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AUKTION 62 07. Dezember 2019
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KatNr. 1 Eugen Bracht
KatNr. 1 Eugen Bracht

001   Eugen Bracht "Spreewaldhof". 1885.

Eugen Bracht 1842 Morges/Genfersee – 1921 Darmstadt

Öl auf Leinwand. U.li. signiert "Eugen Bracht" und ausführlich datiert "25.6.85". Verso auf der o. Keilrahmenleiste von Künstlerhand in Pinsel mit der Werknummer "663" bezeichnet, betitelt, nochmals signiert und ortsbezeichnet "Dresden" sowie mit weiteren Annotationen in Blei. In einer profilierten, goldfarbenen Holzleiste gerahmt.
Das Gemälde wird in das in Vorbereitung befindliche WVZ Großkinsky aufgenommen.

Provenienz: Norddeutscher Privatbesitz; 1970 Versteigerung Lempertz, Köln; 1907 Verkauf Kunstsalon Emil Richter, Dresden.

Wir danken Herrn Dr. Manfred Großkinsky, Frankfurt a. Main, für freundliche Hinweise.

Besuche auf Rügen führten Eugen Bracht erstmals in die östlichen Landschaften Deutschlands und intensivierten ab 1877 seine Hinwendung zur Freilichtmalerei. Die Berufung zum Dozenten für Landschaftsmalerei an der Kunstakademie Berlin 1882 und der damit einhergehende Wohnortswechsel hatten auch die künstlerische Auseinandersetzung mit der brandenburgischen Umgebung zur Folge.
Eugen Bracht gliederte das vorliegende Gemälde in klare, horizontale Strukturen. Jene Bildebenen verbindet der Künstler in der Vertikalen mittels drei aufragender Pappeln und einem Bach, welcher auf dem Goldenen Schnitt eine Schneise durch das gräserbewachsene Umfeld gräbt. Seine sanften Wellen spiegeln die Farben des Himmels wider und verbinden die Eindrücke zu einer Abendstimmung im Hochsommer zu Beginn der Dämmerung. Die naturalistische Darstellungsweise der Landschaft unterscheidet sich stark von seiner späteren, impressionistischen Betrachtung, deren Gegenständlichkeit zugunsten der atmosphärischen Eindrücke zurücktreten. So entstand das Gemälde in jener Schaffensphase, in welcher Bracht seine Kunst noch im Sinne der Traditionalisten fertigte – eine Einstellung, welche sich während seiner Dozentenarbeit in Berlin wandelte und schließlich ab den 1890ern auch in der modernistischen Umsetzung seiner Werke ablesbar wurde.

Zu den ostdeutschen Landschaftsdarstellungen Brachts vgl.: Großkinsky, Manfred; Küster, Bernd (Hrsg.): Eugen Bracht. 1842–1921. Frankfurt am Main, 2005. S. 97 ff.

Vollflächig auf Leinwand doubliert, Keilrahmen etwas größer als das Bildformat, dadurch recto etwa 0,5 cm der Doublierleinwand umlaufend sichtbar, diese am Keilrahmen zusätzlich festgeklebt. Originale Leinwand ungerade beschnitten. Im Randbereich vereinzelte, winzige Malschichtverluste. Firnis leicht gegilbt und mit unscheinbarem, länglichen, matten Kratzer Mi. Brauner Wachsfleck u.re. auf der Doublierleinwand.

34 x 51 cm, Ra. 42 x 59 cm. 7.200-8.000 €
KatNr. 2 Joseph von Führich (Kopie nach), Das Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mitte 19. Jh.
KatNr. 2 Joseph von Führich (Kopie nach), Das Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mitte 19. Jh.

002   Joseph von Führich (Kopie nach), Das Schweißtuch der Heiligen Veronika. Mitte 19. Jh.

Joseph von Führich 1800 Kratzau/Böhmen – 1876 Wien

Öl auf Leinwand. Unsigniert. In einer schmalen, profilierten, bronzefarbenen Holzleiste gerahmt.

