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AUKTION 32
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359 Datensätze

Adam, Siegfried

Ahnert, Elisabeth

Aigrinner, Christian

Alt, Otmar

Alvensleben, Oscar von

Anschütz, Ottomar

Arnold, Walter

Artes, Sigrid

Augst, Gerhard

Balden-Wolff, Annemarie

Bantzer, Carl

Bassano, Jacopo

Bauer-Pezellen, Tina

Beck, Lothar

Beckert, Fritz

Beckmann, Max

Behmer, Marcus

Behrens-Hangeler, Herbert

Berckmans, Roger

Berndt, Siegfried

Berthault, Pierre Gabriel

Beutner, Johannes

Beuys, Joseph

Beyermann, Walter

Biedermann, Wolfgang E.

Birnstengel, Richard

Bittner, Norbert

Bley, Fredo

Boethius, Christian Friedrich

Böhme, Hildegard Marion

Böttger, Klaus

Boyvin, René

Brasse-Forstmann, Alice

Braun, Georg

Bruchholz, Otto

Brüning, Max

Burger, Willy Friedrich

Burkhardt, Heinrich

Bürkner, Hugo

Burmester, Georg

Büttner, Erich

Carus, Carl Gustav

Chodowiecki, Daniel Nicolaus

Claudius, Wilhelm

Claus, Carlfriedrich

Cremer, Fritz

Daguerre, Louis Jacques Mandé

Dennhardt, Klaus

Dettmann, Ludwig

Dietrich (Dietricy), Christian Wilhelm Ernst

Dill, Otto

Dischinger, Rudolf

Dittrich, Simon

Dix, Otto

Doeser, Jacobus Johannes

Dollhopf, Günter

Donndorf, Siegfried

Dorsch, Ferdinand

Downey, William & Daniel

Drescher, Arno

Eberl, Willy

Erfurth, Hugo

Erler, Georg

Evans, Floyd Butler

Feige, Johannes

Feldbauer, Max

Felixmüller, Conrad

Fischer, Steffen

Fischer-Geising, Heribert

Förster, Richard

Frank, Alfred

Franze, Josef

Frère, Théodore

Friedrich, Raimund

Fritz, Arnold

Gamage, Gnanarathe

Gawell, Oskar

Geiger, Willi

Gelbke, Georg

Genenger, Theodor

Giebe, Hubertus

Glaha, Ben

Glöckner, Hermann

Göbler, Rolf

Goltzsche, Dieter

Göschel, Eberhard

Goupy, Joseph

Grégoire, Jean Louis

Greiner, Otto

Grieshaber, HAP

Grobe, German

Gruner, Erich

Gruner, Rudi

Günther, Herta

Haanen, Remigius Adrianus van

Hachulla, Ulrich

Haizmann, Richard

Hajek, Otto Herbert

Halberg-Krauss, Fritz

Hänsel, Karl Ernst

Harders, Johannes

Haufe, Jürgen

Hauth, Emil van

Hegenbarth, Josef

Heinze, Frieder

Heisig, Bernhard

Helas, Max

Hennig, Albert

Henninger, Manfred

Herbig, Otto

Herrmann, Regina

Herrmann, Paul

Hertel, Albert

Herzing, Hanns

Herzog, Walter

Heyn, Carl

Hippold, Erhard

Hippold-Ahnert, Gussy

Hirsch, Karl-Georg

Hochmann, Franz Gustav

Hofmann, Ludwig von

Hofmann, Veit

Hollenberg, Felix

Hondius, Hendrick I

Hossauer, Johann George

Hussel, Horst

Ingenmey, Franz Maria

Jahn, Georg

Janssen, Horst

Jensen, Alfred

Jode II, Pieter de

John, Joachim

Jüchser, Hans

Junghanns, Reinhold Rudolf

Kaendler, Johann Joachim

Kähling, Curt

Kallfels, Peter

Kammerer, Anton Paul

Kaplan, Anatoli

Kaulbach, Friedrich August von

Kaulbach, Antonie

Kesting, Edmund

Kinder, Hans

Klatte, Ruth

Kleine, Marcel

Klemm, Walther

Klengel, Johann Christian

Klimsch, Eugen Johann

Klinger, Max

Klotz, Siegfried

Kluth, Karl

Knebel, Konrad

Koch, Joseph Anton

Koch, Peter

Koepping, Karl

Kolb, Alois

Kolesnikov, Ivan Feodorovich

Kollwitz, Käthe

Körnig, Hans

Korsig, Bodo

Kost, Julius

Kotzsch, August

Kozik, Gregor Torsten

Kraemer, Albert

Krause, Wilhelm August

Kretzschmar, Bernhard

Kriegel, Willy

Krone, Hermann

Kröner, Karl

Krowacek, Franz

Labanoff, N.

