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Quido  Mánes

1828 Prag – 1880 ebenda

Mánes entstammte einer Künstlerfamilie, deren Vorfahren aus den Niederlanden kamen. Er war der Sohn von Antonín Mánes und der jüngere Bruder von Josef Mánes. 1838–51 studierte er an der Prager Akademie der bildenden Künste bei František Tkadlík und Christian Ruben, ab 1844 beteiligt sich Mánes regelmäßig an den Jahres-Ausstellungen. 1849–50 gehört er dem Verband Bildender Künstler/Jednota umelcu výtvarných (JUV) an, dem er auch später verbunden bleibt. 1852 entsteht als Jahresgabe für die Mitglieder die Lithografie "Das Johannisfest zu Prag". Nach dem Studium eigenes Atelier in Prag. Die Sommermonate verbringt er häufig auf den Landgütern von Adels-Familien, deren Sprösslinge er porträtiert (Fam. Silva-Tarouca auf Schloss Cechy pod Kosírem, Fam. Veith in Liboch/Libechov, Fam. des Grafen Kotz von Dobrsch in Chodov und Újezd bei Taus/Domažlice, Fam. Wallis in Koleschowitz/Kolešovice). Neben den Bildnissen fertigte er historisch-militärische Sujets (Die Gefangennahme des Andreas Hofer, 1847; Pferdestall aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, 1850). Auf Reisen in das Riesengebirge (1848), in die Slowakei und in den Böhmerwald (zw. 1863 und 1871), die er oft zusammen mit seinem Bruder unternimmt, entstehen Genre-Motive. Mit feinem Gespür für Atmosphäre und Stimmung, voller Herzlichkeit und Humor schildert Mánes Typen und Szenen. Oftmals werden die Gemälde zum Abbild persönlicher Erlebnisse und Begegnungen. Nach einem Studienaufenthalt in Düsseldorf 1870–71 bei Benjamin Vautier verändert sich seine Malweise zu einem dunklen Kolorit und einer melancholischeren Stimmung.

KatNr. 184 Quido Mánes (zugeschr.)
KatNr. 184 Quido Mánes (zugeschr.)
KatNr. 184 Quido Mánes (zugeschr.)

56. Kunstauktion |  16. Juni 2018

184   Quido Mánes (zugeschr.) "Der Antiquitätenhändler" Wohl frühe 1860er Jahre.

Quido Mánes 1828 Prag – 1880 ebenda

Öl auf Leinwand. Unsigniert. Verso auf dem oberen Keilrahmen auf einer Papierkaschierung in Bleistift undeutlich altbezeichnet "Branden Georg (?) / Brandenburg" (?). In einer prunkvollen, goldfarbenen Stuckleiste gerahmt. Sichtleiste mit abgerundeten Ecken.

Bei dem angebotenen Gemälde handelt es sich wohl um eine eigenhändige Version des sich heute in der Oblastní Galerie Liberec befindlichen Gemäldes "Der Antiquitätenhändler". Von diesem, 1856 entstandenen Werk fertigte Mánes in
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54,2 x 49,9 cm, Ra. 72,5 x 68 cm. 7.200 €
Zuschlag 6.000 €
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