Das vorliegende Gemälde ist eine Kopie der vierten Darstellung aus dem vierzehn Stationen umfassenden Kreuzweg-Zyklus des Malers Joseph von Führich (1800–1876), der diesen erstmals vor 1836 für die Kirche am St. Lorenzberg in Prag schuf. Es folgten weitere Kreuzweg-Fresken des Malers für die Johannes-Nepomuk-Kirche in Wien-Leopoldstadt und die Altlerchenfelder Pfarrkirche in Wien-Neubau.
Die Darstellungen erfuhren anhand von Kupferstichen weite Verbreitung, welche bereits 1847 erstmalig gedruckt wurden. Aufgrund der Beliebtheit des Themas wurden die Gemälde vielfach durch teils unbekannte Künstler kopiert. Die sog. "Führich-Kreuzwege" befinden sich in zahlreichen Kirchen Europas, vorrangig in Österreich und Deutschland.

Bildträger mit einer vorgrundierten Leinwand doubliert, auf einem Spannrahmen des 19. Jh. Bildformat an den Längsseiten um ca. 1 cm verkleinert. Unscheinbare Deformation u.Mi. Malschicht im Falzbereich berieben und mit kleinen Fehlstellen. An o. Ecken mit Abdrücken eines alten Tabernakelrahmens. Zahlreiche Altretuschen und winzige Fehlstellen auf gesamter Bildfläche. Partiell Firnis mit matten Stellen.

120 x 90 cm, Ra. 133 x 103 cm. 1.200 €
KatNr. 3 Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.
KatNr. 3 Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.

003   Friedrich von Keller, Interieur mit Bauernschrank. Um 1900.

Friedrich von Keller 1840 Neckarweihingen – 1914 Abtsgmünd

Öl auf Leinwand, auf Malpappe maroufliert. Signiert "Fr Keller" u.re. In einer profilierten, glänzend schwarzen Holzleiste mit goldfarbener Sichtleiste, gerahmt.

Bildträger gering gewölbt. Leinwand an Ecke o.li. etwas von der Pappe gelöst. Untere Ecken mit unscheinbaren Reißzwecklöchlein. Re. Rand etwas ungerade geschnitten und mit vereinzelten kleinen Malschicht-Fehlstellen. Weitere, sehr kleine Fehlstelle im Stuhl und o.re. Pappe mit vereinzelten Läsionen durch Einrahmung. Kleine Retuschen am li. Rand. Verso mit oberflächlichen Kratzspuren und Papierresten alter Einrahmung.

Gemälde 57,1 x 46,3 cm, Pappe 58 x 46,3 cm, Ra. 65,1 x 53,7 cm. 180 €
KatNr. 4 Carl Gustav Hermann Kluge, Der Abschied. 1859.
KatNr. 4 Carl Gustav Hermann Kluge, Der Abschied. 1859.
KatNr. 4 Carl Gustav Hermann Kluge, Der Abschied. 1859.

004   Carl Gustav Hermann Kluge, Der Abschied. 1859.

Carl Gustav Hermann Kluge 1833 Dresden – 1913 ebenda

Öl auf Leinwand. Ligiert signiert "GKluge" und datiert u.li. Im breiten, goldfarbenen Stuckrahmen mit stilisierendem Akanthusblatt-Ornament und Hohlkehle mit Zungenschnitt gerahmt.

Die Komposition Carl Gustav Hermann Kluges knüpft an die Tradition der niederländischen Fensterbilder von Gerard Dou oder Willem van Mieris an. Das leuchtende blau-gelbe Satinkleid mit zarten Spitzenabschlüssen ist in der Manier des Gerard ter Borch gemalt. Durch den dunklen Hintergrund lenkt der Maler das Interesse des Betrachters gezielt auf den Akt des Verabschiedens – welcher aufgrund der zartrosa leuchtenden Wangen des Mädchens wohl ein Abschied vom Geliebten zu sein scheint.

