097 Robert Sterl "Landschaft mit Baumstümpfen". Um 1903.
Öl auf Malpappe, auf Hartfaserplatte montiert. Unsigniert. Verso mittig in Blei bezeichnet "12 A 240", darunter mit einem Papieretikett der Kunstausstellung Kühl, Dresden, versehen. Darauf in Tinte bezeichnet "Robert Sterl/ Kleine Gebirgslandschaft/ Studie". U.re. mit einem weiteren klebemontierten Papier versehen. Ebenfalls mit Tinte bezeichnet "12. Nachlass Rob. Sterl A 240". In profilierter goldfarbener Leiste gerahmt.
WVZ Popova 558; WVZ Zimmermann 476.
"Sterl ist ein wahrhaftiger Künstler; er malt, was ihn in der Natur zu malen reizt. Seine Bilder sind gesehen, erschaut und erlebt". So beschreibt Max Liebermann seinen Malerkollegen, der, gleichermaßen wie Liebermann selbst, zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus zählt. Diese Aussage lässt sich auch auf das vorliegende Gemälde übertragen. Sterl, der immer wieder Ölskizzen anfertigte, gelingt es, Farbflecken, kurze Pinselstriche und Tupfen so zu setzen, daß die Landschaft fast ungegenständlich anmutet, sich jedoch an den Bäumen und Baumstümpfen zum Figürlichen verdichtet. Mit Landschaftsmotiven wie diesem entfernte sich der Künstler von akademischen Traditionen, fand jedoch zu eigenen Bildideen, die seinen eigenständigen Stil vorantrieben.
Randläsionen im Falzbereich. Die Ecken bestoßen, Ecke u.li knickspurig und mit kleiner Retusche. Kleine Fehlstelle o.Mi. und o.re. Unscheinbares Reißzwecklöchlein re.Mi.
23 x 30 cm, Ra. 31 x 38,2 cm.