schaffen Werners zeichnet sich durch detailgetreue Wiedergabe des Gesehenen und hohe malerische Qualität aus und können als präzise historische Schilderungen gesehen werden.
G.W.F. Hegel schreibt in seinen "Vorlesungen über die Ästhetik" (1835-38) über die Memnonen:
"[...] Besonders merkwürdig sind jene kolossalen Memnonen, welche, in sich beruhend, bewegungslos, die Arme an den Leib geschlossen, die Füße dicht aneinander, starr, steif und unlebendig, der Sonne entgegengestellt sind, um von ihr den Strahl zu erwarten, der sie berühre, beseele und tönen mache. Herodot wenigstens erzählt, daß die Memnonen beim Sonnenaufgang einen Klang von sich gäben.[...]. Als Symbol aber ist diesen Kolossen die Bedeutung zu geben, daß sie die geistige Seele nicht frei in sich selber haben und zur Belebung daher, statt sie aus dem Innern entnehmen zu können, welches Maß und Schönheit in sich trägt, von außen des Lichts bedürfen, das erst den Ton der Seele aus ihnen herauslockt.[...]".
The paint layer shows a very fine craquelee throughout visible under magnifying glass, varying according to colour of the paint.
Resulting, the paint layer shows a dense micro spalling (about 0,5-1,0 mm) in several areas, those being mainly
a) right han
81 x 117,5 cm, Ra. 113 x 148 cm.