Klimakante und Alterskrakelee. Kleine Leinwand-Deformation an zwei Rissen im Bildträger u.li. unterhalb des li. Armes. Diese geschlossen und recto retuschiert (matt), verso mit Resten einer dünnen Papierbeklebung im Rissbereich. Firnis mit Laufspuren und matten Stellen. Rahmen etwas berieben und mit kleineren Fehlstellen der Fassung an den Außenkanten.

37 x 32 cm, Ra. 52 x 47 cm. 1.800 €
KatNr. 5 Eduard Emil August Leonhardi
KatNr. 5 Eduard Emil August Leonhardi
KatNr. 5 Eduard Emil August Leonhardi

005   Eduard Emil August Leonhardi "Aufsteigendes Gewitter in sumpfiger Ebene". 1894.

Eduard Emil August Leonhardi 1828 Freiberg – 1905 Loschwitz

Öl auf Holz, Bildträger aus zwei Holzplatten mittels horizontal verlaufender Federverbindung zusammengefügt sowie verso parkettiert. Ligiert monogrammiert "EL." und datiert u.li. Verso auf dem Bildträger li.Mi. in weißer Farbe nochmals signiert, bezeichnet "Loschwitz" und datiert. In einem prunkvollen, goldfarbenen und reich verzierten Stuckrahmen. Darauf verso nummeriert "No 3" sowie mit dem Ausstellungsetikett der "Grossen Kunst-Ausstellung des Hamburger Kunstvereins 1895" versehen. Auf diesem Etikett künstlerbezeichnet, ortsbezeichnet "Loschwitz. Villa Leonhardi" sowie betitelt. Mit einem weiteren Klebeetikett, darauf nummeriert "708".
WVZ Weißbach XVI (Anhang).

In seinen Landschaftsgemälden verknüpft Eduard Leonhardi die realitätsnahe Wiedergabe der Natur mit der zugleich bewussten Komposition aus vorangegangenen Studien, woraus sich eine Idealisierung der Landschaften ergibt. Aus dieser spätromantischen Auffassung resultiert neben der naturgetreuen Wiedergabe ein zeitloser, poetischer Raum, in dem die Erscheinungen der Natur als Gleichnis für das ständige Werden und Vergehen gedeutet werden können.
Die Stimmung des Bildes wird maßgeblich durch die Lichtführung definiert. Leonhardi schildert einen farb- und formenreichen, wolkenbedeckten Himmel im Gegenlicht. Von diesem bewölkten Himmel ausgehend, liegt ein gedämpftes Licht auf der ruhig wirkenden Landschaft, die einen Kontrast zu den sich auftürmenden, bewegten Wolken bildet.
Der Künstler gibt die Vegetation mit großer Sorgfalt und in detailgetreuer Weise wieder. Dies fußt auf einem sehr bewussten, genauen Betrachten, das Zeichnen nach der Natur, wie es sein Lehrer Ludwig Richter vermittelte. Auch teilte Leonhardi die Begeisterung Richters für die böhmische und sächsische Landschaft, die Leonhardis bevorzugtes Sujet bleiben wird. Ab den 1870er Jahren verzichtet dieser sogar fast vollständig auf Figurenstaffage zu Gunsten der reinen Konzentration auf die dargestellten Elemente der Natur. Die Industrialisierung, welche zur Zeit des Künstlers bereits Spuren in der Landschaft hinterließ, spart Leonhardi in seinem Oeuvre gänzlich aus und so bleiben seine Naturdarstellungen in ihrer unberührten Wirkung Sehnsuchts- und Rückzugsorte, fernab des weltlichen Geschehens.
(Vgl. Angelika Weißbach, Werkverzeichnis Eduard Leonhardi, Dresden 1998.).

Vereinzelte, fachgerechte Retuschen, insbesondere u.li. Flächige Altretusche in den Wolken o.li. Partiell kleine Malschicht-Lockerungen (ohne Farbverluste) sowie leicht blasenförmige in li. Bildhälfte Mi. Die horizontale Fuge alterungsbedingt in der Malschicht ablesbar. Winzige Ausbrüche ebenda Mi. Malschicht im Falzbereich partiell berieben. Vereinzelte bräunliche Fleckchen auf der Oberfläche sowie Firnis gegilbt. Rahmen mit Lockerungen und kleine fehlende Teile in den Stuckapplikationen.

