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AUKTION 60 15. Juni 2019
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Slg. Dr. Hartleb - Exlibris

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301 - 323


Grafik 20.-21. Jh.

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Fotografie

821 - 832


Skulpturen

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Figürliches Porzellan

870 - 884


Porzellan / Keramik

885 - 900

901 - 920

921 - 932


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935 - 937


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960 - 980

981 - 1000

1001 - 1022


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Zinn / Unedle Metalle

1030 - 1032


Hiroshige - 60 Provinzen

1100 - 1120

1121 - 1140

1141 - 1160

1161 - 1170


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1171 - 1177


Asiatika

1178 - 1198


Uhren

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Miscellaneen

1222 - 1230


Mobiliar / Einrichtung

1233 - 1239


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1232 - 1233


Teppiche

1243 - 1259





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KatNr. 1 Gustav Bartsch, Liebespaar vor einer bewaldeten Landschaft. Mitte 19. Jh.
KatNr. 1 Gustav Bartsch, Liebespaar vor einer bewaldeten Landschaft. Mitte 19. Jh.

001   Gustav Bartsch, Liebespaar vor einer bewaldeten Landschaft. Mitte 19. Jh.

Gustav Bartsch 1821 Gleiwitz – 1906 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "G. Bartsch" u.re. Verso auf li. Keilrahmenleiste in Blei schwach und unleserlich altbezeichnet.

Bildträger altdoubliert. Partiell unscheinbare Leinwand-Deformationen. Malschicht frühschwundrissig und technikbedingte Runzelbildung. Partiell mehrere kleine Retuschen entlang des Krakelees sowie Übermalungen an alten Fehlstellen im unteren Randbereich. Signatur übergangen. Malschicht-Fehlstellen entlang der Bildränder sowie u.Mi. im Gewand und Blumen u.re. Rahmen goldfarben überfasst.

78,2 x 62,7 cm, Ra. 95 x 81 cm. 1.300 €
KatNr. 2 Henri de Beul, Im Schafstall. 1880.
KatNr. 2 Henri de Beul, Im Schafstall. 1880.

002   Henri de Beul, Im Schafstall. 1880.

Henri de Beul 1845 Dendermonde – 1900 Schaarbeek (Brüssel)

Öl auf Holz. Signiert "H De Beul" und datiert u.li. In einem historisierenden, goldfarbenen Rahmen mit eckbetonenden Verzierungen gerahmt.

Firnis etwas gegilbt. Geringfügige Randläsionen. Kleine Kratzer in der Malschicht an Ecke u.re.

39,5 x 50 cm, Ra. 54,3 x 64,9 cm. 500 €
Zuschlag 400 €
KatNr. 4 Karl Theodor Böhme, Capri (Golf von Sorrent). 1898.
KatNr. 4 Karl Theodor Böhme, Capri (Golf von Sorrent). 1898.

004   Karl Theodor Böhme, Capri (Golf von Sorrent). 1898.

Karl Theodor Böhme 1866 Hamburg – 1939 Karlsruhe

Öl auf Leinwand. Signiert "Karl Böhme", datiert sowie ortsbezeichnet "München" u.re. In einem reich verzierten und stuckierten Holzrahmen.

Vom 18. Juli bis zum 31. Oktober 1937 wurden fünf Gemälde Böhmes in der Großen Deutschen Kunstausstellung im Haus der Kunst in München präsentiert. Drei davon bildeten die Küstenlandschaften Capris, wie die Faraglioni und die Sirenenbucht, ab. Die auf der italienischen Felseninsel entstandenen Landschaftsgemälde trugen maßgebilch zur Steigerung der Bekanntheit Böhmes bei. Zwei weitere Versionen, welche die Brandungen Capris zu verschiedenen Tageszeiten wiedergeben, befinden sich in den Bayrischen Staatsgemäldesamlungen in München sowie in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe.

Vgl. Schweers, Hans F.: Gemälde in deutschen Museen, Bd.1, München 1981, S.96.

Vgl.: Ausstellungskatalog der Großen Deutschen Kunstausstellung 1937 im Haus der Deutschen Kunst zu München.