Lachnit, Max

Lachnit, Wilhelm

Laermans, Eugène

Lang-Scheer, Irma

Lange, Otto###

Lange, Otto Paul

Langner, Reinhold

Latendorf, Christiane

Le Rouge, Georges Louis

Leber, Wolfgang

Leifer, Horst

Lepke, Gerda

Leskoschek, Axel von

Leuteritz, Franz Wilhelm

Lewinger, Ernst

Liebermann, Max

Liebknecht, Robert

Lilge, Marlies

Limmer, Emil

Lincke, Erna

Lindenau, Erich

Loewig, Roger

Lohmar, Heinz

Löhner, Rudolf

Lohse, Carl

Maasdorf, Frank

Maass, Konrad

Maatsch, Thilo

Macke, Helmut

Makolies, Peter

Manuwald, Rudolf

Marc, Franz

Marcks, Gerhard

Martinotti (auch Martinetti), Giovanni Evangelista

Masereel, Frans

Mattheuer, Wolfgang

Meinshausen-Felsing, E.

Merian, Matthäus I

Merian, Matthäus II

Merkel, Thomas

Metzkes, Harald

Möbius, Max

Moeller, Edmund (Edmundo)

Möller, Rudolf

Moosdorf, Heinz-Detlef

Morgner, Michael

Muhrmann, Ludwig

Müller, Richard

Müller, Heinrich Eduard

Müller, Wolfgang

Müller, Wilhelm

Müller, Claus

Müller, Carl Wilhelm

Müller-Gräfe, Ernst

Müllner, Josef

Münster, Sebastian

Naumann, Hermann

Oehler, Emmerich

Oehme, Hanns

Oesterley, Marie

Opitz, Kurt

Oppler, Ernst

Orlik, Emil

Osten, Osmar

Otterson, Heinz

Papperitz, Gustav Friedrich

Partz, Gustav F.

Penck, A.R.

Philipp (MEPH), Martin Erich

Pilz, Otto

Plenkers, Stefan

Pletsch, Oskar

Pohle, Friedrich Leon

Pokorny, Victor

Polke, Sigmar

Pötzschig, Gert

Press, Friedrich

Prout, Samuel

Purrmann, Hans

Pusch, Richard

Querner, Curt

Reinemer, Gabriele

Retzlaff, Markus

Reyländer-Böhme, Ottilie

Richter, Hans Theo

Richter, Hermann Theodor

Richter, Wieland

Richter, Guido Paul

Richter, Adrian Ludwig

Riera i Aragó, Josep Maria

Ritcher,

Rosenhauer, Theodor

Rössing, Karl

Rotari, Pietro Antonio

Rudinoff, Willibald Wolf

Rudolph, Wilhelm

Saint-Phalle, Niki de

Schad-Rossa, Paul

Schauß, Martin

Scheffel, Werner

Schieferdecker, Jürgen

Schlegel, Werner-Hans

Schlegel, Christine

Schlesinger, Gil

Schlichting, Jutta

Schmidt, Otto Rudolf

Schmidt-Kirstein, Helmut

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Schwabe, Klaus

Schwimmer, Max

Scigala, Helena

Seidel, Jürgen

Seitz, Gustav

Sell, Lothar

Seutter, Matthäus

Siebert, Georg

Silbermann, Hendrik

Sinkwitz, Karl

Sitte, Willi

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Sonntag, Joerg

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Sterl, Robert Hermann

Striegler, Andreas Curt

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Sylvester, Peter

Tessmer, Heinrich

Tetzner, Heinz

Thamm, Gustav Adolf

Thaut, Johannes

Theunert, Christian

Thiele, Johann Alexander

Thiemann, Carl Theodor

Ticha, Hans

Timmler, Karl

Tomassi, Renato

Trendafilov, Gudrun

Triegel, Michael

Tröger, Fritz

Trübner, Wilhelm

Tübbecke, Paul Wilhelm

Tucholski, Herbert

Uhlig, Max

Unger, Hans

Vallé, Simon de la

Veit, Hugo

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Vikainen, Voitto Jalmari

Volmer, Steffen

Vouet, Simon

W., J.