102,5 x 143 cm, Ra. 147 x 187 cm. 9.000-12.000 €
KatNr. 6 A. Krekner (?), Dorfansicht mit Mühlrinne. Wohl Spätes 19. Jh.
KatNr. 6 A. Krekner (?), Dorfansicht mit Mühlrinne. Wohl Spätes 19. Jh.

006   A. Krekner (?), Dorfansicht mit Mühlrinne. Wohl Spätes 19. Jh.

Öl auf Leinwand. Schwer lesbar signiert "A. Krekner" (?) u.li. Verso auf dem Keilrahmen o.re. in Blei bemaßt. In einer profilierten, masseverzierten, goldfarbenen Holzleiste gerahmt.

Bildformat umlaufend von Künstlerhand verkleinert. Erste Bildanlage in Öl an den Spannkanten sichtbar. Kleiner Riss in der Leinwand u.re. Malschicht mit mehreren, kleinteiligen Lockerungen, Fehlstellen und Kratzern. Kleine Randläsionen. Firnis gegilbt. Verso Keilrahmen vereinzelt mit Fraßgängen ehem. Anobienbefalls. Leinwand verso mit partiellem weißen Anstrich. Rahmen überfasst und mit sehr kleinen Fehlstellen.

67,4 x 55,2 cm, Ra. 81 x 68,8 cm. 150 €
KatNr. 7 Albin Kühn, Chiemsee, Blick auf die Fraueninsel. 1870.
KatNr. 7 Albin Kühn, Chiemsee, Blick auf die Fraueninsel. 1870.

007   Albin Kühn, Chiemsee, Blick auf die Fraueninsel. 1870.

Albin Kühn 1843 Schlotheim – 1911 Görlitz

Öl auf Leinwand. Monogrammiert "AK" und datiert u.re. Verso auf dem Keilrahmen re. in schwarzem Farbstift vermerkt "Rudolf" sowie auf u. Leiste nummeriert "KO 460". In einem reich verzierten, goldfarbenen Rahmen mit durchbrochenem Akanthusblatt-Ornament.

Firnis gegilbt. Klimakante. Retuschierte Malschicht-Fehlstellen im Falzbereich sowie in den Tannenzweigen re. Kleine Fehlstellen an den Ecken sowie vereinzelte, sehr kleine in der Bildfläche. Rahmen mit Fehlstellen der Fassung, Risse an den Ecken sowie Lockerungen im Stuck. Bildformat etwas kleiner als das Falzmaß.

43,2 x 61,7 cm, Ra. 69,6 x 87,2 cm. 240 €
KatNr. 8 Julius Hermann Kummer (zugeschr.), Romantische Landschaft mit Burgruine. 1868.
KatNr. 8 Julius Hermann Kummer (zugeschr.), Romantische Landschaft mit Burgruine. 1868.
KatNr. 8 Julius Hermann Kummer (zugeschr.), Romantische Landschaft mit Burgruine. 1868.

008   Julius Hermann Kummer (zugeschr.), Romantische Landschaft mit Burgruine. 1868.

Julius Hermann Kummer 1817 Dresden – ? 1869

Öl auf Leinwand. U.li. ligiert monogrammiert "JK" und datiert. In einem goldfarbenen historisierenden Rahmen mit Perlstab- und Blattdekor gerahmt.

Malschicht im Falzbereich mit kleinen Fehlstellen. Feines Malschichtkrakelee. Farbfalsche Retusche im Himmel.

33,5 x 49 cm, Ra. 45 x 60 cm. 950 €
KatNr. 9 Jan Hermanus Melcher-Tilmes, Abendliche Waldlandschaft bei Neder Hemert, Niederlande. Wohl Spätes 19. Jh.
KatNr. 9 Jan Hermanus Melcher-Tilmes, Abendliche Waldlandschaft bei Neder Hemert, Niederlande. Wohl Spätes 19. Jh.

