078 Georg Tappert "Hellgrüne Vase mit japanischen Beeren". 1906–1909.
Öl auf Leinwand. O.li. signiert "-G-TAPPERT-". Verso auf dem Keilrahmen mit den Resten eines Etiketts, wohl mit einer Nummerierung sowie typografischen Bezeichnungen. In einer weiß gefassten, gekehlten Leiste gerahmt. Diese verso o.li. mit dem Etikett
"[…]ion Berlin 1906".
WVZ Wittek 46.
"Wenn irgendwo in seinen Worpsweder Jahren, dann hat er [Georg Tappert] bei Paula Modersohn-Becker Anregungen, wenn nicht gar unmittelbare Vorbilder für sein Schaffen gefunden. So galt er bereits nach einer ersten, im Dezember 1906 in der Bremer Kunsthalle veranstalteten Kollektivausstellung als 'eine ganz eigenartige Erscheinung' und von da ab […] unangefochten als 'die bedeutendste Kraft der jüngeren Generation'. Vor allem waren es seine in großer Zahl entstandenen, heute meist verschollenen Stilleben, die zur Diskussion herausforderten: 'Man hat den Eindruck, als seien die Sachen so mit ungebrochenen reinen Farben gemalt, kaum gemischt'. Emil Waldmann, der spätere Direktor der Bremer Kunsthalle, hob hierbei insbesondere seine flächige Auffassung und sichere Gestaltung hervor, während […] Karl Schäfer […] sogar unmittelbar auf die Gemeinsamkeit hinwies, die seine Stilleben mit denen von Paula Modersohn-Becker besitzen: 'Sie sind holzschnittmäßig, flächig, in sehr bestimmter Abwägung der kontrastierenden Farbflecken aufgebaut'. […]" (zitiert nach Gerhard Wietek: Georg Tappert: 1880 – 1957. Ein Wegbereiter der Deutschen Moderne. München 1980. S. 13).
Firnis leicht gegilbt und mit faserigen Einschlüssen im u. Teil der Vase. Unscheinbare, winzige rundliche Malschicht-Abplatzungen o.Mi. Ra. leicht bestoßen, die Gehrungen leicht geöffnet.
39,3 x 39,6 cm, Ra. 49 x 49 cm.