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Wegner, Erich

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Wellenstein, Walter

Wenzel, Jürgen

Werner, Carl Friedrich Heinrich

Werner, Heinz

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Westpfahl, Conrad

Westphal, Otto

Westphal-Rudolstadt, Otto

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Wigand, Albert

Wilhelm, Paul

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Wittig, Werner

Witting, Walther

Wolff, Willy

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Zettl, Baldwin

Zille, Rainer

Zimmermann, Friedrich August

Zingg, Adrian

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Carl Gustav  Carus

1789 Leipzig – 1869 Dresden

Deutscher Maler, Zeichner, Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Mediziner. 1804–11 Studium der Physik, Chemie und Medizin an der Universität in Leipzig. Parallel dazu Unterricht an der Zeichen-Akademie bei Julius Dietz. Zu Vorbildern wurden die Niederländer des 17. Jh. sowie Joh. Ch. Klengel und C. Nathe. 1816 Berufung nach Dresden als Prof. für Geburtshilfe und Leiter einer Entbindungsklinik. Unter dem Einfluß der Dresdner Romantik erste Ausstellungsbeteiligung. 1818 Bekanntschaft mit C. D. Friedrich, der ihn nachhaltig inspirierte. 1819 Reise nach Rügen, 1820 ins Riesengebirge, 1821 in die Schweiz. Bekanntschaft mit Goethe, der ihn sowohl in seiner Universalität des Denkens, sowie in der Themen- und Motivwahl beeinflusste. Während seiner Tätigkeit als Leibarzt 1827 für die königlichen Familie in Dresden, erfolgten weitere Reisen in die Schweiz, Italien, später Frankreich und England, die wie bereits das Dresdner Umland eindrucksvolle Vorlagen für seine stimmungsvollen Landschaften boten.

KatNr. 5 Carl Gustav Carus, Pillnitzer Landschaft mit Ruine. Um 1835.
KatNr. 5 Carl Gustav Carus, Pillnitzer Landschaft mit Ruine. Um 1835.

005   Carl Gustav Carus, Pillnitzer Landschaft mit Ruine. Um 1835.

Carl Gustav Carus 1789 Leipzig – 1869 Dresden

Öl auf dünner Malpappe. Unsigniert. Verso undeutlich von unbekannter Hand bezeichnet. In einer ebonisierten Profilleiste gerahmt.
Malschicht im Bereich des Himmels kaum sichtbar kratzspurig, Mi. und Mi.li. je eine unscheinbare Verschmutzungslinie. Vereinzelt minimal frühschwundrissig. Im rechten Randbereich mit minimaler Firnisverfärbung.
Malträger in den Ecken sowie an den Rändern mit jeweils einem kleinen Fixierlöchlein versehen. Malträger leicht wellig, die Kanten ungerade geschnitten. Verso mit Resten einer älteren Montierung.
Wohl WVZ Prause 287 (dort betitelt als "Ruine in Pillnitz über den Weinbergen").

Eine ausführliche Expertise von Prof. Dr. H. J. Neidhardt, Dresden, vom 20. April 2012 liegt vor.

Provenienz: Sächsischer Privatbesitz, Patentochter der Margarete Schwerdtner; vormals im Besitz der Margarete Schwerdtner, Pflegetochter der Caroline Cäcilie Carus.