009   Jan Hermanus Melcher-Tilmes, Abendliche Waldlandschaft bei Neder Hemert, Niederlande. Wohl Spätes 19. Jh.

Jan Hermanus Melcher-Tilmes 1874 Maastricht – 1920 Amsterdam

Öl auf Leinwand. Signiert "JH MELCHER-TILMES" u.li. Verso auf der o. Keilrahmenleiste Mi. von Künstlerhand ortsbezeichnet "Neder Hemert". In einer historisierenden, goldfarbenen, masseverzierten Holzleiste gerahmt. Verso auf dem Rahmen in Blei nummeriert "9692".

Randbereiche mit leichtem Malschicht-Abrieb. Mehrere unscheinbare Leinwand-Deformationen. Kratzer (ca. 12 cm) o.re. Mehrere kleine Malschicht-Fehlstellen und sehr vereinzelt leicht aufstehende Malschicht-Schollen. Firnis gegilbt. Verso Keilrahmen mit Klebemittelresten von Klebestreifen.

78 x 65 cm, Ra. 96 x 83,5 cm. 500 €
KatNr. 10 Albert Ernst Mühlig, Sächsische Vorfrühlingslandschaft. 1894.
KatNr. 10 Albert Ernst Mühlig, Sächsische Vorfrühlingslandschaft. 1894.

010   Albert Ernst Mühlig, Sächsische Vorfrühlingslandschaft. 1894.

Albert Ernst Mühlig 1862 Dresden – 1909 ebenda

Öl auf Leinwand. Ligiert monogrammiert u.li. "AM" sowie datiert. Verso auf dem Keilrahmen mit dem Händlerstempel "Emil Geller Nachf[ahre] Hoflieferant DRESDEN, Waisenhaus Str.10" versehen. In einem goldfarbenen Rahmen mit Blumendekor gerahmt.

Leichte Druckstelle im Bildträger o.li.

27 x 35 cm, Ra. 42 x 50 cm. 240 €
KatNr. 11 Meno Mühlig, Fischer am Wildbach in einer Vollmondnacht. 1850er Jahre.
KatNr. 11 Meno Mühlig, Fischer am Wildbach in einer Vollmondnacht. 1850er Jahre.

011   Meno Mühlig, Fischer am Wildbach in einer Vollmondnacht. 1850er Jahre.

Meno Mühlig 1823 Eibenstock – 1873 Dresden

Öl auf Leinwand. U.li. signiert "Mühlig". Im goldfarbenen, klassizistischen Stuckrahmen mit verschiedenen Profilornamenten, darauf verso mit einem Papieretikett versehen, darauf in Tusche nummeriert "81/31 51".

Malschicht mit alterungsbedingtem, feinen Krakeele. Eine Druckstelle mit fachmännischer Retusche, verso hinterlegt. Neu gefirnisst.

73 x 60 cm, Ra. 96 x 84 cm. 950 €
KatNr. 12 Max Pietschmann, Das Urteil des Paris. Spätes 19. Jh.

012   Max Pietschmann, Das Urteil des Paris. Spätes 19. Jh.

Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 ebenda

Öl über Blei auf Malpappe. In Tusche signiert "M. Pietschmann" u.re.

Ecken minimal gestaucht. Malpappe mit leichten Randläsionen. Anhaftende Faserreste im Bereich des roten Gewands.

Darst. 22 x 36,2 cm, Malpappe 25 x 39 cm. 250 €
KatNr. 13 Max Pietschmann, Weiblicher Akt an einem Flusslauf in sommerlicher Landschaft. 1930er Jahre.

013   Max Pietschmann, Weiblicher Akt an einem Flusslauf in sommerlicher Landschaft. 1930er Jahre.

Max Pietschmann 1865 Dresden – 1952 ebenda

Öl und Deckfarben auf Malpappe mit Einfassungslinien. In Blei ligiert monogrammiert "MP" u.re.