Im Bereich der Wellen Mi. fachmännisch retuschierte Kratzspur. Winzige Retuschen am Rand u.Mi. sowie re.Mi. Partiell Firnis etwas matter. Rahmen überfasst.

78 x 100 cm, Ra. 88 x 109 cm. 4.000 €
Zuschlag 6.000 €
KatNr. 5 Johann Anton Castell (zugeschr.), Abendliche Landschaft mit Blick auf die Plauener Kirche und den Windberg bei Dresden. Wohl um 1860.
KatNr. 5 Johann Anton Castell (zugeschr.), Abendliche Landschaft mit Blick auf die Plauener Kirche und den Windberg bei Dresden. Wohl um 1860.

005   Johann Anton Castell (zugeschr.), Abendliche Landschaft mit Blick auf die Plauener Kirche und den Windberg bei Dresden. Wohl um 1860.

Johann Anton Castell 1810 Dresden – 1867 ebenda

Öl auf Malpappe, vollflächig auf Holzplatte kaschiert. Unsigniert. Hinter Glas in einer Berliner Leiste gerahmt. Verso mit dem Händler-Etikett "Emil Richter, Hofkunsthändler Sr. Majestät des Königs" und zwei handschriftlichen Zuschreibungen in Blei "Traugott Faber (Dr. Löffler)" und in Kugelschreiber "C. Dahl, um 1820, Kirche von Dresden Pesterwitz und Freitaler Windberg.".

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Minimal angeschmutzt.

20 x 27,3 cm, Ra. 26 x 33 cm. 750 €
Zuschlag 600 €
KatNr. 6 Johan Christian Clausen Dahl (Umkreis / Nachfolge), Morgenstimmung bei Dresden. Wohl um 1830– 1860.
KatNr. 6 Johan Christian Clausen Dahl (Umkreis / Nachfolge), Morgenstimmung bei Dresden. Wohl um 1830– 1860.

006   Johan Christian Clausen Dahl (Umkreis / Nachfolge), Morgenstimmung bei Dresden. Wohl um 1830– 1860.

Johan Christian Clausen Dahl 1788 Bergen – 1857 Dresden

Öl auf Leinwand, vollflächig auf Hartfaser montiert. Unsigniert. Verso mit einem Sammler-Etikett versehen. In einer Berliner Leiste des 19. Jh. gerahmt.

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Ecken etwas berieben.

16 x 33,5 cm, Ra. 23,5 x 32,5 cm. 750 €
Zuschlag 900 €
KatNr. 7 Andries van Eertvelt (zugeschr.), Mediterrane Küstenlandschaft mit Segelschiffen. 17. Jh.
KatNr. 7 Andries van Eertvelt (zugeschr.), Mediterrane Küstenlandschaft mit Segelschiffen. 17. Jh.
KatNr. 7 Andries van Eertvelt (zugeschr.), Mediterrane Küstenlandschaft mit Segelschiffen. 17. Jh.
KatNr. 7 Andries van Eertvelt (zugeschr.), Mediterrane Küstenlandschaft mit Segelschiffen. 17. Jh.

007   Andries van Eertvelt (zugeschr.), Mediterrane Küstenlandschaft mit Segelschiffen. 17. Jh.

Andries van Eertvelt 1590 Antwerpen – 1652 ebenda

Öl auf Leinwand. Unsigniert. In einer profilierten, braun lasierten Holzleiste gerahmt. Verso auf einem Papieretikett auf dem Schmuckrahmen nummeriert "4" sowie auf dem Keilrahmen "2523" o.li. weitere Nummerierungen.