Als königlicher Leibarzt sah sich Carus verpflichtet, stets in unmittelbarer Nähe der sächsischen Königsfamilie zu residieren, weshalb ihn mehrere Sommeraufenthalte nach Pillnitz bei Dresden führten, wo er ab 1832 ein Landhaus besaß. Unweit von diesem an den Pillnitzer Schloßpark grenzenden stimmungsvollen Anwesen erhebt sich gen Nordosten der in die Elbhänge eingebettete Borsberg mit dem etwas kleineren davorliegenden Schloßberg, welcher seit 1785 eine künstliche Ruine in der Ausführung von Johann Daniel Schade trägt. Dieses streng nach den Ausführungen des Gartentheoretikers Christian Cay Lorenz Hirschfeld angelegte künstlich gealterte Bauwerk gehört zu einem im Auftrag des Kurfürsten Friedrich August III. errichteten Gebäudekomplex, der sich weitläufig über den Friedrichsgrund erstreckt und als häufig aufgesuchtes Ziel großer Beliebtheit bei der sächsischen Königsfamilie erfreute.
Um die in dieser Ölstudie festgehaltene Sicht auf die Ruine und die sich weit im Hintergrund erstreckenden Felsen der Sächsischen Schweiz erlangen zu können, mußte sich Carus an dem Hang des vis-à-vis gelegenen Hausbergs positionieren. Ganz der malerischen Auffassung der Dresdner Romantik verhaftet, widmet sich Carus in dieser stimmungsvollen Szene mit akribischer Sorgfalt der Darstellung atmosphärischer Dichte und "der farbigen Erscheinung des bewölkten Himmels […], die ihn lebenslang besonders interessiert hat." (aus: Expertise Prof. Neidhardt).

Literatur:
Prause, Marianne: Carl Gustav Carus, Leben und Werk. Berlin 1968, S. 148/149. Nr. 287.
Gosch, Andreas: Die Künstliche Ruine oberhalb des Friedrichsgrunds in Pillnitz von Johann Daniel Schade, In: Kunstgeschichten Dresden Blog (http://blog.k-dd.de/2009/10/die-kunstliche-ruine-oberhalb-des-friedrichsgrunds-in-pillnitz-von-johann-daniel-schade/)

weiterführend:
Von Sydow, Eckart: Carl Gustav Carus und das Naturbewußtsein der romantischen deutschen Malerei, In: Monatshefte für Kunstwissenschaft, Leipzig 1922, 15. Jg., S. 30-38.
Carl Gustav Carus – Wahrnehmung und Konstruktion. Akten zum interdisziplinären Kolloquium 21. bis 23. Mai 2008 im Residenzschloß, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Dresden 2009.

13,7 x 19,5 cm, Ra. 18,2 x 23,7 cm. 24.000 €
Zuschlag 24.000 €
KatNr. 6 Carl Gustav Carus, Seestück mit Felsen (The Needles, Isle of Wight, im Gegenlicht). 1844.
KatNr. 6 Carl Gustav Carus, Seestück mit Felsen (The Needles, Isle of Wight, im Gegenlicht). 1844.
KatNr. 6 Carl Gustav Carus, Seestück mit Felsen (The Needles, Isle of Wight, im Gegenlicht). 1844.
KatNr. 6 Carl Gustav Carus, Seestück mit Felsen (The Needles, Isle of Wight, im Gegenlicht). 1844.
KatNr. 6 Carl Gustav Carus, Seestück mit Felsen (The Needles, Isle of Wight, im Gegenlicht). 1844.

006   Carl Gustav Carus, Seestück mit Felsen (The Needles, Isle of Wight, im Gegenlicht). 1844.

Carl Gustav Carus 1789 Leipzig – 1869 Dresden

Öl auf dünner Malpappe, nachträglich vollflächig auf Bütten montiert und minimal geschnitten. Unsigniert. Verso auf der Rückwand von unbekannter Hand bezeichnet. In schmaler Holzleiste gerahmt.
Malschicht mit leichter, kleiner Kratzspur o.li. (ca. 9 mm), im Himmel kaum sichtbar kratzspurig. Im Streiflicht vereinzelt Spuren der Pinselführung des Firnisauftrag erkennbar. Im Falzbereich mit unscheinbaren Firnisverfärbungen. Malträger leicht verwölbt.
Nicht im WVZ Prause.

Eine ausführliche Expertise von Prof. Dr. H. J. Neidhardt, Dresden, vom 20. April 2012 liegt vor.

Provenienz: Sächsischer Privatbesitz, Patentochter der Margarete Schwerdtner; vormals im Besitz der Margarete Schwerdtner, Pflegetochter der Caroline Cäcilie Carus.