Malschicht mit leichten Kratzspuren. Reißzwecklöchlein am o.re. und li. Rand sowie u. mittig. Verso mit Papierstreifen am u. Rand.

18,8 x 27,7 cm. 360 €
KatNr. 14 Josef Carl Berthold Püttner, Schiffbrüchige. Mitte 19. Jh.

014   Josef Carl Berthold Püttner, Schiffbrüchige. Mitte 19. Jh.

Josef Carl Berthold Püttner 1821 Plan, Böhmen – 1881 Vöslau

Öl auf Leinwand. Signiert "JCB Püttner" u.re. Verso auf o. Keilrahmenleiste in Blei nummeriert "14325".

Malschicht mit Alterkrakelee. Winzige bräunliche Flecken im Himmel. Kleine hakenförmig verlaufende Kratzspur mit dachförmig aufstehender Malschicht am Rand li.o. Wenige Altretuschen, eine größere am Rand u.re., winzige Malschicht-Fehlstellen im u. Randbereich. Oberflächliche Kratzer im Firnis sowie matte Stellen im Bereich des Meeres.

47,6 x 60,9 cm. 1.100 €
KatNr. 15 H. Radelof, Küstenlandschaft mit Turm und Ruine (Norwegische Küste-Helsingborg?). 1879.
KatNr. 15 H. Radelof, Küstenlandschaft mit Turm und Ruine (Norwegische Küste-Helsingborg?). 1879.

015   H. Radelof, Küstenlandschaft mit Turm und Ruine (Norwegische Küste-Helsingborg?). 1879.

Öl auf Leinwand. Signiert "H. RADELOF" und datiert u.li. Verso auf dem Keilrahmen in Tinte altbezeichnet und besitzerbezeichnet "August Todt 1882". In einem breiten, neoklassizistischen Rahmen mit Eckdekor gerahmt.

Umlaufend Abdrücke des Rahmenfalzes. Malschicht im Falzbereich mit Oberflächenschmutz sowie kleine Fehlstellen an Ecken und Rändern. Malschicht-Stauchungen mit Lockerung u.re. Feines Malschichtkrakelee und leichte Klimakante. Firnis geringfügig gegilbt. Rahmen mit leicht geöffneten Gehrungen sowie vereinzelten kleinen Abplatzungen.

46,5 x 69,5 cm, Ra. 70 x 92 cm. 600 €
KatNr. 16 Wilhelm Heinrich Schneider, Kornpuppen (Erntelandschaft bei Seidnitz). Wohl 2. H. 19. Jh.
KatNr. 16 Wilhelm Heinrich Schneider, Kornpuppen (Erntelandschaft bei Seidnitz). Wohl 2. H. 19. Jh.

016   Wilhelm Heinrich Schneider, Kornpuppen (Erntelandschaft bei Seidnitz). Wohl 2. H. 19. Jh.

Wilhelm Heinrich Schneider 1821 Neukirchen bei Chemnitz – 1900 Dresden-Loschwitz

Öl auf vollflächig grundiertem, leichten Karton. Unsigniert. In Blei u.re. ortsbezeichnet "b.[ei] Seidnitz". Verso in Blei wohl von fremder Hand bezeichnet. Auf einen festen Untersatzkarton an den oberen Ecken klebemontiert. Auf diesem verso o.li. ein Klebeetikett mit Angaben zum Künstler. In einer schmalen, bronzefarbenen Holzleiste gerahmt.

Provenienz: Privatsammlung Dresden/Wilhelmshaven. In den 1930er Jahren aus dem Nachlass Wilhelm Heinrich Schneider erworben.

Vier Risse im Bildträger, diese verso mit Leinwandstreifen hinterlegt. Bildträger mit unscheinbaren Deformationen. Gelbliche Flecken im Himmel und kleine Kratzer. Geringer Materialverlust an zwei Ecken. Leichter Malschicht-Abrieb entlang der Ränder sowie o.re. Rahmenverbindungen gelockert.