Andries van Eertvelt spezialisierte sich als erster Antwerpener Maler erfolgreich im Genre der Marinemalerei. Sowohl die kompositorische, als auch malerische Umsetzung sowie motivische Elemente des vorliegenden Gemäldes finden sich auf zahlreichen anderen Bildern des flämischen Meisters. In Stilistik und Perspektive zeigt beispielsweise das links dargestellte Schiff große Übereinstimmung mit dem Gemälde "Die 'Santa Maria' in Anchor" aus der Sammlung des Britischen Schifffahrtsmuseums in Greenwich. Auch der Masten-, bzw. Fahnenträger rechts im Bild, findet sich vergleichend auf dem Gemälde "Eine mediterrane Küstenszene mit Turm, Schiffen und Figuren an der Küste" van Eertvelts, welches 2016 bei Sotheby's London versteigert wurde. In seine maritimen Gemälde setzt van Eertvelt oftmals Küstenlandschaften, welche der Maler als Besonderheit seines künstlerischen Schaffens in idealisierter Form darstellte. Gleichsam ist die Szenerie in ein weiches, fast weltentrücktes Licht getaucht und unterstreicht die idealisierte, arkadische Stimmung des Bildes. Die sich in der Ferne verjüngende Küstenlandschaft erzeugt zudem räumliche Weite.

Für die Expertise danken wir Herrn Dr. Laurens Schoemaker (RKD – Netherlands Institute for Art History Den Haag, Curator Historical Topography and Marine Painting).

Altrestauriert. Leinwand altdoubliert und Spannränder umlaufend mit Papier abgeklebt. Leinwandablösung und geringer Materialverlust am Rand im Bereich des Rahmenfalzes o.li. Takelage partiell mit Blei nachgezeichnet. Keilrahmen mit ehemaligem Anobienbefall.

119,8 x 135,9 cm, Ra. 134,8 x 209 cm. 5.500 €
KatNr. 8 Christian Friedrich Gille, Baumstudie - alte Laubbäume am Waldsaum. Um 1860.
KatNr. 8 Christian Friedrich Gille, Baumstudie - alte Laubbäume am Waldsaum. Um 1860.

008   Christian Friedrich Gille, Baumstudie - alte Laubbäume am Waldsaum. Um 1860.

Christian Friedrich Gille 1805 Ballenstedt/Harz – 1899 Dresden

Öl auf Papier, vollflächig auf festen Karton kaschiert. Unsigniert. Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet. In einer Berliner Leiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Wir danken Herrn Dr. Gerd Spitzer, Röthenbach, für freundliche Hinweise.

Lit.: Spitzer, Gerd: Christian Friedrich Gille. 1805–1899. Petersberg, 2018.

Bildträger leicht gewölbt. Karton mit Randläsionen. Kleine Fehlstelle im Papier an Ecke u.re. Firnis gegilbt und mit matten Bereichen. Mehrere kleine Kratzer im Firnis und winzige Malschicht-Fehlstellen im Randbereich. Minimaler Farbabrieb im Ast re. Matte Retusche im Himmel o.li. sowie kleine, farbfalsche in den Baumstämmen. Rahmen mit Fehlstellen der Fassung.

30 x 41 cm, Karton 30,5 x 41,5 cm, Ra. 38 x 48,5 cm. 6.000 €
Zuschlag 5.000 €
KatNr. 9 Jenny Gronen
KatNr. 9 Jenny Gronen

009   Jenny Gronen "Curt van Dorp". 1891.

Jenny Gronen Spätes 19 Jh.

Öl auf Tropenholz. Monogrammiert "J.G." und datiert am u.re. Rand. Verso in Tusche altbezeichnet "Curt van Dorp Geb. 20. April 1889 gemahlt Weihnachten 1891, von Jenny Gronen". In einem reich verzierten, goldfarbenen Schmuckrahmen mit durchbrochenem Akanthusblatt-Ornament gerahmt. Verso mit einem Händler-Etikett "Albert Suckow, 54. Steglitzer Str. 54. Fabrik für Gemälde-Rahmen und Holzbildhauer".

Vereinzelte kleine bräunliche Flecken und unscheinbare Kratzspuren in der Malschicht.

29 x 23,5 cm, Ra. 48 x 42,5 cm. 600 €
Zuschlag 450 €
KatNr. 10 Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.
KatNr. 10 Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.
KatNr. 10 Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.

010   Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.

Friedrich von Keller 1840 Neckarweihingen – 1914 Abtsgmünd

Öl auf Leinwand, auf Malpappe maroufliert. Signiert "Fr Keller" u.re. In einer profilierten, glänzend schwarzen Holzleiste mit goldfarbener Sichtleiste, gerahmt.