In den Sommermonaten Mai bis August des Jahres 1844 bereiste Carl Gustav Carus als Begleiter des sächsischen Königs Friedrich August II. weite Teile Englands und Schottlands - eine an Eindrücken und Beobachtungen überreiche Exkursion, die ihren adäquaten literarischen Niederschlag in den 1845 publizierten Reisetagebüchern "England und Schottland im Jahre 1844" gefunden hat. Dank dieser äußerst präzisen Aufzeichnungen der Reiseereignisse läßt sich ein genaues Entstehungsdatum für das hier vorgestellte Seestück ausmachen: der 1. Juni 1844, zwischen zehn und elf Uhr vormittags. Im Eintrag unter diesem Datum liest man, daß morgens um sechs das seit dem Hafen von Portsmouth zur Verfügung stehende Segelschiff "Fanny" bestiegen wurde, um nach einer ausführlichen Umrundung der Isle of Wight gen Southampton zu steuern, wo man um halb drei Uhr anlegte. Die bizarre Felsformation der "Needles" wurde nach etwa der halben Fahrt vor der Mittagszeit erreicht; Carus' Zeilen fassen den Anblick in äußerst schilderungsreichen Worten zusammen: "Wirklich war indeß fürs erste der Wind vollkommen günstig, und man setzte alle Segel bei, um noch, bevor man nach Southampton kehrte, die Westspitze von Wight mit den merkwürdigen Kreidefelsen der Needles zu erreichen. Die Fahrt war sehr schön, die Küste von Wight streckte sich in manchen Schwellungen lang hin und das Meer gab die herrlichsten Effecte. […] Jetzt erschienen nun die Needles - drei hohe in einer Linie hinaus ins Meer gelagerte Kreidefelsen, schön von den noch schief auffallenden Strahlen der Morgensonne beleuchtet, umflogen und bedeckt von Möven und Tauchern, umbrandet von dem grünlichen Meere. - Der Anblick war prächtig; der bräunliche und grünliche Beschlag um den Fuß der Klippen, der Glanz der scharfen Kanten und Zacken der Kreide, der duftige Schimmer der hohen Kreidewände der Insel selbst, das lockere, sein auf dem Horizonte schwebende Gewölk, und die stets wechselnden Gruppen und Bilder, welche bei jedem Vorwärtsdringen, Schwenken und Schwanken unsrer Fanny entstanden und verschwanden; ich werde es nie vergessen! Wir fuhren noch über die Klippen hinaus, so daß wir auch ihre westliche Ansicht gewannen, und die weite offene See vor uns lag, …" Die hier zur Auktion gebrachte kleine Studie beschreibt mit malerischen Mitteln genau diese Beobachtungen, findet sich in ihr eben jene Stimmung einfühlsam wiedergegeben. "Die genau beobachtete Schilderung von Felsen, bewegter See und Atmosphäre zeugt von dem innigen Naturverhältnis des Künstlers. Sie hat weniger mit Romantik als mit Impressionismus zu tun und ist somit durchaus auf der Höhe der Zeit." (aus: Expertise Prof. Neidhardt).

Literatur:
Carus, Carl Gustav: England und Schottland im Jahre 1844, Band 1, Berlin 1845, S. 108ff.
Von Sydow, Eckart: Carl Gustav Carus und das Naturbewußtsein der romantischen deutschen Malerei, In: Monatshefte für Kunstwissenschaft, Leipzig 1922, 15. Jg., S. 30-38.

weiterführend:
Carl Gustav Carus – Wahrnehmung und Konstruktion. Akten zum interdisziplinären Kolloquium 21. bis 23. Mai 2008 im Residenzschloß, Staatliche Kunstsammlungen Dresden. Dresden 2009
Prause, Marianne: Carl Gustav Carus, Leben und Werk. Berlin 1968, S. 148/149. Nr. 287.

Abbildungsnachweis für C.G. Carus, England und Schottland im Jahre 1844: SLUB Dresden / Hist.Brit.A.279-1, S. 108ff.

12,3 x 19 cm, Ra. 14,3 x 21 cm. 15.000 €
Zuschlag 42.000 €
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