8,2 x 20,5 cm, Untersatz 8,6 x 20,6 cm, Ra. 10,8 x 22,8 cm. 240 €
KatNr. 17 Albert Friedrich Schröder, Historisierendes Interieur mit Pfeife rauchendem Edelmann. Um 1900.
KatNr. 17 Albert Friedrich Schröder, Historisierendes Interieur mit Pfeife rauchendem Edelmann. Um 1900.

017   Albert Friedrich Schröder, Historisierendes Interieur mit Pfeife rauchendem Edelmann. Um 1900.

Albert Friedrich Schröder 1854 Dresden – 1939 München

Öl auf Holz. Signiert und bezeichnet "A. Schröder M[ü]n[chen]." o.re. Verso bezeichnetes Klebeetikett der Galerie Assindia in Essen. In breiter, profilierter, polimentvergoldeter Kreidegrundholzleiste gerahmt.

21 x 27 cm, Ra. 38 x 44 cm. 420 €
KatNr. 18 Friedrich Leon Pohle, Nach dem Kirchgang. Um 1868-1876.
KatNr. 18 Friedrich Leon Pohle, Nach dem Kirchgang. Um 1868-1876.

018   Friedrich Leon Pohle, Nach dem Kirchgang. Um 1868-1876.

Friedrich Leon Pohle 1841 Leipzig – 1908 Dresden

Öl auf Leinwand. Signiert u.li. "Leon Pohle" und ortsbezeichnet "Weimar". In einem bronzefarbenen, reich verzierten Stuckrahmen. Verso auf o. Rahmenleiste das Händler-Etikett "A. Krügel, Vergolder in Weimar".

Provenienz: Sächsischer Privatbesitz; Privatbesitz Thüringen; bis 1945 in Familienbesitz der Pächter des Ritterguts Dörnfeld bei Stadtilm, Thüringen, bei Pacht des Gutes bereits als Inventar übernommen.

Neben Ferdinand von Rayski, Julius Scholtz, Carl Bantzer und später Robert Sterl gilt Friedrich Leon Pohle als bedeutender Vertreter einer psychologisch verinnerlichten Porträtkunst in der realistischen Tradition Anton Graffs. Als Professor für Malerei an der Dresdner Kunstakademie fand sich ein großer, begeisterter Schülerkreis um ihn, unter anderem bestehend aus Richard Müller, Osmar Schindler, Ernst Richard Dietze und Max Pietschmann. Der junge Robert Sterl äußerte seine Freude über die Ankunft des neuen Lehrers mit den Worten "[Pohle] brachte - wie Scholtz - einen frischen Zug in die Stickluft des Dresdner Akademiebetriebes" (Lit. Dresden. Von der Königlichen Kunstakademie zur Hochschule für Bildende Künste 1764 - 1989. Dresden 1990, S. 176.) Folglich ist die Bedeutung Pohles als Bindeglied zwischen der klassizistisch-akademischen Malerei der 1860er und 1870er Jahre und dem Drängen einer bewegteren, jungen Generation hin zur Freilichtmalerei nicht zu unterschätzen.
Die Szene eines jungen Mädchens in Begleitung einer älteren Dame in der Sonntagstracht Thüringer Bäuerinnen besticht durch ihre stille Bescheidenheit bei außerordentlicher, präziser Kunstfertigkeit. In realistischer Manier zeigt sich gleichsam eine große Freude an der Wiedergabe des unmittelbaren Natureindrucks im lebhaften Schattenspiel und der Behandlung von teils abgebrochenen Zweigen und zahlreichen kleinen Blüten. Auch die wortlose Kommunikation der beiden Dargestellten verweist auf ein enges Verhältnis, möglicherweise zwischen Großmutter und Enkelin. Aus dem Jahr 1876 existiert, ebenfalls in Weimar entstanden, ein Gemälde mit der Darstellung einer Familie bei Tisch. Es ist nicht auszuschließen, dass es sich dabei abermals um jene ältere Dame handeln könnte. Leider ist nicht belegt, ob beide Weimarer Gemälde verschiedene Mitglieder der Familie des Künstlers zeigen.

