762 Lysipp (Replik nach), Idealbildnis Alexander des Großen. Frühes 20. Jh.
Gips, getönt, ockerbraun gefasst, schellackpoliert. Auf einem oktogonalen, ebonisierten Holzsockel montiert. Rückseitig mit dem Stempel "SCULPTUREN MUSEUM AUGUST GERBER KÖLN A / RH."
Der Überlieferung nach ließ sich Alexander der Große von Makedonien (356–323 v. Chr.) nur von Lysipp, einem der berühmtesten Bildhauer des Altertums, porträtieren. Nach dem heute verlorenen hellenistischen Bronzeoriginal, um 330 v. Chr., entstanden schon in der Antike zahlreiche Kopien, die in verschiedene Museen gelangt sind.
Das seit dem Klassizismus verbreitete Interesse an griechischen und römischen Bildwerken, oft einhergehend mit humanistischer Bildung, bedienten gerade in der Zeit des späten 19. u. frühen 20. Jhs. Verschiedene Firmen, so auch die "Kunstanstalt für Klassische Bildwerke August Gerber, Köln", die nach eigenen Angaben an die "bedeutendsten Museen, Unterrichtsanstalten etc." lieferte.
Fassung von Kopf und Sockel mit kleinen Fehlstellen. Leichte Kratz- und Druckspuren. Chip an rückseitiger Randkante des Abgusses.
H. mit Sockel 41 cm.