Bildträger gering gewölbt. Leinwand an Ecke o.li. etwas von der Pappe gelöst. Untere Ecken mit unscheinbaren Reißzwecklöchlein. Re. Rand etwas ungerade geschnitten und mit vereinzelten kleinen Malschicht-Fehlstellen. Weitere, sehr kleine Fehlstelle im Stuhl und o.re. Pappe mit vereinzelten Läsionen durch Einrahmung. Kleine Retuschen am li. Rand. Verso mit oberflächlichen Kratzspuren und Papierresten alter Einrahmung.

Gemälde 57,1 x 46,3 cm, Pappe 58 x 46,3 cm, Ra. 65,1 x 53,7 cm. 360 €
KatNr. 11 Wilhelm August Krause
KatNr. 11 Wilhelm August Krause

011   Wilhelm August Krause "Der Wallwitzberg bei Dessau". Wohl 1838.

Wilhelm August Krause 1803 Dessau – 1864 Berlin

Öl auf Karton, auf Spanplatte maroufliert. U.li. ligiert signiert "WKrause f." und datiert (die letzten zwei Ziffern schwer lesbar). Ausführlich ortsbezeichnet u.re. Verso mit ganzflächigem schwarzen Anstrich. In einem goldfarbenen, masseverzierten Schmuckrahmen mit floralem Dekor.

Zwei längliche Kratzer in Firnis und Malschicht sowie vereinzelt kleine Fehlstellen.

29,7 x 26 cm, Spanpl. 30 x 26,7 cm, Ra. 39 x 35,6 cm. 500 €
Zuschlag 330 €
KatNr. 12 Louise Henriette von Martens, Geschwisterpaar, mit einem zahmen Eichhörnchen spielend. 1860.
KatNr. 12 Louise Henriette von Martens, Geschwisterpaar, mit einem zahmen Eichhörnchen spielend. 1860.

012   Louise Henriette von Martens, Geschwisterpaar, mit einem zahmen Eichhörnchen spielend. 1860.

Louise Henriette von Martens 1828 Stuttgart – 1894 Stuttgart

Öl auf Leinwand. Signiert "LvMartens" und datiert u.re. In einer profilierten, goldfarbenen Holzleiste gerahmt.

Gesamtflächig mit Alterskrakelee, im Himmel deutlicher, teils mit Schüsselbildung. Leichte Klimakante. Firnis gegilbt innerhalb des Bildausschnitts des früheren ovalen Rahmens, mit Schmutzablagerungen im Randbereich sowie mit kreisrunden matten Stellen im Firnis entlang der ovalen Malkante, diese mit minimalen Faserresten u.li. Vereinzelte kleine bräunliche Flecken.

86 x 66,9 cm, Ra. 94,3 x 74,2 cm. 7.200 €
KatNr. 13 W. Oelbke, Knabenbildnis. 1849.
KatNr. 13 W. Oelbke, Knabenbildnis. 1849.

013   W. Oelbke, Knabenbildnis. 1849.

W. Oelbke Erste Erw. 1814 – letzte Erw. 1846

Öl auf Leinwand. Signiert "W. Oelbke" sowie datiert u.re. In goldfarbener Stuckleiste mit silberfarbenen Elementen gerahmt. Verso Provenienz-Vermerk in Kugelschreiber sowie Stempel "21 500 v.R" auf dem Keilrahmen. Drei Papieraufkleber mit alter Bepreisung sowie mit Informationen zum Künstler ebenfalls auf dem Keilrahmen.

Minimale Retuschen an Malschicht-Fehlstellen. Malschicht leicht berieben, v.a. an den Bildrändern. Rahmen mit Ausbruch an Ecke u.li., leicht berieben.

16,8 x 14,5 cm, Ra. 26,5 x 24 cm. 220 €
KatNr. 14 Alexander Kips, Bacchant mit Schale nach François Coudray (Dresdner Zwinger). Spätes 19. Jh.
KatNr. 14 Alexander Kips, Bacchant mit Schale nach François Coudray (Dresdner Zwinger). Spätes 19. Jh.