Partiell geringfügige Leinwand-Deformationen. Minimale, fachgerechte Retuschen in der Bildfläche sowie u.li. oberhalb der Signatur und im "P". Abrieb der Malschicht im Falzbereich. Partiell technikbedingt frühschwundrissig (u.a. im Kleid des Mädchens und o.li.) sowie alterungsbedingtes Krakelee. Vereinzelte, unscheinbare bräunliche Fleckchen auf der Oberfläche. Rahmen überfasst, mit vereinzelten Fehlstellen der Fassung und Spannungsrissen.

89 x 126,5 cm, Ra. 130 x 168 cm. 8.500 €
KatNr. 19 Hugo Veit
KatNr. 19 Hugo Veit

019   Hugo Veit "Helgoland". 2. H. 19. Jh.

Hugo Veit 1816 Berlin – 1893 ebenda

Öl auf Leinwand. Signiert u.re. "H. Veit". Verso auf dem Keilrahmen mit altem Klebezettel, darauf in Tinte betitelt, künstlerbezeichnet und mit alter Preisangabe. In breiter, grau gefasster Holzleiste, mit goldfarbener Auflage gerahmt.

Firnis unregelmäßig gegilbt. Vereinzelte Retuschen im Bereich des Himmels li. und des re. Rands. Eine größere Retusche unterhalb des Segelbootes re, verso mit alter Hinterlegung. Malschicht im Bereich der größeren Retusche mit Farbverlusten. Falzbereich mit Farbabrieb.

63 x 94 cm, Ra. 78 x 108 cm. 300 €
KatNr. 20 Gustave Walther, Bildnis der Pauline Anna Weichard, Ehefrau von Carl Hermann Goepel, Stadtgutbesitzer Altenburg. 1889.

020   Gustave Walther, Bildnis der Pauline Anna Weichard, Ehefrau von Carl Hermann Goepel, Stadtgutbesitzer Altenburg. 1889.

Gustave Walther 1828 Ronneburg – 1904 Altenburg

Öl auf Leinwand. Verso auf der Leinwand signiert "gem.[ahlt] v. G. Walther." und datiert u.re.

Weitere Bildnisse des Malers befinden sich u.a. im Schlossmuseum Altenburg.

Leinwand leicht wellig. Leichte Klimakante und vereinzelt kleine Deformationen, unscheinbare weißliche Flecken und Malschicht-Fehlstellen im Randbereich. Kleine Malschichtstauchung und -lockerung an Gesichtskontur re. Kleine Druckstelle mit Malschichtverlust u.Mi.

Oval: 72,7 x 60,7 cm. 350 €
KatNr. 21 Paul Weber (Wiederholung nach einem Gemälde von Paulus Potter), Rinderhirt mit seiner Herde. 2. H. 19. Jh.

021   Paul Weber (Wiederholung nach einem Gemälde von Paulus Potter), Rinderhirt mit seiner Herde. 2. H. 19. Jh.

Paul Weber 1823 Darmstadt – 1916 München

Öl auf Leinwand. Schwach lesbar signiert "P. Weber" u.re. Verso auf dem Keilrahmen o.li. in Blei bezeichnet "Potter Copie". Auf der Doublierleinwand verso Mi. Reste eines Papieretiketts sowie mit dem Nachlass-Stempel "Paul Webers ausgewählter Nachlass München. Antonie Weber" versehen. Das Original von Paulus Potter (1625 – 1654) befand sich im Besitz der Gemäldegalerie Dresden (Gal.Nr. 1629), es gilt als verschollen.

Doubliert, Doublierleinwand am Keilrahmen anhaftend. Feiner Kratzer in der Malschicht u.li. sowie o.li. Kleine, vereinzelte Fehlstellen der Malschicht an den Bildrändern im Falzbereich (minimal) und leicht berieben. Firnis etwas gegilbt. Mehrere feine, kleine Retuschen auf der Bildfläche verteilt.

36,6 x 48,7 cm. 500 €
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