075 Josef Hegenbarth "Liegender Windhund". Um 1950.
Leimfarben auf festem Papier (Bütten?). U. re. signiert "Josef Hegenbarth". Verso mit der Darstellung spielender Kinder (in Graphit durchstrichen) und einer Bezeichnung von unbekannter Hand ("Windhund 1956. Inv. Nr. 1273"). Hinter Glas in einer Berliner Leiste des 19. Jh. gerahmt.
Vereinzelt unscheinbare Druckspuren; Randbereiche leicht berieben.
WVZ Zesch B V 742.
Im Jahr 1954 schrieb Hegenbarth in einem Aufsatz mit dem Titel "Illustrieren und was damit zusammenhängt", er habe sich "bisher auf den Ausstellungen als Realist gezeigt. Der Illustrator blieb im Hintergrund … ". (Hegenbarth, Joseph: Über meine Arbeit. In: Bildende Kunst, Heft 5/6, Jahrgang 1954). Jedem aufmerksamen Beobachter und Kenner seiner Tierdarstellungen mußte an dieser Stelle eine Untertreibung auffallen, zeugen doch gerade seine Tierbildnisse von einer subtilen, für Hegenbarth charakteristischen Verschmelzung von Naturbeobachtung und illustratorischen Momenten. Unbeabsichtigt nahsichtig und mit natürlicher Selbstverständlichkeit sieht der Betrachter ein Individuum mit Persönlichkeit, mit Erfahrungen und Gedanken, die nur in diesem Wesen leben, nicht in einer kunstvoll erdachten Geschichte oder einer träumerischen Phantasie. Hegenbarth gelang es, die Poesie des Lebens in seinen Tierdarstellungen auf unnachahmliche Weise zu bannen.
30,5 x 39,5 cm, Ra. 35 x 43,5 cm.