014   Alexander Kips, Bacchant mit Schale nach François Coudray (Dresdner Zwinger). Spätes 19. Jh.

Alexander Kips 1858 Berlin – 1910 Berlin
Francois Coudray 1678 Villecerf, jetzt Messon – 1727 Dresden

Öl auf Leinwand, vollflächig auf Sperrholz maroufliert. Monogrammiert "AK" u.re. Rückseite von fremder Hand bezeichnet. In einer Berliner Leiste gerahmt.

Provenienz: Nachlass Dr. Joachim Menzhausen, Dresden.

Die kleinformatige Malerei gibt die Skulptur eines Bacchanten der schlosswärtigen Seite des Glockenspielpavillons im Dresdner Zwinger wieder, welche um 1725 wohl von dem französischen Bildhauer François Coudray gefertigt wurde.

Bildträger leicht gewölbt. Kleine Läsion der Leinwand an Ecke u.re. Klebemittelreste der Kaschierung an den Rändern. Vereinzelte, sehr kleine Malschicht-Fehlstellen. Kratzer u.li. sowie o.re.

Leinw. 28,3 x 16,8 cm, Holz 29,2 x 18 cm, Ra. 33 x 22 cm. 600 €
Zuschlag 500 €
KatNr. 15 Carl Wilhelm Müller, Mann mit Kappe im Interieur (Selbstbildnis?). 1873.
KatNr. 15 Carl Wilhelm Müller, Mann mit Kappe im Interieur (Selbstbildnis?). 1873.

015   Carl Wilhelm Müller, Mann mit Kappe im Interieur (Selbstbildnis?). 1873.

Carl Wilhelm Müller 1839 Dresden – 1904 ebenda

Öl auf dünnem Karton, auf Pappe kaschiert. Signiert "C. W. Müller" u.re. und ausführlich in die Farbe geritzt bezeichnet und datiert "Arnsdorf, 20 August 1873" u.li. sowie unleserlich betitelt am u. Rand re. Verso von fremder Hand bezeichnet. In einer goldfarbenen Schmuckleiste mit einem stilisierten Floraldekor gerahmt.

Bildträger mit Reißzwecklöchlein an den Ecken. Malschicht berieben und mit kleinen Fehlstellen.

24 x 16 cm, Ra. 26 x 18 cm. 360-400 €
Zuschlag 340 €
KatNr. 16 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.
KatNr. 16 Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

016   Ernst Erwin Oehme, Blick in einen Kreuzgang mit dem Epitaph für Johannes von Schleinitz aus St. Afra in Meißen. 1865.

Ernst Erwin Oehme 1831 Dresden – 1907 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert "ERWIN OEHME" und datiert u.re. Verso auf der Leinwand nummeriert "31 5" o.li. In einem goldfarbenen, spätklassizistischen Hohlkehlrahmen mit Palmetten-Ornament in den Ecken und eingelegter Sichtleiste. Vierkantstäbe und schmale Hohlkehle vergoldet.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Heinrich Magirius, Radebeul, für detaillierte Angaben zu dem dargestellten Epitaph und Grabmal.

Pittoreske Bildausschnitte und eine sensible Umsetzung von Licht- und Wetterstimmungen charakterisieren das Werk Oehmes, welches vor allem durch Landschaftsdarstellungen geprägt ist. In den 1860er Jahren wählte der Künstler für der Fertigung seiner Aquarelle vermehrt Sujets mittelalterlicher Kirchen und Burgen – ein Kontext, in den sich das vorliegende, eindrucksvolle Capriccio einreihen läßt, indem es den gotischen Kreuzgang des Meissner Domes offensichtlich als Vorlage rezipiert. Neben den gotischen Spitzbögen und den Kreuzgewölben adaptierte der Künstler auch einzelne Elemente, wie die bedachten Pfeilervorlagen oder die in den Boden eingelassene Memorialplatte und passte diese in Maßstab und Positionierung an sein Werk an. Dem benachbarten St. Afra entlehnte Oehme das linke Wandepitaph (Johannes von Schleinitz, gest. 1526) und das rechte, aufgerichtete Grabmal (Hans von Schleinitz, gest. 1476) deren eigentlicher Standort die Begräbniskapelle des Uradelsgeschlechts von Schleinitz in der benachbarten Klosterkappelle St. Afra ist.
Die Verwebung dieser charakteristischen Versatzstücke mehrerer lokaler Sakralbauten zu einer idealisierten Komposition verleihen dem Sujet einen ebenso besonderen Reiz wie die ruinöse, morbide Überformung des Motivs und die beeindruckende Umsetzung der letzten Regentropfen, die den ersten Sonnenfleck berühren.
Der Künstler setzte das Bildthema als Memento mori um – der ruinöse Baukörper, umgestürzte und herabgefallene architektonische Details, der teilweise eingestürzte Boden, Grabplatten, Epitaphe und abblühende Rosenstöcke verweisen auf die Vergänglichkeit alles Irdischen.
Die hervorragende malerische Qualität des Gemäldes, welches dem Frühwerk Oehmes zuordenbar ist und sicher zu den bedeutenderen Werken seines Gesamtschaffens zählt, stützt die Vermutung, dass es sich um das in Boetticher als "Kreuzgang im Dom zu Meißen" bezeichnete Werk handelt.

Vgl.: Boetticher (publ. 1891–1901), Bd. II, Teil 1, S. 175, Nr. 27.
Vgl.: Neidhardt, Hans Joachim: Die Malerei der Romantik in Dresden, Leipzig 1976, S. 316 f.
Vgl.: TU Dresden (Hrsg.): Erwin Oehme. Aquarelle aus dem Kunstbesitz der Technischen Universität Dresden, Meißen 2003.

Malschicht mit alterungsbedingtem Krakelee, im Bereich des vorderen Pfeilers an den Pastositäten etwas frühschwundrissig. Malschicht an den Rändern leicht berieben und mit Rahmenfalzabdrücken. Vereinzelte kleine Retuschen im Bereich der Gewölbebögen und an den Rändern. Kleine Stelle mit Malschicht-Abrieb Mi.li. Rahmen neu gefasst, partiell mit Abplatzungen.

70 x 85 cm, Ra. 91 x 102,5 cm. 6.000 €
KatNr. 18 Max Pietschmann, Weiblicher Akt an einem Flusslauf in sommerlicher Landschaft. 1930er Jahre.

018   Max Pietschmann, Weiblicher Akt an einem Flusslauf in sommerlicher Landschaft. 1930er Jahre.

Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 ebenda

Öl und Deckfarben auf Malpappe mit Einfassungslinien. In Blei ligiert monogrammiert "MP" u.re.

Malschicht mit leichten Kratzspuren. Reißzwecklöchlein am o.re. und li. Rand sowie u. mittig. Verso mit Papierstreifen am u. Rand.

18,8 x 27,7 cm. 500 €
KatNr. 19 Max Pietschmann, Sommer am Meer. Um 1930.

019   Max Pietschmann, Sommer am Meer. Um 1930.

Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 ebenda

Öl auf Malpappe. In schwarzer Tusche signiert "M. Pietschmann" u.re. Rahmende, klebemontierte Papierstreifen am o. und re. Rand.

Ecke u.li. minimal bestoßen. Drei winzige bräunliche Flecken auf der Oberfläche am li. Rand im Bereich des Himmels. Verso stärker stockfleckig und mit einem Wasserfleck am u. und re. Rand.

20,9 x 31,6 cm. 180 €
Zuschlag 260 €
KatNr. 21 Max Pietschmann, Rote Geranien. Wohl um 1900.

021   Max Pietschmann, Rote Geranien. Wohl um 1900.

Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 ebenda

Öl auf Holz. In schwarzer Tinte signiert "Max Pietschmann." u.li. Verso mit blauem Farbstift nummeriert "60".

Malschicht leicht angeschmutzt. Bildträger am re. Rand mit kleinem Trocknungsriss (ca. 3 cm), winziges Nagellöchlein am li. Rand.

13,8 x 23 cm. 100 €
Zuschlag 160 €
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